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16. Juli 2012

Die Relevanz von Pinterest für den Tourismus: “(P)inspiration” – oder warum Destinationen imaginäre Welten sein dürfen

Im folgenden Artikel möchten wir nochmal genauer auf Pinterest eingehen – eine Plattform bei welcher zum ersten Mal die Frauen die Early Adopter sind.

Wozu dient Pinterest eigentlich? Zum Stöbern und Inspirieren? … bei all den schönen Bildern, von Kleidern, Süßem, Frisuren, traumhaften Gemälden und Landschaften…?

Da scheint es doch logisch, dass laut Tamba72% der User Frauen sind. Dies sei nochmal besonders hervorgehoben, da es sonst bei neuen Plattformen immer die Männer waren, welche sich zuerst dafür interessiert haben. Dieses Mal ist es anders!

Pinterest liefert Traffic

Einer aktuellen Studie von shareaholic zufolge liefert Pinterest im Durchschnitt bereits jetzt mehr Referral Traffic als Bing, StumbleUpon und Twitter – reife Leistung sagen wir! An einem konkreten Beispiel betrachtet: Die Shopping-Plattform bottica.com veröffentlichte kürzlich eine Infographik zum Verhalten ihrer User(innen), die von Facebook oder Pinterest auf die Seite gelangen.  Pinterest ist sozusagen eindeutiger Gewinner! User(innen) die von Pinterest auf Bottica gelangen, geben nicht nur doppelt so viel Geld wie die Facebook User(innen) aus, sondern sie generieren immerhin ganze 10% der Transaktionen.

Die Interessen der User

Die Hauptinteressen der User(innen) liegen laut der vorliegenden Tamba Infographik bei:

  1. Fashion Designers & Collections
  2. Music Art & Memorabilia
  3. Vineyards & Wine Tourism.
Hier ist der Tourismus also bereits ganz vorne dabei!

Pinterest bietet durch seine ansprechenden Pins also viel Raum zum Stöbern und Shoppen, viel wichtiger aber für uns (Touristiker), zum Träumen!

Das Potenzial für den Tourismus

Warum nutzen dann noch nicht mehr touristische Anbieter diese Plattform? Schließlich haben 2011 schon 70% der Deutschen das Internet zur Informationsbeschaffung, und ganze 42% zur Buchung touristischer Leistungen genutzt (Reiseanalyse 2011).  Pinner wie die Buchungsplattform  Mr & Mrs Smith auf Pinterest oder auch Booking.com verleiten ja geradezu zum Urlaub buchen. Auch unter den Destinationen gibt es bereits Best-Practice Beispiele, so zum Beispiel Bayern Tourismus. Und ist es nicht so, dass die Reiseentscheidung meist bei den Damen der Schöpfung liegt? Zum Beispiel entscheiden in den USA 92% der Frauen (Salzburger Verwaltungsakademie) über die nächste Reise.

Mr & Mrs Smith Pinterest

Destinationen, Reiseplattformen und Hotels können hier gezielt imaginäre Welten entstehen lassen und Sehnsüchte hervorrufen. Das immaterielle Produkt “Reise / Urlaub” ließ sich ja schon immer über Bilder hervorragend visualisieren um eine Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen. Bei Pinterest jedoch nur, wenn die richtigen Bilder oder besser Kunstwerke gepinnt werden! Und genau diese Kunstwerke werden benötigt um aufzufallen. Dies bestätigt auch der iConsultants  Ratgeber zum Business Nutzen von Pinterest, in dem es heißt, man brauche „auffällige, einzigartige Bilder“ um die Massen auf sich aufmerksam zu machen. Verlieren also jetzt die mühsam erstellten User-generated-contents auf Facebook und Co. schon wieder an Wert? Nein, denn Pinterest kann als ergänzende Plattform genutzt werden.

Der Reisezyklus

Die Interessen der User und Nutzerzahlen beweisen, dass sie auf der Suche nach Inszenierung und Inspiration sind. Destinationen und Hotels können hier dem potenziellen Gast ihr Umfeld perfekt inszeniert präsentieren, ohne dass es künstlich oder falsch wirkt, denn genau das ist gefragt.

Betrachtet man einmal die Phasen des Reisezyklus’, so kann Pinterest fast komplett integriert werden:

  • Inspiration: Well, it’s obvious.
  • Planung: Es gibt durchaus auch die Möglichkeit (z.B. bei Much Better Adventures) sich Teile der geplanten Reise direkt auszusuchen und zusammenzustellen.
  • Buchen: Gibt es die richtigen Backlinks, gelange ich mit einem Klick zur Buchung meines Traumhotels oder gewünschten Erlebnisses.
  • Auf der Reise: Die Suche nach den perfekten Pinterest-Orten.
  • Nach der Reise: Erstellen einer eigenen inszenierten Bilder-Welt / Board (und Interaktion mit der Destination/dem Akteur)

Ein eigenes Profil auf Pinterest, welches es im Moment nur auf Englisch gibt, kann man sich jedoch immer noch nur durch eine Einladung erstellen. Dann kann es losgehen und mit den richtigen Bildern generiert man schnell einen Follower-Stamm. Die User verbringen immerhin 15,8 Minuten pro Besuch in Pinterest, laut Modea. Das sind sogar über 3 Minuten mehr, als User in Facebook verbringen.

Warum also nicht diese Chance nutzen?

In diesem Sinne – frohes Pinnen!

Viele Grüße von Lisa Bettendorf & Isabelle von Alvensleben

Isabelle von Alvensleben

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Die Relevanz von Pinterest für den Tourismus: “(P)inspiration” – oder warum Destinationen imaginäre Welten sein dürfen

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