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tumblr im Tourismus – Erfahrungsberichte gesucht!

Alles ve”R”altet oder was?

Flattr, Dopplr, Blockr oder flickr – so heißen sie, die nicht mehr ganz so jungen, (vor einigen Jahren) aus dem Boden schießenden Plattformen des Social Web. Der Trend, seiner Domain ein (un)bedeutendes „r“ hinzuzufügen hat viele Anhänger gefunden, wer damit angefangen hat weiß keiner so recht. Fest steht, einer von denen, die schon seit längerer Zeit dabei sind, hebt sich klar von den r-lastigen Wettstreitern ab: tumblr.

Die amerikanische Microblogging-Plattform wurde bereits 2007 von David Karp und Marco Arment gegründet und verzeichnet seitdem rund 75 Millionen angemeldete Blogs. Nach einem starken Anfangsjahr stand Tumblr für eine Weile im großen Schatten der aufstrebenden Konkurrenten Twitter und Facebook, doch mittlerweile ist die Plattform wieder in aller Munde. Eine Studie von Survata belegt das schwarz auf weiß: 59 Prozent der 13 bis 25-Jährigen in den USA gaben an, tumblr intensiv zu nutzen. Damit verdrängte die Plattform Facebook von der Spitzenposition, die im gleichen Altersbereich 54 Prozent einholten. Auch wenn die Umfrage nicht hundertprozentig repräsentativ ist, zeigt sie doch einen interessanten Trend: tumblr ist in – und punktet mit benutzerfreundlicher Bedienbarkeit!

Was überzeugt bei tumblr?

Die Zeit, die man zum Erlernen der Plattform benötigt, ist im Gegensatz zu anderen Social Media Kanälen bei weitem geringer (egal auf welchem Gerät). Wer bei tumblr seinen Blog optisch aufpeppen möchte, braucht keine detaillierten HTML und CSS Kenntnisse mehr. Die gesamte Benutzeroberfläche lässt sich schnell und ohne viel Aufwand nach den eigenen Wünschen verändern und gestalten. Total unkompliziert können neue Artikel verfasst werden – in Form von Text, Foto, Link, Chat, Zitat, Audio oder Video, natürlich mit dem bereits bekannten Taaging-Prinzip per Hashtag.

Hinzu kommt die Möglichkeit, dass man die eigene tumblr-Seite auch unter einer selbst gewählten Domain betreiben kann! Das erlaubt in dieser Form kein anderer Blog-Dienst. Was tumblr vom Blog zur Social Media Plattform macht sind die Funktionen wie rebloggen, abonnieren oder liken, die man bereits von den „noch“ populäreren Konkurrenten kennt. Das Motto ist auch hier: Alles Teilen, was einem im Web so über den Weg läuft. Inhalte können natürlich auch von anderen Plattformen wie flickr integriert werden.

Im Zentrum der Aktivitäten von tumblr steht vor allem der visuelle Content. Wortlastige Blogbeiträge finden sich dort eher selten, der Fokus liegt ganz klar auf Fotos & Bewegtbilder. Hier bietet tumblr für Unternehmen eine ernsthafte alternative Ergänzung in der Unternehmenskommunikation.  Betriebsspezifische Informationen wie Pressemitteilungen oder Produktvorstellungen können hier mit multimedialen Inhalten abwechslungsreich aufbereitet werden. Bilder sollten hierbei aber mehr in den Mittelpunkt rücken, der beigefügte Text nur unterstützende Wirkung haben. Mit Einbindung der Gäste vor Ort könnte tumblr neben Facebook, Pinterest & Co. eine gefragte Plattform zum Austausch von Informationen und Eindrücken werden á la “share what you like” – mit entsprechend hohem Inspirationcharakter. Allerdings finde ich die Suche noch nicht optimal, da man nicht unbedingt das findet, was man auch tatsächlich sucht (in puncto Information und auch Inspiration ein nicht ganz unwesentlicher Faktor…). Hier hat für mich Pinterest bspw. ganz klar (noch) die Nase vorn. Auch wenn ich am Ende ganz nette Infos und Fotos gefunden hab, wie bspw. von Kanada. Auch hat mich das Ergebnis von Sofitel angesprochen.

