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23. August 2015

Immer wieder TZonntags: Technologieland Japan, Digitale Transformation, #airtramp, Traffic-Lieferant Facebook, Marketing-Hype Cycle, Nightsnap, Videoportale

Immer wieder TZonntags, 23.8.15: Technologieland Japan, Digitale Transformation, #airtramp, Traffic-Lieferant Facebook, Marketing-Hype Cycle, Nightsnap, VideoportaleDer Sommer neigt sich seinem Ende zu – was man daran merkt, dass unser „Immer wieder #TZonntags“ wieder länger wird! Einige der spannendsten News und Trends dieser Woche haben wir für euch zusammengestellt:

Michael berichtet über eine entscheidende Wachablöse beim Website-Traffic; Catharina hat Gartner’s Digital Marketing Hype Cycle unter die Lupe genommen; Kristine vergleicht die beliebtesten Video-Plattformen; Ben macht sich anhand von Nightsnap Gedanken, wie man nicht nur Party-Besucher, sondern auch Touristen steuern kann; Johannes sucht die Chancen in der digitalen Transformation; ich trampe per airberlin Anhalter durch die Galaxis – und Florian steuert direkt von seinem Fernost-Trip Impressionen aus dem Technologieland Japan bei.

Und natürlich gibt’s wieder unsere #IWTZ Veranstaltungs-Tipps mit jenen Konferenzen, Tagungen und BarCamps im Herbst, bei denen ihr uns antreffen könnt. Ich wünsche euch eine inspirierende Lektüre – euer Günter!

 

Touchdisplay Tokio Skytree, JapanTechnologieland Japan

Empfohlen von Florian

Noch bis Anfang September ist Florian in Asien unterwegs. Was er uns diese Woche via Facebook an Impressionen aus dem Technologieland Japan serviert hat, wollen wir euch nicht vorenthalten:

  • Kostenloses WLAN auf Schritt und Tritt
  • Eine kaum zu übersehende Aufforderung, Sehenswürdigkeiten auf TripAdvisor zu bewerten
  • Omnipräsente Tablets in der Gastronomie
  • Hybridautos everywhere (Bonustrack: Warum hässlich in Japan günstiger ist)
  • Multisensorische Aussichtspunkte
  • Mobile Payment

Unser Japan-Trip neigt sich dem Ende zu; vorher geht es morgen noch nach Fukuoka; 󾟢󾔔󾠊 Gerne wird ja über das…

Posted by Florian Bauhuber on Tuesday, August 18, 2015

Digitale Transformation

Empfohlen von Johannes

Diese Woche habe ich nur einen kleinen Lesetipp für Euch dabei. In einem Beitrag in der Computerwelt.at unterstreicht Michael Kienle die Bedeutung der digitalen Transformation für alle Unternehmen und Organisationen.

Dass er dabei besonders auf die Möglichkeiten von Open Source-Lösungen eingeht, liegt wohl an seinem beruflichen Hintergrund. Dennoch bringt er ein paar anschauliche Beispiele. Vor allem seiner Kernaussage, dass gerade auch traditionelle Betriebe die digitale Transformation nicht nur als Gefahr, sondern auch als echte Chance begreifen sollten, kann ich nur zustimmen.

#airtramp – per airberlin Anhalter durch die Galaxis

Empfohlen von Günter

Was ich in meinem Urlaub definitiv verpasste, war eine der bislang coolsten Echtzeit-Aktionen des Jahres: ‪#‎airtramp‬ – der erste Trampflug der Welt. Das Konzept, das sich airberlin einfallen ließ, ist raffiniert: Ein Bus fährt quer durch Berlin. Liest Tramper auf, die auf ein Stück Pappe ihre Lieblings-Stadt samt Hashtag #airtramp gekritzelt haben. Bringt exakt 50 Tramper zum Airport, wo diese sofort in ihre airberlin Wunschziele abheben …
Was aus dieser Idee entstand, ist auf der Seite airberlin-airtramp.de samt angeschlossener Social Wall zu finden. Ein sehr schönes Konzept – mit tollen Postings von New York bis Abu Dhabi!

airberlin Aktion #airtramp

Facebook liefert mehr Website-Traffic als Google

Empfohlen von Michael

Laut einer US-Studie des Analyse-Anbieters Pearse.ly hat Facebook erneut Google als Traffic-Lieferant für Mediaseiten überholt. Untersucht wurden der Website-Traffic von 400 US-Kunden im Zeitraum Mai bis Juli 2015. Größte Traffic-Lieferanten war Social Media mit 43% (davon 40% über Facebook) und Google Sites mit 38% (Übersicht aller Quellen siehe hier).

Diese Entwicklung wird in Deutschland sicherlich noch nicht so stark sein, aber der Trend ist erkennbar. Denn auch hierzulande sind News-Inhalte ein fester Bestandteil des sozialen Netzwerks. Dies wird in den nächsten Monaten durch die Einführung von Instant Articles sicherlich noch zunehmen.

Ihr wollt Eure Eure Reichweite von Fanpage und Website ausbauen? Sprecht mich gerne an!

 

 

Die digitalen Marketing-Trends der nächsten Jahre

Empfohlen von Catharina

Ich berichte täglich, vorrangig über Twitter, über aktuelle Trends, Statistiken und Veränderungen im digitalen Marketing. In dieser Woche war auch „The Digital Marketing Hype Cycle“ von Gartner dabei. Den „Hype Cycle“, wie man ihn unten sieht,  gibt es für verschiedene Themenbereiche. Er vermittelt eine gute Übersicht über die aktuellen und kommenden Trends in dem jeweiligen Bereich. Des weiteren, wann diese Trends eine Art Sättigung erreicht haben und welche entstehenden Trends man im Auge behalten sollte.

hype cycle

Über diese Abbildung könnte man natürlich lange diskutieren und sich den einzelnen Trends im Detail zuwenden. Das würde an dieser Stelle zu weit führen; daher beschränke ich mich auf ein paar wenige Aussagen.

Viele Trends werden in weniger als 5 Jahren das Plateau erreicht und damit ihren Innovationscharakter hinter sich gelassen haben. Dazu zählen zum Beispiel Content Marketing, Responsive Design oder Digital Commerce. Andere Trends wiederum, wie z.B. Real-Time Marketing, stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung und werden das Marketing in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Spannend ist auch, wie es im Social Media Marketing weitergehen wird. Ein Trend im eigentlichen Sinne ist es schon lange nicht mehr, nichtsdestotrotz benötigt es weiterhin Struktur und Strategie in der Umsetzung.

Nightsnap – Besucherströme per App lenken

Empfohlen von Ben

Wie voll ist gerade welcher Club in der Stadt? Wo treffe ich viele Leute? Wo ist die Tanzfläche überfüllt? Und wo wird die Wartezeit auf mein Bier am Tresen tendentiell nicht so lange sein? Das sind Fragen, die sich jemand, der am Wochenende in Clubs feiern gehen möchte, stellt. Die noch ganz neue App Nightsnap möchte diese beantworten. Am Club-Eingang werden die ein- und ausgehenden Gäste automatisch gezählt und live an die Datenbank im Hintergrund weiter gegeben. Diese zeigt dann in der App an, wie stark die Auslastung der einzelnen Clubs ist. Darüber hinaus wird der Eintrittspreis, Musikrichtung und Dresscode am jeweiligen Abend angezeigt. Natürlich ist die App auf die Zusammenarbeit der Clubbesitzer angewiesen. Dementsprechend gibt es das auch erst für einige Locations in Mainz, Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden und Köln.

Meiner Meinung nach wäre eine Besuchersteuerung von Gästen auch über das Nachtleben hinaus denkbar. Wie schön wäre es, wenn ich bei meinem nächsten Berlin-Besuch wüsste, dass im Dom gerade ein hoher Andrang herrscht, die Wartezeiten bei Madam Tussaud’s aber gerade sehr kurz sind und im Museum am Checkpoint Charlie nur vier Besucher anwesend sind. Dadurch könnten sich Besucherströme viel besser lenken und die Wartezeiten für Gäste verkürzen lassen. Mal sehen, was sich in diesen Bereichen tun wird.

 

Video-Portale im Vergleich

Empfohlen von Kristine

Von mir gibt es heute keinen Link, sondern direkt eine Grafik, welche ich letzte Woche im Blog von Dominik Ruisinger entdeckt habe. Bei dieser geht es um den Vergleich der verschiedenen Video-Portal-Anbieter miteinander:

Video-Anbieter im Vergleich

Video-Anbieter im Vergleich. Quelle: MarketingLand

Ab wann zählt ein View auf den Plattformen tatsächlich als View? Zwischen den 3 Sekunden bei Facebook und den 30 Sekunden bei YouTube gibt es eine große Spanne. Wichtig zu wissen, um Zahlen besser einschätzen zu können.

