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24. Mai 2012

Facebook Städtenamen – ein Appell an Facebook!

Facebook Städtenamen Ade! unser Blogbeitrag von gestern schlägt gerade Wellen nicht nur im Internet sondern auch Offline. Aber lasst uns doch mal gemeinsam etwas darüber nachdenken! Was macht Facebook hier gerade! Laut Facebook: „kann niemand eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen.“

Ist dem so? Was passiert hier gerade?

Facebook nimmt gerade jeder Stadt oder Region, die durch eine Mail verständigt wurde, den Markennamen weg und zwingt ihn diesen zu verändern (innerhalb 3 Wochen)! Die Regionen und Städte werben jedoch in der Realität nicht mit Visit Nürnberg – nein, sie werben mit Nürberg! Das wäre doch genauso, wenn Sie zu Bayern München sagen würden, bitte wirb nicht mit Bayern München, da niemand Städtenamen und Ländernamen beanspruchen darf.

Nürnberg, München und Dortmund sind Marken – und sie haben jahrelang diese Marken hart und mit viele Geld und Zeit aufgebaut. Die Äußerungen z.B. von Matthias Rothermund – GF von Dortmund Tourismus – sind nur allzu verständlich:

“Grundsätzlich ist die Richtung, in die das Ganze geht, meiner Meinung nach sehr betrüblich: Wir schaffen mit unserer Arbeit guten Content und viel Traffic. Facebook nimmt sich nun den Ortsnamen, akkumuliert die wertigsten Inhalte zu der jeweiligen Destination unter diesem Namen und schafft sich somit die Facebook-Destinationsplattform überhaupt. Das Geldverdienen fällt dann natürlich wesentlich leichter. Wir “füttern” also deren Destinationspage und machen somit einen Großteil der Arbeit für die. Es ist halt ein großer Unterschied, ob ich eine Stadt “like” oder nur den touristischen Zweig. Ich bin gespannt, ob wir grundsätzlich auch von dieser Entwicklung profitieren können.”

Deshalb hier unser klarer Appell an Facebook – natürlich hat jemand Anspruch auf Städtenamen – die offizieller Inhaber und Vertreter der Marke! Es macht überhaupt keinen Sinn – auch für Euch nicht, wenn folgende Aussage auf der Fanpage von allfacebook stimmt: “Facebook hat uns gegenüber gerade klar gestellt, dass man diese Seiten nicht selbst nutzen wird.”

 

Wie seht Ihr das?

 

 

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

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