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eLearning Starterkit – Digitale Weiterbildung leicht gemacht

Wie die Zeit vergeht… Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass wir angefangen haben, über unser eLearning-Tool „Teejit“ („teach it“) zu sprechen.  Was damals noch ein sehr einfacher Versuch war, Weiterbildung neu zu denken, ist mittlerweile zu einem echten Produkt geworden, vor allem aber zu meiner persönlichen Leidenschaft!

In unendlichen Gesprächen und Abstimmungen mit Interessenten, Nutzern, meinen Kollegen und weiteren Branchenexperten ist die Idee immer weiter gewachsen, hat sich gelegentlich überworfen, neu definiert, wieder überworfen und ist nun langsam an einem Punkt, der quasi als „marktreif“ zu bezeichnen ist. Hierfür erst einmal ein dickes Danke an alle Beteiligten!

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Ehrlich gesagt, hätte ich niemals erwartet, dass das so eine große und (im Hintergrund) komplexe Sache wird, das Thema eLearning im Tourismus so zu denken, dass es funktioniert, und zwar als Tool wie als Produkt.

Letztendlich steht und fällt ein eLearning Projekt in einer Destination mit zwei Punkten:

  • Die Teilnehmer: Um sicherzustellen, dass die Teilnehmer die Maßnahme auch annehmen, muss die Software im Frontend so einfach gehalten sein, dass die klassischen Einstiegshürden minimal bleiben. Außerdem sollte Content so aufbereitet sein, dass er attraktiv und verständlich ist und auch konkrete Handlungsempfehlungen gibt. Um ein „Strohfeuer“ zu vermeiden müssen die Teilnehmer der Plattform regelmäßig über neue Inhalte in der Plattform informiert werden (die dann natürlich auch kommen müssen). Hilfreich ist außerdem ein konkretes Konzept zur Incentivierung.
  • Die DMO: Die Ansprüche öffentlich finanzierter Projekte in den DMOs sind meist sehr komplex, wobei die effiziente Nutzung von Ressourcen eine zentrale Rolle spielt. Dabei ist essenziell, dass neben den finanziellen Rahmenbedingungen auch die notwendige Manpower vorhanden ist, um das Projekt fortlaufend mit Leben zu füllen.

Anforderungen:

Bedenkt man bei den oben stehenden Punkten die personelle und finanzielle Situation in den meisten DMOs, wird schnell klar, dass ein Produkt zum eLearning in Destinationen kein reines Software-Tool sein darf, sondern eine Komplettlösung zur Weiterbildung touristischer Akteure in Destinationen sein muss! Dementsprechend gestalten sich auch die zentralen Anforderungen:

  • Klare Definition der Zielgruppe und der zu transportierenden Inhalte sowie Herleitung des benötigten Funktionsumfangs
  • Setup der Schulungsumgebung inklusive Anpassung an das eigene CI mit minimalem Aufwand
  • Aufbereitung und Integration bestehender Inhalte oder schnelle und kostengünstige Neuproduktion von Inhalten
  • Fortlaufende Versorgung mit Mikro-Lerninhalten und Distributionsmöglichkeit zur Innenkommunikation

Die Lösung:

Das Resultat der ganzen Arbeit und der Erkenntnisse ist aus meiner Sicht eine Schulungsumgebung nach dem Framework-Prinzip mit Content-Versorgung:

  • Technik:

Über verschiedene Hierarchieebenen hinweg können Akteure produzierte Inhalte mit anderen angeschlossenen Versionen teilen (und so Ressourcen bei der Produktion sparen) wobei jede Version ein komplett eigenständiges Look & Feel haben kann (nicht vernetzte Versionen können bis Ende des Jahres Inhalte auch auf einem Marktplatz handeln). Das Ganze basiert auf dem K.I.S.S.-Prinzip (Keep it smart and simple) sowohl für Administratoren wie Endnutzer.

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  • Inhalte:

Um einen schnellen Projektstart sicherzustellen, können Basisinhalte zugebucht werden oder individuelle Inhalte auf Wunsch neu produziert werden. Um die fortlaufende Versorgung mit Mikro-Content zu gewährleisten, haben wir eine ganze Menge Content vorproduziert, den wir den DMOs regelmäßig auf Abo-Basis zukommen lassen können. Für die thematische Vielfalt arbeiten wir bei der Contentproduktion mit diversen Branchentexperten zusammen.

Beispiel für regelmäßigen Mikro-Content. Die ganze Infografik gibt es hier.

 

Das eLearning Starterkit

Aus allen beschriebenen Elementen haben wir nun ein Paket entwickelt, welches es DMOs ermöglicht, bei geringem Ressourceneinsatz sofort mit digitaler Weiterbildung für Betriebe zu starten, wobei alle Elemente komplett zugeliefert werden können.

Die Zusammenfassung des Pakets findet ihr hier:

starterkit

 

Was ich euch hier vorstelle sind das Resultat meiner Arbeit und meiner Gedanken. Es ist klar, dass es beliebig viele andere Ansätze gibt, welche ebenfalls ans Ziel führen! Ich lade euch diesbzeüglich gerne zu Rückfragen und Diskussionen ein, denn ich glaube nur durch Offenheit und Vertrauen können wir da gemeinsam einen echten Mehrwert für den Tourismus in Deutschland schaffen, ganz egal mit welcher Lösung.

Ich freue mich auf euer Feedback und eine gute Diskussion zum Thema!

 

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Bastian Hiller

... ist seit 2013 Berater bei Tourismuszukunft und begleitet touristische Organisationen im In- und Ausland. Seit dem Jahr 2014 beschäftigt sich Bastian primär mit dem Thema eLearning im Tourismus. Er war somit einer der ersten im deutschen Tourismus, der sich mit der professionellen digitalen Aufbereitung und Distribution von Wissen beschäftigt hat und steht branchenintern und -extern im engen Austausch mit weiteren Anbietern. Seine weiteren Schwerpunkte liegen in der Aufbereitung von Video-Content in Form von Erklärvideos und der Konzeption von Webseiten auf Basis innovativer Service Design Prozesse.