Google wertet Suchanfragen aus – Tourismuszukunft auch

Als Daniel S. am Freitag in unserem Socialcast einen Blogartikel von Googles offiziellem Blog mit dem Thema “Google Maps shows how we spent summer 2012” gepostet hat, musste ich sofort an unsere Potentialanalyse denken (vor über einem Jahr haben wir schon mal einen Blogartikel über unsere Potentialanalyse geschrieben). Google ist also inzwischen auch auf die Idee gekommen, touristische Suchanfragen thematisch zu analysieren. Ähnliches macht Google mit “Flu Trends” ja schon seit einer Weile in Bezug auf weltweite Grippetrends.

Jetzt hat Google also die populärsten Suchanfragen für einzelne Länder im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang September auf Google Maps gesammelt und ausgewertet. Ziel war es, herauszufinden, wie die einzelnen untersuchten Nationen ihren Sommer verbringen. Deutschland war bei der Untersuchung leider nicht dabei. Dafür aber die Niederlande (???), naja…

Der Unterschied zwischen Googles Analyse und unserer Potentialanalyse

Google macht also das Gleiche wie wir seit ca. zwei Jahren (oder wir machen seit zwei Jahren das Gleiche wie Google ;-) ). Aber worin liegen die Unterschiede?

Zum einen: Google benötigt keine Netzwerke an Begrifflichkeiten, da sie die Schlagworte ja kennen, die in die Suchmaschine eingegeben werden. Wir aber kennen diese Suchbegriffe (noch) nicht. Deshalb haben wir ein sehr große Ontologie an verschiedensten Begrifflichkeiten, auf das wir jeder Zeit zurückgreifen können.

Weil es Google kann – und wir auch

Ein weiterer Unterschied liegt in der Themenzuordnung der Suchbegriffe. Google ordnet die eingegebenen Begriffe höchstwahrscheinlich automatisiert zu, wir nicht. Klar, automatisiert geht schneller. Aber seien wir mal ehrlich: Hier ein zuverlässiges (!!!) Programm zu programmieren, kostet viel Zeit und damit Geld. Außerdem können sich dadurch Fehler einschleichen. Bei unserer Themenzuordnung der Begriffe können Zuordnungsfehler praktisch ausgeschlossen werden. Außerdem können wir somit regionale POIs den relevanten Themen zuweisen. Klar, dass der Eiffelturm in Paris steht und das Empire State Building in New York gebaut wurde, ist leicht zu erkennen. Aber kann Google auch wissen, dass das Memmetfeuer auf Juist zu finden ist? Oder ordnet Google das Mercedes-Benz- oder das Porsche-Museum in Stuttgart sowohl der Thematik “Museen” als auch der für Stuttgart äußerst relevanten Thematik “Automobil” zu? Wir wissen es nicht – vermuten aber: Nein! Google denkt hier nun mal globaler! Wir können durch unsere Zuordnung regionale Gegebenheiten und Themen einfach besser berücksichtigen. Auch dass wir uns im Vorfeld der Potentialanalyse umfassend mit der Destination/dem Unternehmen beschäftigen, ist sicherlich kein Nachteil.

Der dritte Unterschied zwischen Googles Methode und der von Tourismuszukunft liegt darin, dass Google seine Daten aus Google Maps “bezieht”, wir beziehen unsere Daten aus der organischen Google-Suche. Und warum ist das so? Weil Google es kann! ;-) Wir haben keinen so umfassenden Zugriff auf die Daten hinter Google-Maps bzw. der Suche bei Google-Maps. Aber wir können auf das Suchvolumen sowie weitere Daten der organischen Suche zurückgreifen. Und das machen wir natürlich auch.

