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Twitter Moments: Echtzeit-Storytelling in einer neuen Dimension

Twitter Moments als Storytelling-Tool

#TwitterMoments for everyone! Seit Freitag vergangener Woche ist Twitters Storytelling-Tool „Moments“ auf meinem Account @guenterexel freigeschaltet. Wie Twitter kurz zuvor bekannt gab, hat der Rollout für das vor einem Jahr gestartete, bisher nur für Werbungtreibende und Influencer verfügbare Tool jetzt weltweit begonnen.

Was kann Twitter Moments? Wie legt ihr damit multimediale Stories an? Wie werden diese in der Twitter App oder auf Webseiten, mobil oder am Desktop dargestellt? Und: Was bedeutet Twitter Moments fürs Echtzeit-Storytelling?

Antworten auf diese Fragen und einen kompakten Moments-Kurzguide findet ihr in diesem Beitrag,

Wie werden Moments erstellt?

Was kann Moments? Kurz gesagt: Über Moments könnt ihr Tweets zu multimedialen Stories verknüpfen.  Angelegt werden diese Stories über das eigene Profil (Tab „Moments“ oder Link nach dem Muster www.twitter.com/USERNAME/moments).

Beim Klick auf „Neuen Moment erstellen“ öffnet sich ein Editor, über den ihr Titel, Beschreibung und Titelbild erstellen könnt:

Twitter Moments Editor

 

Tweets könnt ihr aus verschiedenen Quellen hinzufügen:

  • Tweets aus den eigenen Favoriten („Gefällt mir“)
  • Tweets eines bestimmten Accounts
  • Tweets aus der Twitter-Suche (wobei die Resultate nicht ganz zu durchblicken sind)
  • Tweets über den Link

Twitter Moments Editor 2

Im Editor könnt ihr die gesamte Story sehr flott komponieren, indem ihr Einzeltweets hinzufügt, verschiebt oder auch wieder löscht.

Wichtig ist, dass ihr mit Twitter Moments auch für das Smartphone mitdenkt. Welche Tweets, welche Bildausschnitte funktionieren auch im Hochformat? Extra für diesen Zweck könnt im Editor auch Bildausschnitte zuschneiden:

Twitter Moments Editor - Zuschneiden des Bildformates

Wie werden Twitter Moments dargestellt?

Twitter Moments werden sehr unterschiedlich dargestellt – je nach Gerät (Desktop vs. Smartphone) und Plattform (Twitter App oder Browser). Einen Vergleich könnt ihr anhand meiner ersten Story anstellen, die ich zum #TheVideoSummit Leipzig erstellt habe (www.twitter.com/i/moments/781737393779081216):

 

Twitter Moments - Darstellung in der Twitter App

In der Twitter App: Storytelling vom Feinsten
In der Twitter App bieten Moments das beste Multimedia-Erlebnis – in Form einer Story, die man durch Wischen nach links durchblättern kann. Interaktionen wie Likes oder Retweets sind leicht möglich. Besonders attraktiv: Twitter Videos und Vines werden automatisch abgespielt!

 

Twitter Moments Webansicht

Im Twitter Stream: Scrollen!
Direkt auf Twitter stellen sich Moments als normaler Feed dar – mit allen Interaktionsmöglichkeiten von twitter.com.

 

twitter-moments-web

Auf der Website: Bilderkacheln
Per Embed-Funktion können Twitter Moments auch in jeder beliebigen Website einbettet werden. Am Desktop oder mobil werden sie als Sammlung quadratischer Kacheln angeordnet, wobei nur eine bestimmte Anzahl an Tweets dargestellt wird. Die Interaktionsmöglichkeiten sind beschränkter – über das Herz rechts oben können aber einzelne Tweets geliked werden. In der Praxis könnt ihr diese Ansicht gleich weiter unten ansehen!

 

Was bedeutet Twitter Moments fürs Storytelling?

Einige spannende Erkenntnisse lassen sich aus diesem ersten Praxiseinsatz von Twitter Moments bereits ziehen:

Echtzeit-Storytelling. Mit Moments macht Twitter in der Dokumentation von Echtzeit-Content wieder Terrain gut, das zuletzt von Snapchat Stories und Instagram Stories besetzt wurde. Moments ist die lang erwartete attraktive Aufbereitung von bereits vorhandenem Twitter-Content fürs Smartphone.

Qualität – hui statt pfui! Twitter Moments vereint die Stärken von Instagram/Snapchat Stories (schnelles Konsumieren von Multimedia) mit hochwertigem Content. Geschichten werden durch „Swipen“ konsumiert – aber: Es gibt keine wackeligen Mobilvideos mehr, keine pixeligen Bilder. Ein echter Qualitätssprung!

Mobile first. Die Story-Sammlung ist am Desktop und am Smartphone, aber noch besser direkt als Moments-Slideshow in der Twitter App anzusehen. Weil: Snack Content. Weil: Schnelles Lesen per Wischen nach links. Weil: Videos mit Autoplay.

Horizontal vs. Vertikales Video. Das „klassische“ Video-Querformat kann auf Moments konsumiert werden, indem das Smartphone gedreht wird. Ist also möglich – aber nicht optimal. Vertical video rulez … (Hi Snapchat! Hi Instagram Stories!)
Achtung: Auf einer Website eingebettet, werden Videos wiederum quadratisch ausgespielt!

Plattformspezifischer Content. Videos mit Autoplay sind nur dann zu sehen, wenn sie direkt als Twitter Video oder Vine gepostet werden. Das Posten von YouTube-Videos führt hingegen als Link aus der App hinaus. Ein Bewegtbild-Trend wird also bestätigt: Video verlangt immer mehr plattform-spezifische Aufbereitung!

Interaktion leicht gemacht. Mit Moments können ältere Tweets leicht in ein attraktives Format gebracht werden, das auch langfristig noch zum Liken und Retweeten einlädt.

Lange Haltbarkeit. Vergänglicher Content? Im Gegensatz zu Snapchat und Instagram Stories wird Twitter mit Moments zur Content-Plattform, auf der visuelle Inhalte auch langfristig erhalten bleiben, verlinkt und auf anderen Websites eingebaut werden können. Eine perfekte Ergänzung zur bereits etablierten Kuratierung mit Storify!

… und so sehen Twitter Moments in der Praxis aus!

Damit zur versprochenen #TheVideoSummit Story – seht sie euch am Desktop oder mobil als Sammlung quadratischer Kacheln  an – oder blättert sie über den folgenden Link direkt in der Twitter App durch: twitter.com/i/moments/781737393779081216

Was ist eure Meinung?

Ist Twitter mit Moments attraktiver für euch geworden? Ich freue mich auf euer Feedback! Euer Günter.

1 Kommentar zu
Twitter Moments: Echtzeit-Storytelling in einer neuen Dimension

Ich finde die Twitter Moments hervorragend. Für den Echtzeit-Content, der momentan sehr angesagt ist, hat Twitter gut nachgelegt!

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Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.