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Schlagwort-Archiv: Destination

28. Februar 2012

Pinterest im Tourismus

Mit 11 Millionen Besuchern pro Woche ist Pinterest momentan der Newcomer im Bereich der sozialen Netzwerke. Die Seite wurde im Jahr 2011 sogar vom TIME Magazine zu den TOP 50 Webseiten des Jahres gewählt. Durch den momentanen Ansturm auf das Netzwerk kann man nur über Einladungen von Pinterest Nutzern einen Account bekommen.

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Isabelle von Alvensleben

30. Januar 2012

Messung des Online-Erfolgs von Destinationen anhand von Key Performance Indicators (KPI)

Im Nachgang zu einer Session beim diesjährigen nunmehr fünften Tourismuscamp (#tc12) zum Thema „Vom Messen zum Steuern“, möchten wir an dieser Stelle noch einmal darauf eingehen, wie wichtig für DMOs eine Gesamt­messung ist, die die KPI aller Onlinemarketing-Kanäle einbezieht, damit Destinationen

  • die Entwicklung ihres Online-Erfolgs abschätzen und
  • den Einsatz von Ressourcen für die genutzten Kanäle koordinieren können.

Die Session (siehe Video unten) hat Olaf Nitz von der Österreich Werbung gehalten, mit der zusammen wir diese Messung konzipiert und durchgeführt haben. Sie führt die KPI aus allen genutzten Kanälen mit Hilfe einer Gewichtung zusammen, um diese mit den aufgewendeten Ressourcen zu vergleichen. So kann ein Gesamterfolg der Onlinemarketing-Aktivitäten in verschiedenen Märkten abgeleitet werden.

Warum ist diese Methode gerade für Destinationen relevant?

Ein Problem für DMOs in Bezug auf das Thema Erfolgsmessung ist die Tatsache, dass das gewünschte Ziel des Marketings, nämlich die Entscheidung eines Gastes für die Reise in die Tourismusregion, an der DMO vorbei stattfindet. Denn die Hauptaufgabe einer Destinationsorganisation ist das „Verkaufen“ von Bildern in den Köpfen potentieller Gäste, die die Markenwerte der Destination spiegeln, und die zu guter Letzt zu einer Reiseentscheidung beitragen sollen. Die eigentliche Transaktion aber, die diese Entscheidung abbildet, geschieht entweder direkt mit dem Leistungsträger oder mit einem Intermediär. Der Erfolg des Online-Marketings einer Destination (im Sinne eines ROI) kann also nicht in Geldeinheiten ausgedrückt werden.

Deshalb müssen andere Indikatoren herangezogen werden, welche einerseits die Aufmerksamkeit beschreiben, die die Marketing-Aktivitäten auf sich ziehen können. Hier drehen wir uns um die Bestimmung der Reichweite und Sichtbarkeit einer Destinationsmarke im Netz – konkret, wie oft Nutzer mit den Inhalten in Kontakt kommen. Wichtiger noch ist aber andererseits, wie die Leute auf diese bloßen Sichtkontakte reagieren und ob sie das überhaupt tun. Das Engagement der User mit der Marke ist demnach höher zu gewichten als die bloße Reichweite.

Die Frage nach ‚dem [digitalen] Leben, dem Universum und dem ganzen Rest‘: Wie wichtig ist welche Plattform?

Dass die markenbezogene Aktivität eines Users wichtiger ist, als dass dieser nur einen Facebook-Post oder eine Anzeige sieht, ist noch relativ einfach. Schwieriger ist es, die Bedeutung der einzelnen Kanäle zu bewerten – angefangen bei der Destinationswebsite über Newsletter, Prospekte, Ads bis hin zu Youtube, Facebook und Co. Um eine Gewichtung für die einzelnen Kanäle herzustellen, haben wir folgende Einflussgrößen einbezogen:

  • Anhand der Aktionen, die ein User ausführen muss, um einen Inhalt zu bekommen, wurde ein erster Gewichtungswert berechnet.
  • Eine zweite Größe bilden die Möglichkeiten zum Branding von Inhalten auf einem Kanal, wie u. a. das Vorhandensein von Bildern oder Logos.
  • Die dritte Einflussgröße ist das Vertrauen in das jeweilige Medium. Dieses wurde aus der Nielsen-Studie „Handel – Verbraucher – Werbung, Deutschland 2011“ abgeleitet.

Aus diesen Werten konnten wir einen Gewichtungsfaktor je KPI bilden, der dessen Relevanz für das Unternehmensziel der DMO repräsentiert – nämlich eine bestimmte Imagination beim möglichen Gast hervorzurufen. Dies wiederum ermöglichte es, eine Aussage über den Gesamterfolg des Online-Marketings – über alle Kanäle hinweg – treffen zu können. Mit einer solchen Messung bekommen DMOs also das Werkzeug an die Hand, mit dem sie (a) die Entwicklung ihres Erfolgs im Internet abbilden, (b) die Relevanz der einzelnen Kanäle und die Effizienz ihrer Aktivitäten in diesen abschätzen, sowie (c) ihre Maßnahmen auch in Bezug auf verschiedene Incoming-Märkte steuern können.

