Pinterest im Tourismus

Mit 11 Millionen Besuchern pro Woche ist Pinterest momentan der Newcomer im Bereich der sozialen Netzwerke. Die Seite wurde im Jahr 2011 sogar vom TIME Magazine zu den TOP 50 Webseiten des Jahres gewählt. Durch den momentanen Ansturm auf das Netzwerk kann man nur über Einladungen von Pinterest Nutzern einen Account bekommen.

Ein kurzer Überblick: Pinterest kommt ursprünglich aus den USA und ging dort im März 2010 online. Das Wort Pinterest setzt sich aus den englischen Wörtern „to pin“ (etwas anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen. Der Name ist Programm: bei Pinterest besitzt jeder User verschiedene Alben die er sich selbst nach verschiedenen Themen zusammenstellen oder auch standardisierte Alben wie „Places I Love“ nutzen kann. Dort kann man entweder eigene Bilder hochladen oder Bilder anderer Nutzer „repinnen“ und so die eigenen Interessen präsentieren. Es ist auch möglich anderen Usern zu folgen oder Bilder einfach nur zu kommentieren oder zu liken. Pinterest wird oftmals über die Facebook Connect Schnittstelle genutzt, wodurch die Aktivitäten der Nutzer (je nach Einstellungen) wiederum in Facebook angezeigt werden.

80 % der Pinterest User sind Frauen (Quelle: Google Adplanner). Da Frauen zumeist auch die Entscheidungsträger beim Thema Reisen sind, kann eine Präsenz für touristische Unternehmen (Destinationen, Hotels, Leistungsträger) auf Pinterest nur empfohlen werden.

Insbesondere für ein immaterielles und emotionales Produkt wie den Tourismus sind und waren Bilder schon immer höchst relevant.

Wie kann der Tourismus von diesem sozialen Netzwerk profitieren?

Es geht nicht darum eine Werbeanzeige zu schalten, es geht vielmehr darum Content in Form von Bildern zu kreieren und zu teilen. Dem potentiellen Gast ein Bild der Destination und dem dortigen Lifestyle zu verschaffen und “Lust auf mehr” zu machen. Dafür waren Bilder schon immer gut- Pinterest ist hier das Werkzeug, welches für die Verbreitung eben dieser Bilder sorgen kann indem die Nutzer stöbern, pinnen, liken und somit den Content verteilen.

Dazu bietet es sich an, Pinboards (Fotoalben) zu verschiedenen Themen anzulegen. Dabei sind Themen wie Landschaft, Essen & Trinken, Kultur und relevante Themen der jeweiligen Destination bzw. des Unternehmens gefragt. Themen die die Werte der Destination widerspiegeln. Durch die emotionale Ansprache des Gastes mit Hilfe der Bilder werden Gefühle geweckt und ein Bedürfnis nach Urlaub generiert.

Zudem ist es auch möglich verschiedene Angebote direkt zu vertreiben wie das zum Beispiel bei Much Better Adventures geschieht. Sie haben Ihre Alben verschiedenen Themen zugeordnet wie Wellness, Adventure oder Tauchen, sobald man auf ein konkretes Bild (man kann hinter jedes Bild einen Link setzten) klickt, wird man direkt zur Buchungsseite weitergeleitet und kann den Trip oder das Abenteuer somit direkt erwerben. Pinterest generiert in den USA schon mehr Traffic auf Onlineshops als YouTube, Google+ und Linkedin gemeinsam. Somit steckt in diesem sozialen Netzwerk ein großes Potential für die Platzierung von Produkten. Ein Link zur eigenen Internetseite sollte möglichst immer hinterlegt werden.

 

Ebenfalls kann Pinterest für Leistungsträger so z.B. die Hotellerie sehr spannend sein. Wenn das Hotel spezielle Themen wie beispielsweise das Thema Hochzeit anbietet, wäre ein Hochzeitsalbum zu empfehlen. Auch kleinere Aktionen wie ein Bilderrätsel oder einen Aufruf dass die Gäste ihr schönstes Urlaubsfoto pinnen sollen können gemacht werden.

Relevant ist bei diesem Thema vor allem die richtige Nutzung von Keywords.

Ein kompliziertes Thema ist jedoch die Rechtslage bei Pinterest. Hiermit hat sich der Rechtsanwalt Thomas Schwenke in einem Artikel zu Pinterest und den rechtlichen Grenzen ausführlich auseinandergesetzt.

Was sind eure Erlebnisse mit Pinterest?

Viele Grüße,

Katrin und Isabelle

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8 Kommentare zu “Pinterest im Tourismus”

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“Ebenfalls kann Pinterest für Leistungsträger so z.B. die Hotellerie sehr spannend sein…”
Daher passend dazu 2,3 Folien >>> “Pinterest für Hotels”:
http://www.slideshare.net/thendele/pinterest-fr-hotels

Die meisten Hoteliers etc. werden jetzt stöhnen “oh nein, nicht noch ein weiteres Social Media Dings”. Jedoch ist das Erstellen und die Pflege nicht so aufwendig wie bei facebook & co.

Ich geb euch Recht: Ein guter Weg, schnell und einfach bereits vorhandenen Content zu streuen.

Habt Ihr auch eine Idee, wie man den Preisbanner inkl. Euro-Zeichen pro Foto mit einbindet?

Hallo Kartoffel :-) ,

das mit dem Preisbanner ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur in der Bildbeschreibung ein $ oder £ Zeichen und den entsprechenden Betrag einfügen. Leider funktioniert das für € noch nicht.

Liebe Grüße Katrin

Ich bin gerade in london auf der TFM & A und dort wird pinterest ebenfalls als Necwomer empfohlen. Wie komme ich zu einer Einladung?

Hallo

ein spannender Artikel. Wir als junges Start-Up nutzen jede Gelegenheit um unsere Idee für mehr Inspiration bei der Reisesuche zu verbreiten. So auch Pinterest. Aktuell verbreite nur ich privat mit meinem Pinterest Account Bilder von Destinationen und tagge diese mit #inspiration #reise und dem jeweiligen Land und unserer Webadresse. Die Erfahrungen sind gespalten. Pinterest hat sich innerhalb kürzester Zeit als ein solider Traffic-Generator entwickelt, die Verweildauer auf der Website ist aber minimal.

Generell scheint es mir, dass sich Menschen – vor allem im englischsprachigen Raum – vom allgemeinem Stream “unterhalten” lassen und schöne Bilder einfach anclicken. Denn: neue Pins sind schnell geliked etc aber ältere Bilder gehen unter.

Lustigerweise ist Pinterest ebenso wie unsere Plattform http://www.zielegal.de ein Tool um inspiriert zu werden. Nur ist das bei Pinterest eher “wahllos” bzw. erfolgt anhand schöner Bilder. Wir haben 600 Reisen von 35 Partnern mit Parametern versehen, so dass Suchende ihre Sehnsüchte im Reisemixer gewichten und kombinieren können.

Viele Grüße

Andreas

vielen Dank für den Beitrag!

@Glangbehn: bei Interesse an einer Einladung bitte eine Mail an i.alvensleben@tourismuszukunft.de. Wir freuen uns auch jederzeit über neue Fans auf unserer Fanpage: und eure aktive Teilnahme!

[...] Seiten-Verifizierung macht damit erst richtig Sinn. Gerade im Tourismus ist Pinterest sicher eine interessante Option. Interessant zu wissen ist auch, das bestehende Accounts auch in einen Firmen-Account konvertiert [...]


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