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29. Januar 2015

WhatsApp im Tourismus

Am vergangenen Wochenende habe ich in meinem „Immer wieder TZonntags“-Beitrag auf die WhatsApp-Aktion des Hamburger Flughafens hingewiesen. Diese hatte das Ziel aktuell über den Streik am Airport zu informieren. Wir hatten diese Idee schon vor drei Jahren und wollten diese mit einer Destination umsetzen. Leider ist das dann nicht dazu gekommen. Um so schöner ist jetzt zu sehen, dass diese Möglichkeit der Kommunikation endlich auch im Tourismus Einzug erhält. Einige Radiosender nutzen WhatsApp nämlich schon länger. Aber in welchen touristischen Bereichen kann WhatsApp zur Kommunikation überhaupt eingesetzt werden?

Natürlich in Flughäfen zur Informationsweitergabe bei Streiks. Denkbar ist aber auch eine Erweiterung über Streiks hinaus. Wieso WhatsApp am Flughafen nicht auch dauerhaft einsetzen? Hier würde man den Fluggästen (und Abholern) zum Beispiel die Suche nach dem nächsten Infopunkt ersparen, da sie direkt eine Nachricht schicken könnten um gewünschte Informationen zu bekommen – seien es Abflug- oder Ankunftszeiten, das richtige Gate oder eben Streikinfos. Die Fragen hierbei sind vielfältig.

Über Twitter vom Airport Hamburg geteiltes Bild zu den WhatsApp-Streikinfos

Über Twitter vom Airport Hamburg geteiltes Bild zu den WhatsApp-Streikinfos

Macht ein WhatsApp-Einsatz auch in Destinationen Sinn?

Ähnliches gilt für eine Destination: Statt den Weg zur Touristinfo suchen zu müssen, könnten Gäste in einer Region sich Informationen per WhatsApp zuschicken lassen. Dafür müssen aber die Website sowie alles Informationsmaterial mobil abrufbar sein, damit man in den Nachrichten Links mit weiterführenden Informationen verschicken kann. Bei Destinationen mit vielen internationalen Gästen muss dann natürlich zumindest auch in den Hotels – besser in der ganzen Destination – freies WLAN zur Verfügung stehen.

Gibt es noch weitere Einsatzmöglichkeiten?

Denkbar ist ein WhatsApp-Einsatz sicherlich auch für Reiseveranstalter und Reisebüros. Ähnlich wie ein Chat auf der Website könnten so in kurzen Konversationen offene Fragen geklärt werden.

Ein weiters Best Practice für den WhatsApp-Einsatz im Tourismus liefert das Neandertal-Museum in Mettmann, das seit September 2014 WhatsApp zur Kommunikation einsetzt. In einem Blogbeitrag beschreiben sie dabei die Idee, Hintergründe und versuchen mögliche Bedenken bezüglich der Sicherheit zu nehmen. Und auch das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center nutzt WhatsApp schon länger. Gefällt mir! 😉

Gerade jetzt, wo WhatsApp auch als Desktop-Version angeboten wird, ist dessen Einsatz aus meiner Sicht in jeglichen Bereichen des Tourismus sinnvoll. Was haltet ihr davon? Seht ihr den vermehrten WhatsApp-Einsatz in Zukunft als realistisch an? Oder haltet ihr das für unnötig?

Viele Grüße,

Ben.

Benjamin Gottstein

...ist Netzwerkpartner im Bereich Market Research bei Tourismuszukunft. Er studierte den Bachelor Geographie mit Schwerpunkt Freizeit, Tourismus und Umwelt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 2010 arbeitet er als Praktikant, Werkstudent und seit 2012 als Projektleiter im Bereich Market Research bei Tourismuszukunft. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema Crowdsourcing. Seine Schwerpunkte sind im Bereich Keywordanalysen, Markenwerte, KPIs, Potentialanalysen und Crossmedia.

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