Unterschiede gibt es auch in der Länge der Videos: von 6 Sekunden bis hin zu 11 Stunden ist hier alles dabei. Welche Länge ist für deinen Content die geeignete?

Den Autoloop kennen wir von Instagram, Vine und Tumblr – eine gute Basis für kreative Videos, die genau dieses Merkmal ausnutzen.

Dein Content bestimmt letztlich auch die Wahl deiner Plattform.

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

 

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Max Laborenz, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm

Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.

19. Juli 2015

Immer wieder TZonntags: #tcniederrhein, Tourismusnetzwerk-Klon, Hotelbuchung über Google, Privatzimmer bei Booking, Webseiten als Datenlieferanten, Beach Inspector, VZ-Netzwerke

In der letzten Woche traf sich das Tourismuszukunft-Team in Bonn zum Innovationsmeeting #TZinno. Kein Grund, unser Immer wieder TZonntags ausfallen zu lassen.

Immer wieder TZonntags: Tourismusnetzwerk, Google Now, Praktikum: Beach Inspector, #tcniederrhein

Und so haben wir heute folgende Tipps für euch: Das Tourismusnetzwerk geht auf Reise, was Florian sehr freut. Johannes zeigt euch, was Google Now so kann. Günter berichtet vom Erdbeben im touristischen Vertrieb. Michael wäre wohl gerne noch einmal Praktikant – bei Beach Inspector. Catharina ist der Meinung, im Tourismus sollte mehr auf Instagram gesetzt werden. Ben schwelgt in Erinnerungen an das längst vergessene VZ-Netzwerk.  Und von mir gibt es einen Veranstaltungshinweis: das TourismusCamp Niederrhein.

Wer mehr Veranstaltungstipps sucht – unter Veranstaltungs-Tipps werdet ihr fündig.

 

Das Tourismusnetzwerk geht auf Reise

Empfohlen von Florian

Was für eine Erfolgsgeschichte! Im Jahr 2012 machten sich alle touristisch relevanten Akteure in Rheinland-Pfalz auf, ihre Kommunikation mit den Leistungsträgern zu bündeln – das Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz war das Ergebnis. Drei Jahre später wird diese Idee nun kopiert – und das im positiven Sinne! Ein technischer Klon soll unter der identen Domain in einer gekapselten Lösung für Thüringen entstehen!

Uns freut es sehr, dass dieses Erfolgskonzept nun sich auf weitere Bundesländer ausweitet – einen kleinen Teil haben wir ja auch zu dieser Erfolgsgeschichte in beiden Bundesländern beigetragen. Konzept, Beratung & Guideline kommen aus unserem Haus.

Google Now und ein Blick in die Zukunft der Orientierung in Destinationen aus Gastsicht

Empfohlen von Johannes

Vergangene Woche habe ich alle meine Tourismuszukunft Netzwerkpartner beim #TZInno in Bonn getroffen. Dort haben wir selbst aus Gastsicht erlebt, wie sich die Orientierung in Destinationen stetig weiterentwickelt. Und wenig überraschend spielt Google dabei eine zentrale Rolle.

google_lbs_bonn_201507

Ich möchte nur kurz zwei Dinge anreißen: Zum einen unterscheidet Google bei Tipps vor Ort zwischen Tipps von Einheimischen und Tipps von Reisenden! Die Touristen werden immer mehr zum Insider und echte, kaum bekannte Insidertipps wohl immer weniger. Zum anderen präsentiert Google die Locations in der Umgebung nach zeitlicher Entfernung. Bei diesen Empfehlungen berücksichtigt Google sowohl die Uhrzeit, als auch die aktuelle Wetterlage.

Beide Seiten wurden mir auf mein Handy gespielt, ohne dass ich aktiv nach etwas gesucht hätte. Es geht also auch immer mehr in Richtung Inspiration. Da darf man sich die Frage stellen, ob Webseiten zukünftig nur noch als Datenlieferant für Apps von Drittanbietern fungieren werden und welchen Mehrwert erst Destinations-Apps bald noch bieten können. Was denkt Ihr, wie die Entwicklung hier verlaufen wird?

Google, Booking – ein Erdbeben im touristischen Vertrieb

Empfohlen von Günter

Die Karte des eTourismus ist in ständiger Veränderung. Gebiete werden heiß umkämpft. Grenzen verschieben sich. Zwei Regionen verschmelzen zu einer. Länder wechseln ihre Besitzer.

Wesentlich seltener ist hingegen, was in dieser Woche passierte: dass neue Inseln auftauchen, Landbrücken entstehen, sich ganze Kontinente verschieben. Diese Woche veränderten Erdbeben den touristischen Vertrieb:

Hotelbuchung auf Google – Screenshot: http://skift.com/2015/07/13/and-then-the-earth-shook-google-enters-travel-booking/

Hotelbuchung auf Google – Screenshot: Skift.com

Hotels können direkt auf Google gebucht werden.
Wie Skift.com dokumentierte, ermöglicht Google in Nordamerika erstmals Hotelbuchungen direkt über seine Seiten. 20.000 im Reservierungssystem Sabre vertretene Hotels können anstatt einer Cost-per-Click-Anzeige nun auch Anzeigen für die Buchung direkt über die Google Suche, Google Maps und Google+ schalten. Google wickelt die Kreditkartenzahlung ab und erhält dafür Kommission.

5 Privatzimmer in London - 34 in Hannover: Die neue Homestay-Suche auf booking.com/homestay/index.de.html

5 Privatzimmer in London – 34 in Hannover: Die neue Homestay-Suche auf booking.com/homestay/index.de.html

Booking geht in Richtung AirBnB und integriert Privatzimmer
Wie Tnooz Anfang der Woche bemerkte, hat Booking.com ohne großen Aufhebens die neue Kategorie „Homestays“ eingeführt und betritt damit das Terrain von Airbnb. Parallel testet Booking für die über den Filter „Privatzimmer“ dargestellten Objekte ein neues, an Airbnb angelehntes Design. Auf Deutsch ist die Privatzimmer-Suche direkt über booking.com/homestay/index.de.html erreichbar.

Buchen über die Suchmaschine, Privatunterkünfte übers Hotelportal: Was bedeutet diese touristische Kontinentaldrift  für Hotels, Destinationen und Intermediäre? Damit werden wir uns demnächst in einem eigenen Artikel beschäftigen.

 

Wie geil ist das Praktikum als Strandinspektor?

Empfohlen von Michael

Im aktuellen Artikel von Gründerszene.de gibt es Einblicke in den Alltag eines Beach Inspektors – den Artikel könnt Ihr Euch übrigens auch anhören.
Der VIR Sprungbrett Gewinner Beach Inspector erfasst gerade mit einem 15-köpfigen Praktikanten-Team die Strände von Mallorca. Ein weiteres Team ist im Oman unterwegs – hier zahlt die Destination sogar für die Erfassung.

Als Praktikant bei Beach Inspector verdient man neben den Reisekosten ein monatliches Taschengeld von 400 Euro. Auch als Langzeitreisender oder Reise-Blogger soll man zukünftig seine Reisekasse mit bis zu 85 Euro pro erfasstem Strand bei Beach Inspector aufbessern können.

Bis Ende 2017 wollen die Beach Boys 14.500 Strände erfasst haben. Bin schon gespannt auf die neuen Möglichkeiten der Sucheinstiege für die Urlaubsbuchung!

Brand Storytelling mit Instagram

Empfohlen von Catharina

Ja, ich habe noch einmal das Thema Instagram für diesen Sonntag. Warum? Weil die Fotoplattform (nicht vergessen: Kurzvideos sind auch möglich) im deutschsprachigen Raum noch relativ wenig genutzt wird und ich finde, dass sich das ändern sollte. Weil? Instagram ist derzeit einer der meistgenutzten Fotonetzwerke weltweit und bedient die gestiegene Nachfrage nach visuellen Inhalten perfekt.

visual content

Quelle:http://www.adweek.com/socialtimes/visual-media-webdam-infographic/622827

Darüber hinaus können Unternehmen über Instagram mit einer der jüngsten Zielgruppen innerhalb von Social Media in Kontakt treten sowie die Inhalte selbst produzieren oder auch von den Usern des Netzwerkes erstellen lassen. Wie? Zum Beispiel durch Fotowettbewerbe oder einfache Aufrufe innerhalb des Accounts und dem Ausblick auf Platzierung des Fotos im Fotostream des Unternehmens. In Deutschland machen das einige wenige Unternehmen, wie zum Beispiel Thomas Cook oder auch Tchibo. Des Weiteren erlaube ich mir an dieser Stelle auch den Account der Deutschen Zentrale für Tourismus (@germanytourism) zu erwähnen. Im letzten Jahr war es eine meiner Aufgaben, den Account weiter aufzubauen und abwechslungsreiches Bildmaterial zum Reiseland Deutschland mit der wachsenden Community zu teilen. Das Bildmaterial, derzeit hauptsächlich ein Mix aus Bildern von Followern sowie professionellen Instagramern und Bloggern, wurde und wird auch auf der Webseite www.germany.travel themenspezifisch eingebunden. Eine willkommene Ergänzung zum eigenen Bild-Content.

