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Schlagwort-Archive: Tourismuszukunft

17. November 2016

Interview André Kretzschmar: „Es braucht sehr spezialisierte Fachkräfte.”

Nach Tobias Woitendorf konnten wir André Kretzschmar, Leiter der Tourismuszentrale Stralsund, zu den 13 Thesen zur Zukunft des öffentlichen Tourismusmarketings befragen. 

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Herr Kretzschmar sieht die DMO als Visions-Entwickler, Werte-Schützer und Marken-Führer mit dem Bewusstsein, dass noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist, um diese Rolle zu schärfen. Für ihn steht momentan der Aufbau einer zukunftsgerichteten Arbeitsorganisation im Mittelpunkt aller Überlegungen.

 

Tourismuszukunft: Was war Ihr erster Gedanke nach Durchsicht der 13 Thesen?

André Kretzschmar: Beim Lesen des Titels dachte ich: „Ach bitte nicht noch mehr Thesen zur Überflüssigkeit von Tourismusorganisationen in dieser schönen neuen digitalen Welt.“ Bei der Auseinandersetzung mit dem Inhalt war aber schnell zu erkennen, dass es bei diesen Thesen glücklicherweise nicht darum geht, nur den Spiegel vorzuhalten und Defizite aufzuzeigen. Man spürt vielmehr die Intention Antworten auf neue An- und Herausforderungen zu geben.

Tourismuszukunft: Welche angesprochenen Punkte innerhalb der Thesen sind für Sie im Hinblick auf eine zukunftweisende Entwicklung die relevantesten?

André Kretzschmar: Es sind die Punkte 1, 6, 9, 11 und 7/8. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Denn diese Punkte beantworten in meinen Augen die Frage nach der essentiellen Aufgabe der DMO recht präzise. Reduziert man diese Punkte auf ihre Kernaussage, erhält man folgende Funktionsbeschreibung: Die DMO ist Visions-Entwickler, Werte-Schützer und Marken-Führer, die mit einer digitalen Dateninfrastruktur authentische – also mehr auf Identität als Image basierende – Qualitätsprodukte distribuiert. Als Kernaufgabe künftigen (und eigentlich bereits jetzigen) Destinations- oder auch Standortmarketings ist das für mich absolut plausibel.

Natürlich können und werden sich, aus horizontaler oder vertikaler Distribution ergebende, Aufgaben daran angliedern. Dies und das WIE wird in den anderen Thesen gut umrissen.

Tourismuszukunft: Was ist nach Ihrer Meinung entscheidend, damit ein zukunftsgerichteter Wandel überhaupt stattfinden kann?

André Kretzschmar: Tourismusorganisationen sind – wenngleich mit unterschiedlicher regionaler Ausprägung – recht stark vertriebsorientiert ausgerichtet. Oft basieren Finanzierungsstrategien zu einem hohen Grad auf, von der Organisation selbst erwirtschafteten, Eigenmitteln. Dies schafft Abhängigkeiten, läuft Gefahr zum Selbstzweck zu werden und führt durch die rasante Digitalisierung des touristischen Marktplatzes dazu, dass Konkurrenzsituationen entstehen, denen diese Organisationen nicht gewachsen sind. Die aus den Thesen abgeleitete Kernaufgabe aus Frage 2 lässt sich mit einem solchen Finanzierungshintergrund schlichtweg nicht erfüllen.

Und selbst wenn Touristiker dieses Problem längst ausgemacht haben, wird das nicht automatisch auch von den Akteuren wahrgenommen, die politische Verantwortung für öffentlich finanziertes Tourismusmarketing tragen. Es ist also neben der eigentlichen Aufgabenstellung Standortmarketing viel Aufklärungsarbeit zu leisten, um Tourismusmarketing mit dieser „neuen“ Tätigkeitsbeschreibung als freiwillige kommunale Leistung zukunftsfähig auszurichten und zu finanzieren.

Tourismuszukunft: Welche Ableitungen aus den 13 Thesen ergeben sich unmittelbar für Ihre Organisation?

André Kretzschmar: Als örtliche Tourismuszentrale sind wir neben der Vermarktung der Destination natürlich intensiv mit der Gästebetreuung beschäftigt. Tatsächlich nimmt diese Tätigkeit den größten Raum ein. Umso wichtiger ist es, uns im Bereich des Destinationsmarketing effektiv aufzustellen.

Wir stellen die Frage: Welche Aufgaben kann, muss, oder sollte ich im Unternehmen selbst wahrnehmen und welche erbringe ich unter Zuhilfenahme von Partnern wie zum Beispiel übergeordneten Tourismusorganisationen oder Agenturen und Freiberuflern. Denn um den Herausforderungen der Digitalisierung auf Augenhöhe begegnen zu können braucht es sehr spezialisierte Fachkräfte. Profis, die nicht nur zum Zeitpunkt Ihrer Einstellung auf der Höhe der Zeit sind, sondern es auch bleiben.

Das stellt große Anforderungen nicht nur an die Mitarbeiter, sondern auch und vor allem an das Unternehmen. Es gibt Aufgaben die zwingend vor Ort erledigt werden müssen – bei denen lokales Wissen und Handeln den entscheidenden Vorsprung ausmacht – und es gibt Aufgaben, bei denen es überhaupt keine Rolle spielt wo sie erledigt werden. Vor diesem Hintergrund steht für uns aktuell also die Frage nach der Arbeitsorganisation (und natürlich der Finanzierung dieser Aufgaben) im Mittelpunkt aller Überlegungen.

Tourismuszukunft: Wie sieht nach Ihrer Meinung die Standortvermarktung 2020 aus?

