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Trefft einander – und sprecht darüber: #cczk18, das Castlecamp in Kaprun

Wenn alljährlich Anfang September Begriffe wie „Open Data“, „Sales Funnel“, „Overtourism“, „Instawalk“ oder „Influencer“ (böses Wort!) durch die altehrwürdigen Mauern von Burg Kaprun hallen, dann weiß man: Es ist wieder Castlecamp Zeit! Bereits zum elften Mal trafen sich vergangenes Wochenende digital denkende Touristiker zum Austausch beim #cczk18 (oh ja, der unaussprechliche Hashtag …).

Von alten Hasen und neuen Teilnehmern

Welche Themen, welche Gespräche, welche Trends bestimmten das #cczk18? Darüber unterhielt ich mich im schon traditionellen Abschluss-Interview mit Rainer Edlinger, der das Castlecamp seit elf Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und einem tollen Team organisiert. Das Interview findet ihr hier!

Was das #cczk18 prägte, war der erfreulich hohe Anteil an neuen Teilnehmern (salopp „Newbies“ genannt). Während wir dieses Jahr einige alte Hasen schmerzlich vermissten (das Arsenal der Verhinderungsgründe reichte von Hochzeiten bis zu Zugsausfällen), wehte ein frischer Wind durch die alten Mauern. Was noch nicht so klappte, war, dass möglichst viele Castlecamp-Neulinge auch eigene Sessions hielten. Das soll sich beim #cczk19 ändern – schon in der abschließenden Feedbackrunde wurden dazu einige Ideen entwickelt.

Übrigens: Schwellenangst ist bei einem Barcamp natürlich – aber lässt sich mit ein paar guten Tipps leicht beseitigen. Dazu ein Lesetipp: Unsere Kristine Honig hat dazu einen wirklich hilfreichen Blogbeitrag geschrieben!

Wir von Tourismuszukunft lieben das Castlecamp!

Das Castlecamp ist nicht nur Urgestein der touristischen Barcamp-Szene: Es ist auch ein Barcamp, das wir von Tourismuszukunft seit seinen Anfängen lieben (– und deshalb dieses Jahr auch als Sponsor unterstützen)! Selbstredend trugen Florian Bauhuber und ich auch dieses Jahr mit eigenen Sessions zum Themenspektrum bei:

Florian sprach in seiner Session über sein Spezialthema Linked Open Data im Tourismus und skizzierte das gemeinsame Bemühen im deutschsprachigen Raum um einen touristischen Knowledge Graph. Mehr im #cczk18 Livereport sowie in der Sketchnote von Beate Mader. Wie wichtig das Thema ist, zeigte die damit gekoppelte Session „The Holy Grail of Semantic SEO“ von Andrea Volpini und Gennaro Cuofano (Wordlift), die gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH am touristischen Knowledge Graph des Salzburger Landes arbeiten.

Meine #cczk18 Session lautete „Kuratierung ist tot – lang lebe die Kuratierung!“ Nach DSGVO-Tango, API-Zoff mit Facebook und Instagram, dem Ende der Twitter Suchwidgets und dem Tod von Storify ist das Kuratieren (= Sammeln) von Social Media-Content schwieriger geworden. Ich arbeitete beim #cczk18 mit den Teilnehmern heraus, mit welchen Tools und Tricks es trotzdem möglich ist, Twitterwalls und Reportagen zu befüllen (Livereport).

Vielen Dank an Beate Mader für die Sketchnote aus ihrem #cczk18 Beitrag:

Session „Kuratierung ist tot - lang lebe Kuratierung“ von Günter Exel am Castlecamp 2018. Sketchnote: Beate Mader

 

#cczk18 in Echtzeit – die Livereportage

So manchem dürfte nicht entgangen sein, dass ich das Castlecamp bereits seit 2010 mit meinen Livereportagen begleite … Wenn ihr die beiden Tage auf der Burg nachverfolgen wollt, findet ihr hier Berichte zu folgenden Sessions:

Livereportage vom Castlecamp-Samstag:

  • „Pimp my Channel – Optimierung von YouTube für organischen Traffic“ (Alex Hohenthaner, Restplatzbörse)
  • Wie lässt sich Content für Alexa optimieren? (Bernhard Höfling, vioma)
  • Kuratierung ist tot – lang lebe Kuratierung! (Günter Exel, Tourismuszukunft)
  • Schwarzweiß-Fotografie im Burghof (Achim Meurer, Die Maurers)
  • Linked Open Data im Tourismus (Florian Bauhuber, Tourismuszukunft)
  •  The Holy Grail of Semantic SEO (Andrea Volpini und Gennaro Cuofano, Wordlift)
  • Facebook Gruppen – das unterschätzte Potenzial (Beate Mader, visionhochdrei.de)
  • Whiskytasting mit Rainer Edlinger

