Zurück nach oben
1. März 2016

Videos statt Fernsehen: Virtual Reality und 360-Grad-Videos

Bereits letztes Jahr habe ich über das Thema Bewegtbild geschrieben. Seitdem hat sich natürlich in der Videowelt wieder einiges getan und vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen lohnt sich ein erneuter Blick auf das Thema.

Bevor ich etwas ins Detail gehe, speziell im Hinblick auf 360-Grad-Videos, möchte ich aus der globalen Perspektive auf das Thema schauen.

Video-Konsum weltweit

Die Zeit die Zuschauer vor dem Fernseher verbringen nimmt seit einigen Jahren kontinuierlich ab. Am deutlichsten ist dieser Trend, nicht überraschend, bei den 18-24-Jährigen. Gleichzeitig explodiert die digitale Videonutzung im Netz und, laut einiger Experten, wird bis zum Ende des Jahrzehnts das Internet das Fernsehen als wichtigsten Kanal für Bewegtbild-Übertragung abgelöst haben.

Video ist derzeit schon die meistgenutzte Online-Aktivität in der Freizeit, und 2019 werden 80 Prozent aller Daten, die im Netz übertragen werden, Videodaten sein.

Was sagen uns diese Zahlen?

Der Zuschauer entscheidet zukünftig wann und wo er Videos und damit Serien, Shows oder auch den Lieblingsfilm ansehen möchte. Das bedeutet Video ist nicht nur das Content-Format der Zukunft sondern auch das Content-Format auf mobilen Endgeräten. Videos werden entweder auf dem Smartphone direkt angesehen oder das Smartphone wird mit einem Streaming-Gerät wie dem Google Chromecast verbunden, um dann auf dem großen Fernseh-Bildschirm den Lieblingsfilm zu schauen.

Starre Programmformate und damit das traditionelle Fernsehen haben somit ausgedient und können in einer mobile und vernetzten Welt die Bedürfnisse der Konsumenten nicht mehr bedienen. Denn Video- sowie Live-Inhalte sind in Sekundenschnelle hochgeladen bzw. online gestellt und fast von überall aus zu konsumieren. Ich habe seit 6 Jahren keinen Fernseher mehr und konsumiere ausschließlich das was mich interessiert und das ganz und gar online.

Das Smartphone kontrolliert somit künftig einiges bzw. alles. Formate sollten dahingehend angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Eines dieser neuen Formate sind 360-Grad-Videos.

360-Grad-Videos: Eintauchen in eine virtuelle Welt

360-Grad-Videos sind die ersten Inhalte die auf mobilen Endgeräten dank VR (Virtuel Reality)-Brillen, wie der Cardboard oder der Samsung Gear VR, besser aussehen als auf dem Fernseher. Letztlich aber auch schon durch die Möglichkeit das eigene mobile Gerät zu drehen und zu wenden und damit den Blickwinkel und das Erlebnis im Video zu beeinflussen. Dabei sein statt ‚nur’ zuzuschauen, dass macht 360-Grad-Videos so besonders.

Somit ist die virtuelle Welt der 360-Grad-Videos, im Gegensatz zum filmischen, weniger interaktiven Video, weitaus intensiver und emotionaler.

Folgende Beispiele verdeutlichen das sehr gut:

Lufthansa: New York City in 360 degrees

YouTube Preview Image

 

Samsung: Surf in Tahiti 360°

YouTube Preview Image

 

Kitzbühel: Die Super G Strecke

YouTube Preview Image

 

Das verschafft den 360-Grad-Videos im Kontext des digitalen Marketings einen großen Vorteil und birgt viel Potenzial Konsumenten bzw. Reisende weltweit über ihre mobilen Endgeräte zu erreichen und zu begeistern. Darüber hinaus im Verkaufsprozess Produkte und Leistungen „erlebbar“ zu präsentieren und somit Kaufentscheidungen frühzeitig zu stimulieren.

Fazit

Video ist das Content-Format der Zukunft und das nicht nur aufgrund der oben genannten Entwicklungen. Es ist das Content-Format, dass die Nachfrage nach „erlebbaren“ und wieder abrufbaren Inhalten am besten bedient.

Es ist das Content-Format, dass Stories für ein breites Publikum visualisiert und auch sprachunabhängig verständlich macht. Es ist das Content-Format, dass im Verhältnis zum eingesetzten Budget, Unternehmen am wirkungsvollsten ermöglicht über ihre Produkte sowie Leistungen und damit verbundenen Mehrwerte zu erzählen. Diese Aussage bezieht sich natürlich nicht auf den 70.000,- € Imagefilm. 🙂

360-Grad-Videos sind in diesem Zusammenhang ein zusätzliches Video-Format, das sich in den nächsten zwei Jahren bei einem breiten Publikum etabliert haben wird. Getrieben durch eine immer bessere und bezahlbare Hardware, wie VR-Brillen sowie 360-Grad-Kameras, sowie durch eine steigende Nachfrage in Social Media.

Abgesehen von der technischen Herausforderung bei der Produktion von 360-Grad-Videos, liegt diese auch im Erzählen von umfassenden Stories. Momentan ist der Content mehrheitlich beschränkt auf einzelne Aktivitäten oder Locations.

Interesse an (360-Grad) Video-Projekten, z.B. in Form von breit aufgestellten Social Media-Kampagnen? Dann sprecht mich gerne an.

Catharina Fischer

....ist Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Tourismuszukunft. Sie arbeitet seit über 8 Jahren im Bereich Marketing- und Vertrieb. Nach ihrem Studium im Bereich Tourismusmanagement baute sie das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf. Innerhalb des Social Media Marketings hat Catharina Fischer speziell in den Bereichen internationale Blogger Relations, Facebook-, Instagram- und Twitter- Marketing sowie im Bereich Videomarketing umfassende Erfahrungen. Des Weiteren befasst sie sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media und crossmedialen Kampagnen.

Kommentare

7 Kommentare zu
Videos statt Fernsehen: Virtual Reality und 360-Grad-Videos

Füge einen Kommentar hinzu
Einen Kommentar hinzufügen