André Kretzschmar: Nun, 2020 ist in ziemlich genau 3 Jahren. Mir fehlt der Glaube an eine vollständig veränderte Situation des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings in so kurzer Zeit. Doch es wird mehr Orte und Regionen geben, die sich mit zukunftssicherer Finanzierung und effektiven Netzwerken an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst haben. Je erfolgreicher diese Orte und Regionen in der Vermarktung ihres touristischen Produktes bis dahin sind, desto schneller werden andere diese Strukturen und Aufgaben für die eigene Organisation übernehmen.

Zur Person:

André Kretzschmar leitet seit 2010 die Tourismuszentrale Stralsund. Vorherige Stationen waren die Usedom Tourismus GmbH sowie der Tourismusverband Vorpommern. 

André Kretzschmar, Leiter der Tourismuszentrale Stralsund

André Kretzschmar, Leiter der Tourismuszentrale Stralsund

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.

13. November 2016

Trendmagazin Digitalisierung, Ratenparitäts-Aus, #Change4Destination-Interviews, FutureHotel, Google Squared auf Deutsch, Snapchat Spectacles – Immer wieder TZonntags

„Immer wieder TZonntags“ - Der Wochenrückblick von Tourismuszukunft – #IWTZ

„Immer wieder TZonntags“ – auch an diesem November-Sonntag – aktueller Wochenrückblick mit Linktipps und Leseempfehlungen aus dem Tourismuszukunft-Team.

Aus für Ratenparität in Österreich

Empfohlen von Florian

Am 9.11 war es endlich soweit. Auch in Österreich ist die Preisparität Geschichte – das UWG und Preisauszeichnungsgesetz ging einstimmig durch den Nationalrat. Nun ist auch in Österreich der Weg frei für alle Formen des Direktvertriebs. Wir wünschen allen Akteuren die richtige Händchen und viel Spaß beim Ausprobiern der neuen Freiheiten.

NRW Trendmagazin: Digitalisierung im Tourismus

Empfohlen von Günter

Spannendes aus der DMO-Perspektive: Tourismus NRW startet ein digitales Trendmagazin, in dem zweimal jährlich ein bestimmter gesellschaftlicher Megatrend mit seinen Auswirkungen auf den Tourismus vorgestellt wird.

Die erste Ausgabe widmet Tourismus NRW ganz dem Thema der Digitalisierung im Tourismus. Ideen, Szenarios, Best Practice-Beispiele und Thesen – meine absolute Lese-Empfehlung!

NRW Trendmagazin: Digitalisierung im Tourismus

 

Interviews zu #Change4Destination

Empfohlen von Catharina

Ich freue mich sehr, dass Tobias Woitendorf als erster in unserer Interviewreihe zu den 13 Thesen zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings Stellung nimmt. Wir brauchen eine offene und facettenreiche Diskussion zu diesem Thema.

 

Tobias Woitendorf, Stellv. Geschäftsführer /Leiter Marketing & Kommunikation, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Foto TMV/Duerst

Tobias Woitendorf, Stellv. Geschäftsführer /Leiter Marketing & Kommunikation, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Foto TMV/Duerst

FutureHotel

Empfohlen von Kristine

Vergangene Woche hielt ich beim E-Commerce-Day der IHK Koblenz einen Vortrag zum Thema „Augmented Reality für Einzelhandel und HoGa“ . Schön ist bei solchen Veranstaltungen ja immer, wenn der eigene Vortrag wunderbar an die Keynote des Tages anschließt. Und das passte hier perfekt! Vanessa Borkmann vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation verwies in ihrer Keynote zur Zukunft des Tourismus natürlich unter anderem ebenso auf das Thema Augmented Reality.

Sehr spannend jedoch ebenso ihre Einblicke in die aktuellen Forschungen zum Hotel der Zukunft. Mein Linktipp diese Woche ist deshalb FutureHotel.de. Dort findet ihr alle Informationen zur Forschung zu diesem Thema und darüberhinaus konkrete Ergebnisse und umsetzungsfähige Konzepte und Lösungen. Viel Spaß beim inspirieren lassen und von der Zukunft träumen, die jetzt schon möglich ist!

Die Snapchat Brille ist da! Snapchat Spectacles

Empfohlen von Johannes

Seit ein paar Tagen gibt es in den USA die Snapchat Brille “Spectacles” zu kaufen.  Nicht nur, dass die Sonnenbrille ein cooles, gehyptes Gadget ist – nein, sie zeigt auch, in welche Richtung sich unsere (digitale) Kommunikation weiterentwickeln wird.

Snapchat Spectacles

spectacles.com

Es wird immer einfacher werden, unsere Eindrücke in jedem Moment mit anderen zu teilen. Die Usability wird immer intuitiver werden und der umständliche Umweg über das Smartphone wohl irgendwann ganz wegfallen. Ich bin gespannt, was in diese Richtung in den nächsten Jahren alles entsteht! Einen kurzen, schönen Artikel zur Snapchat Sonnenbrille findet ihr bei mobilegeeks.de.

Google Squared auf Deutsch verfügbar

Empfohlen von Bastian

Mein Highlight der Woche kommt aus dem Hause Google: Endlich ist die Google-Online-Akademie Squared auch auf Deutsch verfügbar. Interessierte können hier an Kursen rund um das Thema Digitalisierung teilnehmen, wobei der ganze Kursablauf sich über mehrere Wochen zieht.

Hier stellt Google die Plattform vor:

Die Inhalte sind sicher “für Fortgeschrittene”, in diesem Segment können sie allerdings bestimmt hilfreich sein. Einziges Manko: Der Preis.

