|

Tötet Google+ Facebook? Meine These: nein – Google+ tötet Twitter!

Warum? Weil Google+ eigentlich nicht perfekt für private Kommunikation ist, sondern für halböffentliche und öffentliche Kommunikation von Personen! Bisher deckt dies Twitter perfekt ab – bei Google+ ist es nun auch möglich jemanden zuzuhören, ohne dass das derjenige im Facebook-Sinne bestätigen muss – der Personalisierungsgrad der Vernetzung ist ähnlich der bei Twitter. Zwar is das Aussehen ähnlich wie Facebook – aber die Funktion ist ähnlicher der bei Twitter – jedenfalls bezogen auf die Kommunikation!

Facebook ist stark in der Kommunikation zwischen Personen – vor allem das Nachrichtensystem im Multilog ist unschlagbar – im Moment! Hier hat Google+ massive Schwächen (Übersichtlichkeit, Durchsuchbarkeit – erstaunlich,oder?, Handlebarkeit) – übrigens ähnlich Schwächen wie Twitter – Zufall, nein! Strategie, ja? Ich weis es noch nicht – was denkt Ihr?

4 Kommentare zu
Tötet Google+ Facebook? Meine These: nein – Google+ tötet Twitter!

“Google+ hat das seit Jahren nicht weiterentwickelte Konzept von Twitter als Nachrichtenkanal mit selbstwählbaren Quellen von einer einzelnen Plattform auf das gesamte Netz übertragen. Es könnte Twitter damit auf sehr hohem Niveau in die ewige Nische verbannen”

Ui – er denkt gleich! Danke Eric – diesen Artikel kannte ich nicht!

Ich denke nicht, dass Google+ Facebook töten wird. Ich denke aber auch nicht, dass es Twitter töten wird. Facebook hat – denke ich – genug Geld in der Kriegskasse um ein Kopf an Kopf Rennen sehr lange durchzuhalten. Google allerdings auch. Ich denke wir dürfen uns in den nächsten Jahren auf einen ewigen Kampf zwischen diesen Giganten des Webs freuen. Freuen vor allem deshalb, weil wir entscheiden wer – temporär – die Nase vorn hat. Das wird in ein Feuerwerk an Funktionen ausarten und sich auch bei vorhandenen Funktionen immer weiter am User orientieren. Auch Facebook wird sich wieder mehr und mehr darauf besinnen müssen, dass es eine Dienstleistung anbietet, die wir aktiv nutzen wollen müssen. 🙂
Twitter hat einen ganz anderen Ansatz und eine ganz andere Basis. Twitter ist für mich kein Kommunikationswerkzeug (auch wenn es vielfach so genutzt wird) sondern in aller Linie ein reines News/Aggregations-Werkzeug. Irgendwie eine Mischung, die nur schwer in vorhandene Kommunikationskonzepte einzubetten ist. Zumal die Ziel-/Nutzergruppe deutlich kleiner ist. Was in meinen Augen vor allem daran liegt, dass die meisten keinen oder sehr wenig Nutzen in Twitter sehen. In Google+ aktuell übrigens vielfach auch noch nicht, dass liegt an der fehlenden Reichweite. Diese wird vermutlich sehr schnell und sehr stark zunehmen.

Meiner Meinung nach:
Facebook Nutzer nutzen Facebook vielfach nicht als Selbstzweck. Bei Google+ wird das mittelfristig auch so aussehen. Es ist ein Kommunikationsmittel. “Meine Freunde sind dort auch.”
Bei Twitter sieht das etwas anders aus. Twitter-Nutzer nutzen (meistens) nur deswegen Twitter, weil sie Twitter benutzen wollen. Weil sie dieses Konzept cool finden. Ich glaube nicht, dass es Content gibt, für den Twitter die beste (!) Möglichkeit ist ihn zu verbreiten. Es gibt eigentlich immer eine gute – meistens bessere – Alternative. Twitter kann immer nur eine Ergänzung sein, weil es bei Twitter eben primär um Twitter geht und erst danach um den Content (der auch nicht unwichtig ist, da möchte ich nicht falsch verstanden werden). Aber genau aus diesem Grund KANN Google+ Twitter nicht töten.

Aber das ist – wie gesagt – meine Meinung… 😉

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
#ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation