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12. Juli 2012

Social Media im österreichischen Tourismus – Diplomarbeit

Welche Bedeutung hat Social Media für österreichische Tourismusverbände? – Mit dieser Thematik beschäftigte sich David Starzer im Rahmen seiner Diplomarbeit für Wirtschaftsinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz und führte dazu verschiedene Studien zu der Social Media Nutzung österreichischer Tourismusverbände durch.

Die Mehrheit der befragten Verbände schätzt bereits jetzt Social-Media-Anwendungen als eher bedeutsam oder sehr bedeutsam ein. Starzer stellte hierbei fest, dass besonders die Verbände mit ohnehin hoher Bettenauslastung Social Media eine höhere Bedeutung beimaßen.

Wie wird Social Media genutzt?

Die Tourismusverbände gaben an, dass sie Social Media vor allem als Werbeträger und Service- und Supportsystem nutzten und weniger zur Unterstützung des Vertriebs, als Marktforschungsinstrument oder zur internen Kommunikation. Starzer schloss daraus, dass Social-Media-Aktivitäten in unterschiedlichen Aufbaustufen verwendet werden. Wenn die finanziellen und zeitlichen Mittel begrenzt sind, wird zurerst in Werbung und weniger in Marktforschung investiert, da dies nicht unbedingt als Erfolgsfaktor gesehen wird. Starzer empfahl aber, diese Sichtweise kritisch zu hinterfragen, da Marktforschung für die Positionierung einer Destination unerlässlich ist.

Diplomarbeit Social Media Aktivitäten

Kaum einer der befragten Tourismusverbände in Österreich führte eine strategische Planung seiner Social-Media-Aktivitäten durch. Dadurch sei es aber problematisch, objektiv Rückschlüsse auf einen Erfolg zu sehen. Grund dafür könnte der Mangel an Methoden und Kennzahlen für Social Media Controlling sein. Starzer sieht hier dringenden Forschungsbedarf.

Bei den vier untersuchten Bundesländern Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol und Steiermark lagen Tirols Tourismusverbände bei der Social-Media-Nutung vorne. Starzer stellte ebenfalls fest, dass in Tirol Social-Media-Controlling als eher bedeutsam angesehen wurde und auch eher Anreizsysteme geschaffen wurden, dass Benutzer aktiv Inhalte beisteuern können. Die am häufigsten genutzte Social-Media-Anwendung war mit Abstand Facebook. Seltener verwendete Anwendungen sind Google+, Blogs, Twitter, HolidayCheck, Tiscover, Flickr, Youtube und Geotagging.

Diplomarbeit Bundesländer

Tourismusverbände, die Social Media zur Marktforschung verwendeten, nutzten in erster Linie Google Alerts und integrierte Suchfunktionen wie Twitter Advanced Search. Überwacht wurden hierbei die Reputation der eigenen Destination, Auswirkungen einer eigenen Social-Media-Aktivität und die Erwartungshaltungen von Kunden.

Zukünftige Entwicklungen

Hauptsächlich jene Tourismusverbände, die Social Media bereits jetzt eine hohe Bedeutung beimessen, wollen ihre Aktivitäten auch in Zukunft steigern. Starzer erklärte, daraus könne man schließen, dass sie mit ihrem Erfolg zufrieden sind und in ihren Social-Media-Aktivitäten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Verbänden sehen.

Sollten Sie Interesse daran haben, die gesamte Diplomarbeit (204 Seiten) zu erwerben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an David Starzer: david.starzer@gmx.at

Viele Grüße,

Florian und Tanja

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation

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