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

  • 16.11.2016: Nürnberger Land Tourismustag, Lauf a.d. Pegnitz (Kristine Vortrag & Workshop)
  • 16.11.2016: Touristikertreffen in Ostfriesland, Leer (Vortrag Florian)
  • 17.-19.11.2016: SCM Intensivkurs Marketing im Tourismus, Berlin (Catharina)
  • 18.-19.11.2016: BarCamp: Service Experience Camp, Berlin (Kristine)
  • 23.11.2016: Tourismustag Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg (Florian, Keynote / Günter, Livereportage)
  • 28.11.2016: Trendforum GBZ, Koblenz (Vortrag Bastian)
  • 02.12.2016: Bayerischer Tourismustag (Johannes, Florian)
  • 08.12.2016: Digital and Innovation Day, Darmstadt (Keynote & Moderation Open Space, Florian)
  • 08.-10.12.2016: SCM Intensivkurs Social Media im Tourismus, Berlin (Kristine)
  • 27.-29.01.2017: Tourismuscamp in Ostfriesland – komplett ausgebucht! (TZ Team)
  • 30.01.2017: Jahrestreffen Tourismus in Nordhessen (Vortrag Florian)
  • 10.2.2017: Future Mobility Days, Nürnberg (Florian)

 

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation

8. November 2016

Interview Tobias Woitendorf: „Die Thesen motivieren zum weiteren Handeln.”

Beim 1. fvw Roundtable in Rostock konnte ich die 13 Thesen zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Es entstand eine rege und offene Diskussion und damit der von uns gewünschte Austausch über zukünftige Aufgaben der Standortvermarktung und damit einhergehende Veränderungen.

Diese Diskussion möchten wir weiterführen und werden daher im Verlauf der nächsten Wochen verschiedene Akteure zu den 13 Thesen befragen und deren Antworten hier auf unserem Blog veröffentlichen.

Den Anfang macht Tobias Woitendorf, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Marketing & Kommunikation des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Er war Initiator des 1. fvw Roundtables und stand im Nachgang zur Veranstaltung für ein Interview bereit. 

fvw Roundtable in Rostock in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern.

fvw Roundtable in Rostock in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern.

Tourismuszukunft: Was war Ihr erster Gedanke nach Durchsicht der 13 Thesen? 

Tobias Woitendorf: Dass die Thesen noch einmal pointieren, was Destinationsmanagern seit Längerem durch den Kopf geht: Ein Weiter-so im Sinne des Verwaltens von Strukturen kann es nicht oder zumindest nicht mehr lange geben. Dass sie zum Denken und Handeln motivieren. Dass es einen Königsweg nicht gibt, dass aber der Veränderungsdruck fast überall zunimmt und nach Antritt und Lösungen verlangt. Und dass die 13 Thesen natürlich zum Teil auch dem Zeitgeist entspringen und daher nicht als absolut, allumfassend und abgeschlossen gelten können. Dennoch bringen sie frischen Wind in eine Diskussion, die intensiv zu führen sich mehr denn je lohnt. Das haben wir übrigens auch an der Anteilnahme zum 1. fvw Roundtable in Rostock gemerkt, bei dem die Thesen erstmals vor Publikum vorgestellt wurden.

Tourismuszukunft: Welche angesprochenen Punkte innerhalb der Thesen sind für Sie im Hinblick auf eine zukunftweisende Entwicklung die relevantesten?

Tobias Woitendorf: Ich nehme mal eine heraus: Das Ende der Website ist eine provokante und überspitzte These. Ich habe jedoch selbst seit Längerem ausgedrückt, dass man sich in der Frage des Kanals oder Ortes von Informationen nicht ideologisieren lassen sollte. Dort, wo sich die eigenen Markenwerte nahtlos am besten entfalten und vermitteln lassen, sollte man sich bewegen. Das wird unter uns Datengetriebenen wohl nicht wieder die Schiefertafel sein, aber in alle Zukunft hinein bestimmt auch nicht die eigene Website.

Tourismuszukunft: Was ist nach Ihrer Meinung entscheidend, damit ein zukunftsgerichteter Wandel überhaupt stattfinden kann?

Tobias Woitendorf: Erstens der Wille und das Mandat, einen Prozess der Veränderung mit möglicherweise im Verlauf anzupassenden Zielstellungen zu starten und zu kuratieren. Zweitens der Mut, aus dem hierarchischen und bürokratischen Denken herauszukommen, offen für neue Wege zu sein und gegebenenfalls auch mal abbiegen oder umkehren zu dürfen, ohne über Gebühr geprügelt zu werden. Drittens die Erkenntnis, dass Veränderung und kreative Zerstörung geschaffene Werte nicht auflösen, sondern deren Sicherung und dem Finden neuer Maßstäbe und Chancen dienen – und davon abgeleitet letztlich auch der Legitimation von DMOs. Wer an seinem Existenzrecht nicht aktiv arbeitet, kann und sollte seiner zukünftigen Existenz nicht sicher sein.

Tourismuszukunft: Welche Ableitungen aus den 13 Thesen ergeben sich für Ihre Organisation?

Tobias Woitendorf: Sie passen zu unseren Zielen. Wir befinden uns seit längerem in einem Prozess der inhaltlichen Fokussierung, der inneren Ordnung, der finanziellen Sicherung sowie der Arbeitsteilung mit unseren Partnern vor allem auf der regionalen Ebene. Dieser Prozess läuft nicht im Eiltempo. Manchen Hoch- und Übermotivierten stellen sich Ergebnisse nicht schnell genug ein, andere sind sich nicht sicher, ob es Fortschritt geben muss oder geben kann, wieder anderen verschafft die Offenheit des Ansatzes mehr Unbehagen als Freude.

Und natürlich gibt es auch noch diejenigen, die grundsätzlich an der Zukunft von DMOs zweifeln. Demgemäß steht ein Verband wie unserer auch in der Frage der zukünftigen Aufstellung vor der steten Herausforderung, unterschiedlichste Interessen und Perspektiven in Einklang zu bringen – hoffentlich auch in der aktuellen Situation mit Erfolg.