Livereportage vom Castlecamp-Sonntag:

  • Was funktioniert bei euch im Marketing? (Hans-Jörg Keiler, Restplatzbörse)
  • Videos günstig selbst produzieren (Alex Hohenthaner, Restplatzbörse)
  • Castlecamp Instawalk
  • Feedbackrunde
  • Abschlussinterview mit Rainer Edlinger

Themen, Trends und Diskussionen: die Castlecamp Blogroll

Günter Exel am Castlecamp 2018, Session „Kuratierung ist tot - lang lebe Kuratierung“ © Maike Ovens

Danke Maike Ovens für die originelle Instastory zur Castlecamp-Session „Kuratierung ist tot – lang lebe Kuratierung“!

Welche Trends und Themen prägten das Programm? Darüber informieren euch neben der Livereportage auch weitere Blogartikel und Berichte zum Castlecamp (die Liste wird laufend erweitert):

  • Alle Social Media-Beiträge rund ums #cczk18 findet ihr auf der Castlecamp Social Media Wall.
  • Unter @horsemaid war Beate Mader nicht nur eine der fleißigsten Twitter-Chronistinnen zum Castlecamp: Wertvoll sind auch ihre bewährt tollen Sketchnotes als Ergänzung zu ihren #cczk18 Blogbeiträgen zu Tag 1 und Tag 2.
  • Auch Horst Gassner twitterte auf @WandernAustria vom Castlecamp. Einen sehr ausführlichen, enzyklopädischen wie stimmungsvollen Rückblick auf die von ihm besuchten Sessions gibt es zusätzlich in seinem Blog.
  • Zusätzlich hat Horst Gassner #cczk18 Tweets zu einem schönen Twitter ⚡️ Moment zusammengestellt.
  • @DieMeurers dokumentieren das #cczk18 gleich doppelt: Monika Meurer liefert in einem Blogbeitrag ihren persönlichen Rückblick auf ihr bereits zehntes Barcamp auf der Burg; Achim Meurer hat – naheliegend nach seiner wie immer inspirierenden Foto-Session über Schwarz-Weiß-Fotografie – einige seiner stimmungsvollen Fotos in einen eigenen Beitrag „CastleCamp in Schwarz/Weiß“ gepackt.
  • Dem Schwerpunktthema Linked Open Data widmet sich Jochen Karl in seinem ausführlichen #cczk18 Rückblick. Weiters hat Jochen auch ein YouTube-Video mit Castlecamp-Impressionen erstellt.
  • Eine amüsante Begleitung des #cczk18 bietet diese Instagram Story von Maike Ovens.

 

SocialWall zum #cczk18 Castlecamp 2018

Eine goldene Barcamp-Regel lautet: Sprecht über das Barcamp! Die Castlecamp Social Wall zeigte in Echtzeit, was die #cczk18 Teilnehmer twitterten und posteten

Trefft euch beim Castlecamp – und sprecht darüber!

Das Wichtigste bei einem Barcamp sind natürlich die Gespräche vor Ort. Doch nicht minder wichtig ist die gute alte Barcamp-Regel „Sprich & blogge über das Barcamp“. Hier spielen Blogbeiträge vor, während und nach der Veranstaltung eine entscheidende Rolle. Doch auch die Livekommunikation rund um das Barcamp ist in ihrer Außenwirkung nicht zu unterschätzen … Auftritt: Twitter.

Ein bisschen erschreckte es mich, dass von den ca. 50% Castlecamp Newbies kaum jemand aufzeigte, als gefragt wurde, wer auf Twitter präsent sei. Der Eindruck verstärkte sich während der beiden Tage: Getwittert wurde großteils von „alten Hasen“. Dagegen: Kaum neue Gesichter auf der #cczk18 Timeline.

Es ist zwar nett, das sich auf Instagram bislang 71 Beiträge mit dem Hashtag #cczk18 finden. Doch bei Veranstaltungen wie dem Castlecamp kann Twitter durch nichts ersetzt werden. Wie wichtig die Echtzeit-Kommunikation rund um ein Barcamp ist, lässt sich mit Gratis-Tools wie Tweetbinder leicht ermitteln: Zum Hashtag #cczk18 wurden bis zum 10. September 526 Original-Tweets und 224 Retweets abgesetzt. Exakt 100 Accounts sprachen auf Twitter über das Castlecamp und erreichten damit 1.885.704 potenzielle Sichtkontakte. Den detaillierten Twitter Report von TweetBinder könnt ihr hier aufrufen.