VZ-Netzwerke: „Eine Stadt voller Zombies

Empfohlen von Ben

Na, wie lange ist es her, dass ihr „gegruschelt“ wurdet oder euch im „Plauderkasten“ unterhalten habt? Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich mich von StudiVZ abgemeldet habe. Es ist aber schon einige Jahre her.

In der Reihe „Was wurde aus…?“ bei Spiegel Online werden immer wieder (fast) in Vergessenheit geratene Themen behandelt. Dieses Mal waren die VZ-Netzwerke mit StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ der Themenschwerpunkt. Zumindest StudiVZ und MeinVZ gibt es wohl noch – was ehrlich gesagt an mir vorbei gegangen ist. 😉 Aber der Artikel ist deshalb interessant für mich, weil man erstens nochmal in „Erinnerungen schwelgen“ kann an die Zeit vor der massiven Verbreitung von Facebook in Deutschland  und zweitens erfährt, dass es tatsächlich noch aktive Nutzer gibt und was diese in den VZ-Netzwerken so treiben. Auf jeden Fall eine kurzweilige Unterhaltung für den Sonntag! :)

TourismusCamp Niederrhein #tcniederrhein (19.8.2015)

Empfohlen von Kristine

Bis zum TourismusCamp in Eichstätt (save the date: 15.-17.01.2016) ist es noch ein ganzes Weilchen hin.

Wer nicht bis dahin warten möchte: Bereits in einem Monat, am 19.8.2015, findet in NRW das erste TourismusCamp Niederrhein statt. Organisiert von der IHK Mittlerer Niederrhein und offen für alle touristischen Akteure, egal ob Freizeitanbieter, Hotels, Restaurants oder auch touristische Regionen.  Dabei sind auch Nicht-Niederrheiner herzlich willkommen!

TourismusCamp Niederhein

TourismusCamp Niederhein

Schön, dass sich mittlerweile auch IHKs für das BarCamp-Format öffnen, um die verschiedenen Akteure der Region miteinander zu vernetzen. Die IHK Mittlerer Niederrhein führte bereits im vergangenen Jahr ein eMarketingCamp durch, aufgrund der positiven Resonanz folgt nun das BarCamp mit Tourismusschwerpunkt. Gefällt mir!

Hier gibt es alle Informationen zum TourismusCamp Niederrhein. Und hier geht es direkt zur kostenlosen Anmeldung. Sehen wir uns?

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

 

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Max Laborenz, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm

 

Kristine Honig-Bock

... ist seit Mai 2014 Netzwerkpartner und Berater bei Tourismuszukunft - Institut für eTourismus. Sie studierte Tourismuswirtschaft an der FH Zittau/Görlitz, ergänzt durch ein späteres Fernstudium zum Social Media Manager. Praktische Erfahrungen sammelte sie während ihrer 13jährigen Tätigkeit im Tourismusmarketing, u.a. beim Niederländischen Tourismusbüro.

28. Juni 2015

Immer wieder TZonntags: Angriff auf Panoramafreiheit, Innovationskulturen, VIR Sprungbrett, Erklärvideo zu Suchmaschinen, Open-Source-Satellitenbilder, Twitter-Zeiten

Immer wieder TZonntags, 28.6.15: Angriff auf Panoramafreiheit, Innovationskulturen, VIR Sprungbrett, Erklärvideo zu Suchmaschinen, Open-Source-Satellitenbilder, Twitter-Zeiten

Es ist eine seltsame Welt … Auf der einen Seite leben wir im digitalen Zeitalter von unserer Kreativität und Innovationskraft. Richten unsere Unternehmen danach aus. Stellen unsere Daten offen und kostenlos zur Verfügung. Teilen unser Wissen. Befinden uns im globalen Wettbewerb um Aufmerksamkeit.

Auf der anderen Seite sehen wir uns im Jahr 2015 unversehens mit einem Rückfall ins 18. Jahrhundert bedroht. Wenn die FAZ mit ihrem Artikel „Geben Sie Panoramafreiheit, Sire“ Schillers „Don Karlos“ (1787) zitiert,  dann ist dieser Vergleich mit einem voraufklärerischen, absolutistischen Zeitalter keineswegs aus der Luft geholt: Eine Einschränkung der Panoramafreiheit würde nicht nur Medienschaffende, sondern jeden Menschen betreffen. Wie kannst du gegen den drohende Rückfall in ein prädigitales Zeitalter protestieren? Es gibt zwar Petitionen – mehr aber wird der Appell von EU-Parlamentarierin Julia Reda bringen:

Ruf deine Abgeordneten an, schick ihnen eine Postkarte, kontaktiere sie in sozialen Netzwerken und erklär ihnen, warum es dir wichtig ist, dass der öffentliche Raum für alle nutzbar bleibt und dass er frei bleibt von restriktiven Lizenzbedingungen.

Was das Ende der Panoramafreiheit auch für Reisende und Touristiker bedeuten würde, skizziere ich in meinem Beitrag. Ich freue mich auf Eure Gedanken dazu! Euer Günter

Alle Lesetipps (direkt zu deinem gewünschten Tipp klicken):
Tipp von Günter · Tipp von Florian · Tipp von Michael · Tipp von Ben · Tipp von Basti · Tipp von Catharina

Neu bei „Immer wieder TZonntags“: Unsere Veranstaltungs-Tipps. Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst. Direkt zu unseren Veranstaltungs-Tipps.

 

Für das Atomium in Brüssel besteht bereits jetzt keine Panoramafreiheit. – Foto: Nro92 + Romaine (File:Atomium 010.jpg + Own work) [CC0], via Wikimedia CommonsFür das Atomium in Brüssel besteht bereits jetzt keine Panoramafreiheit. – Foto: Nro92 + Romaine (File:Atomium 010.jpg + Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Angriff auf die Panoramafreiheit: Was bedeutet das für den Tourismus?

Empfohlen von Günter

Es ist DER Aufreger der Woche: Am 9. Juli wird das Plenum des EU-Parlaments über eine Einschränkung der sogenannten „Panoramafreiheit“ auf nichtkommerzielle Zwecke abstimmen. Sollte das EU-Urheberrecht dahingehend geändert werden, dürften Abbildungen von Gebäuden oder Skulpturen im öffentlichen Raum kommerziell nur mehr gegen Lizenz des Architekten oder Bildhauers verwendet werden.

Schon die Regelung an sich ist absurd, undurchführbar, unterbindet die freie Verbreitung von Wissen und öffnet dem Rechtsmissbrauch Tür und Tor, wie EU-Parlamentarierin Julia Reda ausführt:

  • Eine Unterscheidung zwischen privater und kommerzieller Nutzung ist in der Praxis praktisch undurchführbar und öffnet ein weites Feld an Rechtsunsicherheiten.
  • Auch Privatpersonen könnten mit Urlaubsfotos, auf denen öffentliche Gebäude erkennbar sind, wegen der Facebook-Nutzungsbedingungen in Konflikt mit dem Urheberrecht geraten.
  • Aus Wikipedia müssten alle Bilder öffentlicher Gebäude und Kunstwerke, deren Urheber noch nicht seit 70 Jahren tot ist, gelöscht werden – wogegen Wikipedia in einem Offenen Brief protestiert.
  • Auch JournalistInnen, professionellen FotografInnen oder DokumentarfilmerInnen würde das neue Urheberrecht das Leben schwer machen.

Darüber hinaus sehe ich für den Tourismus dramatische Konsequenzen bei einer Einschränkung der „Panoramafreiheit“:

  • Destinationen wie Reiseveranstalter müssten für einen Großteil ihres Foto- und Filmmaterials herausfinden, ob diese darauf abgebildeten Objekte urheberrechtlich geschützt sind, und dafür Nutzungslizenzen aushandeln.
  • Der Einsatz von Fotos und Videos in sozialen Netzwerken wäre aufgrund der Rechtsunsicherheiten zu riskant.
  • Reiseblogger wären schon ab dem ersten Website-Banner gewerbliche Nutzer und müssten wegen des damit verbundenen Risikos einen Großteil ihrer Tätigkeit hinterfragen.
  • Und nicht zuletzt bedroht dieser Entwurf die Reisenden selbst, denen nicht einmal bewusst ist, dass sie mit jeder Publikation eines Urlaubsfotos einen potenziellen Verstoß gegen das Urheberrecht begehen.