Tourismuszukunft: Wie sieht nach Ihrer Meinung die Standortvermarktung 2020 aus?

Tobias Woitendorf: 2020 ist ja schon morgen. Ich gehe nicht davon aus, dass dann allerorten Prozesse so weit umgestellt sind und sein müssen, dass sich die DMOs von 2016 nicht mehr wiedererkennen ließen. Folgende Aufgaben bleiben im Kern: 1. Marke schützen, entwickeln und kommunizieren, 2. Datenhoheit sichern, 3. Ordnung und Struktur im eigenen System optimieren, 4. politischen Rahmen beeinflussen.

2020 werden wir aber sehen, dass das Rennen der Innovatoren um die vorderen Plätze im digitalen Cockpit voll entbrannt ist. Ich glaube wiederum nicht, dass diejenigen, die dann nicht vorn sind, gänzlich verloren sein müssen. Wenn sie einigermaßen clever sind, können sie von den Erfahrungen und Erfolgen der explorativen Vorkämpfer profitieren. Und auch aus deren Misserfolgen, denn man kann ja auch aus den Fehlern anderer lernen. Hektik und Aktionismus sind also unangebracht. Wer nicht abhebt, sondern einen Fuß vor den nächsten setzt, läuft weniger Gefahr, sich zu weit von seiner Basis zu entfernen. Denn diese muss integrativ mitgenommen und mitqualifiziert werden.

Auf allen Ebenen bedarf es technischer Kompetenzen ebenso wie eines gemeinsamen Verständnisses vom Sinn des Wandels. Wer Daten sammelt und gewinn- und reichweitebringend weitergeben will, muss ihre Qualität sichern. Zu lange sollte man allerdings mit dem Aufbruch auch nicht warten. Sonst spülen einen die Veränderungen in der Außenwelt womöglich in das Meer der nutzlosen Dinge.

Zur Person: 

Seit 2007 arbeitet Tobias Woitendorf für denTourismusverband Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Er leitet die Marketing- und Kommunikationsabteilung und ist seit 2008 auch stellvertretender Geschäftsführer. Er studierte an der Humboldt-Universität in Berlin. 

Tobias Woitendorf, Stellv. Geschäftsführer /Leiter Marketing & Kommunikation, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Tobias Woitendorf, Stellv. Geschäftsführer /Leiter Marketing & Kommunikation, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Foto TMV/Duerst

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.

30. September 2016

#CHANGE4DESTINATION – 13 proposals for the future of publicly financed tourism marketing

Change is inherent to the digital revolution. And change is also our daily companion at Tourismuszukunft. Hardly a day goes by where the digital world isn’t moving, and there are very few opportunities to catch your breath. That’s why our work and our many different projects are subject to a continual process of change. We are constantly monitoring what this process means for us, e.g. from a technological and strategic perspective, and we let relevant aspects directly influence our recommendations and decisions.

 #Change4Destination – what is it?

Change4Destination is just such a change process. For a number of years now we have been helping destinations to navigate the digital revolution. We look to solve strategic, technological and operational questions or to address them step by step as part of an ongoing process of development. We can see the challenges that many destinations face and know that change not only needs commitment but also comprehensive support as well as its own space for development.

Change4Destination is there to provide this space. The starting point was a think tank of experts from the tourism industry that came together in June. Over the course of two days the future of publicly financed tourism marketing was discussed and 13 proposals were formulated in various group discussions.

 

The outcome of Change4Destination: there are opportunities everywhere.

The 13 proposals represent opportunities. They do not provide one-size-fits-all solutions, nor should they be understood as a potential action plan. The proposals cannot do both of these things, and that’s not what they’re there for. But what they hopefully can do is provide some food for thought as well as impetus for further debate. We need a discussion on the topic of change in destination marketing organisations, and should not shy away from tackling difficult, and perhaps inconvenient, questions – it is the only way to ensure that such organisations remain relevant.

 

If you don’t move with the times, you’ll be left behind.

The digital revolution is in full swing, and brings with it continuous change for companies, organisations and society. Let’s help drive forward this change, give it the space it needs to develop and thereby shape the future of public tourism marketing.

We look forward to receiving your opinions, ideas and suggestions. Anyone who wants to continue and support this discussion is welcome to do so in this blog, but we are also happy to hear from you directly.

FAST FACTS:

Change4Destination was a two-day think tank that took place on 16 and 17 June in Hamburg. It was run by Tourismuszukunft and Innovation Norway. Various experts from the travel industry were invited to exchange views on the future of publicly financed tourism marketing and to discuss feasible approaches and ideas. The outcome is a published research paper available in German and English. We are getting the word out about the think tank via all our social media channels using the hashtag #Change4Destination.

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.

#CHANGE4DESTINATION – 13 Thesen zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings

Veränderung ist der Digitalisierung innewohnend. Veränderung ist bei Tourismuszukunft unser täglicher Begleiter. Es vergeht kaum ein Tag an dem die digitale Welt stillsteht bzw. es gibt eigentlich keinen Tag an dem sie das tut und uns eine Verschnaufpause gönnt. Insofern ist auch unsere Arbeit, unsere vielen verschiedenen Projekte, in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Was dieser bedeutet, z.B. aus technologischer oder aus strategischer Perspektive, verfolgen wir permanent und lassen relevante Aspekte in unseren Empfehlungen und Entscheidungen direkt einfließen.

#Change4Destination – was ist das?

Change4Destination ist so ein Veränderungsprozess. Seit vielen Jahren begleiten wir Destinationen im digitalen Wandel und versuchen strategische, technologische oder auch operative Fragestellungen zu lösen oder zumindest in Teilen und damit in einem stetigen Entwicklungsprozess zu beantworten. Wir sehen mit welchen Herausforderungen viele Standorte zu tun haben und wissen, dass Veränderungen nicht nur Konsequenz, sondern auch vielfältige Unterstützung und einen eigenen Entwicklungsraum benötigen.

