Blogs in Tourismusdestinationen auf Ortsebene

Im St. Anton Blog erhalten interessierte Leser zahlreiche Infos über das Geschehen rund um St. Anton am Arlberg. Erstellt wird dieser Blog von Barbara Zauser (Mag. Medienpädagogik & Kommunikationskultur) in Kooperation mit dem Tourismusverband St. Anton am Arlberg. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wird man seit Juni 2005 auf diesem Blog über aktuelle Geschehnisse in St. Anton informiert.

Obwohl dieser Blog schon lange existiert, scheint er in anderen Tourismusdestinationen kaum Nachahmer gefunden zu haben! Warum ist das so? Ist es fehlendes Know-how der Verantwortlichen und Mitarbeiter oder einfach nur die mangelnde Zeit? Ich denke, es gibt keinen Grund, wieso andere Destinationen keine Blogs betreiben sollen. B2C-Blogs sind zumeist authentischer als normale Websites und ein unverzichtbares Add-on – sie stiften Vertrauen! Vertrauen bildet die Grundlage jeder Buchung!

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3 Kommentare zu
Blogs in Tourismusdestinationen auf Ortsebene

Meiner Meinung nach fehlt es in erster Linie wohl an kompetenten Mitarbeitern, die Verständnis für den Sinn eines Weblogs haben. Der Spagat zwischen sachlicher Berichterstattung, Werbung und Kritik ist sicherlich eine grosse Herausforderung. Und jeder, der dies beherscht, wird dann wohl lieber sein eigenes Blog starten …

Mitarbeiter von DMOs werden eher von der Tagesarbeit getrieben, als dass sie Zeit hätten, zeitgerecht auf Trends zu reagieren, oder sie gar selbst zu setzen. Mein Kunde Weinviertel Tourismus hat immerhin schon letzten September mit WinzerInnen von verschiedenen Weingütern einen Blog umgesetzt. Das ist ohne (!) mein Zutun entstanden.

In den USA sind die DMOs übrigens viel experimentierfreudiger.

Einerseits liegt es an der mangelnden Technologie- und Internet-Affinität sowohl der Geschäftsführer von TVB’s als auch der Mitarbeiter. Erfahrungsgemäß ist der Großteil damit überfordert, wenn es um Themen wie eMarketing, Web 2.0 etc. geht. Bereits mit der Aktualisierung der eigenen Homepage und der Verwendung eines Reservierungssystems sind die TVB’s vielfach ausgelastet. Teilweise fehlt es auch, wie schon angesprochen, an der mangelnden Zeit für diese relativ neuen Medien Know-how aufzubauen bzw. Mitarbeiter dafür abzustellen. Und eine Auslagerung an externe Dienstleister ist budgetmäßig sowieso nur für die größeren Destinationen eine Alternative. Wie jede andere “neuartige” Anwendung werden aber in Zukunft auch Blogs Einzug halten ins Tagesgeschäft. Man erinnere sich nur, wie das anfangs mit den Destinations-Homepages war.

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Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
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