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21. September 2012

Google wertet Suchanfragen aus – Tourismuszukunft auch

Als Daniel S. am Freitag in unserem Socialcast einen Blogartikel von Googles offiziellem Blog mit dem Thema “Google Maps shows how we spent summer 2012” gepostet hat, musste ich sofort an unsere Potentialanalyse denken (vor über einem Jahr haben wir schon mal einen Blogartikel über unsere Potentialanalyse geschrieben). Google ist also inzwischen auch auf die Idee gekommen, touristische Suchanfragen thematisch zu analysieren. Ähnliches macht Google mit “Flu Trends” ja schon seit einer Weile in Bezug auf weltweite Grippetrends.

Jetzt hat Google also die populärsten Suchanfragen für einzelne Länder im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang September auf Google Maps gesammelt und ausgewertet. Ziel war es, herauszufinden, wie die einzelnen untersuchten Nationen ihren Sommer verbringen. Deutschland war bei der Untersuchung leider nicht dabei. Dafür aber die Niederlande (???), naja…

Der Unterschied zwischen Googles Analyse und unserer Potentialanalyse

Google macht also das Gleiche wie wir seit ca. zwei Jahren (oder wir machen seit zwei Jahren das Gleiche wie Google 😉 ). Aber worin liegen die Unterschiede?

Zum einen: Google benötigt keine Netzwerke an Begrifflichkeiten, da sie die Schlagworte ja kennen, die in die Suchmaschine eingegeben werden. Wir aber kennen diese Suchbegriffe (noch) nicht. Deshalb haben wir ein sehr große Ontologie an verschiedensten Begrifflichkeiten, auf das wir jeder Zeit zurückgreifen können.

Weil es Google kann – und wir auch

Ein weiterer Unterschied liegt in der Themenzuordnung der Suchbegriffe. Google ordnet die eingegebenen Begriffe höchstwahrscheinlich automatisiert zu, wir nicht. Klar, automatisiert geht schneller. Aber seien wir mal ehrlich: Hier ein zuverlässiges (!!!) Programm zu programmieren, kostet viel Zeit und damit Geld. Außerdem können sich dadurch Fehler einschleichen. Bei unserer Themenzuordnung der Begriffe können Zuordnungsfehler praktisch ausgeschlossen werden. Außerdem können wir somit regionale POIs den relevanten Themen zuweisen. Klar, dass der Eiffelturm in Paris steht und das Empire State Building in New York gebaut wurde, ist leicht zu erkennen. Aber kann Google auch wissen, dass das Memmetfeuer auf Juist zu finden ist? Oder ordnet Google das Mercedes-Benz- oder das Porsche-Museum in Stuttgart sowohl der Thematik “Museen” als auch der für Stuttgart äußerst relevanten Thematik “Automobil” zu? Wir wissen es nicht – vermuten aber: Nein! Google denkt hier nun mal globaler! Wir können durch unsere Zuordnung regionale Gegebenheiten und Themen einfach besser berücksichtigen. Auch dass wir uns im Vorfeld der Potentialanalyse umfassend mit der Destination/dem Unternehmen beschäftigen, ist sicherlich kein Nachteil.

Der dritte Unterschied zwischen Googles Methode und der von Tourismuszukunft liegt darin, dass Google seine Daten aus Google Maps “bezieht”, wir beziehen unsere Daten aus der organischen Google-Suche. Und warum ist das so? Weil Google es kann! 😉 Wir haben keinen so umfassenden Zugriff auf die Daten hinter Google-Maps bzw. der Suche bei Google-Maps. Aber wir können auf das Suchvolumen sowie weitere Daten der organischen Suche zurückgreifen. Und das machen wir natürlich auch.

Google macht’s im Großen – wir im Kleinen

Fazit: Googles Zusammenstellung ist äußerst interessant. Aber für einzelne Destinationen oder Akteure schwer zu verwenden. Zum einen bezieht sich Google nur auf die Länder, zum anderen sind die Themen sehr weit gefasst. Wir können die Themen (auch kleinerer) Destinationen oder Akteure genau aufsplitten und detailliert die Unterschiede aufzeigen. Auch können wir mit unserer Methode versteckte Potentiale aufdecken oder bisher als wichtig erachtete Themen als weniger wichtig identifizieren. Wir wissen also was den Markt, ergo den Gast interessiert und wir kennen die (Online-)Nachfrage. Denn: Kundenorientierung bedeutet, genau die Themen zu spielen, die der Kunde erwartet. Darüber hinaus trägt die Themenorientierung positiv zur Sichtbarkeit in Suchmaschinen bei – SEO-Strategie lässt grüßen.

Übrigens: Wir können sogar (Konkurrenz-)Destinationen miteinander vergleichen! 😉 Bei Fragen können Sie sich/könnt ihr euch gerne an mich oder Janina wenden.

Viele Grüße,

Ben und Janina

Benjamin Gottstein

...ist Netzwerkpartner im Bereich Market Research bei Tourismuszukunft. Er studierte den Bachelor Geographie mit Schwerpunkt Freizeit, Tourismus und Umwelt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 2010 arbeitet er als Praktikant, Werkstudent und seit 2012 als Projektleiter im Bereich Market Research bei Tourismuszukunft. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema Crowdsourcing. Seine Schwerpunkte sind im Bereich Keywordanalysen, Markenwerte, KPIs, Potentialanalysen und Crossmedia.

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