#Change4Destination Think Tank

#Change4Destination Think Tank

Change4Destination soll und kann dieser Entwicklungsraum sein. Ausgangspunkt ist ein im Juni durchgeführter Think Tank bestehend aus verschiedenen Experten der Tourismusbranche. An zwei Tagen wurde über die Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings gesprochen und in verschiedenen Gruppendiskussionen 13 Thesen erarbeitet.

Change4Destination-Ergebnisse: Chancen überall!

Diese 13 Thesen stellen vor allem Chancen dar. Sie liefern keine allgemeingültigen Antworten und auch sind sie nicht als möglicher Maßnahmenplan zu verstehen. Beides können und sollen diese Thesen nicht leisten. Was sie aber hoffentlich tun, ist, zum Nachdenken anregen sowie zum offenen Austausch anstoßen. Wir brauchen eine Diskussion zum Thema Wandel in DMOs und sollten uns nicht davor scheuen auch schwierige, vielleicht auch manchmal unbequeme, Fragen zu stellen – nur dann bleiben DMOs relevant.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Die Digitalisierung ist im vollen Gange und damit eine kontinuierliche Veränderung in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Verändern wir mit und gestalten wir einen Entwicklungsraum und damit die Zukunft des öffentlichen Tourismusmarketings.

Wir freuen uns auf Eure Meinungen, Anregungen und Vorschläge. Wer die Diskussion weiterführend begleiten möchte, ist herzlich eingeladen dass hier im Blog zu tun bzw. auch gerne im direkten Kontakt mit uns.

KURZ UND KNAPP:

“Change4Destination” ist ein zweitägiger Think Tank der vom 16. – 17. Juni in Hamburg stattfand. Durchgeführt wurde dieser von Tourismuszukunft und Innovation Norway. Eingeladen waren verschiedene Experten aus der Reiseindustrie, um sich über die Zukunft von öffentlich finanziertem Tourismusmarketing auszutauschen sowie realisierbare Ansätze und Ideen zu besprechen. Ergebnis ist ein öffentlich publiziertes Thesenpapier in Deutsch und Englisch. Die Kommunikation zum Think Tank läuft über unsere gesamten Social Media Kanäle unter dem Hashtag #Change4Destination.

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.

21. September 2016

Zehn Jahre touristisches Bloggen – explizit KEINE Liebeserklärung.

Wow – wie die Zeit vergeht. Zehn Jahre wird heute am 21. September unser Tourismusblog alt: 1671 Blogbeiträge, 5.615 Kommentare, unzählige Stunden Arbeit und jede Menge Ideen stecken darin. Jens Oellrich und meine Wenigkeit hätten nicht gedacht, dass das so eine Erfolgsgeschichte wird – und vor allem so eine lange. Ich möchte diese zehn Jahre zurückblicken, aber auch generelle Entwicklungstendenzen für das touristische Bloggen davon ableiten – und keine Liebeserklärung aussprechen!

Tourismusblog

Unsere Webseite – ein Blog von Anfang an (c) GregSnell

2006-2008: Die Zeit der Pioniere

2006: Twitter erblickte das Licht der Welt, Facebook war noch in den Kinderschuhen, YouTube feierte den ersten Geburtstag. Die Blogger-Szene v.a. im Tourismus war überschaubar. Neben uns schrieben damals im deutschsprachigen Raum nur ausgewählte Akteure wie z.B.  Niclas Götz mit seinem Touristikblog, Detlev Mayer mit seinem Travel Technology-Blog und Karin Schmollgruber mit ihrem Passion PR-Blog über digitale touristische Themen. Nach unserer damaligen Einordung, die übrigens auch heute noch sehr gut funktioniert, waren das alles B2B-Blogs, mit einem klaren Fokus auf der Kommunikation von Wissen, Erfahrungen und Neuigkeiten, der Steigerung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens/ Experten und der Marke und der Schaffung neuer Netzwerke und Kontakte. Die C2C-Szene war noch mehr als überschaubar (erste Akteure waren hier der Gastrogewerbe Gedankensplitter oder Le Gourmand). Einen internationalen Überblick versuchte die T-List – daraus entstand auch der erste Blogger Summit auf der ITB 2008 – und wir mittendrin.

2008-2010: Der Gipfel der überzogenen Erwartungen

Dann begann die Zeit der überzogenen Erwartungen an Blogs – jedes Unternehmen, das innovativ sein wollte, begann das Medium für seine Zwecke in Wert zu setzen. In Deutschland wurden ausgewählte Tech-Blogs sogar für 46.902 Euro verkauft – ohne Redakteur, nur der Name und die alten Inhalte – verrückt aus heutiger Perspektive. Auch im Tourismus griff das Blogphänomen um sich. Zahlreiche Akteure auch im Tourismus starteten mit viel Enthusiasmus ihre Blogaktivitäten, wie z.B. das Lammertal,  der Salzkammergut Glücksgeschichten Blog oder der Wanderblog in Rheinland-Pfalz. Bezeichnend, dass keiner dieser drei genannten Blogs heute mehr online ist – aber zum Tal der Tränen kommen wir noch. Auch im B2B-Bereich wurden zahlreiche Blogs ins Leben gerufen – insbesondere Medien (fvw eblog), Agenturen und Dienstleiter sind hier zu nennen. Ebenso begann im C2C-Bereich der große Hype. Jeder, der etwas schreiben konnte, nutzte einen Blog, um von seinen Urlauben zu berichten.