Mein sehr persönliches Fazit: Eine Rechtssprechung, die Partikulärinteressen zulasten der Allgemeinheit bedient, den Umbruch durch die digitale Kommunikation ignoriert und damit eine generelle Rechtsunsicherheit schafft, ist untragbar. Jeder EU-Parlamentarier, der hier zustimmt, sollte für die Folgekosten, die der Gesellschaft dadurch entstehen, persönlich haftbar gemacht werden …

Innovationen anders leben!

Empfohlen von Florian

Vergangene Woche fanden in Berlin die VIR Online Innovationstage statt. Im Zuge dieser Veranstaltung präsentierte ich einen neuen Zugang zu Innovationen, in Form von soziotechnischen Innovationskulturen. Die Präsentation erklärt nicht nur den theoretischen Zugang sondern auch warum wir so organisiert sind, wie wir das sind – dezentral, offen & innovativ!

 

 

Das sind die Innovationen 2015

Empfohlen von Michael

Gewinner des VIR Sprungbretts

Vergangene Woche wurden bei den VIR Innovationswettbewerb Sprungbrett Start Ups und etablierte Unternehmen für Innovationen prämiert. Hier kurz und knapp die Gewinner.

Anton Werner und Kai Michael Schäfer von Beach Inspector sind die Gewinner des VIR Sprungbrettes 2015 (Kategorie Start Ups)

Anton Werner und Kai Michael Schäfer von Beach Inspector sind die Gewinner des VIR Sprungbrettes 2015 (Kategorie Start Ups)

Kategorie StartUps:

Das Team von Expedia freut sich über den 1. Platz in der Kategorie Established

Das Team von Expedia freut sich über den 1. Platz in der Kategorie Established

Kategorie Established:

Was sind die Innovationen 2015???

Gerne wollen wir die Innovationen dieses Jahres für Euch aufbereiten und freuen uns auf Euren Input: Was sind für Euch die Innovationen 2015?

ESA gibt Satellitenbilder für Crowdsourcing frei

Empfohlen von Ben

Diese Woche sendete die ESA Europas neuesten und modernsten Erdbeobachtungssatelliten ins All. Dieser an sich ist schon eine Sensation, denn er schießt am laufenden Band Bilder von der Erdoberfläche. Dies ist für Satelliten bisher nicht üblich, da sie normalerweise nur auf Befehl von Wissenschaftlern ein einziges Bild von der gerade überflogenen Region schossen.

Schön und gut, aber was hat diese durchaus interessante Meldung bei „Immer wieder TZonntags“ zu suchen? Nun, ganz besonders spannend ist die Tatsache, dass die Bilder nicht nur auf Anfrage für teuer Geld für Nutzer zugänglich gemacht werden. Stattdessen werden die Daten offen und kostenlos zur Verfügung stehen. Es kann also jeder die Bilder verwenden und Rückschlüsse aus diesen ziehen. Die ESA nutzt also die Crowd zur Auswertung dieser täglich anfallenden 1700 GB an Daten. DAS ist aus meiner Sicht das Interessanteste an dem ins All geschossenen Satelliten. Hoffentlich macht dies auch weiter Schule …

Erklärvideo zu Suchmaschinen

Empfohlen von Bastian

Wie die letzten Wochen auch schon, will ich euch heute unser neues Erklärvideo zum Bereich Suchmaschinen vorstellen.  Wie immer ist das Video nur als Teaser für weiterführende Maßnahmen zu sehen.

Ich bin gespannt auf euer Feedback!

YouTube Preview Image

Übrigens: Genau diese weiterführenden Maßnahmen werde ich euch am Ende meiner Erklärvideo-Reihe vorstellen … Man darf gespannt sein! 😉

Die beste Zeit zum Tweeten – bisher größte Untersuchung auf Twitter.

Empfohlen von Catharina

Das Buffer-Team hat über 4,8 Millionen Tweets von rund 10.000 Profilen untersucht, um herauszufinden zu welcher Zeit in welcher Zeitzone man am besten tweeten sollte. Interessant sind besonders die Durchschnittswerte weltweit. Die meisten Tweets werden von 12:00 – 13:00 Uhr abgesetzt. Insgesamt ist daher auch das höchste Gesamtvolumen an Tweets von 11:00 bis 13:00 Uhr zu verzeichnen. Am wenigsten getweetet wird von 3:00 bis 4:00 Uhr morgens.

Unten stehend die Auswertung für Europa und Afrika. Letzteres leider nicht eindeutig definiert. In Europa wird es speziell ab 16:00 Uhr interessant bzw. ab dann sind viele Europäer auf Twitter aktiv (siehe unten).

Wann twittert man in Europa? Quelle Buffer-Studie 2015

Sollte man Peaks bedienen? Nicht unbedingt und vom Kommunikationsziel abhängig. Möchte man viele Leute zu einem bestimmten Thema in „Echtzeit“ informieren, sollte man natürlich online sein, wenn sie es auch sind. Wobei nicht zu vergessen ist, dass man auch tweeten kann, ohne wirklich auf Twitter in diesem Moment aktiv zu sein. Möchte man Twitter nutzen, um auf ein anstehendes Event oder einen Produkt-Launch aufmerksam zu machen, empfiehlt es sich vielleicht, auch die nicht so frequentierten Stunden in Anspruch zu nehmen. Der „Wettbewerb“ um die besten Plätze im Feed ist dann nicht so hoch und ermöglicht Aufmerksamkeit.

 

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

 

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Max Laborenz, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm

Günter Exel

… ist Marketing-, Web- und Social-Media-Berater aus Wördern und der erste österreichische Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft. Für seine Beratungsschwerpunkte – Marketing, Social Media und Kommunikation 2.0 – bringt er praktisches Know-how als langjähriger Chefredakteur von Tourismusfachzeitschriften, als Marketing-Manager eines Reiseveranstalters und Experte im Bereich Echtzeit-Reportagen mit.

9. Juni 2015

Digitalisierung der Automobilbranche – warum auch diese Branche den digitalen Wandel verschläft…

Eine Branche verschläft den digitalen Wandel… das ist grundsätzlich nichts Neues. Wie kennen das aus dem Tourismus, aber auch andere Branchen verkennen die Zeichen die Zeit. Vergangene Woche fand die AkTf-Tagung „Auto, Brille, Fon und Drohne – Neues Reisen im 21. Jahrhundert?!“ in Eichstätt und Neuburg statt. Im Rahmen dieser Tagung präsentierte der vermeintliche Technologieführer Audi (Vorsprung durch Technik) seine Vision vom pilotierten Fahren und ihre Zukunft der selbstfahrenden Autos. Warum diese Vision aus unserer Sicht nicht zukunftsfähig ist, zeigt dieser Blogbeitrag.

Wie Audi denkt?

Audi nimmt das Thema pilotiertes Fahren ernst. Es ist ein zentrales Technologie-Thema und wird mit Nachdruck im Vorseriencenter getestet. Sensoren sind bereits jetzt in den Automobilen vorhanden. Erste Funktionen wie Einparkhilfen sind bereits im Auto verbaut – weitere Hilfestellungen sind in der Planung und stehen kurz vor der Einführung in der Oberklasse (d.h. A8):

– Stau-Assistent: Übernimmt das Stop-and-Go z.B. im Stau auf der Autobahn.

– Parkhaus-Assistent: selbstständiges Fahren & Einparken in Parkhäusern

Darüber hinaus gibt es einige öffentlichkeitswirksame Projekte wie z.B. das sportlichste selbstfahrende Auto der Welt.

Ziel ist es hier darzustellen, dass pilotiertes Fahren auch schnell und sportlich stattfinden kann und Audi diese Technologie im Griff hat.

Welchen Fehlannahmen unterliegt Audi?

Audi geht davon aus, dass das Fahren ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Mobilität im Kontext selbstfahrender Autos ist und entwickeln und positionieren auch selbstfahrende Autos mit althergebrachten Attributen. Wie sie selbst schreiben, werden sie immer den Fahrer und das Fahren in den Mittelpunkt stellen:

Audi wird niemals Roboterautos bauen, sondern immer den Fahrer in das Zentrum der Entscheidung setzen.

 

Wir wissen bereits heute, dass der Fahrer das Hauptproblem im Autoverkehr ist. Mehr als 90% aller Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen – in einer alternden Gesellschaft wird dieser Anteil sicher noch steigen.

Sollten selbstfahrende Autos auf den Straßen unterwegs sein und beweisen, wie das bereits die Google Autos in den Tests tun, dass sie fehlerfrei agieren, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Regulationsregime das aktive Fahren unterbinden werden.

Im Mai 2015 präsentierte Google eine Unfallbilanz. Google hat nach eigenen Angaben mehr als 20 Fahrzeuge im Einsatz. Diese haben in den vergangenen sechs Jahren mehr als 2,7 Millionen Kilometer zurückgelegt, davon gut 1,5 Millionen Kilometer computergesteuert. Während dieser Zeit sei das Google-Auto in elf Unfälle verwickelt gewesen. Dabei habe es sich um Blechschäden gehandelt. Menschen seien nicht verletzt worden. An keinem der Unfälle sei das selbststeuernde Auto schuld gewesen.

