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Das eLearning Framework

In den letzten Wochen wurden wieder zwei meiner eLearning-Projekte live geschalten und man konnte in dem ein oder anderen Branchenmedium etwas über uns lesen. Jetzt wurde ich im Rahmen des Deutschen Tourismustages mehrfach darauf angesprochen, was denn nun an unserem Ansatz so besonders ist…

Das will ich heute noch einmal eben in wenigen Worten erklären:

Der Ansatz

Grundgedanke ist der Gleiche wie in vielen anderen Projekten auch: Kooperation statt Kirchturm. Auf der anderen Seite kennen wir alle die Hemmnisse die es immer wieder gibt: Krawattenknoten wollen bewundert werden, die Identifikation der Betriebe mit dem Anbieter muss gegeben sein, Personalwechsel sind oft gleichbedeutend mit dem Projektende.

Dabei ist es in kaum einem Feld so offensichtlich, dass Kooperation der einzige Ansatz ist, Leistungsträger sinnvoll und modern zu schulen. Die Fragen sind überall die gleichen, der individuelle Anteil pro Destination ist marginal. Die Produktion von Inhalten ist kostspielig, Systeme aufsetzen oft komplex. An sich wollen alle das Gleiche, aber bitte schon speziell und individuell.

Und genau da setzen wir an: Wir pflegen zentral, was jeder braucht, passen nur noch an die jeweiligen Bedürfnisse an und schaffen selbst die notwendigen Kooperationen.

eLearning-Inhalte

Es ist immer das Gleiche: “Meine Betriebe müssen erst einmal die Basics lernen”, “Die haben noch nicht einmal ein Facebook Profil”, “Denen muss man erst einmal erklären was Google ist, bevor man da von Datenqualität anfangen kann.” Und das höre ich Land auf, Land ab.

Bestehende Kurse:

Also habe ich mir ein Herz genommen und einmal die komplette Litanei an eTourismus Basics in Lerneinheiten untergliedert und alles, was destinationsübergreifend relevant ist in kleine und leicht verständliche Lehrvideos und Schritt für Schritt Anleitungen überführt. Will nun eine Destination oder ein anderer Player in das Thema digitale Weiterbildung starten, bieten diese Inhalte die Basis und werden nur noch mit wenigen individuellen Aspekten erweitert. Das spart Zeit und Geld, die Destination agiert dabei als Lizenznehmer.

Neue Kurse:

Wenn nun ein neuer Kurs angefragt wird, der potentiell auch für andere Regionen interessant ist, biete ich meinen Partnern immer folgenden Deal an: Wir entwickeln einen neuen Kurs gemeinsam nach den Wünschen des Partners, allerdings orientieren wir uns an den  Standards aller anderen Lerneinheiten. Die Destination bekommt den Kurs, den sie wollte, ist allerdings selbst nur Lizenznehmer. Dafür übernehme ich einen großen Anteil der Produktionskosten und gliedere den neuen Kurs in das allgemeine Portfolio ein. So steht er auch allen anderen Destinationen wieder schnell und kostengünstig zur Verfügung. Win-Win.

Genau auf diese Weise haben wir bereits jetzt Regionen aus den unterschiedlichsten Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Zusammenarbeit bewogen und dabei sogar bei jedem Einzelnen noch Kosten gespart.

eLearning-Software

Status quo

Es gibt ja wirklich LMS (Learning-Management-Systeme) wie Sand am Meer. Allerdings bin ich der Meinung, dass sie alle für die Anforderungen der Branche und der Nutzer deutlich zu komplex sind. Wir haben eine absolut selbsterklärendes LMS entwickelt, das für Teilnehmer wie Admins die Handhabung so einfach wie irgendwie möglich macht.

Obwohl aus einer Hand, ist das komplette Look and Feel schnell an das individuelle CD der Destination anzupassen und sorgt so für maximale Identifikation auf Seiten der Leistungsträger. Das Ganz geht natürlich auch mit Subdestinationen oder anders verbundenen Destinationen, welche gemeinsam ein Thema schulen wollen (z.B. Allergikerfreundeliche Regionen Deutschlands). Und: Von oben nach unten steigen natürlich auch die Möglichkeiten der Anreicherung der Basic-Inhalte mit weiteren Details.