Hand aufs Herz – wer nutzt tumblr und hat Lust von seinen Erfahrungen zu berichten?

Ein auf den ersten Blick gleich auffallender Vorteil von tumblr gegenüber anderen (kostenlosen) Anbietern liegt definitiv in der kurzen Zeit, die man zum Erlernen der Funktionen benötigt, da sie entweder so simpel oder schon von anderen Diensten bekannt sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beliebtheit von tumblr vor allem in Deutschland weiter entwickelt. Mal alle teilweise lächerlichen Abmahnungen und möglichen Rechtsverletzungen in Deutschland ausgeblendet.

Liebe Grüße,
Annkathrin

5 Kommentare zu
tumblr im Tourismus – Erfahrungsberichte gesucht!

Hi,

ich habe bislang auch Tumblr genutzt und habe das Ganze jetzt zur WordPress migriert. Bislang waren die Anwendungen bei der Blogging Plattform ausreichend, aber eben auch durch die unt. Templates begrenzt. Aufwertung war ja nur selten möglich.

Ein neues (schickes) WordPresstemplate, das einfach zu bedienen ist, versetzte mich in die Lage dazu, überhaupt den Umzug zu überdenken. Jetzt erfreue ich mich an zig zusätzlichen Funktionen, die mir zu Beginn des Bloggens einfach zu komplex und kompliziert waren.

Tumblr ist für mich die ideale Projektplattform, um Dinge anzustossen – bei andauerndem Erfolg lohnt sich jedoch der Wechsel auf WordPress, weil Dinge wie SEO dann einfach ein Thema werden.

Ich habe tumblr eine Zeit lang eingesetzt, aber irgendwann sind meine Bedürfnisse einfach anders geworden. Ich brauchte eine sichere und zuverlässige Webseite, auf der ich meine Praxis seriös bewerben konnten. Diesen Zweck hat tumblr nicht erfüllt.
Meine Tochter benutzt tumblr aber auch heute noch.

derMK

Hallo,
cool, dass sich jm. tumblr widmet.
Persönlich interessiert mich wie lange es dauert bis fb den Zenit überschritten hat.
Tumblr reizt mich nicht; bin nämlich selber schon bei wordpress…
Man kann noch einfacher teilen, braucht noch weniger Hintergrundwissen: optimal für den US-dummy, problematisch für den GER-Doofie, weil das bedenkenlose Teilen evtl. rechtliche Konsequenzen hat…
Die zitierte Studie ist super-interessant, dazu gabs von einigen Wochen auch nen Spielgel Bericht, leider weiß ich das Erscheinungsdatum nicht…
Hoffe auf weiter Erfahrungsberichte!
derMK

Tumblr ist auf keinen Fall als Ersatz für einen traditionellen Blog zu verstehen (in Bezug auf die vorherigen Kommentare). Ich habe, just for fun, vor zwei Jahren meinen ersten Tumblr Blog erstellt. Der “virale” Effekt ist, zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach, auf Tumblr oft größer als auf Facebook – insbesondere, wenn man keine große Fangemeinde vorweisen kann. Mit einem einzigen, mittelmäßig interessanten Schnappschuss bin ich durchaus schon auf 16’000 ‘likes’ und ‘rebloggs’ gekommen. Ähnliche Erfahrungen konnte ich weder mit Pinterest noch Flickr machen.

Das durchschnittliche Publikum auf Tumblr ist sehr jung. Gerade sie mögen vielleicht die Anonymität, welche die Mikroblogging-Plattform gewährt – im Gegensatz zu anderen Social Networks. Aber auch hier gibt es, je nach Land, durchaus Unterschiede zu verzeichnen.

Tumblr besitzt ein sehr großes Potenzial für alle, die mit Bilder ‘arbeiten’ und ist daher für auch für touristische Unternehmen durchaus ernst zu nehmen.

PS: Auf Tumblr eingestellte Bilder lassen sich auch ansprechend, da mit Vorschau, weiter ‘twittern’.

Tumblr wird immer häufiger von allen benutzt, ich kenne viele, die sehr viel davon halten. Ich bin etwas immer etwas skeptisch was Veränderungen betrifft, jedoch lasse ich mich auch gerne positiv überraschen.

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