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Über welche Marken spricht das Web wirklich! Autos, Google, nö!

Bin auf einen interessanten Artikel bei der Internet World gestoßen, den ich im Inhalt nicht bezweifeln, allerdings auf einen Aspekt hinweisen möchte! 1.100.000 Meinungsäußerungen in Weblogs, Foren, Microblogging Diensten, Social Networks und auf Videoplattformen wurden für folgende Aussage analysiert:

“Besonders intensiven Austausch über Marken führen im deutschsprachigen Internet die autoaffinen Internetnutzer. Keine andere Nutzergruppe präsentiert sich derart performativ.”

Doch so viele Bewertungen und Äußerungen wurden dafür untersucht! ^^

Ich stelle eine Gegenthese auf – über touristische Marken spricht das Web deutlich mehr als über jede andere Marke (Betrachtet man nicht Einzelmarken, sondern die Anzahl der Bewertungen pro Branche):

Alleine die Zahl der Hotelbewertungen bei den wichtigsten Plattformen (Holidaycheck: 877.573; Tripadvisor: über 20 Millionen; Stand 5.11.2008) zeigt, über welche Marken das Web wirklich spricht. Hier macht der Marken-Long Tail die Masse, nicht einzelne Marken, das ist mir bewusst! Nichts desto trotz ist meines Erachtens nicht die Automobilbranche vom Social Web am stärksten beeinflusst, sondern die Tourismusbranche!

Die Pressemiteilung von Ethority.de wird zu den Folgen deutlich:

“Die Resultate dieser Buzz-Analyse zeigen, wie wichtig Social Media heute für die Markenführung und Kommunikation aber auch für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) geworden sind. So sind durchschnittlich 43% aller markenbezogenen Gespräche für die Bildung einer Käuferpräferenz relevant.”

Märkte sind Gespräche und das Web ist ein soziales Kommunikationsmedium! Im Web im Gespräch zu sein heißt im Markt sein – nicht im Social Web zu sein heißt nicht mitsprechen zu können!

FB

2 Kommentare zu
Über welche Marken spricht das Web wirklich! Autos, Google, nö!

mgs733

ich glaube du hast das falsch interpretiert: es geht hier nicht um die quantitative dimension (wieviel wurde über marken geredet?) sondern um die qualitative dimension (wie wurde die diskussion geführt?). performativität begreift die sprache nicht als beschreibende information, sondern als handlung. wenn ich zu dir sagen würde: “dein renault megane ist doch der letzte *zensiert*”, ruft das bei dir als renaultliebhaber eine emotionale wirkung hervor, die mit sprache selbst nichts mehr zu tun hat. und wenn du mal in autoforen mitliest, wirst du feststellen, dass in keinen anderen foren die diskussion so schnell “performativ” wird wie da. männer und autos – verlängerte geschlechtsorgane sind halt emotion pur. da sind tourismusblogs doch nen tick entspannter – dass mit deinem renault war übrigens nicht performativ gemeint ;.)

Florian

nene eli,

bei dieser Untersuchung wurde quantitativ aufgelistet, über welche Marken wie viel gesprochen wurde (Buzz Anteil)! 3,2 % Google, etc. – also keine Messung von Performativität – wahrscheinlich durch teilnehmende Beobachtung festgestellt – oder wie willste das messen?

Die Vermischung der beiden Sachen hat die Studie gemacht nicht ich – meine These war ja nicht, dass über Reisen performativer gesprochen wird als über Autos, sondern das über touristische Marken das Web deutlich mehr spricht als über jede andere Marke – also quantitativ!
lg Florian

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Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
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