In der Quintessenz dient die Messung als Steuerungstool zur optimalen Koordinierung des Ressourceneinsatzes in den verschiedenen Plattformen, weil die Verantwortlichen damit sehen, wie viel in einen bestimmten Kanal investiert werden soll, und inwiefern der Nutzen dieser Investition durch die Fokussierung auf einen effizienteren Kanal kompensiert bzw. übertroffen werden kann.

Viele Grüße,

Jens und Julian

31. Oktober 2011

Kleines Budget, große Aufmerksamkeit: Wie Obermutten via Facebook weltbekannt wird

In der Offline-Welt ist es kaum möglich, mit wenig Geld Aufmerksamkeit für sich zu erzeugen, online ist es umso leichter. Das 80-Seelen-Örtchen Obermutten liegt auf 1863m in den Bergen der Schweiz und seine Fanpage Obermutten  konnte innerhalb eines Monats fast 8.500 Fans gewinnen – ganze 105 Fans pro Einwohner. Das ist auch kein Wunder, denn die Gemeinde hatte eine gute Idee (oder besser gesagt eine Agentur für die Gemeinde): Das Bild jedes einzelnen Facebook-Fans wird ausgedruckt und dort auf den Gemeindeschaukasten “Anschlagkaschtle” gepinnt. Wie das alles genau funktioniert, erklärt der Gemeindepräsident in bestem Schwyzerdütschhochauthentisch und hochsympathisch -  einfach ein Pflichtvideo!

0 Kleines Budget, große Aufmerksamkeit: Wie Obermutten via Facebook weltbekannt wird

Inzwischen musste diese reale Facebook Pinnwand schon um eine ganze Stallwand erweitert werden, und die Gemeinde stellt auf ihrer Facebookseite in hoher Frequenz Bilder ihrer Fans ins Netz, die sich sehr darüber freuen, dass sie vom heimischen Computer aus ein bisschen Teil des idyllisch gelegenen, ruhigen Ortes werden können.

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Um die Fans auch tatsächlich in den Ort zu locken, wird jedem Fan, der nach Obermutten kommt, ein Kaltgetränk kostenlos angeboten. Das lässt den Ort als ganz besonders gastfreundschaftlich erscheinen und macht Lust, im Hotel des Ortes zu übernachten oder Brotzeit zu machen. Der Hotelier – erster „Fan“ des Ortes, im Video der Mann im grünen Hemd – bekommt gratis Imagewerbung, die einen unbezahlbaren Vorteil  gegenüber anderen Werbeformen hat: Sie schafft es tatsächlich, dass die Gemeinde einzigartig wirkt, wodurch er aus den Preiskampf mit anderen Hotels der Region weitgehend „raus“ ist. Gäste, die bei ihm übernachten, bezahlen für den besonderen Mehrwert, im „echten“ Obermutten „aus dem Internet“ zu schlafen, das es sogar in Japan in die Abendnachrichten schaffte.

Auch wenn es schade ist, dass die Initiative zur Aktion nicht von Obermutten, sondern von der örtlichen Tourismusorganisation Graubünden Ferien in Zusammenarbeit mit der Agentur Jung von Matt/Limmat ausging, ist sie exemplarisch dafür, wie man auch mit kleinem Budget weltweit auf sich aufmerksam machen kann – nur mit einer guten Idee, ohne großes Budget. Oberstaufen hat das im letzten Jahr mit der StreetViewTorte ebenso idealtypisch vorgemacht.

Was wirklich zählt ist Mut neue Wege zu gehen und alte Zöpfe abzuschneiden! Innovativ zu sein und den Mitarbeitern in den touristischen Organisationen Vertrauen zu schenken! Ideen hat jeder – Umsetzen können Sie allerdings nur Wenige!

Liebe Grüße

Florian & Melanie

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

22. September 2011

Social Media Seminare – Facebook für Touristiker

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2011 veranstalten wir 5 Seminare zum Thema “Facebook für Touristiker” an den Standorten Frankfurt, München und Essen. Die Seminare sind offen für Mitarbeiter von Tourismusorganisationen, Verbänden, Hotels und natürlich auch von Reiseveranstaltern und Reisebüros. Alle Seminarräume sind mit Computern ausgestattet, so dass verschiedene Einstellungen direkt ausprobiert und getätigt werden können.

In den Seminaren werden wir eine kurze, allgemeine Einführung in das Thema Social Media geben und danach aber hauptsächlich auf die Plattform Facebook eingehen. Die Teilnehmer lernen im Seminar die Grundfunktionen eines Personenprofils kennen sowie die Möglichkeiten, die sich für Unternehmen ergeben. Auch für Facebook User, welche schon länger auf Facebook aktiv sind, ist ein Seminarbesuch hilfreich. Sie bekommen nützliche Tipps und Tricks in Bezug auf die richtige Kommunikation, Werbeanzeigen und vieles mehr.