Tweetbinder Analytics Castlecamp #cczk18

750 Tweets mag jetzt nicht nach viel klingen – aber wenn Accounts mit hoher Reichweite dabei sind und häufig retweetet werden, dann bedeutet dies auch eine hohe Sichtbarkeit für die Veranstaltung. Fazit: Gemeinsam haben wir es geschafft, #cczk18 in Österreich zum Trending Topic zu machen! Auf Tweetbinder lässt sich auch schön erkennen, welche Twitterer am Castlecamp besonders aktiv waren:

Tweetbinder Castlecamp #cczk18 Beiträge

 

Besonders Barcamp-Neulingen möchte ich daher mitgeben: Trefft euch, redet darüber – und unterschätzt Twitter nicht! Welche Reichweite hat das Twittern rund ums Castlecamp tatsächlich gebracht? 1.885.704 „potential impacts“ klingt zwar beeindruckend – aber die tatsächlichen Impressions lassen sich nur über die Reichweitedaten jedes einzelnen Accounts feststellen.

Darum ein Beispiel: Sehen wir uns einmal die Twitter Analytics zu den 153 Original-Tweets meiner #cczk18 Reportage an (die Reichweite meiner 25 Retweets scheint nicht in meinen Statistiken auf, sondern in denen der von mir retweeteten Accounts). Also, was sagen die Analyse-Daten vom 8. bis 10. September? Mit 153 Tweets zum Castlecamp erzielte ich „83.0K Impressions“ = ca. 85.000 tatsächliche Sichtkontakte.

Twitter Analytics @guenterexel #cczk18

Was bedeutet das für euch? Unterschätzt die Bedeutung von Twitter für Veranstaltungen nicht – und nutzt Twitter auch als Plattform für eure Informationen, Multimedia-Impressionen und Gedanken! Also: Wäre doch gelacht, wenn wir beim #cczk19 die Marke von 750 Tweets nicht noch übertreffen!

Nach dem Castlecamp ist vor dem Tourismuscamp! #tcamp19

Zum Abschluss noch ein Überblick auf einige Barcamps, bei denen wir von Tourismuszukunft in den kommenden Monaten involviert sind.

  • NiedersachsenCamp: In Celle findet vom 18. bis 20. Oktober zum zweiten Mal das NiedersachsenCamp statt.
  • Hotelcamp: Bereits zum zehnten Mal geht das Hotelcamp (#hcamp18) über die Bühne – diesmal vom 11. bis 13. Oktober im GenoHotel Baunatal.
  • Tourismuscamp: Das Tourismuscamp (#tcamp19) findet vom 18. bis 20. Jänner 2019 in St. Peter-Ording statt.  Dieses Jahr neu: Bis 21.9. gibt es ein Kontingent für eine kostenpflichtige Early Bird-Anmeldung, die wir zu Gunsten des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge spenden. Ab dem 21.9. ist dann die Anmeldung für die verbleibenden Plätze kostenlos möglich.

Damit bleibt uns nur mehr, den Termin für das Castlecamp 2019 zu kommunizieren: Das #cczk19 findet vom 6. bis 8. September 2019 statt!

2 Kommentare zu
Trefft einander – und sprecht darüber: #cczk18, das Castlecamp in Kaprun

Servus Günter!

Super Beitrag! Vor allem die Twitter-Statistiken finde ich interessant! Dass wir da aber noch Luft nach oben haben, beweist alleine schon die Tatsache, dass ich mit meinen paar Tweets in den Top 10 gelandet bin.

Mein Ergebnis: Ihre Tweets haben in diesem 3-tägigen Zeitraum 3.3K Impressions erhalten.

Besser als nix 🙂 .

Have fun
Horst

Günter Exel

Hallo Horst, vielen Dank fürs Feedback! Luft ist immer nach oben; speziell auf Twitter spielt es auch eine Rolle, wenn sich einzelne Postings per Retweets gut verteilen.
Es ist auf jeden Fall ermutigend, wenn die Reichweite steigt, so wie es bei mir im Rückblick der Fall ist: Beim #cczk15 konnte ich für den gleichen Zeitraum der drei Tage „nur“ eine Reichweite von 48.600 Impressions verbuchen. Da merkt man, dass Twitter wirklich funktioniert.

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Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.