|

Selfie-Check-in, ‘Instagrammability’ Faktor bei Destinationswahl, Tinder Tourismus Werbung, Facebook is broken, Content nutzen – Immer wieder TZonntags

„Immer wieder TZonntags“ - Der Wochenrückblick von Tourismuszukunft – #IWTZ„Immer wieder TZonntags“ – der aktuelle Wochenrückblick mit Linktipps aus dem Tourismuszukunft-Team.

Tourismuswerbung auf Tinder

Empfohlen von Florian

Seit Februar ist die Mobile-Dating-App Tinder eine Partnerschaft mit Facebook eingegangen um via das Facebook Audience Network zusätzliche Einnahmemöglichkeiten zu generieren. Zahlreiche touristische Akteure machen mittlerweile davon Gebrauch und spielen ihre Werbung auch im Umfeld von Tinder aus.

Aktuelle Beispiele für Werbung auf Tinder

Aktuelle Beispiele für Werbung auf Tinder

Aus B2C-Perspektive ergeben sich durchaus Möglichkeiten für Kreativkampagnen, wie das Beispiel Nidum Casual Luxury Hotel zeigt. Inwieweit klassische Tourismuswerbung wie im Beispiel Steiermark in diesem Umfeld funktioniert, ist sicher eine spannende Frage – hier heißt es testen testen testen. Aus Markenperspektive muss man sich zusätzlich die Frage stellen, wie das Umfeld auf meine Marke wirkt – sicher eine individuelle Markenentscheidung. Gleiches gilt für B2B-orientiertes Advertising, wie z.B. bei Suitepad. Passt das Umfeld zur Marke? Sind meine Kunden wenn sie bei Tinder sind überhaupt aufnahmefähig für Business-Fragestellungen? Fragen über Fragen – die man in einer Strategie beantworten sollte.

Was haltet Ihr von Tourismuswerbung auf Tinder?

 

Facebook is broken

Empfohlen von Günter

Facebook User - Foto: PixabayEiner der wichtigsten Beiträge der letzten Zeit, den ich – urlaubsbedingt – verspätet erwähne: „Facebook is broken“ auf TechCrunch. Jon Evans betrachtet Facebook als „massives globales Experiment mit teils exzellenten Ergebnissen“, aber einem essentiellen Fehler: dass Facebooks News Feed-Algorithmus auf Engagement beruht. Diese Aufmerksamkeitsökonomie des „more of the same“ begünstigt nicht nur die Bildung von Meinungsblasen, sondern führt notwendigerweise auch zu einer Zuspitzung der Extreme, zu einer Überpräsenz des Schockierenden und Negativen.

Zugleich ergeben Studien, dass sich die Auswahl des Contents im Bezug auf das Engagement auch negativ auf unser Verhalten auswirkt: Je mehr wir Facebook nutzen, desto unglücklicher, unzufriedener und ungesünder sind wir. In einem negativen Umfeld wirkt Facebook wie Treibhausgas für unsere kollektive soziale Atmosphäre.

In seiner derzeitigen Ausrichtung belohnt Facebook Extreme – und schadet so besonders jenen Usern, die es nicht verantwortungsvoll und mit positiver Grundhaltung nutzen. Dass Mark Zuckerberg sich dieses Problems bewusst ist, lässt sein Statement vermuten: “Facebook is … working on a way to connect you with people that you should know like mentors.” Das würde eine Neubewertung von Relevanz und Qualität auf Facebook bedeuten – was haltet ihr davon?

‘Instagrammability’ ist für junge Briten wichtigster Faktor bei der Auswahl einer Destination

Empfohlen von Catharina

Die ‘Instagrammability’ – wie fotogen eine Destination ist – ist bei der Wahl des nächsten Reiseziels ausschlaggebend für Millennials (zwischen 1980 und 2000 geboren)  in Großbritannien. 40,1 Prozent beantworteten damit die Frage:  What was most important when choosing a holiday destination?