Google macht’s im Großen – wir im Kleinen

Fazit: Googles Zusammenstellung ist äußerst interessant. Aber für einzelne Destinationen oder Akteure schwer zu verwenden. Zum einen bezieht sich Google nur auf die Länder, zum anderen sind die Themen sehr weit gefasst. Wir können die Themen (auch kleinerer) Destinationen oder Akteure genau aufsplitten und detailliert die Unterschiede aufzeigen. Auch können wir mit unserer Methode versteckte Potentiale aufdecken oder bisher als wichtig erachtete Themen als weniger wichtig identifizieren. Wir wissen also was den Markt, ergo den Gast interessiert und wir kennen die (Online-)Nachfrage. Denn: Kundenorientierung bedeutet, genau die Themen zu spielen, die der Kunde erwartet. Darüber hinaus trägt die Themenorientierung positiv zur Sichtbarkeit in Suchmaschinen bei – SEO-Strategie lässt grüßen.

Übrigens: Wir können sogar (Konkurrenz-)Destinationen miteinander vergleichen! ;-) Bei Fragen können Sie sich/könnt ihr euch gerne an mich oder Janina wenden.

Viele Grüße,

Ben und Janina

bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark


Ihren XING-Kontakten zeigen

5 Kommentare zu “Google wertet Suchanfragen aus – Tourismuszukunft auch”

Füge einen Kommentar hinzu

[...] Google wertet Suchanfragen aus – Tourismuszukunft auchTourismuszukunft – das Tourismusblog (Blog)Jetzt hat Google also die populärsten Suchanfragen für einzelne Länder im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang September auf Google Maps gesammelt und ausgewertet. Ziel war es, herauszufinden, wie die einzelnen untersuchten Nationen ihren Sommer … [...]

[...] Das über die Google-Suchanfragen Grippewellen prognostiziert werden können, ist sicherlich bekannt. Jetzt wertet Google auf Basis von Suchanfragen auch das Urlaubsverhalten aus. Die Agentur Tourismusz…. [...]

[...] – welche Themen sind gerade aktuell? (Mit unserer Potentialanalyse, die wir seit 3 Jahren für verschiedene Kunden durchgeführt haben, können wir hier [...]

[...] den letzten Wochen haben wir auf Basis der Methodik unserer Potentialanalyse eine Studie zum Thema Reiseveranstalter durchgeführt. Ziel war es, abzuleiten, wie sich die [...]

[...] Ebene besser zu positionieren. Natürlich stehen wir mit den durchgeführten SEO Maßnahmen noch nicht wirklich am Ende, aber ich würde euch trotzdem gerne ein paar Einblicke in dieses [...]


Einen Kommentar hinzufügen

Newsletter abonnieren
von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

Wer wir sind

Tourismuszukunft - Institut für eTourismus versteht sich als der führende eTourismus- ThinkTank im deutsch- sprachigen Raum. Neutralität, kontinuierliche Innovation und konsequente Kunden- orientierung sind unsere zentralen Unternehmenswerte! Mehr über uns...

Tourismuszukunft – das Tourismusblog

ist das führende Weblog im Tourismus. Thematische Schwerpunkte sind neue Technologien, neue Geschäftsmodelle und Konzepte im eTourismus und die Veränderung der Branche durch das Internet.

Daniel Amersdorffer

Xing Profil Tourismuszukunft bei Slideshare

Florian Bauhuber

Xing Profil

Jens Oellrich

Xing Profil Bookmark

Michael Faber

Wer sind Sie?

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Melden Sie sich einfach, wenn Sie Fragen haben... Kontakt aufnehmen!

Newsletter abonnieren

Jetzt können Sie neueste Informationen, aktuelle Angebote und Termine über unseren Newsletter erhalten!

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein, um sich anzumelden.

bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark

Kostenlos abonnieren


Tourismuscamp powered by
Tourismuszukunft & Universität Eichstätt
Micecamp powered by Tourismuszukunft, Meet Berlin & HSMA
Micecamp powered by
Tourismuszukunft, Meet Berlin & HSMA
Hotelcamp powered by Tourismuszukunft & HSMA
Hotelcamp powered by
Tourismuszukunft & HSMA
Touristikcamp powered by Tourismuszukunft & TMA
Touristikcamp powered by
Tourismuszukunft & TMA

Ideacamp Thesen

Download der Ideacamp Thesen
powered by
Thomas Cook & Tourismuszukunft

Unsere Fans in Facebook

tourismuszukunft.de auf Facebook

Tourismuszukunft @ Youtube

Service Design im Tourismus: Tourismuscamp 2013