2011-2012: Das Tal der Tränen

Viele Blogs schliefen ein – das Tal der Tränen war da. Bloggen ist harte Arbeit und kein Zuckerschlecken. Das merkten die Akteure nachdem der erste Enthusiasmus verflogen war. Strukturelle und strategische Schwächen (unangepasste Organisations- und Personalstrukturen, unklare Markenidentitäten,  etc.) wurden bei vielen Akteuren offensichtlich. „Was sollen wir denn erzählen? Wer kümmert sich denn um den Blog? Das bringt doch eh nichts… wir bekommen eh kein Feedback. Andere können das eh viel besser.“ Zusätzlich läuteten große Player wie Facebook und Google den Angriff auf Blogs ein und reduzierten konsequent die organische kostenlose Sichtbarkeit zu Gunsten eigener Dienste und Technologien. In der Konsequenz reduzierte sich die Zahl der aktiven B2B- und B2C-Blogs bzw. transformierte sich das Bloggen.

2013-2016: Der Pfad der Erleuchtung

Glaubwürdigkeit, Persönlichkeit und relevante (markenkonforme & zugängliche) Geschichten – das war immer unser Tenor für erfolgreiches Bloggen, und er ist es heute noch.  Viele (Content-) Elemente, die früher ausschließlich auf Blogs auftauchten, findet man allerdings heute auf vielen digitalen touristischen Angeboten/Websites/Kanälen. Man nennt es markenkonformes Storytelling oder Content-Marketing und es ist Bestandteil zahlreicher ausgezeichneter Kommunikationskonzepte wie z.B. Südtirol bewegt oder relevanter Bestandteil existenter Webpräsenzen, wie z.B. im Allgäu. Aber nicht nur die Denkweisen sind überall – nein, auch die Technologie hält Einzug in den Tourismus. Hotelwebsite-Frameworks auf WordPress setzen sich zusehends durch, die Bayern Tourismus Marketing entwickelt einen neuen Portalauftritt auf WordPress-Basis. Erfolgreiche Portale wie Urlaubsguru nutzen erfolgreich – trotz zahlreicher Restriktionen – das BlogCMS.

Aber auch der C2C-Bereich erlebte seine Erleuchtung. Das betreiben eines „erfolgreichen“ Reiseblogs erfordert Zeit, Geld und viel Leidenschaft. Die Professionalisierung ist im Tourismus angekommen. Kollektive gründen sich, Kodexe werden verabschiedet und die Akteure entwickeln Ansprüche an die Branche – und umgekehrt. Blogger sind heute oft keine ausschließlichen Blogger mehr. Ihre Akzeptanz richtet sich sehr oft nach der Reichweite auch in anderen sozialen Medien (instagram, Facebook oder Snapchat) – C2C-Blogger sind zu Influencern mit unterschiedlichen Schwerpunkten geworden – der Blog nur einer von vielen Kanälen – und oft gar nicht mehr der Wichtigste.

Quo vadis touristisches Bloggen?

Eine extrem spannende Frage in Zeiten von Schema.org, Google AMP und Facebook Instant Articles, da sich vieles nachhaltig radikal verändern wird. Die Loslösung des Inhalts vom Design-Rahmen ausgelöst durch die neuen Spielregeln der Global Player haben wir ja mehrfach bebloggt. Die Konsequenzen für die Inhaltsebene ist offensichtlich – Qualität, Qualität, Qualität.  Es geht um die Geschichten & Inhalte, die wir erzählen, und das mehr denn je. Ein Blog ist hierfür nach wie vor ein wunderbar Ort – einer von vielen. Es nicht mehr wichtig, ob es ein Blog oder eine Website oder ein anderer hoheitlicher Kanal ist, auf dem die Inhalte kommuniziert werden. Vielleicht ist es zukünftig auch gar nicht mehr wichtig, ob der Kanal hoheitlich ist oder nicht – d.h. man volle Kontrolle über den Rahmen bzw. die Inhalte an sich hat. Wir werden sehen – das ist das schöne an der (Tourismus-)Zukunft;

Liebeserklärung

Bloggen – echte Liebe? (c) Greg Snell

10 Jahre Tourismusblog – explizit KEINE Liebeserklärung!

10 Jahre Blog – viel Schweiß und Arbeit. Und auch heute nicht einfach in der Organisation und Abwicklung. Ob es den Tourismusblog in 10 Jahren noch gibt – keine Ahnung! Das ist auch aus unserer Sicht nicht so wichtig: unsere Mission, den Tourismus digitaler werden zu lassen und nachhaltig Spuren zu hinterlassen, hängt nicht vom Tool oder Kanal ab. Wir lieben die digitale Kommunikationswelt und werden sie für uns und unsere Mission in Wert setzen, ob das nun ein Blog ist, Snapchat, Facebook oder instragram. Oder was auch immer noch kommen mag…

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft über digitale Innovationen zu schreiben – und natürlich auf den Dialog mit Euch!

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation

17. September 2016

#TCYF16 live – der Echtzeit-Report vom Touristikcamp Young Future

Header Touristikcamp Young Future 2016

Samstagmorgen. An der FH Wien geht es bereits hoch her: Seit 8:30 Uhr finden sich Jung-Touristiker ein, um sich beim Touristikcamp Young Future 2016 einen ganzen Tag lang Gedanken zur Zukunft des Reisevertriebs zu machen. Bereits zum zweiten Mal agiert die FH Wien der WKW als Gastgeber unseres Barcamps für Reiseprofis bis 35 – und zum zweiten Mal könnt auch ihr mit dem Hashtag  #TCYF16 auf Twitter mitdiskutieren!

Um euch die Barcamp-Diskussionen möglichst unmittelbar nahezubringen, sind wir von Tourismuszukunft doppelt im Einsatz – Michael Faber als Moderator und ich als Twitter-Livereporter auf @guenterexel. Zugleich bringen wir euch das Touristikcamp gleich mehrfach ins Haus, damit ihr es am Samstag in Echtzeit oder später als Multimedia-Nachbericht mitverfolgen könnt:

Also … Los geht’s! Wir freuen uns auf einen inspirierenden, amüsanten, aufregenden Touristikcamp-Tag mit euch!


