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Social Media Reloaded – oder wie das Netz unseren Berufsalltag verändert!

Social Media… ja, wir wissen alle, dass es wichtig ist, in sozialen Medien aktiv zu sein, um mit unseren Kunden in Kontakt zu sein. Viele betreiben Präsenzen in den sozialen Plattformen, z.B. in Facebook, bei Twitter oder auf unzähligen Foto- und Videoplattformen. Der digitale Wandel hat den Tourismus erfasst und unsere Arbeit im Marketing nachhaltig verändert. Dies zeigt auch deutlich unsere Infografik zum Digitalen Wandel im Tourismus. Dies ist allerdings nur eine Seite der Medaille – Social Media ist nicht nur essentieller Bestandteil der Kommunikationsprozesse zwischen Unternehmen und Kunde, sondern verändert zusehends die Kommunikation in und zwischen Unternehmen.

Der schleichende Wandel

Denken wir nur mal 5 Jahre zurück. Es war ganz normal sich anzurufen, oft im beruflichen Alltag via Festnetz. Zur schriftlichen Kommunikation wurden unzählige E-Mails verschickt. Der Dialog beschränkte sich auf Meetings, Konferenzen und klassische Gespräche in den Kaffeepausen, Fluren, etc. Wie sieht es heute aus? Telefonkonferenzen via Hangout oder Skype sind Standard geworden – vor allem bei mehreren dezentralen Akteuren. Die schriftliche Kommunikation hat sich stark in Richtung sozialer Medien verlegt: schnell werden auch berufliche Nachrichten via Facebook, WhatsApp, Threema verschickt.  Social Collaboration Tools wie Yammer, Socialcast und Co. sind in vielen Unternehmen angekommen und haben die Kommunikation in Unternehmen transparenter und nachhaltiger gemacht.

Wie sieht es im Tourismus aus?

Im Rahmen des Thüringer Tourismustages 2014 habe ich in meinem  Vortrag zum Thema Innovation zwischen Kooperation und Kollision mehr als deutlich formuliert, dass soziale Medien bereits heute auch im Tourismus essentieller Teil der Kommunikation sind – zumeist ungeplant, zufällig und oft ohne Reflektion über die daraus resultierenden Konsequenzen. Es fehlt zumeist der strategische Unterbau, eine Vision für die Kommunikation oder klar messbare Ziele.

Wenige gute Beispiele mit Vorbildcharakter

Bloggende Tourismusorganisationen gibt es schon länger. Die Österreich Werbung hat sich frühzeitig auch mit einem B2B-Blog hervorgetan (erster Beitrag im Jahr 2009) und bringt so relevante Informationen in den österreichischen Tourismus. Meines Wissens war in diesem Fall die Entscheidung pro Blog aber nicht in ein Gesamtkonzept eingebettet – richtig und wichtig war sie trotzdem. Anders war dies beim Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz der Fall. Im Rahmen einer B2B-Kommunikationsstrategie wurde auf Basis konkreter Zielsetzungen eine Lösung erarbeitet – von Anfang an über Unternehmensgrenzen hinweg geplant, um tatsächlich Synergien zu heben. Das Ergebnis gibt dem Vorgehen recht… eine, ja nur eine, Plattform für alle Akteure in Rheinland-Pfalz (Dehoga, IHKs, DMOs, etc.)  – aber es geht noch mehr! Warum? Weil zwar die Information über die verschiedenen Institutionen hinweg harmonisiert wurde (z.B. durch ein Newslettersystem), nicht aber tatsächlich der Dialog vorangetrieben werden konnte.

Dialog ist nicht unmöglich – es gibt ihn wirklich!

Im Rahmen unserer Innovationsmeetings haben wir die Lösungsmöglichkeiten intensiv diskutiert. Und man glaubt es kaum… es gibt sie auch schon im Tourismus, z.B. in der Hotellerie. In den letzten Jahren hat ein österreichisches Startup namens Hotelkit eine Lösung entwickelt, mit dem nachhaltig der Dialog in Hotels optimiert werden kann – sie ist Alltag in den Hotels geworden und verändert durch das integrierte Wiki sowohl das Wissensmanagement in Hotels als auch durch den Newsstream den Dialog zwischen den Mitarbeitern in den Hotels. Ich will nicht sagen, dass Hotelkit immer die beste Lösung ist. Der Erfolg hängt zumeist nur bedingt an der Technik, sondern  an anderen Faktoren – Wille, Mut, wahrgenommene Notwendigkeit, Habitus, Setting etc. sind  relevantere Faktoren als die technische Basis.

Viele dieser Faktoren können externe Berater direkt mit beeinflussen – wir helfen gerne, den strategischen  und erfolgreichen Weg ins digitale Zeitalter zu gehen – Social Media reloaded.

P.S.: Kennt Ihr weitere Beispiele für den Einsatz von Social Software im Berufsalltag?

 

 

 

 

 

5 Kommentare zu
Social Media Reloaded – oder wie das Netz unseren Berufsalltag verändert!

Sehr interessanter Beitrag. Als positives Beispiel eines Social-Media Auftritts verweise ich gern auf unsere Facebook-Seite https://www.facebook.com/AbsolutSportDE
Wir sind ein Reiseveranstalter spezialisiert auf sportliche Großevents und haben während der Fussball-WM 2014 durch Live-Bilder vor Ort einen hohen Interaktivitäts- und allgemeinen Besucherzuwachs verzeichnen können.

HI Dennis,

wenn ich Dich richtig verstehe, dann richtet sich Eure Seite aber an Endkunden? Das meinte ich nicht mit meinen Beitrag. Social Media hat auch die Arbeit in Unternehmen verändert. Schau Dir doch mal meine Beispiele an, dann weißt Du was ich meine.

Liebe Grüße,
Florian

Sowohl als auch. Aufgegriffen wurde auch dein Ansatz der Kommunikation zwischen Unternehmen. Wir haben auf Partner-Reiseveranstalter-Pages aktiv auf unsere Social Media Kanäle aufmerksam gemacht, was sich in der Kommunikation vor Ort in Form des Bekanntheitsgrades bemerkbar gemacht hat.

Stephan

“Telefonkonferenzen via Hangout oder Skype sind Standard geworden”
“Hotelkit […] ist Alltag in den Hotels geworden”

Beides dürfte nicht der Fall sein. Skype kennen sicher bereits viele. Aber fragen Sie doch mal wer weiß, was ein “Hangout” ist? Und wenn Sie 100 Hoteliere fragen würden, ob sie Hotelkit kennen, dann wette ich, dass 95 nicht wissen, was Sie meinen. Auf der Hotelkit-Website steht ja auch: “200+ Hotels arbeiten bereits mit hotelkit” – klingt nicht gerade nach Standard.

Hi Florian,

wir haben unsere Webseite zur Region Spreewald vor einiger Zeit um die Facebookseite https://www.facebook.com/Spreewald.Reiseregion erweitert und können bisher nur positive Erfahrungen berichten. Sicherlich kommt es auch immer wieder zu Kritik, jedoch kann man diese Anregungen auch aufnehmen und sich dadurch stetig verbessern. Wir haben durch Facebook einen direkten Kontakt zu Urlaubern und auch eine Informationsquelle für Interessierte geschaffen. Bilder, Videos und andere Impressionen haben bei uns die besten Interaktionsraten und wir wollen diese Art der Kommunikation nicht mehr missen.

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Florian Bauhuber

… ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte:
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