 

Aktives Fahren wird vor diesem Hintergrund zum (touristischen) Erlebnis, zum Event der neuen Art z.B. auf abgegrenzten Rennstrecken unter Begleitung. Autos im normalen Straßenverkehr sind dann hingegen reine Transportmittel ohne jeglichen Fahrspaß – was bringen dann noch die Attribute wie sportlich?

Warum andere Unternehmen den Wandel besser verstehen?

Wie wir aus anderen Branchen wissen, sind per se nicht-digitale Akteure mit den Logiken der digitalen Welt überfordert. Die digitale Welt ist durch Kollaboration, Offenheit und Schnittstellen gekennzeichnet. Traditionelle Unternehmen denken in Patenten, Geheimhaltung & Konkurrenz.

In Zukunft werden selbstfahrende Autos miteinender kommunizieren (müssen), um Unfälle zu vermeiden, aber auch den Verkehr fließen zu lassen. In Folge sind gemeinsame Standards & Schnittstellen zentral. Es gab und gibt hier zwar Ansätze wie z.B. Car2Car oder V2V, allerdings immer nur mit ausgewählten Automobilherstellern und mit beschränkter Leidenschaft. Eine wirkliche Offenheit und Kollaboration, wie es im digitalen Kontext notwendig ist, findet unter den etablierten Herstellern nicht statt.

Tesla macht es vor, dass es auch anders geht… Sie haben alle Patente der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

Tesla Motors wurde gegründet, um das Aufkommen von nachhaltigen Transportmitteln zu beschleunigen. Falls wir einerseits erfolgreiche Elektrofahrzeuge entwickeln, aber andererseits rechtliche Minen legen, um andere vom Markt abzuhalten, würden wir gegen dieses Ziel verstoßen. Daher wird Tesla keine Patentklagen gegen Andere anstrengen, die unsere Technologien in gutem Glauben anwenden möchten.

 

Für klassische Automobilhersteller unvorstellbar – und darin liegt auch das große Problem. Für Google und Co. sind diese Prinzipien hingegen Alltag – Schnittstellen, Kooperation und Open Source gelebte Realität. In Folge werden sie auch viel einfacher globale Standards setzen können, so wie sie das in vielen anderen Bereichen schon getan haben. Audi und Co. müssten ihre komplette Unternehmensphilosophie ändern um in diesem Wettbewerb zu bestehen… und das wird nicht passieren…

selbstfahrende-google-auto

Das Google Auto

Und was das für den Tourismus heißt?

Autonome selbstfahrende Autos werden kommen: das steht für uns fest. In anderen Bereichen des touristischen Transports kennen wir diese Technologie bereits (Autopilot im Flugzeug oder den ICEs). Neue U-Bahnen funktionieren bereits fahrerlos.

Wir werden zudem in Zukunft unsere Autos nicht mehr besitzen müssen… warum denn auch? Mit digitalen Diensten à la Uber können wir uns ein beliebiges selbstfahrendes Auto bestellen und am Zielort aussteigen – das Auto wird dann vom nächsten Kunden benutzt (Collaborative Consumption). Das Auto als Statussymbol verliert jetzt schon kontinuierlich an Relevanz. Die Folge ist klar: deutlich weniger Autos werden benötigt, da sie ja ständig in Betrieb sein werden – auch kein schönes Zeichen für die Massenhersteller, oder?

Für den Tourismus heißt dies, dass Car Sharing-Konzepte nicht nur in einzelnen Destinationen wie im Hochschwarzwald Realität werden. Wir werden mit dem geliehenen Auto in den Urlaub gefahren werden und dort wohl mit einen anderen Auto unsere Ausflüge machen – und das mit weniger Stau, ohne Stress und mit viel Quality Time mit der Familie. Sind das nicht tolle Aussichten?

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

7. Juni 2015

Immer wieder TZonntags: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality Gaming, Social Walls im Tourismus, Blogger-Vernetzung, Google+ am Ende, Mobile schläft stationär

Immer wieder TZonntags: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality Gaming, Social Walls im Tourismus, Blogger-Vernetzung, Google+ am Ende

Heute mit Social Walls im Tourismus, dem Ende von Google+, Social Gaming im Tourismus, Google’s künstlicher Intelligenz, vernetzten Bloggern und wachsender mobiler Internetnutzung.

Heute auch neu bei Immer wieder TZonntags: Unsere Veranstaltungs-Tipps. Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst. Direkt zu unseren Veranstaltungs-Tipps.

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Tipp von Günter · Tipp von Florian · Tipp von Basti · Tipp von Michael · Tipp von Kristine · Tipp von Johannes · Veranstaltungs-Tipps

User Generated Content im Tourismus: Es geht doch!

Empfohlen von Günter

Über folgende E-Mail von Clemens Leiner aus Leogang habe ich mich diese Woche besonders gefreut:

Sehr geehrter Herr Exel, ich bin ein begeisterter Leser/Follower Ihres Blogs sowie diverser Social Media Channels. Hinsichtlich User Generated Content (toller Beitrag von Ihnen hierzu von der ITB!) habe ich für das Hotel Salzburger Hof Leogang eine #-Kampagne vor kurzem gestartet mit #homeofsports (www.homeofsports.at). (…) Vielleicht haben Sie einmal ein paar Minuten Zeit und sehen sich das an.

Was Clemens hier gestaltet hat, finde ich richtig gut: Das Hotel Salzburger Hof in Leogang ermuntert seine Aktivurlauber, Beiträge mit dem Hashtag ‪#‎homeofsports‬ zu posten. Was dabei zusammen kommt, wird auf der Seite www.homeofsports.at mit einer Seejay Social Wall kuratiert und attraktiv aufbereitet – like it!
#homeofsports - Salzburger Hof Leogang
Ein weiteres aktuelles Beispiel zur Kuratierung von User Generated Content liefert Rhomberg Reisen: Der Vorarlberger Reiseveranstalter hat auf seiner Website und in seinen Themenblogs (wie korsika.com) Social Walls für jedes Rhomberg-Reiseziel eingerichtet. So werden z.B. auf www.rhomberg-reisen.com/meinkorsika Postings mit dem Hashtag #‎MeinKorsika gesammelt. Auch diese Social Wall ist mit Seejay erstellt – Disclaimer: An der Entwicklung war ich nicht unbeteiligt …

Google entwickelt künstliche Intelligenz

Empfohlen von Florian

Ob dies künstliche Intelligenz ist oder einfach nur selbstlernende künstliche Agenten, darüber kann man streiten. Eines ist aber klar… dieser vielbeachtete Artikel in der Nature (herzlichen Dank an Marc Boeckler für den Tipp im Rahmen der AkTf-Tagung in Eichstätt)  und der darin vorgestellte DQN-Algorithmus stellt eine Revolution dar.  Google schreibt dazu in ihrem Blogbeitrag:

This kind of technology should help us build more useful products—imagine if you could ask the Google app to complete any kind of complex task (“Okay Google, plan me a great backpacking trip through Europe!”).

 

Am Beispiel von 49 Atari-Spielen beweist die Technologie ihre Leistungsfähigkeit. In 43 Spielen erreicht der Algorithmus bereits 75 % der Leistung professioneller Computerspieler – in einigen Spielen erzielt er sogar deutlich bessere Ergebnisse. Technik wird immer autonomer und „intelligenter“… das Beispiel von Google zeigt nur eine mögliche Anwendung im Tourismus. Selbstlernende Technik wird Teil unseres Alltags werden…wir freuen uns drauf.

Google trennt sich von seinem Plus

Empfohlen von Bastian

Ohne großes Tamtam machen zu wollen, scheint sich Google von seinem Plus zu trennen. Nachdem zunächst der Manager zurückgetreten war und der Chef-Designer mit einem aussagekräftigen „Google Chefdesigner gibt auf“ das Handtuch warf, entfernt Google nun nach und nach die Hinweise auf sein Social Network.

Die Plattform, gegründet im Jahr 2011, hat sich als riesen Reinfall erwiesen und den Konzern Milliarden von  Dollars gekostet. Google selbst distanziert sich bisher von einer Schließung des Dienstes.

Weitere Informationen findet ihr in diesem Artikel. Wie sich die Schließung, sobald vollzogen, auf das Thema SEO auswirkt, bleibt abzuwarten.

Ich persönlich trauere der Plattform zumindest keine Träne nach.