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Peter Ferber

16. August 2011

Service Design im Tourismus: EU-Projekt “Urlaubstester” auf Juist gestartet

Seit Gestern kann man nun im Rahmen unseres EU-Pilotprojektes Urlaubstester auf  der Nordseeinsel Juist werden und die Servicequalität der Insel mit Hilfe der innovativen App MyServiceFellow testen!  Zwei Dinge müssen nur erfüllt werden, damit man ein Urlaubstester werden kann:

1) Sie müssen ein Smartphone mit Apple oder Android Betriebssystem besitzen.
2) Sie müssen sich zwischen dem 15. August und dem 20. September 2011 auf Juist aufhalten.

Weiter Infos gibts es HIER:

Plakat Urlaubstester neu Stand 10 08 2011 rot 31 723x1024 Service Design im Tourismus: EU Projekt Urlaubstester auf Juist gestartet

 

Wir wünschen euch viel Spass beim Mitmachen!

Liebe Grüße euer Daniel S.

 

Daniel Sukowski

17. Juni 2011

Potentialanalyse: Potentiale einer Destination richtig bewerten

Im Raum steht die hochwissenschaftliche Frage, die im Kern so lauten könnte:

Wie valide sind Befragungen/Marktstudien zur Identifikation von Themen und Leitbildern für eine Destination?

Diese Frage stellt sich nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern lässt sich auch aus Sicht jeder DMO formulieren:

Werden die richtigen Themen vermarktet und werden diese auch so vom Gast mit der Destination in Verbindung gebracht und entsprechend nachgefragt?

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Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

13. Juni 2011

Netzwerktätigkeit in Destinationen – diesmal aber anders!

Wie einige von Euch wissen, beschäftige ich mich in meiner Promotion mit Innovationsprozessen in sozialen Netzwerken in Destinationen – Netzwerke in Destinationen sind also ein zentrales Thema für mich. Die Schaffung von Netzwerken im Kontext von Social Media ist ein zentrales Thema für Destiantionen – Netzwerke mit dem Gast, mit Multiplikatoren etc. – und wurde auch oft von uns in diesem Kontext beschrieben.

Betrachtet man allerdings die Entwicklung der letzten Monate und Jahre rücken neue Aufgaben und neue Netzwerke in den Mittelpunkt der Arbeit von Destiantion Management Organisationen (DMOs): physisch materialisierte Netzwerke

Was meine ich damit – zwei Beispiele!

1. Strom-Netzwerke: In vielen Destinationen wird daran gearbeitet eine Strom-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen – für was? Na klar – für eMobility (eBikes, eMoutainbikes, etc). Hier setzen Destinationen Standards und erarbeiten mit Leistungsträger Netzwerke um den Gast ein perfektes Erleben der Destination zu ermöglichen.

2. Wlan-Netzwerke: Destiantionen mit einem hohen Ausländeranteil können eigentlich aus Marketinggesichtspunkten nichts besseres machen als flächendeckendes kostenloses Wlan für alle Gäste zur Verfügung zu stellen (WoM) . Diesen Fakt haben viele Destinationen und Attraktionspunkte erkannt – warum nicht als Teil einer Gästekarte? Hätte gleich noch mehrere postitive Effekte icon wink Netzwerktätigkeit in Destinationen   diesmal aber anders!

Fallen Euch noch weitere Beispiele für Netze ein? Seht Ihr das genauso, dass dies Aufgabe der DMO ist? oder doch Aufgabe der Leistungsträger?

 

 

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

29. März 2011

Customer Journey als Instrument im Service Design im Tourismus

Gerade habe ich vom Kickoff Meeting des EU geförderten Service Design Projektes berichtet. Dort geht es gerade um das Tool MyServiceFellow, welches mittels App auf einem Smartphone für den Kunden bereitgestellt wird. Das Tool ermöglicht dem Gast / Kunden ein verdeckter Agent zu werden und während seines Aufenthaltes diverse Berührungspunkte – Touchpoints zu neudeutsch – mit dem Produkt zu protokollieren und zu bewerten. In den geplanten Pilotprojekten der verschiedenen Partner des EU Projektes soll das Tool genutzt werden.

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Daniel Amersdorffer

EU-Projekt Service Design in Tourism – Bericht vom Kickoff Meeting in Innsbruck

Gestern bin ich von Eichstätt nach Innsbruck zum zweitägigen Kickoff Meeting eines EU geförderten Forschungsprojektes zum Thema Service Design im Tourismus gefahren. Wir von Tourismuszukunft sind neben weiteren Hochschulen und Unternehmen Partner dieses Projektes und führen ein eigenes Pilotprojekt im Rahmen des Projektes durch. Die Destination für das Pilotprojekt wird im Nordsee Gebiet liegen.

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Daniel Amersdorffer