Facebook und Tourismus

Habe leider gerade erst einen ausführlichen Artikel zum Thema Facebook und Tourismus auf Detlef Meyers Blog gelesen, auf den ich gerne hinweise. Danke für diesen (für meinen Geschmack leider etwas zu pessimistischen) Beitrag! (über eine Link würden wir uns trotzdem immer noch sehr freuen!)

Wir denken, dass gerade in Facebook die Möglichkeiten touristische Inhalte zu transportieren gegeben sind. Allein in der Geschäftslösung Beacon steckt unglaublich viel touristisches Potential (“Dein Freund Hans Mustermann hat gerade eine Reise bei XY gebucht. Willst du mit ihm fahren?”, “Dein Freunde Franz und Willi fahren gemeinsam nach Ischgl, sind deine Ski schon eingemottet?”, etc.). Wieso sollte der potentielle Gast, wenn er sowieso einen großen Teil seiner Online-Zeit in dem SN verbringt, dann noch weitere Informationsquellen bemühen, wenn er Informationen direkt von seinen “Freunden” bekommen kann. Die Anbieter und Destinationen die es schaffen den Kunden dort anzusprechen und Aufmerksamkeit zu generieren, wo er sich einen Großteil der Zeit aufhält, werden unseres Erachtens gewinnen.

FB

P.S.: Die Chance über das Thema zu schreiben, nutze ich natürlich sofort um auf unsere Facebook-Fanpage hinzuweisen!

3 Kommentare zu
Facebook und Tourismus

elias

ich halte deinen artikel zu optimistisch und den anderen für realistisch 😉 (ich selber bin der meinung dass es beim projekt facebook noch einige unglaubliche gesichter geben wird, aber nicht vor freude.)
ich denke nicht nicht, dass ein Meta / Mashup Community wie Facebook (die eien Vielzahl von verschiedenen Inhalten über Nutzer aggregieren) Reiseinfos ersetzen kann, auch wenn Infos von Freunden sehr viel zählen. Reine Reisecommunities können das sehr wohl. Aber ich denke dass Facebook für die Webseiten touristischer Destinationen durchaus gute Trafficquellen sein können, v.a. bei der passendne Zielgruppe.

Facebook und andere SN werden uns sicher noch lange beschäftigen.
Pessimistisch bin ich eigentlich nicht, sehe aber zur Zeit noch keinen “Knaller” im E-Commerce bei Facebook (und eigentlich auch nicht bei anderen SN, Ausnahme MySpace für Musik und Kunst).
Was geht : Branding geht jetzt schon. Entwickle eine millionenfach genutzte Applikation und drück ihr dein Logo auf (oder kauf dir den Platz auf der App). Die App muss gar nichts wirklich mit dem Kerngeschäft zu tun haben (wichtig ist engagemant, d.h. games, fun, siehe die Spitzenreiter der Apps).
Pages gehen, werden aber noch zu wenig genutzt. Siehe zur Nutzung das Booklet von Facebook: http://www.techcrunch.com/2008/04/21/facebook-publishes-insiders-guide-to-viral-marketing/.
Dann sollte damit auch aktiv gearbeitet werden.
“Beacon” – von dem Schuss ins eigene Knie hat sich das FB-Management scheinbar bis heute noch nicht richtig erholt. Der Aufschrei bezüglich der Privacy war selbst für die eigentlich hatgesotettenen Amerikaner gewaltig und FB musste nach Tagen des Nicht-Begreifen-Wollens ganz heftig zurück rudern. Da XING sich etwa zeitgleich etwas ähnliches geleistet, hat werden Modelle wie Beacon für einige Zeit ganz flach gehalten werden.
Also, ich würde ja gerne mal mit einer Destination oder einem anderen Leistungsträger solch ein FB-Marketing-Szenario durchspielen.
Potential ist da, aber es wird nicht genutzt ! Und das Potential ist auf FB, MySpace und LinkedIn und nicht auf XING oder StudiVZ, da die Ausländer einfach offener sind und sich schon weit von dem eigentlichen “reinen Netzwerk” wegbewegt haben.
PS. Link folgt gleich.

Florian

Danke @ eli und detlef

jeder, der mich näher kennt, weiß, dass ich ein Fan von Facebook bin – ich denke, dass meine Artikel dies widerspiegeln.

Thema Beacon: Mir ist bewusst, welche Probleme es mit Beacon gab und gibt. Deshalb hab ich bewusst auf das grundsätzliche touristische Potential dieser Anwendung verwiesen. Zitat: “in der Geschäftslösung Beacon steckt unglaublich viel touristisches Potential”
Diese Potential können jetzt Destinationen noch nicht nutzen – die Zeit des “Leuchtfeuers” wird allerdings kommen, früher oder später!

Aber auch jetzt gibt es schon Anwendungsbeispiele für die Nutzung von Pages (Seiten). Hier funktioniert das virale Marketing: die Zahl der Fans von Destinationen nimmt kontinuierlich zu – die Frage ist nur wie man die Fans richtig anzapft und bei Laune hält ohne sie zu vergraulen!
Die Lösung hierfür sind Applikationen für die jeweilige Page/Seite, die individuell programmiert werden können aber zum Großteil schon vorhanden sind und nur adaptiert werden müssen.
FB

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Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
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