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8. November 2012

CommunityCamp Berlin 2012 #CCB12 – ein Rückblick

Ich war in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Community Camp in Berlin und möchte euch einen Einblick natürlich nicht vorenthalten.

 

Das CommunityCamp Berlin fand bereits zum 5. Mal statt und war sehr gut besucht. Folgend möchte ich euch meine wichtigsten Eindrücke und ein paar „trending topics“ kurz vorstellen.

Sichtbarkeit und Content, Content und immer wieder Content

Die Sichtbarkeit im Social Web, insbesondere auf Facebook, war ein immer wieder aufkommendes Diskussionsthema. Durch die Änderungen des Facebook EdgeRanks haben viele Fanpages enorm an Sichtbarkeit verloren, somit stellt sich die Frage: Wie erreiche ich meine Fans noch?

Cat Content vs. echte Inhalte: Viele Firmen posten diverse Inhalte, die überhaupt nichts mit der Marke/der Firma zu tun haben, sogenannten „Cat Content“ („süße Katenbilder“, Posts zum Tag des Kaffees etc.), welcher besonders wirkungsvoll ist, da er die Interaktion enorm fördert und somit die Sichtbarkeit erhöht. Dieser Content dient somit zwar der Sichtbarkeit, aber nicht der Vermittlung von Markenwerten, der Firmen-Philosophie oder der ernsthaften Kommunikation mit dem User – ein zweischneidiges Schwert also.

Sponsored Posts: Richtig angewendet führen auch sponsored Posts zu einer Steigerung der Sichtbarkeit und werden auch von uns bereits effektiv eingesetzt. Hierzu gab es eine interessante Diskussion: um weiterhin auf Facebook sichtbar zu sein, wird es unumgänglich immer mehr Geld in Facebook zu investieren. Hierzu gibt es verschiedene Meinungen: Viele sind verärgert darüber, dass sie auf Facebook jetzt bezahlen müssen, um eine große Fanzahl zu erreichen. Diejenigen, die Facebook jedoch bereits als effektiven Kommunikationskanal mit Fans/Interessenten/(potentiellen) Kunden ansehen, halten es für selbstverständlich, ganz nach dem Motto: „Klar, auf anderen Marketingkanälen bezahlte ich ja auch für meine Sichtbarkeit und auf Facebook erreiche ich viele Menschen.“

Strategische Content-Planung wird insbesondere für große Unternehmen immer wichtiger und orientiert sich sowohl an der Unternehmens- als auch an der Social Media-Strategie. So kann ich meine verschiedenen Kanäle entsprechend sinnvoll einsetzen und entsprechend den Zielen als auch der Zielgruppe bespielen.

Die Welt ist bunt und nicht blau – Community Management ohne Facebook

Insgesamt wurde auf dem Camp sehr viel über Facebook gesprochen, hier wurde jedoch auch festgestellt, dass es immer schwieriger ist, hier Sichbarkeit aufrecht zu erhalten, ohne Page Post Ads zu schalten (siehe oben). Danke @Karsten Wusthoff für die Session: Die Welt ist bunt und nicht blau! Hier haben wir gemeinsam diskutiert, was außerhalb Facebooks passiert und welche Möglichkeiten es noch gibt. Facebook ist und bleibt das größte soziale Netzwerk, dennoch gibt es auch eine Welt außerhalb von Facebook. Viele Unternehmen werden zunehmend abhängig von „dem einen sozialen Netzwerk“. Aber da gibt es doch noch so viel mehr… Die Session hat angeregt und aufgefordert nochmal über den Tellerrand hinauszuschauen – für viele Unternehmen sind einige der anderen sozialen Netzwerke und Communities ebenso sinnvoll und wichtig für die umfassende und nachhaltige Kommunikation im Social Web… Wie seht ihr das?

Social Media und Recht

Dann gab es noch zwei Sessions von Thomas Schwenke zu aktuell viel diskutierten rechtlichen Themen. Hierbei ging es unter anderem um die Impressumspflicht, welche nicht nur für Websites, sondern auch für alle Social Media Kanäle gilt. Hier haben wir abgewogen, wie man dies gewährleisten und auf den verschiedenen Kanälen einbinden kann, um hier nicht abgemahnt zu werden. Darüber hinaus ging es noch um Bilderrechte und urheberrechtlichen Schutz von Bildern, ein im Social Web oft schwieriges Thema mit einigen zu berücksichtigenden Aspekten.

Monitoring und Key Performance Indikatoren (KPIS) im Community Management

Das Thema „Key Performance Indikatoren im Community Management“ wurde in vielen Sessions immer wieder angesprochen und diskutiert. Mein Fazit: Da es sich bei Social Media Auftritten vielmehr um Imagebildung und Kommunikation mit Interessenten/Fans/(potentiellen) Kunden etc. und nicht um ein Verkaufstool handelt, sind KPIs oft schwer bestimm- und messbar und auch (wenn falsch eingesetzt) nicht immer sinnvoll. Dennoch sind KPIs unumgänglich, da der Kunde/Betreiber sie fordert und braucht. Hierbei ist jedoch Voraussetzung, dass diese anhand der gesetzten Ziele (aus der Strategie) festgelegt werden und nach der Erhebung entsprechend ausgewertet werden. Ein KPI ohne Handlungsempfehlungen ist nicht viel wert. Somit können diese auch im Bereich Monitoring sinnvoll eingesetzt werden.

Das Thema Monitoring wird als zunehmend relevant betrachtet, um nachhaltiges Community Management betreiben zu können. Dieses kann entsprechend für einzelne Plattformen, aber auch umfassend betrieben werden und dient dazu die eigene Performance zu überprüfen, Benchmarking zu betreiben, Motivation zu stiften und Erfolge aufzeigen. Monitoring dient vor allem als Tool um sinnvolle Maßnahmen und strategische Implikationen aufzeigen zu können.

Dies waren nur einige Einblicke der vielfältigen Inhalte, welche auf dem Camp diskutiert wurden.

Mein Fazit:

…fällt absolut positiv aus: Ich fand das Camp äußerst interessant und insbesondere den Austausch echt toll. Es wurde inhaltlich ein sehr vielfältiges Themenspektrum abgedeckt (sowas zeichnet Camps ja in der Regel aus ;-)) und es gab viele interessante Gespräche. Ich hatte eine gute Chance mich mit Gleichgesinnten über aktuelle Themen des Community Managements auszutauschen und konnte einige neue Ideen und Erkenntnisse zurück mit nach Eichstätt bringen.

Ein großes Dankeschön auch von mir an die fleißigen Organisatoren und Sponsoren, es war toll und ich komme gerne nächstes Jahr wieder!

Liebe Grüße,
Isabelle

Isabelle von Alvensleben

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