Google’s Social Augmented Reality Gaming in Linz

Empfohlen von Michael

Ingress ist ein Augmented Reality Game, das vom Google Tochterunternehmen Niantic Lab entwickelt wurde. Die realen Plätze werden über die Smartphone-App virtualisiert und die Spieler navigieren mit dem Smartphone durch die reale Welt. Die Spieler werden dabei in zwei Teams aufgeteilt, die gegeneinander antreten. Ziel des Spieles ist es durch den Besuch der realen Orte möglichst viele Plätze unter die Kontrolle einer Mannschaft zu bekommen. Im April diesen Jahres fand dazu der Ingress Mission Day in Linz statt, bei dem 250 Spieler aus aller Welt die österreichische Stadt besuchten und auf spielerische Weise kennenlernten.Screenshot Ingress APP
Durch die Verschmelzung virtueller und realer Welt entstehen somit ganz neue Attraktionen in einer Destination.

Blogparade: Vernetzung mit Bloggern

Empfohlen von Kristine

Daniela von bloggerabc hat eine Blogparade unter dem Titel „Vernetzung von Bloggern: Wie und warum alle davon profitieren“ ausgerufen. Diese läuft noch bis zum 01. Juli und eignet sich meiner Meinung nach auch gut für einen Beitrag auf eurem eigenen touristischen Blog – sofern ihr dort generell auch einen Blick hinter die Kulissen bietet.

Fragestellungen können dabei beispielsweise sein, welche Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Blogs ihr nutzt. Welche Vorteile einer Vernetzung mit anderen Blogs/ Bloggern ihr seht.

Spannend finde ich dabei sowohl die Vernetzung unter touristischen Blogs (also das Destinationsblog mit dem Hotelblog), aber ebenso die Vernetzung von touristischen Blogs mit Themenblogs (bspw. das Destinationsblog mit Regional- oder Reisebloggern). Im Rahmen der Blogparade könnt ihr somit einerseits eure eigenen Erfahrungen teilen und euch andererseits ebenso ein bisschen profilieren. Und einfach lesen, was andere so machen, könnt ihr dort selbstverständlich auch.

Mobil killt Stationär – oder doch nicht?

Empfohlen von Johannes

Dass die mobile Internetnutzung den stationären PC für die breite Masse mittelfristig obsolet machen wird, darüber besteht heute in weiten Kreisen ein Konsens. Ein Blogbeitrag der Wirtschafts Woche lässt daran aber Zweifel aufkommen. Die Online verbrachte Zeit mit mobilen Geräten hat sich in den letzten beiden Jahren tatsächlich fast verdoppelt, die Online-Zeit am stationären PC ist aber immerhin konstant geblieben. Die User verbringen schlicht insgesamt mehr Zeit online!

Doch woran liegt es, dass wir immer noch am stationären Rechner im dunklen Kämmerlein sitzen, anstatt mit Laptop, Tablet oder Phablet ins Grüne (oder ins Café um die Ecke) zu wandern? Ist es die Screengröße, die Performance, Akkulaufzeit, Connectivity, oder doch einfach nur die Gepflogenheiten der Arbeitswelt? Wie und wo surft Ihr und warum?

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein BarCamp mehr verpasst, gibt es in jedem zukünftigen „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

 

Immer wieder TZonntags

 

Michael Faber

Michael Faber ist selbstständiger Berater bei Tourismuszukunft – Institut für eTourismus. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und studierte Touristiker (M.A.) berät seit 2005 touristische Unternehmen im Bereich Social Media, Online-Marketing und Reisevertrieb. An der Leuphana Universität Lüneburg promoviert er im Themenbereich "Online-Marketing im Tourismus“ und hält Lehrveranstaltungen an verschiedenen Hochschulen. Zuvor war der Online-Experte bei verschiedenen touristischen Unternehmen operativ tätig und ist Gründer der Reiseveranstalters MyPassion-Tours. Er ist Mitglied im DRV-Ausschuss Onlinevertrieb und Informationstechnologie, sowie Ressortleiter Social Media bei der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft.

31. Mai 2015

Immer wieder TZonntags: Touristikcamp Young Future, #ElbeBlogger, fARhrt, Google Fotos, Internet Trends 2015

Auch heute gibt es wieder einen bunten Strauß an Tipps für euch! Wir starten mit der Veranstaltung TouristkCamp Young Future, weiter geht es mit Augmented Reality und Internet Trends 2015, gefolgt von dem ElbeBlogger und Google Fotos.

Immer wieder Tzonntags, 31.5.2015: TouristCamp Young Future, Augmented Reality, Internet Trends 2015, Elbeblogger, Google Fotos

Wie immer wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen!

(mehr …)

Kristine Honig-Bock

... ist seit Mai 2014 Netzwerkpartner und Berater bei Tourismuszukunft - Institut für eTourismus. Sie studierte Tourismuswirtschaft an der FH Zittau/Görlitz, ergänzt durch ein späteres Fernstudium zum Social Media Manager. Praktische Erfahrungen sammelte sie während ihrer 13jährigen Tätigkeit im Tourismusmarketing, u.a. beim Niederländischen Tourismusbüro.

24. Mai 2015

Immer wieder TZonntags: Wiens schwule Ampelpärchen, Persona im Video, Mobile schlägt Desktop, Internet of Things, eLearning im Tourismus, #smtd15

Immer wieder Tzonntags, 25.4.2015: Wiens schwule Ampelpärchen, Persona im Video, Mobile schlägt Desktop, Internet of Things

Der Endgegner ist besiegt … die Prinzessin gerettet … so scheint es im Bahnstreik! Aber ist es auch wirklich so? Ist dieser Kampf beendet?

Nicht nur im Transport-Sektor sind Herausforderungen essentieller Bestandteil des Arbeitsalltags. Wir haben einige (digitale) Baustellen und  für Euch aufbereitet.

 

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Wien ist anders: Die schwulen Ampelmännchen und lesbischen Ampelfrauen werden zum Exportschlager. Foto: Günter Exel

Wien ist anders! Die schwulen Ampelmännchen und lesbischen Ampelfrauen gehen um die Welt – in Medienberichten, aber auch in spontan gedruckten Postkarten. Foto: Günter Exel

Wiens Geniestreich mit den schwulen Ampelpärchen

Empfohlen von Günter

Life Ball. Eurovision Song Contest. Und … Ampelpärchen! Von Wien aus gingen in den letzten Tagen dreimal Botschaften der Toleranz und Weltoffenheit in die Welt hinaus.  Die für mich genialste Idee lieferte aber die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou mit der Umgestaltung von 49 Wiener Ampelanlagen: Bilder der schwulen Ampelmännchen und lesbischen Ampelfrauen gingen um die Welt, sorgten für Medienberichte von New York Times bis BBC und inspirierten bereits Nachahmer – hallo München!

Und: Sie sind in diesen Tagen eines der am häufigsten fotografierten Motive von Wien-Touristen, was man auch an der #WeLoveVienna Social Wall von Wien Tourismus feststellen kann. Via Facebook, Instagram und Twitter erreicht Wiens Botschaft so Millionen Menschen in der ganzen Welt.

Kosten: 63.000 Euro. Der Werbewert? Unschätzbar! Die Ampelpärchen sind nicht nur Wiens erfolgreichste Marketingkampagne aller Zeiten. Sie sind zugleich auch ein Zeichen, was das Tourismusmarketing heute braucht: Herz und Mut. Chapeau!

Strategien virtuell kommunizieren

Empfohlen von Florian

Viele touristische Akteure haben tolle Strategien in ihren Schubladen – aber wie kommunizieren? wie die Akteure der Dienstleistungskette mitnehmen? wie Partner überzeugen?

Montafon Tourismus hat nun mit unserer Begleitung ihre Strategie zum Leben erweckt, mit dem Ziel Gastgeber, Bergbahnen und andere Leistungsträger vom gemeinsamen Weg zu überzeugen. Kryptische Zielgruppenbeschreibungen wurden in eine greifbare Persona übersetzt. Das Ergebnis seht Ihr hier:

Google-Search goes mobile

Empfohlen von Ben

Lange erwartet, ist es jetzt endlich (?) soweit: in zehn Ländern, darunter den USA und Japan, werden mehr Suchanfragen bei Google mobil getätigt als stationär am Rechner. Eigentlich ist das nur mehr als logisch, verbringen inzwischen sogar die Deutschen mehr Zeit im Internet am mobilen Endgerät als am stationären Desktop-Rechner. Dennoch verdient Google trotz Android und Apps bisher nur jeden dritten Dollar mobile.

Bleibt dann eigentlich nur noch eine Frage: Wann zieht Deutschland bei den mobilen Suchanfragen nach? 😉

eLearning im Tourismus

Empfohlen von Bastian

Bei meiner fortlaufenden Suche zum Thema eLearning im Tourismus bin ich auf eine spannende Sammlung von eLearning-Programmen weltweit gestoßen.