 

Alles Wissenswerte zum Touristikcamp Young Future #TCYF16 auf eine Blick:

Website | Teilnehmer | Programm | Anreise

Das Touristikcamp im Social Web:

Facebook | Twitter | Google+

Wir bedanken uns für die Unterstützung:

ÖRV | Institut für Tourismus-Management der FH Wien | AIDA Kreuzfahrten | Costa Kreuzfahrten | Europäische Reiseversicherung | Kuoni | Oruvision

 

#TCYF16 Livereportage

Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.

21. Juli 2016

Tourismuszukunft in Leipzig – TZLeipzsch

Schon wieder eine Woche ist es her, dass sich unser gesamtes Team in Leipzig, Catharinas neuer Wahlheimat getroffen hat. Was haben wir da getan und was ist geblieben?

Leipzig

Wir alle haben Leipzig als tolle, weltoffene Stadt erlebt, in der die Artefakte der Vergangenheit ganz natürlich mit modernen Elementen harmonisieren und diese vielfältige Einheit auch ganz alltäglich gelebt wird. Einige von uns kannten Leipzig schon vorab, einige waren zum ersten Mal für ein paar Tage dort, aber wir alle waren beeindruckt und haben uns dort sehr wohl gefühlt!

Yes, that is Leipzig. 💙 Gorgeous summer evening.

A photo posted by Catharina Fischer (@catharina_fischer) on

 Warum wir überhaupt unsere #TZinno’s machen

Wir sitzen ja nicht tagtäglich im Büro an- und aufeinander und freuen uns wirklich sehr, wenn wir uns alle gemeinsam einmal wieder (physisch) treffen. Unsere #TZInno (Tourismuszukunft Innovations Meetings) dienen daher neben dem inhaltlichen Austausch auch dem – wie Kristine zu sagen pflegt – #Flausch – und vor allem dem weiterentwickeln von uns, als Netzwerk selbst.

Auch für uns selbst ist dabei immer wieder die Dynamik spannend, die wir durchlaufen. Wir sind ein eingeschworenes, vertrauensvolles, freundschaftlich verbundenes Team und doch haben und BRAUCHEN wir ab und an Punkte mit weniger positiver Energie. Um uns selbst wieder der (Mehr)Werte unseres Netzwerks bewusst zu werden und wieder konsequent und voller Enthusiasmus gemeinsam unserer gemeinsamen Vision Richtung Zukunft entgegen zu laufen!

Was hat uns das TZinno in Leipzig gebracht?

Wir für unseren Teil haben uns bei unserem Innovationsmeeting in Leipzig gleichermaßen rekalibriert. Wir haben uns selbst hinterfragt, gesammelt und neu auf unsere gemeinsame Vision eingeschworen. Zugegebenermaßen waren wir selbst fast erstaunt, wie sehr sich Kanäle, Formate – operatives Handeln allgemein – aus einer klaren Vision und einer positiven Organisationskultur fast von selbst ergeben. Gute Grundlagen sind einfach Gold wert. Wer hier zu oberflächlich vorgeht, wird irgendwann immer davon eingeholt.

Bei Tourismuszukunft leben wir in einer Organisationsstruktur mit echten Charakteren, die gewöhnliche Top-Down-Prinzipien schlicht nicht mehr funktionieren lassen. Dies betrachten wir als riesige Chance! Prozesse müssen anders angelegt werden und bekommen dadurch gleichzeitig eine ungleich höhere Nachhaltigkeit und Persistenz innerhalb der Strukturen, auch wenn es zur Aushandlung der Schritte manchmal etwas mehr Zeit und Energie braucht. Dies wird zukünftig der einzige Weg für alle erfolgreichen Akteure sein.

Wir freuen uns mehr denn je, FÜR Euch die Zukunft zu gestalten und am allermeisten sie MIT Euch zu erleben! Das digitale Zeitalter bietet uns gewaltige Möglichkeiten – lasst sie uns gemeinsam nutzen!

Ein Innovationsmeeting auch für euch – warum nicht?

Habt Ihr das Gefühl, solch ein Format könnte auch Euch vorwärtsbringen? Ihr habt schon länger das Gefühl, ihr wollt wirklich ein Stück weiterkommen, schafft aber einfach den entscheidenden Schritt nicht? Wenn Ihr es ernst meint, dann ist der Schritt heraus aus Eurer täglichen Umgebung genau der richtige!

Ein paar Tage zusammen, im richtigen Setting können wahre Wunder bewirken. Wir freuen uns, Euch bei einem Changeprozess mit einem eigenen Innovationsmeeting unterstützen zu können. Lasst uns für ein paar Tage gemeinsam der alltäglichen Welt entfliehen um sie umso mehr zu verändern, wenn wir zurückkommen!

 

Johannes Böhm

... ist bei Tourismuszukunft Experte für Markenstrategie und Digitale Transformation. Die Weiterentwicklung des Tourismuszukunft Ringmodells wurde in diesem Zusammenhang von ihm gestaltet. Zuvor sammelte der Tourismusgeograph (B.Sc.) bei einem Abstecher in die Kreuzfahrtbranche, sowie als Referent bei zahlreichen Schulungen und Seminaren, die er durchführte, Erfahrung. Er ist Marken Enthusiast und leidenschaftlich interessiert an künstlicher Intelligenz. Privat ist er gerne im Grünen unterwegs.

1. Juli 2016

Touristikcamp Young Future 2016 in Wien – jetzt anmelden!

Header Touristikcamp Young Future 2016

Ein Barcamp nur für junge Reise-Professionals bis 35? Kann das funktionieren? Es kann! Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr erlebt das Touristikcamp Young Future seine zweite Auflage. Am 17. September werden sich 70 Jung-Touristiker an der FH Wien treffen, um sich im Rahmen des #TCYF16 Gedanken über die Zukunft der Reisebranche zu machen.