Bildschirmfoto 2017-06-14 um 17.02.58

Sicher stellt die Umfrage mit über 1.000 Befragten nur einen Bruchteil der jungen Nachfrager in Großbritannien dar. Dennoch zeichnet sie ein deutliches Bild: Für junge Reisende ist das Teilen ihres Ortes und das damit verbundene Beeindrucken anderer zu Hause, ein elementarer Faktor beim Reisen. Insofern ist die ‘shareability’ einer Destination oder auch Hotel, ein nicht zu unterschätzendes Kriterium und damit kostbare Währung im Ringen um Aufmerksamkeit in den Sozialen Medien.

Selfie-Check-in & Gesichtserkennung

Empfohlen von Pascal

Gesichtserkennung

Schnellers Check-in bei den Airlines dank Gesichtserkennung

Delta Airlines und Gol Linhas Aéreas testen die Gesichtserkennung für ein schnelleres und sicheres Einchecken am Flughafen. Gesichtserkennung schreitet im Tourismus enorm voran. In China nutzt die Stadt Wuzhen die Gesichtserkennung als Ersatz für das Eintrittsticket für touristische Attraktionen.

Wer braucht in Zukunft noch eine Gästekarte oder Ticket, wenn man das Gesicht immer dabei hat? Aus Datenschutzsicht ist dies natürlich nicht ganz unbedenklich. Immer mehr Werbetreibende nutzen die Gesichtserkennung ebenfalls für ihre Zwecke.  So testen zur Zeit die Real-Supermärkte die Gesichserkennung zu Werbezwecken.

Eine praktische Nutzung der Gesichtserkennung kommt ebenfalls aus China. WC-Papier bekommt nur, wer sein Gesicht zeigt. Der Grund: In China wird massenhaft Toilettenpapier gestohlen.

Gesicht gegen WC-Papier

70 cm kostenloses Toilettenpapier in China

In nächster Zeit werden wir bestimmt weitere nützliche und vermutlich auch witzige Anwendungen der Gesichtserkennung im Tourismus sehen.

Social Media Content nutzen

Empfohlen von Kristine

Ich habe die vergangenen zwei Wochen Urlaub in der Auvergne in Frankreich gemacht. Auf Instagram und auch Facebook gibt es hierzu einige Fotos. Kurz: Es ist ganz wunderbar da! Absolute Reiseempfehlung an alle!

Unter anderen habe ich auf Instagram folgendes Foto veröffentlicht:

Dieses Foto habe ich unter anderem mit dem #myauvergne-Hashtag versehen, dem offiziellen Hashtag von Auvergne Tourisme. Auvergne Tourisme hat dieses Foto daraufhin geliked und später auf Twitter geteilt (natürlich inklusive Namensnennung):

Ich habe mich über die Likes von Auvergne Tourisme und das Weiterteilen sehr gefreut. Sowohl persönlich – aber eben auch aus Social-Media-Sicht. Was hier getan wurde:

  1. Monitoring der Kanäle nach dem eigenen Hashtag (Ja, hierfür brauchst du Zeit und Personal. Aber wenn du schon einen eigenen Hashtag promotest, solltest du auch schauen, was darunter passiert.)
  2. Reagieren auf Veröffentlichungen mit dem eigenen Hashtag (Ja, auch das braucht Zeit, aber: der Kunde freut sich über dein Feedback – und postet daraufhin eventuell noch lieber weitere Motive.)
  3. Nutzen von bestehendem User Generated Content (Hey, an dieser Stelle sparst du Zeit! Du erhältst nämlichen vielfältigen Content für deine verschiedenen Kanäle. Da du selbst entscheidest, welche Inhalte du teilst, kannst du auch dafür sorgen, dass diese tatsächlich zu deiner Strategie passen. Und das ohne selbst die Inhalte erstellen zu müssen.)

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pascal Gebert

… ist der Schweizer Netzwerkpartner von Tourismuszukunft. Der Online-Spezialist mit seiner langjährigen Praxis in Destinationsmarketing und Vertrieb kennt die aktuellen Herausforderungen für DMO’s, Hotels sowie touristische Leistungsträger besser als sein Schweizer Taschenmesser. Als gelernter Programmierer und dipl. Tourismusfachmann konnte er die Destination Zermatt – Matterhorn mit dem e-Fitness Projekt erfolgreich fürs digitale Zeitalter positionieren. Darüber hinaus war er verantwortlich für den Aufbau des e-Commerce über die DMO-Website sowie der Meta-Search OpenBooking.