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17. Dezember 2012

Warum können landesweite innovative Strategien im Tourismus keinen Preis gewinnen?

Neue Wege beschreiten: Social Media ist ein Prozess und kein Projekt

„Ein Pfad, dem nur wenige folgen, führt zu höherem als eine Straße, die Tausende gehen.“ Nach diesem Leitmotto beschäftigt sich die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) bereits seit dem Jahr 2008  intensiv mit dem Thema Social Media. Im Jahr 2010 wurde das Thema ganzheitlich aufgegriffen und eine Social Media Strategie für den Endkunden (B2C) aber auch für Partner (B2B) erarbeitet

Landesweite Strategie einmalig in Deutschland

Um den Willen zur Zusammenarbeit der Akteure zu festigen, wurde beim Tourismustag 2011 ein „Letter of Intent“ zur Zusammenarbeit von allen relevanten überregional touristisch wirksamen Akteuren unterzeichnet (RPT GmbH – auch in Vertretung für die 10 Regionen -, Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz, DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V., Verband der Campingplatzunternehmer Rheinland-Pfalz und Saarland e.V., Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) und Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V.)

Ganzheitliche Einbindung von Social Media

In mehreren Workshops in den Jahren 2010 und 2011 wurde ein Social Media Leitbild  erarbeitet und verabschiedet. Es gilt für 3-5 Jahre zur Koordination und zielorientierten Ausrichtung von Social Media und damit korrespondierenden Print- und Onlinemaßnahmen. Es ist unterteilt in B2C Ziele, also in einen Zielhorizont der sich auf den Gast bezieht, und B2B-Zielen, die vor allem in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Partnern/Leistungsträgern und lokalen bzw. politischen Akteuren erreicht werden sollen. Eine schöne visuelle Zusammenfassung der Social Media Strategie der RPT hat Sandra Jäger erstellt.

Wie wir hier schon berichtet haben, hat die Social Media Kommunikation im B2B Bereich mit dem Launch des Tourismusnetzwerkes Rheinland-Pfalz eine neue Dimension erreicht.  Ziel des Tourismusnetzwerkes ist es, Wissen zentral teilen zu können, Informationen auszutauschen, aktuelle Entwicklungen zu beobachten und diskutieren sowie die verschiedenen Ansprechpartner zu visualisieren

In der langfristigen Tourismusstrategie für Rheinland Pfalz 2015  wurden die vier Themen „Wandern“, „Radwandern“, „Wein und Weinkulturlandschaften“ und „Gesundheit (Entschleunigung /Medical Wellness und Prävention)“ konzeptionell festgelegt. Diese Social Web Strategie fügt sich in die Tourismusstrategie ein. Die Gesamtstrategie zum Social Web wurde in enger Zusammenarbeit mit den Partnern in Rheinland- Pfalz erarbeitet. Entsprechend wurden in diesen Themenfeldern strategische Entscheidungen im Social Web abgestimmt.

Warum haben aber solche ganzheitlichen innovativen Strategien keine Chance einen Preis zu gewinnen ?

Die einmalige Strategie, die auch zu einem Vorbild für viele Bundesländer geworden ist, hat die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH auch beim deutschen Tourismuspreis 2012 eingereicht. Leider hat es nicht mal zu einer Nominierung gereicht (unter der Kategorie weitere Vordenker, wurde die Strategie erwähnt). Scheinbar werden Projekte, die klar abgrenzbar sind besser verstanden? Betrachtet man die letzten Jahre haben immer abgegrenzte Projekte einen Preis erhalten? Warum? Ist das das Ziel? Projekte und keine Prozesse zu bewerten?

Oder braucht es einen neuen Preis für Strategien um solche Einreichungen mit passenden Kriterien bewerten zu können?

Was haltet ihr davon?

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation

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