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11. Februar 2013

Strategie als Antwort auf die Komplexität im Internet

Als ich vor ein paar Tagen den Blogartikel zum Thema Bücher geschrieben habe, ist mir noch einmal bewusst geworden, wie weit wir uns in den letzten Jahren im Netz entwickelt haben. Als wir 2006 unseren Blog ins Leben gerufen haben, stand Social Media oder Web 2.0 noch ganz am Anfang. Anschließend rückte immer wieder die Frage in den Mittelpunkt, inwiefern Social Media zur Vermarktung meiner Dienstleistung oder meines Produktes genutzt werden kann. Heute haben wir vielfälltige Ansätze, die mit den aktuellen Entwicklungen im Netz bedient werden können:

  • Marketing: Dieser Blickwinkel ist nach wie vor ein sehr wichtiger Aspekt, wenn man über die Möglichkeiten nachdenkt, die man mit den technologischen Entwicklungen hat. Die Herausforderungen liegen inzwischen darin, die vielen verschiedenen Plattformen sinnvoll zu nutzen und seine Leistungen möglichst zielführend darzulegen: Über welche Themen positioniere ich mich, welche Keywords werden für Suchmaschinen eingesetzt, welche Werte werden vermittelt, mit welcher Story kann das Thema transportiert werden und welche Dienste im Netz können die Inhalte verbreiten. Diese und andere Fragen müssen auf einem zielgerichteten Weg im heutigen Online-Marketing beantwortet werden.
  • Produktentwicklung/ Produktqualität: Die Möglichkeiten des Internets gehen viel weiter als im oben beschriebenen Bereich Marketing. Die Produkt- und Dienstleistungsqualität muss im Tourismus stimmen! Immer mehr Anbieter gehen dazu über, den Kunden bei der Produktentwicklung mit einzubeziehen. Entweder kann der Kunde über mobile Endgeräte Hinweise abgeben, wo es Probleme mit dem Produkt oder der Dienstleistung gibt (Stichwort: mobile Umfragen). Ein anderer Ansatz ist, Kunden und andere Akteure bei der Entwicklung neuer touristischer Produkte mit einzubeziehen (Stichwort: Service Design) – nur Wellness, Radfahren, Wandern oder Kulinarik als touristisches Produkt in Deutschland wird auf Dauer zu wenig sein. Kreativität unter Einbezug vieler Akteure ist hier der springende Punkt – neue Technologien ermöglichen kooperative Arbeitsweisen unter Einbezug diverser Partner.
  • Unternehmensorganisation: Der Satz vorher deutet es schon an: Die Kommunikation in Unternehmen entwickelt sich weiter. Dabei stellt sich mehr denn je die Frage, an welchen Kriterien man die Unternehmensorganisation abgrenzt. Kurzfristige Projektgruppen und flexible Netzwerkstrukturen, welche über die Kommunikationstechniken des Netzes organisiert werden, gewinnen an Bedeutung.
  • Marktforschung: “Big Data” ist gerade ein Schlagwort, welches durch die Medien geistert. Es stehen immer mehr Daten über den Markt zur Verfügung, die genutzt werden können, um daran sowohl seine Produkte als auch seine Vermarktung auszurichten. Ein zielgerichtetes Aufbereiten der Produkte und der Vermarktung wird allein deshalb immer wichtiger, weil auch immer mehr Angebote zur Verfügung stehen und in diesem “Dschungel” schließlich der richtige Gast gefunden werden muss.

In diesem Feld der Möglichkeiten wird es für Unternehmen immer schwieriger, den Überblick zu behalten und sich zurecht zu finden. Unmöglich ist es inzwischen, hemdsärmelig vorzugehen, so wie es in der Vergangenheit möglich war. Ein Plan, um entweder die verschiedenen Felder aufeinander abzustimmen oder innerhalb eines Feld gut zu agieren, ist eine wichtige Voraussetzung, um zielgerichtete Entscheidungen treffen zu können und nachhaltig am Markt wahrgenommen zu werden.

Das Neue Jahr sowie die guten Vorsätze sind eine gute Gelegenheit, zu überlegen, wo man im Jahr 2013 hin will und wie dieser Weg mit Plan und Maß verfolgt werden kann. Viel Spass dabei!

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