Jetzt anmelden auf www.touristikcamp.at!

Die Anmeldung ist seit kurzem auf www.touristikcamp.at möglich. Um einen optimalen Teilnehmer- und Themenmix zu erhalten, haben wir für jeden der folgenden Bereiche eine begrenzte Anzahl an Plätzen reserviert:

  • Touristik (stationärer Vertrieb, Reiseveranstalter)
  • Leistungsträger (Airline, Hotels, Bahn, Vermieter und andere ao. Mitglieder)
  • Online-Portale & Sharing Economy
  • Destinationen
  • Studenten (Hochschulen mit touristischem Hintergrund)

Und worüber werden wir uns austauschen?

Die Themen werden – wie bei jedem Barcamp – von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen. Hier einige Anregungen, wohin sich dies entwickeln könnte:

  • Wie sieht die Zukunft des Reisebüros aus?
  • Wie kann ich meinen Kunden morgen noch erreichen?
  • Welche Medien und Kanäle funktionieren im Reisevertrieb noch?
  • Wie vermittle ich Lust am Reisen?
  • Wie spreche ich neue Kundengruppen an?
  • Wie entwickle ich meine Marke, meine Produkte weiter?
  • Wohin geht die Trend bei Technik, Multimedia und Social Media
  • Was macht einen Job in der Reisebranche attraktiv für Junge?
  • Welche persönlichen Karrierechancen habe ich in der Touristik?

Alle weiteren Informationen zum #TCYF16 gibt’s auf der Barcamp-Seite www.touristikcamp.at.

Wer ermöglicht #TCYF16? Unsere Sponsoren!

Auch 2016 wird die Teilnahme am TouristikcampYoung Future für euch kostenlos sein. Ermöglicht wird das durch den Österreichischen Reiseverband ÖRV, auf dessen Initiative hin das erste Barcamp für junge Touristiker entstanden ist. Der ÖRV trägt auch den Großteil der #TCYF16 Kosten.

Bei der ‪#‎TCYF16 Location können wir uns auf einen bewährten Partner verlassen: Schon bei der Premiere im vergangenen Jahr erwies sich die FHWien der WKW – Institut für Tourismus Management als perfekter Austragungsort.

Sponsoren haben beim Touristikcamp Young Future 2016 erneut die Gelegenheit, engagierte Touristiker sowohl vor Ort wie auch über die Online-Berichterstattung zu erreichen. Informationen über das Sponsorpaket werden über den ÖRV kommuniziert und sind auch über office@oerv.at anzufragen.

Das Touristikcamp im Social Web

Logo Twitter

Noch ein Tipp: Bleibt mit dem Touristikcamp im Social Web in Verbindung!

Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.

16. Juni 2016

#Change4Destination – Think Tank zur Zukunft von öffentlich finanziertem Tourismusmarketing

Öffentlich finanziertes Tourismusmarketing sieht sich vielen Herausforderungen gegenübergestellt. Der digitale Wandel ist in diesem Zusammenhang sicher nicht die einzige, jedoch eine der strategisch relevantesten.

Wie kann öffentlich finanziertes Tourismusmarketing Reiseentscheidungen im Kontext einer sich immer stärker vernetzten sowie hochtechnologisierten Gesellschaft maßgeblich beeinflussen?

Wie müssen sich ggf. Strukturen und damit Organisationen ändern, um die sich schnell ändernde touristische Nachfrage, sei es beim Produkt selbst, bei der Bereitstellung oder beim Erfüllen vor Ort, bedienen zu können?

Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf das Angebot vor Ort?

Think Tank mit ausgewählten Experten

Diese sowie weitere Fragen diskutiert Tourismuszukunft in Kooperation mit Innovation Norway sowie ausgewählten Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Tourismusindustrie bei einem zweitägigen Think Tank in Hamburg. Wie bereits bei vergangenen Projekten, so z.B. Impulse4Travel, möchten wir im Rahmen von themenspezifischen Gruppendiskussionen verschiedene Fragestellungen erörtern und unterschiedliche Perspektiven beleuchten.

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v.r.n.l. Prof. Julia Peters, Catharina Fischer, Michael Frischkorn, Tina Fraune, Ulrich Kastner, Florian Bauhuber, Martin Soutscheck, Michael Buller, Manuel Kliese, Nicholas Montemaggi!, Maximilian Waldmann, Stein Ove Rolland

Thesenpapier „Change4Destination“

Im Anschluss an die Expertenrunde wird ein Thesenpapier „Change4Destination“ zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings in Deutsch und Englisch erscheinen. Die darin enthaltenen Ausführungen sehen wir als Startpunkt für eine offene und aktiv gelebte Diskussion, welche uns nicht nur im Rahmen der kommenden zwei Tage, sondern auch bei unserer weiteren Arbeit begleiten wird.

Nachtrag:

Hier geht es zur Präsentation der Change4Destination-Thesen

Hier gibt es die Thesen zum Download

 

 

Kurz und Knapp:

“Change4Destination” ist ein zweitägiger Think Tank vom 16. – 17. Juni in Hamburg. Durchgeführt wird dieser von Tourismuszukunft und Innovation Norway. Eingeladen sind verschiedene Experten aus der Reiseindustrie, um sich über die Zukunft von öffentlich finanziertem Tourismusmarketing auszutauschen sowie realisierbare Ansätze und Ideen zu besprechen. Ergebnis ist ein öffentlich publiziertes Thesenpapier in Deutsch und Englisch. Die Kommunikation während des Think Tanks sowie im Anschluss läuft über unsere gesamten Social Media Kanäle und unter dem Hashtag #Change4Destination.

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.