Visit Norway – Kundenbindung durch Gamification

Gamification im Tourismus – habt ihr es schon gesehen? Auf der Website von Visit Norway könnt ihr euch seit einiger Zeit mit anderen Kunden im Skispringen messen. Neu ist die vermehrte Werbung im und ums Spiel. Interaktives Entertainment mit positivem Nebeneffekt – denkt ihr das klappt?

Spielbericht – Holmenkollen Skispringen

Entwickelt wurde das Spiel von der Agentur agens. Nachdem ihr die Sprache gewählt habt, geht’s auch schon los. Auf die richtigen Windverhältnisse warten und mit der Leertaste den Absprung bestimmen. Die Haltung könnt ihr mit den Pfeiltasten beeinflussen – bessere Noten ergeben natürlich mehr Punkte. Nach der Landung erscheinen Links zur Destination Norwegen: mit einem Klick könnt ihr euch über Urlaub etc. informieren, praktisch oder?

Einen viralen Effekt hat das Spiel auch. Nach zwei Sprüngen von der Schanze, kann der User sein Ergebnis über Facebook oder Twitter teilen. Auch die Weiterempfehlung per E-Mail und sogar die Einbindung des Spiels in den eigenen Blog ist möglich.

Kundenbindung im Wandel

Der Traum eines jeden Marketingteams: Kunden, die sich aus intrinsicher Motivation mit Unternehmen und Produkten beschäftigen…

Eben dies verspricht Gamification! Wer kennt das nicht, geht es um gewinnen oder verlieren, werden ungeahnte Motivationen freigesetzt. Warum nicht dieses Potential nutzen, um Kunden für eine Destination zu begeistern? Einfach den richtigen Anreiz schaffen (Badges, Ranglisten, Punktesysteme, Erfahrungspunkte etc.) und schon startet die Kundenbindung 2.0.

Neuer Trend – warum?

Im Hype Cycle ist Gamification noch nicht auf dem Höhepunkt der übersteigerten Erwartungen angekommen. Sprich: es ist also noch für eine Überraschung gut! Wo seht ihr weitere Vorteile? In der aktiven Einbindung des Kunden, in der emotionalen Verbindung?
Nichtsdestotrotz: Unterhaltung ist erfreulich, Effizienz unabdingbar. Daher sollten Unternehmensziele sowie Wünsche der Zielgruppe bereits bei der Entwicklung eines Spiels bedacht werden.

PhotoCity – Interaktive Idee für Destinationen?

Eins noch, kennt ihr PhotoCity? Dieser Gamification Ansatz wäre für Destinationen sehr interessant:

Touristen gehen auf virtuelle Schnitzeljagd, Flaggen werden gejagt und Fotos aufgenommen – so können Burgen erobert und Punkte gewonnen werden. Eine gute Möglichkeit, um Destinationen interaktiver zu gestalten?

So oder so, Gamification ist und bleibt ein aktuelles Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Ein weiterer Blogartikel wird daher auch folgen – ihr könnt also gespannt abwarten!

Viele Grüße

Daniel S., Laura und Ulrike

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4 Kommentare zu “Visit Norway – Kundenbindung durch Gamification”

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[...] das Institut für eTourismus hat einen interessanten Bericht zum Thema Gamification im Tourismus geschrieben, beispielhaft vorgestellt mit Visit Norway und deren Sprungschanze-Spiel. [...]

Prinzipiell finde ich solche Kombinationen immer sehr gut. Man sollte jedoch dabei einige Dinge beachten. Die Verbindung von Spiel und Werbung sollte immer einen direkten Bezug haben und nicht aus der Luft gegriffen sein. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Werbung für den User nicht störend ist und nicht den Spielspaß vermindert.

Hallo Bernd,
da stimme ich Dir zu.
Ich persönlich finde die Verbindung bei Visit Norway sehr gut gelöst. Das Thema Skispringen auf der Holmenkollen Schanze hängt mit dem Reiseland Norwegen und der Destination Oslo zusammen, da es für einige Gäste bestimmt der Reisegrund ist. Zudem wird die Kombination bei potentiellen Gästen im Kopf verankert.
Liebe Grüße
Ulrike

[...] wurde ich auf PhotoCity durch einen Beitrag der Agentur Tourismuszukunft. Dank an dieser [...]


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