Ein Nachruf zum Barcamp Südtirol – Meran #bcs12

Nun ist es schon wieder rum! Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Südtirol Barcamp im schönen Meran, das von der Südtirol Marketing Gesellschaft, TIS innovation park South Tirol und dem Hoteliers und Gastwirteverband Südtirol organisiert wurde.

Trotz des doch sehr durchwachsenden Wetters war das Camp – mit kleiner Teilnehmerzahl doch sehr überschaubar – eine tolle Veranstaltung. Thematisch waren die Sessions sehr breit aufgestellt. Neben einigen Diskussionen über  Produkte  ging es hauptsächlich natürlich auch um die Neuerungen rund um Google und welche Auswirkungen diese für den Tourismus haben: sprich um den Hotelfinder in Konkurrenz zu anderen Buchungsplattformen wie Booking Südtirol,  um Google Travel Ads und das neue Tier von Google, dem “Penguin Update”.  Was Google mit Letzterem erreichen will, ist eine qualitative Verbesserung der Suchergebnisse. Beim Panda-Update hieß der richtige Weg  Onpage-Optimierung – jetzt heißt es Richtung Off-Page Optimierung zu gehen! Neben den klassischen Fragstellungen rund um Social Media, Facebook Ads, SEM und SEO (wobei ich das Gefühl hier hatte, dass der strategische Gedanke von Social Media bei weitem noch nicht überall angekommen ist) ging es auch um den Einsatz von Neuromarketing Methodiken im Tourismus, mit dem wir uns auch schon seit einiger Zeit intensiv befassen. Dieser wissenschaftliche Ansatz beschäftigt sich damit, dass Kaufen eine emotional unbewusste Entscheidung ist. Konsumenten lassen sich extrem stark über Emotionen und ihr Umfeld zum Kauf einer Dienstleistung verleiten. Neuromarketing heißt demnach auch ein konsequenter Schritt weg vom USP  Richtung ESP (Emotional Selling Proposition).

Kurz und knapp mein Fazit zum Barcamp in Südtirol:

Thematisch war die Veranstaltung ganz gut aufgestellt, wobei ich mir mehr Vertreter von Destinationen unter den Teilnehmern gewünscht hätte. Berater und Agenturen haben das Bild des Camps doch sehr dominiert, was einen Wissensaustausch doch sehr stark eingeschränkt hat. Schade fand ich auch, dass die Abendveranstaltung des ersten Tages mangels Personen im Grunde genommen nicht statt gefunden hat. Lag wohl auch daran, dass ein Großteil der Teilnehmer aus der  “‘näheren Umgebung” kam.

Ich freu mich schon aufs nächste Barcamp in Südtirol!

Und wie fandet ihr das Camp?

Liebe Grüße

euer Daniel S.

Übrigens: Es war mir eine Ehre, das Barcamp auch musikalisch zu bereichern ;)

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5 Kommentare zu “Ein Nachruf zum Barcamp Südtirol – Meran #bcs12”

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Lieber Daniel,
ganz herzlichen Dank für Deinen Rückblick. Sehr schön, ich beneide Dich, dass Du dabei warst, nein, vielmehr: schade, dass ich andere Termine hatte und nicht mit Euch in Meran sein konnte. Hoffentlich klappts beim nächsten Mal. Und ich hoffe doch sehr, dass das kommt. Insofern finde ich Deine Überschrift etwas makaber: ein Nachruf ist für einen Toten. Und ich bin mir sicher: Südtirol lebt! Und das Barcamp Südtirol lebt auch!
Nix für ungut!
Liebe Grüße
Götz

Lieber Götz,

danke dir für deine ehrlichen Worte – Ist natürlich auch nicht so gemeint, dass das Camp tot ist;)

Viele Grüße

Daniel

Tja Südtirol ist halt doch für Bayern etwas weit vom Schuß. Relativ zumindest.
Vielleicht kann man diese Veranstaltung ja wieder nach Bayern bringen, um die neuronalen Marketing Netzwerke dort weiter auszubauen und die unbewußten Entscheidungen bei einem Weißbier herbeizuführen.

beste Grüße
Mike

@Mike: na, geh bitte, bist deppert? (bitte mit leicht österreichischem Akzent aussprechen)
Ich find’s super, dass unsere südtiroler Freunde so etwas endlich auf die Beine stellen. Ausserdem ist Meran einfach einer herrlicher Ort dafür. Und ich weiss, dass in Südtirol noch viel mehr ähnlich bzw. anders schöne Orte für Barcamps sind. Und die 3-4 Std. Anreise ex München nehme ich dafür gern in Kauf.
(Bei mir waren diesmal einfach zuviel andere Termine auf diesem Wochenende.)

Vielen Dank erstmal für deinen Bericht über das Barcamp. Es war das zweite Barcamp in Südtirol und dafür finde ich doch gut besucht. Auch den Wissensaustausch fand ich eigentlich sehr gut und wie man aus dem ersten Teil des Artikels liest hast du ja auch etwas mitgenommen aus den Diskussionen ;-) Trotzdem hast du in gewisser Hinsicht auch Recht die Barcamp Kultur ist in Südtirol noch nicht ganz zu den Hotels durchgedrungen. Sind beim überlegen ob wir ähnlich wie beim Castlecamp eine Veranstaltung vor dem eigentlich Barcamp für Hoteliere machen, dann würden womöglich einige auch zum Barcamp bleiben. Wir werden sehen.
Herzliche Grüße aus Bozen!
Manfred


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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