Was mir dabei aufgefallen ist: Es gibt jede Menge Kurse, allerdings wird eigentlich nur das Land und die Sehenswürdigkeiten beschrieben und teilweise getestet. Der Lernende wird also zu einem „Experten“ in diesen Aspekten. Das ist sicherlich für den ein oder anderen spannend, für die Tourismusbranche selbst stellt sich mir allerdings die Frage, wer letztendlich davon profitieren soll.

Auf der ITB durften wir eine Beta-Version des USBCoach vorstellen, unseres Schulungsprogrammes mit der Eifel, nun steht das Projekt kurz vor dem Abschluss und wir haben zum Spaß einmal noch einen drauf gesetzt und das Ganze kurzerhand als WebApp nachgebaut (mehr dazu in Kürze):

Screenshot_2015-05-23-12-26-17[1]

Wir denken, dass das Wissen um touristische Vermarktung, richtig und strategisch sinnvoll in andere Maßnahmen eingebettet, deutlich mehr Effekte erzielen kann, als einzelnen Reisemittlern die Grundlagen über Land und Sehenswürdigkeiten zu erklären. Nicht nur, weil es eine Zielgruppe erreichen kann, die es dringend braucht, sondern vor allem auch, weil es diverse andere Probleme, die ich letztes Jahr schon aufgeworfen habe, endlich lösen kann.

Was denkt ihr?

Termin-Tipp: 5.11. social media travel day

Empfohlen von Kristine

Am 5. November findet in Frankfurt der zweite social media travel day statt. Wir von Tourismuszukunft sind natürlich wieder mit dabei, wenn diese Social Media Konferenz für die Tourismusbranche stattfindet. Unseren Rückblick vom letzten Jahr findet ihr hier.

Was steht in diesem Jahr auf dem Programm? Günter wird das Thema User Generated Content präsentieren. Mein eigenes Thema steht aktuell noch nicht definitiv fest. Was aber fest steht: ihr könnt schon Tickets kaufen. Noch bis Dienstag, den 26.5. gibt es Super Early Bird Tickets. So, und jetzt sagt nicht wieder hinterher, ihr hättet von nichts gewusst :) Wir sehen uns dann zum social media travel day in Frankfurt!

„Brillo“ – Googles Betriebssystem für das Internet der Dinge

Empfohlen von Johannes

Das Internet der Dinge ist unaufhaltbar im Kommen. Schon heute steuern einige ihre Heizung, Beleuchtung und den Rasenmäher mit dem Smartphone. Und das ist erst der Anfang, physische und virtuelle Welt verschmelzen immer mehr. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nur durch die Phantasie der Menschen begrenzt.

Home Automation, Schaubild zum Internet der Dinge

By Moayad tobase (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

In diesen spannenden Markt ist nun Berichten zufolge auch Google eingestiegen. Mit „Brillo“ entwickelt der Konzern ein Betriebssystem mit minimalen Hardwareanforderungen, speziell für den Zweck.

Es bleibt abzuwarten, ob sich Google mit seinem Betriebssystem auch in diesem Markt erfolgreich etablieren wird. Zuzutrauen ist es den Jungs und Mädels aus Mountain View aber wohl mehr als den meisten Mitbewerbern. In jedem Fall gibt es der Entwicklung neuen Schub, wenn nun auch die großen Player beginnen aktiv mitzumischen.

Immer wieder TZonntags

 

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

10. Mai 2015

Immer wieder TZonntags: Windows as a Service, #ReclaimYourFans, God Google, Runtastic Story Run, Phind

Immer wieder TZonntags, 10.5.2015: Story Run durch Österreich, Phind – Reiseinfos per Foto, #ReclaimYourFans, In Google we trust

 

Auch heute am Muttertag gibt es von uns wieder einen Rückblick auf die News der Woche. Viel Spaß beim Lesen!

 

Phind – Tourismusinfos per Foto finden

Empfohlen von Günter

Von Zeit zu Zeit werde ich von Pressetext um meine Einschätzung zu aktuellen Social Media-Themen gebeten. Diese Woche ging es um ein Interview zum Startup Phind.  Mit der iOS App können User die Umgebung abfotografieren und erhalten Restauranttipps, geschichtliche Informationen und Wissenswertes zu Touristenattraktionen in der Nähe. Damit ist Phind faktisch eine Meta-App für touristische Daten aus Quellen wie Foursquare, Yelp, Wikipedia und TripAdvisor.

Der Gedanke hinter Phind setzt auf dem Trend auf, dass Reiseinformationen immer öfter erst direkt vor Ort mit dem Smartphone abgefragt werden. Die Reiseplanung wird so kurzfristig, spontan, intuitiv – und vernetzt; sogar Uber ist in die App integriert. Vom Konzept her liegt Phind also  goldrichtig. Wirklich smart ist das Patent, dass diese Abfrage durch eine Kombination aus Foto und Geolocation erfolgt. Ob sich die App gegen die Original-Datenquellen wie TripAdvisor, Yelp & Co auch durchsetzen kann? Hier würde mich eure Einschätzung per Kommentar interessieren!

Die iOS App Phind ruft per Foto ruft touristische Informationen ab

 

 

In god äh… Google we trust…

Empfohlen von Florian

Es ist soweit… Suchmaschinen haben laut dem Trust Barometer im Jahr 2015 traditionelle Medien von der Spitzenposition nicht nur bei den Millenials abgelöst. Dies dokumentiert den globalen Wandel der Medienwelten. Bei der Nutzung sehen wir es ja bereits seit Jahren – aber nun kommt es noch dramatischer für die klassischen Medien. Das Vertrauen schwindet… keine Reichweite, kein Vertrauen, was bleibt?

Trust in Medien 1015

 

Ein weiterer Schritt in Richtung autonomes Fahren

Empfohlen von Ben

Autonomes Fahren ist schon viel tiefer in unserem Alltag verankert, als wir allgemein wahrnehmen. Vom Spurhalteassistenten und Tempomat, über den automatischen Abstandsregler oder die Erkennung der Straßenschilder (inkl. Einblendung derselben im Fahrzeugdisplay) bis hin zum freihändigen Einparken durch den Einparkassistenten werden viele Dinge schon „autonom“ in unseren Fahrzeugen durchgeführt. Der Schritt hin zum vollständig autonomen Fahren ist somit nicht mehr alls zu groß. Die größte Hürde dürfte hiebei vor allem in der Gesetzgebung und, damit einhergehend, der Haftung liegen.

Einen weiteren mehr als großen Schritt in diese Richtung hat Mercedes in Nevada getan: Der erste selbstfahrende LKW wurde für die Straßen des US-amerikanischen Bundesstaates zugelassen. Noch ist die Technik nur semi-autonom, da stets ein Fahrer mit an Bord sein muss, der ggf. noch eingreifen kann. Sehr interessant auf jeden Fall. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie und bis wann sich das auf andere US-Bundesstaaten und ganz besonders Deutschland anwenden lässt. Bei einer massenhaften Verbreitung – mit der man mittel-, eher langfristig rechnen muss – kann diese Thematik auch teilweise massive Auswirkungen auf den Tourismus haben.

 

#ReclaimYourFans

Empfohlen von Bastian

Erst kürzlich hat Facebook die organische Reichweite seiner Unternehmensseiten auf 2,6% reduziert (bzw. 2,27% für Seiten mit über 1. Mio Fans).  Wer mehr erreichen will, zahlt.

Da kommt natürlich öfter die Frage: Brauchen wir Facebook unter diesen Umständen eigentlich noch oder gibt es eventuell schon bessere Alternativen? Aber was mache ich mit den Fans? Über Jahre wurden sehr zeit- und kostenintensiv Fanbases aufgebaut, die man natürlich nicht aufgeben will. Ein weit verbreitetes Dilemma.

David Eicher von den webguerillas stellt in seinem Artikel  #ReclaimYourFans die selbe Frage und zeigt Alternativen auf.

Sein Fazit: Spart euch das Geld für Werbung und steckt es lieber in Stories! Wir haben dazu unterschiedliche Meinungen, wie seht ihr das denn? Geht es ohne Facebook und wenn ja, wie?

 

Kooperation: Österreich & Runtastic

Tipp von Kristine

Die Österreich Werbung ist eine clevere Kooperation eingegangen: mit der App Runtastic. Der Runtastic „Story Run“ durch Österreich wurde bereits 64.000 Mal heruntergeladen. Was verbirgt sich dahinter? Ein knapp 40-minütiges Hörspiel, welches sich der Läufer während seinesTrainings anhört. Die Geschichte beeinflusst dabei die Schnelligkeit des eigenen Lauftempos: Wird die Geschichte spannender, läuft der Hörer intuitiv schneller.

Vor dieser Kooperation lag die Definition der eigenen Zielgruppen und das Durchlaufen der Customer Journey für diese. Wo kann ich meine Zielgruppe erreichen, wo bewegen sich diese? Eine Idee entstand hierbei: die Kooperation mit Runtastic. Schön, wenn Ideen real werden.