Und um das Ganze zum Rundum-Sorglos Paket zu machen, gibt es natürlich eine Blog-Funktion für aktuelle Nachrichten, einen anonymen Chat zwischen Admins und Gastgebern und verschiedene Incentive-Möglichkeiten. Alle so einfach gehalten, dass “Tante Erika” sie auch versteht und nutzen kann.

Das bekannteste Projekt: Die Online Akademie der Eifel Tourismus GmbH

Ab 2018

Weil das Ganze System ja primär von den Inhalten und durch die fortlaufende Kommunikation mit den Leistungsträgern lebt, etablieren wir nächstes Jahr zwei weitere Services:

  • Kommunikation mit dem Gastgeber: Wir automatisieren die regelmäßige Kommunikation zum Leistungsträger und informieren in regelmäßigen Abständen über neue Inhalte, Kurse, Entwicklungen etc. Automatisch und destinationsspezifisch.
  • Bereitstellung kostenloser Inhalte: Weil auch andere Player gute Inhalte haben und auch wir nicht immer alles neu basteln müssen, integrieren wir ab dem Frühjahr 2018 noch eine Liste mit kostenlosen Inhalten aus dem Netz, welche sofort ins System übernommen und an die Leistungsträger ausgespielt werden können. Vollkommen kostenlos, weil wir dadurch einfach unsere ohnehin anfallende Arbeit weiter verwerten und ausspielen.

Das ganze System ist in diesem Status sicher keine Rocket Science, für diesen Anwendungsfall ist das aber aktuell auch überhaupt nicht nötig.

So besonders…

Ob dieser Ansatz nun tatsächlich “so besonders” ist, bleibt natürlich eurer Einschätzung überlassen. Für mich ist es eine Umsetzung dessen, was ich und meine Kollegen über die komplette Beraterlandschaft hinweg erzählen: Ein Thema, konsequent kooperativ und zielgruppenorientiert geplant, getestet und umgesetzt. Ich denke, wir haben einfach einen Nerv getroffen, riesen Glück mit den Pilot-Partnern gehabt und jetzt ein schönes und nützliches Produkt. Nicht mehr und nicht weniger…

Workshop Customer Journey

 

Bald wirklich besonders…

Der klassische Weg: Man entwickelt etwas, etabliert es und entwickelt es nebenbei dauernd weiter. Und das tun auch wir, für uns wie für euch. In unserem Projekt “Sciam” (lt. “ich werde wissen”) versuchen wir bereits jetzt, unsere “einfachen” Mechanismen durch die Zusammenarbeit mit verschiedensten Partnern auch technologisch richtig sexy zu machen, ohne den Fokus “Keep it Simple” aus den Augen zu verlieren.

Als kleiner Cliffhanger zum Abschluss: Crawler, Polly, deepL, MetaMind und Co. ………….

To be continued…

Ich freue mich wie immer über Anregungen, Feedback, Meinungen, …

Basti

2 Kommentare zu
Das eLearning Framework

Welche Inhalte konkurrierender Player sind hier konkret gemeint?

Bastian Hiller

Hallo Julia,

ich verstehe die Frage leider nicht ganz, wie meinst du “konkurrierende Player”?
Wenn du die Anpassungen an den standardisierten Inhalten meinst, dann sind das so Sachen wie Logo, Basisfarben, Keywords, Plattformen etc. Alles was eben nicht überall gleich zu beantworten ist.

War das die Antwort auf deine Frage?
Einen guten Start in die Woche,
Bastian

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Bastian Hiller

… hat 2012 an der Katholischen Universität Eichstätt – Ingolstadt den Titel Master of Science in den Fachgebieten Tourismus und Regionalplanung erworben. Seit Anfang des Jahres 2013 unterstützt er für Tourismuszukunft – Institut für eTourismus als strategischer Berater diverse touristische Organisationen im In- und Ausland.
Bastian war außerdem Lehrbeauftragter an der Salzburg University of Applied Science.