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Dokument-Sharing mit Scribd – Nutzung im Tourismus – Onlineprospekt und co.

Scribd ist ein Portal, welches dem User ermöglicht, Dokumente hochzuladen und sie mit anderen Personen zu teilen: Scribd ist also eine Document-Sharing-Plattform. Mittels dem iPaper-Format können User hier kostenlos Dokumente hochladen und veröffentlichen. Entsprechend gibt es hier keine Probleme mehr mit der Kompatibilität von verschiedenen Dokumentformaten wie beispielsweise Word-Dateien, PDF, PowerPoint, Richt-Text-Formaten usw. Das iPaper-Format basiert auf einem Flash-Plugin und ist von Scribd entwickelt. Es wandelt beim Hochladen alle Dokumente ins gleiche Format um und ermöglicht so eine problemlose Verbreitung.

Generell ist diese schon seit längerem verfügbare Plattform eine interessante Entwicklung, da es dem User die Erreichbarkeit für Dokumente und Publikationen deutlich erleichtert. Man kann die eingestellten Dokumente durchblättern, runterladen oder auch ausdrucken. Einzige Voraussetzung für den User: Man muss bei Facebook registriert sein, denn Scribd registriert seine Kunden via Facebook Connect. Außerdem können Kunden die einzelnen Dokumente bewerten und kommentieren.

Destinationen und jeder touristische Akteur kann hier seinen Account anlegen, gestalten und entsprechende Texte anlegen, um danach schließlich seine Dokumente hochzuladen. Quasi ein Prospektzentrum im Netz, kostenlos und praktisch, leicht vernetzbar mit der eigenen Webseite usw.

Jedoch gibt es auch Schattenseiten, so hat Scribd bereits mit Urheberrechtsverletzungen etc. zu tun. Doch Risiken hin oder her, wir haben die Plattform für uns entdeckt. Denn im Tourismus bietet es große Chancen. So haben wir dem Reiseland Niedersachsen im strategischen Beratungsprozess entsprechend der Ziele den Einsatz von Scribd empfohlen. Es wurden zahlreiche Reisebroschüren über Niedersachsen hochgeladen und den Kunden zur Verfügung gestellt.

Die Vorteile davon: Innerhalb kurzer Zeit kann das Reiseland viele Zugriffe bekommen und neue Kunden generieren. Es werden hohe Druckkosten gespart, da im Beispiel Niedersachsen der gleiche Effekt wie bei ca. 114000 Printbroschüren erzielt wurde. Auch der Aspekt der Umwelt kann als Vorteil gewertet werden, da man große Mengen an Papier und Druckfarben einsparen kann. Doch auch die Auffindbarkeit im Netz wird durch den Einsatz von Scribd deutlich verbessert. Die PDFs können zudem auf jeder Webseite ähnlich einem Youtube Video blätterbar eingebunden werden… man spart sich eine komplette PDF-Engine damit!

Fazit: Zwar folgt Scribd.com eher dem klassischen Paradigma des Marketings, stellt jedoch hier eine sehr sinnvolle Ergänzung oder Variante der Kosteneinsparung dar. Zudem ein schöner Weg um den eigenen Kuchenanteil am www wieder ein Stück zu vergrößern!

Was sind Eure Erfahrungen mit Scribd.com im Tourismus?

LG Daniel

5 Kommentare zu
Dokument-Sharing mit Scribd – Nutzung im Tourismus – Onlineprospekt und co.

Hans Peter

??? Was spricht denn dagegen, die PDF auf der eigenen Seite zum Download anzubieten? Warum muss man da wieder einen Dienst nutzen, der a) englisch ist, der b) mit Google Anzeigen sein Geld verdient etc.

Zusätzlich müsste man eine weitere Domain bewerben……sorry, aber das ist doch nix. Anstatt die eigenen Zugriffszahlen zu pushen und die Domain entsprechend zu nutzen macht man die Arbeit für andere – und Scribd freut sich über die Links und die Einnahmen durch die Google Anzeigen – das Geld kann man auch selbst verdienen.

anonym

Sehe ich ähnlich wie Hans Peter. Man muss ja nicht auf Teufel komm raus jeden externen Dienst ins Boot holen.

Man kann sich bei scribd übrigens auch ohne Facebook-Konto anmelden. Was auch sinnvoll ist, hat ja schliesslich nicht jeder eins.

@Hans Peter – Deine Ansicht war vollkommen richtig – vor mehr als 5 Jahren. Das Web hat sich inzwischen von einem Web of Pages (in-sich-geschlossene Informations-Silos die User die mit möglichst viel Werbebudget geködert wurden möglichst NICHT wieder weglassen) zu einem Web of Data entwickelt (Copyright Tom Coates, Yahoo):

Fazit als Antwort auf deinen Post: Effiziente Online-Kommunikation HEUTE bedeutet, dass man seine Daten und Content dort verteilt wo der User bereits ist. Dies ist wesentlich günstiger als wie bisher zu versuchen User mit großem Aufwand und Abbruchraten (weil User sich ständig auf neue, unbekannte Navigations- und Action-Strukturen einstellen müssen) auf (meist) wenig nutzenstiftende Websites zu locken.

@Daniel. Auf Empfehlung von Toursprung hat die Österreich Werbung vor rund 2 Jahren Scribd erstmals eingesetzt – im Rahmen der Prospektplattform auf austria.info, die ein kostenloses Katalog und Prospekt-Upload in allen Länderwebsites für österreichischen TouristikerInnen ermöglichte. Wir machten guten Erfahrungen mit Scribd auf http://brochures.austria.info/de_DE, doch nach einiger Zeit hat sich ein anderer Dienst als userfreundlicher und einfacher zu bedienen herausgestellt: http://issuu.com/

Beide sind wie du beschreibst ideale PR- und Informations-Plattformen für Veröffentlichungen für Tourismus-Organisationen. Und nicht nur im B2C sondern vor allem auch im B2B-Bereich. Issue vielleicht ein wenig userfreundlicher wegen der simplen und emotionalen Präsentationsform wie man es sonst nur von iPad Apps kennt. Ich mag beide.

Hans Peter

@Martin: und der User ist heute bei Scribd? Wer kennt denn den Dienst? Ich habe hier heute im Büro mal unter 25 Kollegen nachgefragt: keinem sagte das was (und wir arbeiten im Internetbusiness) …..die meisten Leute sind ja froh, dass sie mit Ihrem Twitter und facebook Account klarkommen……

Wie also bitte kommt Euer Kunde zu Scribd? Indem Ihr ihn dort hin verlinkt. Und wo macht Ihr das, wenn Ihr keine Propekte mehr druckt? Richtig, auf Eurer Website. Die logische Konsequenz aus Deiner Aussage wäre doch aber, die eigene Website einzustellen – aber wie kommt der User dann zu Scribd?

Wenn ich bei Euch anrufe – verweist mich dann der/die MA auf Scribd? Ich wette nicht……sondern auf Eure Seite 🙂

Von daher stimmt es schon, dass man die Druckkosten spart – aber um das bewerben Eurer eigenen Seite kommt ihr nicht umher…..sonst könntet Ihr Euch austria.info sparen und gleich zu facebook gehen….und von dort dann verlinken.

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