 

Windows 10 wird das letzte Windows!

Empfohlen von Johannes

Es deutet sich ja schon länger an, dass Windows in die Richtung geht, seine Produkte nicht mehr als einzelne Releases zu Verkaufen, sondern als abonnierbare Services anzubieten. Dass das Redmonder Unternehmen diesen Schwenk allerdings derart ernst angeht, damit hatte zumindest ich persönlich nicht gerechnet.

So soll Windows 10 (auf absehbare Zeit) die letzte Version von Windows sein! Dies bedeutet einen krassen Bruch in der klassischen Denkweise von Release zu Release. Nun gibt es ein Produkt, das laufend weiter verbessert, angepasst und optimiert wird. Dies setzt natürlich ein entsprechend geeignetes technisches Grundgerüst voraus.

Gerade im Bereich der Webseiten Relaunches gibt es hier einige Parallelen. Warum sich immer von Relaunch zu Relaunch hetzen lassen? Es lohnt sich auf jeden Fall, über alternative Ansätze nachzudenken!

 

Immer wieder TZonntags

 

Johannes Böhm

... ist seit Februar 2015 Netzwerkpartner & Berater bei IDWS und Tourismuszukunft. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Marken- und Wertemanagement, sowie Digital Business Transformation. Erfahrung sammelte der Tourismusgeograph (B.Sc.) bei einem Abstecher in die Kreuzfahrtbranche, sowie als Referent bei zahlreichen durchgeführten Schulungen und Seminaren im digitalen Kontext.

19. April 2015

Immer wieder TZonntags: Innovationen gesucht, UbAir, Marktmacht Google, TourismFastForward Live, Tagung in Eichstätt, Videos im Tourismusmarketing

 

VIR sucht Innovationen von Start-Ups und Touristikern

Empfohlen von Michael

Bewerbungen sind noch bis 30.04.2015 möglich. Weitere Infos in meinem Blogpost von dieser Woche und auf der Event-Seite.

Instagram aus rechtlicher Sicht

Tipp von Kristine

Dass das Social Web kein rechtsfreier Raum ist, ist bekannt. Das gilt auch für Instagram. Rechtsanwalt Schwenke geht der Frage nach, wie und wo ihr euer Impressum auf Instagram platzieren könnt, wie ihr Gewinnspiele rechtlich sauber abwickelt und wie es sich aus rechtlicher Sicht mit Stockfotos auf Instagram verhält.

Lesenswerter Beitrag für alle, die schon auf Instagram sind oder planen, bei Instagram einzusteigen.

 

TourismFastForward – live aus dem Zillertal

Empfohlen von Günter

Am Donnerstag und Freitag dürfte so manchen von euch der Hashtag #tff_15 begegnet sein … Dahinter steckt die TourismFastForward 2015 – die Konferenz für innovative Technologien im Tourismus in Mayrhofen/Zillertal.

Einmal mehr war ich bei bei der TourismFastForward als Twitter-Livereporter im Einsatz. Unter den folgenden Storify-Berichten könnt Ihr meine Tagungsberichte zur #tff_15 nachlesen:

Günter Exel auf der TourismFastForward

 

Auch in den kommenden eineinhalb Wochen twittere ich live von etlichen touristischen Events in Österreich und Deutschland:

  • 21. April, St. Pölten: 20 Jahre Niederösterreich Werbung (Reportage auf @guenterexel)
  • 24. April, Salzburg: ContentDay 2015 (Reportage auf @guenterexel sowie Präsentation #HashtagMe)
  • 26.-28. April, Erfurt & Weimar: Germany Travel Mart (Reportage auf @gntblive)

 

Auto, Brille, Fon & Drohne – Details online

Empfohlen von Florian

Wie Ihr ja wisst, organisieren wir gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kulturgeographie die Tagung Auto, Brille, Fon & Drohne vom 3.-5. Juni in Eichstätt – nun sind Details zur Konferenz, zum Zeitplan und zu den Kosten online! Das Detailprogramm folgt in dieser Woche – also stay tuned! Wird eine geile Geschichte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft & Praxis.

 

Videos im Tourismusmarketing

Empfohlen von Bastian

Es ist ja im Moment in aller Munde – das neue Video vom Reiseland Niedersachsen. Ein totaler Reinfall sagen die einen, die anderen finden es großartig!

YouTube Preview Image

Ich selbst bin etwas hin und her gerissen. Das Spielen mit den Klischees, schöne Bilder, der Slogan „überraschend anders“ passt gut zusammen. Dem gegenüber steht das doch „überraschend andere“ Lied im Hintergrund und der stolze Preis des Videos.

Stellt sich die Frage, was das Ziel der Aktion war? Über 120 Tausend Klicks innerhalb kürzester Zeit und  das Aufgreifen anderer Medien machen den Spot prinzipiell zu einem „Erfolg“. Oder nicht?
Wie im Sat 1 Beitrag ersichtlich, torpedieren die Reaktionen auf das Video auch die #meinniedersachsen-Kampagne.

Dem neuen Video will ich einfach kommentarlos einmal ein anderes Video gegenüberstellen:

YouTube Preview Image

Um keine direkte Konkurrenz oder „X ist besser als Y“ Diskussion zu provozieren nehme ich ein Video mit anderem Ziel, über eine andere Region und zu einem anderen Anlass. Die Unterschiede zwischen den Videos sind doch recht deutlich.

Mich interessiert eure Meinung dazu: Erfolg oder Misserfolg? „Überraschend anders“ oder lieber klassische Imagewerbung?
Und „soll´s im nächsten Jahr wieder Niedersachsen sein?“

 

Google – Macht ohne Kontrolle?

Empfohlen von Maximilian

Der Suchmaschinenplayer Google wird (mal wieder) von der EU-Kommission an den Pranger gestellt. Vorwurf: Missbrauch der quasi-monopolistischen Macht. Gerade was den Reisemarkt anbelangt greife Google massiv ein und bevorzuge eigene Produkte (u. a. Hotelfinder).

Dies ließ Google nicht unkommentiert stehen, sondern machte prompt auf dem hauseigenen Blog mit einer aufbereiteten Graphik zu den Unique Visitors einiger Reiseportale aufmerksam. Dabei scheint „Die Suche nach dem Geschädigten“ gar nicht so einfach und lässt viel Spielraum für Diskussionen offen. Wie weit darf Google also gehen?

 

travel sites in germany

 

Der Kampf zwischen den Suchmaschinenanbietern wird dadurch möglicherweise neu entfacht. Neue und bereits etablierte Anbieter (z. B. Qwant, Yahoo oder Bing) wollen die Gunst der Stunde nutzen und User durch die negativen Schlagzeilen abgreifen. Verliert Google in Zukunft also Marktanteile? Wie seht ihr das?

 

Ich nehm‘ mal schnell den Privatjet… UbAIR ist gestartet

Empfohlen von Johannes

Gerade eben war noch das bodenständige Uber in den Schlagzeilen, da startet schon ein Nachahmer durch. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn bei Ubair handelt es sich um einen Vermittler von Mitfluggelegenheiten für Privatjets. Die Namensverwandtschaft kommt also nicht von ungefähr und das Ganze soll ähnlich unkompliziert funktionieren.

Und wer würde nicht gerne mal den Privatjet nehmen, anstatt die Holzklasse. Wenn sich die Preise, die im Raum stehen, bewahrheiten, dann könnte das auch für so manchen zukünftig auch eine ernsthafte Option sein! „Ein einfacher Flug von New York nach Stowe im Bundesstaat Vermont sei für eine fünfköpfige Familie bereits für ungefähr USD 2000 erhältlich – also nicht viel mehr, als man für einen regulären Flug ausgeben würde.“ (Artikel bei travelinside.ch).

Ob dem Unternehmen wirtschaftlicher Erfolg beschert sein wird, sei einmal dahin gestellt. Aber die Idee ist spannend! Sollte Ubair auch in Europa aktiv werden, probiere ich’s auf jeden Fall aus. Wer fliegt mit?

Immer wieder TZonntags

 

Michael Faber

Michael Faber ist selbstständiger Berater bei Tourismuszukunft – Institut für eTourismus. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und studierte Touristiker (M.A.) berät seit 2005 touristische Unternehmen im Bereich Social Media, Online-Marketing und Reisevertrieb. An der Leuphana Universität Lüneburg promoviert er im Themenbereich "Online-Marketing im Tourismus“ und hält Lehrveranstaltungen an verschiedenen Hochschulen. Zuvor war der Online-Experte bei verschiedenen touristischen Unternehmen operativ tätig und ist Gründer der Reiseveranstalters MyPassion-Tours. Er ist Mitglied im DRV-Ausschuss Onlinevertrieb und Informationstechnologie, sowie Ressortleiter Social Media bei der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft.