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9 Thesen – (k)eine Diskussion?

Es sind nun mehr als vier Wochen vergangen, seitdem wir die 9 Thesen zu Zukunft des eTourismus veröffentlicht haben. Seitdem haben wir sehr viel positives Feedback erhalten – herzlichen Dank hierfür!

Es wurde allerdings kaum darüber diskutiert – sind unsere Thesen bereits Realität? Erreichen die Thesen nur die “Bekehrten”? Was ist mit den “Ungläubigen”?

6 Kommentare zu
9 Thesen – (k)eine Diskussion?

Hallo tourismuszukunft, vielleicht habt ihr es ja übersehen, aber ich habe was dazu geschrieben auf dem beBlog.”Fragen zur Zukunft des Menschen” http://bit.ly/bwFPM. Hier setze ich mich mit These 5 auseinander. Das Fazit vorweggenommen: Ich bitte euch, ein IDEACAMP zur Zukunft des Menschen einzuberufen.
Ebenfalls von euren 9 Thesen beeinflusst: Mein “Plädoyer für eine kreative Touristik” http://bit.ly/96UtG
“Mit der Hängematte ins Ziel” basiert weiterführend auf einem Kommentar zu Fanboxen http://bit.ly/XrDuo
Ihr seht, da kommt schon was in Gang. Ich hoffe, es ist produktiv. Ich wünsche es. Schöne Grüße. Bernd

Hallo Florian, hallo tourismuszukunft

ich hatte gestern einen Kommentar geschrieben. Dass ihr ihn nicht veröffentlicht, oder gelöscht habt, zeugt nicht von souveränem Umgang mit Kritik.

Ihr wollte eine Diskussion? Dann führt sie doch! Oder wie soll man den Blogbeitrag verstehen?

Der Kommentar war noch nicht freigeschaltet – auch wir sitzen mal 12 Stunden nicht vorm Rechner! ^^

Ah, ok. Dann hab ich das falsch interpretiert. Entschuldigung.

mgs733

vielelicht sind sie etwas zu allgemein gehalten um kritik udn diskussion zu entfachen

vom gui zum nui …

hallo,

“zu allgemein gehalten” … kann ich nur zustimmen.

wisst ihr – tourismuszukunft – was ich vermute? dass hier viele, aber nicht alle leute die grundbedürfnisse der kunden und der leistungsträger wirklich kennen. das fängt damit an, dass nirgendwo darauf bezug genommen wird, dass es unendlich vielfältige arten und formen des reisens gibt. ich zähle mal auf:
pauschalreise
studienreise
hochzeitsreise
gruppenreise
tauchreise
golfreise
sporturlaub
familienurlaub mit und ohne kinder
campingurlaub
dynamische paketierung
ausflugspakete vor ort
kreuzfahrten
segelreisen
luxushotels
backpackerreisen
busreisen
alteherrenkegelclubreisen
dickereisen
asthmatikerreisen
wellnessreisen
zugreisen
gesundheitsreisen
und noch viele weitere

jede einzelne anfrage löst einen schwall an weiteren fragen aus. will der kunde mit hund, ohne hund und golfgepäck verreisen, darf die ehefrau von der dritten weiblichen person bei der rückreise erfahren und wie bringen wir das add-on unter, dass der kunde merkt, es ist etwas besonderes und nur für ihn?

jede einzelne anfrage hat einen kometenschweif an unterschiedlichen schwierigkeiten und problemfällen, die beachtet werden müssen von der tatsache, dass die kunden zu faul, zu einfältig oder zu intelligent sind, um aus ihrem urlaub das beste zu machen.

hier sind die geräte (i love my iphone) noch meilenweit von künstlicher intelligenz entfernt, um das zu begreifen und intuitiv auf die besondere gesellschaftsschicht, in der der kunde sich befindet und auf die rücksicht genommen werden muss, einzugehen.

schliesslich, die kunden wollen es bequem und mundgerecht. dieser reiseservice ist arbeit, wenn sie sich durch 10.000 seiten und möglichkeiten durchklicken müssen, dann verlieren sie ganz schnell die lust. dann wollen sie nicht mehr. dann hassen sie jedes gadget und widget und wollen musik hören, daddeln und entspannung und freuen sich über jeden, der ihnen die arbeit abnimmt. aber wirklich abnimmt und nicht auf weitere eingaben wartet.

das sind die hauptgründe, warum ich der ganzen sache (vorerst) noch leicht skeptisch gegenüberstehe und warte, bis ein genie wie steve jobs oder die google jungs den quantencomputer erfinden oder was auch immer, der genau die menschliche komponente algorithmisiert. die menschliche komponente, das ist das schlichte geheimnis, warum die altbackenen reisebüros noch nicht untergegangen sind, weil sie dem kunden die arbeit abnehmen.

denn der kunde will service und vertrauen und er liebt bekanntes. da muss noch eine menge wasser die donau runter und den rhein. so lange geniessen wir unser iphone als mp3 player und zum filme kucken oder währungen umrechnen. das kann es, aber eine komplizierte buchung mit umbuchung und stornierung und neuer buchung machen kann es noch nicht.

da ist der mensch doch schneller. geschwindigkeit ist trumpf.

ps: last not least, wen verklagen wir sei’s gui sei’s nui, wenn wir viel geld in den sand gsetzt haben? weil stornierungskosten anfallen, die wir nicht zahlen wollen?

grüsse bernd

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Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
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