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Mobile Webseiten im Tourismus – Status Quo im Bereich Destinationen und Tourismusorganisationen

Nachdem wir hier schon mehrfach über diverse Apps berichtet haben, wollten wir wissen wie viele Destinationen denn eine mobile Version ihrer Webseite anbieten. 34 europäische Destinationen auf Landes-, Regions- und Städteebene haben wir genauer unter die Lupe genommen. Lediglich vier Destinationen konnten eine mobile Webseite bzw. eine WebApp vorweisen.

Aber warum lohnt es sich in eine mobile Version der eigenen Webseite zu investieren? Auch wenn die Desktop-Versionen auf modernen Smartphones und Tablets ohne Probleme (Ausnahme Flash auf iOS Geräten) angezeigt werden: Die Desktop-Versionen lassen fast immer nur mit sehr großem Scroll- und Zoom-Aufwand auf einem mobilen Endgerät öffnen und betrachten. Von der zu übertragenden Datenmenge ganz abgesehen!

Vor allem im Tourismus sollte es bei stationärer Webseite und mobiler Version einen klaren Unterschied geben. Die Desktop Version (oder gar die Tablet Version) soll durch ihre inspirierende Aufmachung Interesse wecken und den Gast durch Emotionen in die Region locken. Dies geschieht meist durch hochauflösende Grafiken, große, professionelle Bilder und einer edlen Optik. Die mobile Webseite dagegen soll dem Gast vor Ort (oder unterwegs) Informationen liefern, ohne viel Datentraffik zu generieren. Auch wirken tolle Hintergrundbilder und Grafiken auf einem Mobiltelefon weniger als in großem Format auf einem Laptop oder Desktop Computer.

Unter den getesteten mobilen Webseiten gibt es noch kein Best Practice Beispiel. Die mobile Webseite der Österreich Werbung kann mit ihrer Übersichtlichkeit punkten, jedoch sind die Textlinks zum Teil schwer auszuwählen. Hier können die DZT und Thüringen mit großen Buttons/Schaltflächen punkten. Kennt ihr eine mobile Webseite die eurer Meinung nach als Best Practice dienen könnte?

Viele Grüße,

Michael & Daniel

4 Kommentare zu
Mobile Webseiten im Tourismus – Status Quo im Bereich Destinationen und Tourismusorganisationen

Die Frage nach der Contentquelle beantworte ich gern: Der überwiegende Teil der Inhalte stammt von uns bzw. uns angeschlossenen Regional- und Fachverbänden. Die Zusammenarbeit via einer Kartenlösung machts möglich, das die Inhalte direkt von den Touristikern vor Ort erstellt werden. Mit der fortschreitenden Implementierung des POI-Zertifikates (www.poi-zertifikat.de) werden wir zukünftig dem Nutzer gegenüber auch klare Qualitätsinfos zum Güte der POI Info geben.
Am Logo beim POI erkennt man zudem auch die Quelle (MV-Logo bzw, Booking.com-Logo,.. )
Sonnige Grüße von der Ostsee.
Carsten

Michael Hilbig

Ist jetzt zwar schon etwas älter, aber die Mobile Seite von DoTo hättet ihr als Projektbegleiter kennen können 😉 Als best Practice würde ich sie aber vielleicht nicht beschreiben.

http://mobil.dortmund-tourismus.de/

Grundsätzlich bin ich nicht der Auffassung, dass eine mobile und eine stationäre Seite unterschiedliche sein sollten bzw. müssen. Zumindest sollte der Wechsel von PC zu Tablet oder zu Smartphone möglich sein, ohne dass sich der Nutzer neu orientieren muss. Dazu gehört auch, dass die Navigation und die Struktur sich nicht unterscheiden bzw. intiutiv wiedererkennbar sind. Zudem sollte der Funktionsumfang sich nicht unterscheiden. In einem meiner Gastvorträge an der Hochschule Bremen wurden hierzu von Marcel Zimmermann (Cybay New Media) sehr anschaulich Statistiken gezeigt. Demnach wechseln die Nutzer immer häufiger das Endgerät, während sie eine Quelle recherchieren. Nichts ist dann ärgerlicher, als eine Funktion auf der mobilen Version nicht wiederzufinden.
Meiner Meinung nach müssen sich eher konventionelle Internetseiten anpassen, damit die Usability auch für den mobilen Gebrauch möglich ist. Hier sollten dann aber zudem Standards eingehalten werden (bspw. also kein horizontales Scrollen auf „normalen“ Internetseiten – leider auch schon gesehen…).
Wichtig (und von Euch ja auch angesprochen) ist es, dass im mobilen Bereich die Datenmengen reduziert werden. Da würde mich mal interessieren, ob das bei der DZT Seite so funktioniert. Denn das Bild scheint auch den kompletten Bildschirm einzunehmen. Und die Bilder wechseln wie in einer Fotoshow. Besonders schonend für die Daten-Flat kann das eigentlich nicht sein 😉

Adi

Ein Input aus der Schweiz: Die Destination Davos Klosters hat meines Erachtens ein gutes Mobile-Portal – übersichtlich, grosse Buttons, reduzierter Inhalt, etc..

Um die von Eric angesprochene Problematik zu entschärfen, ist es wichtig, den User ohne grosses Suchen auch auf die Desktop-Seite zurück kehren zu lassen.

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