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13. Juni 2013

Facebook und das Hochwasser 2013

Viele von Euch haben bestimmt mit bekommen, dass Social Media Plattformen während des Hochwasser 2013 eine große Rolle spielen. Auch bei uns intern hat dieses eine Diskussion ausgelöst und ich bin gespannt auf Eure Meinung dazu.

Der Auslöser meines Blogartikels war ein Gespräch zwischen Florian und mir in unserem internen Kommunikationstool Socialcast zu einer Sache, die ich gepostet habe. Im Socialcast teilen wir Informationen, weisen uns auf Neuerungen im Onlinemarketing hin, besprechen neue Produkte oder halten uns über Kundenprojekte auf dem Laufenden. Übrigens ein tolles Tool um die E-Mail Flut in Unternehmen zu begrenzen und die Wissensweitergabe zu fördern.

Ich habe also den folgenden Screenshot eines Facebookposts der Seite Mein Niedersachsen geteilt und ihn mit dem Hashtag #BestPractice markiert:Mein Niedersachsen Werbeanzeige zum Hochwasser

Hier wurde auf der Facebookseite der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH ein Post der Seite Wendland geteilt. Es wurde dazu aufgerufen sich als freiwilliger Helfer zum Sandsack befüllen zu melden. Unten rechts im Screenshot seht ihr, dass es sich um eine Werbeanzeige handelt. Der Post wurde mir also als Werbung in meinen Newsstream bei Facebook geladen. Ich fand es super, dass eine DMO Geld dafür ausgibt und bezahlte Werbeanzeigen schaltet, um Helfer für die Bekämpfung des Hochwasser zu finden.

Die Diskussion ging sofort los und dreht sich nun darum, ist der Post Werbung für einen Katastrophen-Tourismus oder Hilfsbereitschaft der Destinations-Facebookseite, auf der vermutlich auf viele Einheimische „mitlesen“? Die Frage, die wir uns stellen: Sollte eine touristische Organisation das Thema Hochwasser ausblenden und weiterhin nur „Werbung“ für den Tourismusstandort machen? Bei uns gehen die Meinungen auseinander. Was meint ihr dazu?

Ich habe mich weiter bei Facebook umgeschaut um zu schauen wie andere Seiten damit umgehen und möchte euch für die Diskussion auch zwei andere Beispiele zeigen.

Die Jugendherbergen in Deutschland sind, meiner Meinung nach, mit der Situation toll umgegangen. Sie haben auf Facebook darauf hingewiesen, dass die DJH in Passau Zimmer für betroffene Anwohner zur Verfügung stellt. Bei der Community kam das sehr gut an, die Kommentare sind positiv und der Beitrag wurde dementsprechend auch oft geteilt (was dem Edge Rank der Facebookseite natürlich hilft!).

Facebookpost zum Hochwasser von Jugendherbergen in Deutschland

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Facebookseiten, die anders reagieren und sich eher weiter um die Tourismuswerbung kümmern. Auf verschiedenen Seiten sieht man, dass die Bevölkerung das nicht gutheißt und sich entsprechend in den Kommentaren äußert. Auf die kritischen Kommentare wird von den Verantwortlichen in den seltensten Fällen eingegangen…

Negative Kommentare in Facebook zum Hochwasser

Ich möchte nicht von Shitstorms sprechen, das wäre der Situation nicht angemessen. Und die Regionen müssen natürlich auch dafür sorgen, dass künftige Gäste ihre Buchungen für dieses Jahr nicht stornieren. Aber meiner Meinung nach, haben die Destinationsvertreter sich über eine solche Krise noch keine Gedanken gemacht und wissen teilweise wahrscheinlich auch nicht wie sie mit einer solchen Situation umgehen sollen. Habt ihr Kommunikationspläne für Krisenfälle ausgearbeitet? Gibt es Kommunikationsregeln für solche Fälle? Ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Letztendlich haben, meiner Meinung nach, aber soziale Netzwerke wie Facebook auch dazu beigetragen, dass in vielen Hochwassergebieten, die Hilfe so schnell angekurbelt werden konnte. Innerhalb kürzester Zeit wurden Facebookseiten zur Koordination gegründet. Seiten wie Fluthilfe Dresden mit knapp 50.000 Fans oder Infoseite – Hochwasser 2013 Bayern mit ca. 133.000 Fans  koordinieren Hilfseinsätze, sammeln Spenden, motivieren die erschöpften Helfer und Betroffenen des Hochwassers und machen einen ganz tollen Job!!

Ich freue mich auf Eure Meinungen zu dem Blogartikel!

Und wer Unterstützung bei der Ausarbeitung von Krisen-Kommunikationsplänen benötigt, darf uns gerne kontaktieren. 😉

Viele Grüße

Ulrike

Ulrike Katz

Kommentare

6 Kommentare zu
Facebook und das Hochwasser 2013

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