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28. Februar 2012

Pinterest im Tourismus

Mit 11 Millionen Besuchern pro Woche ist Pinterest momentan der Newcomer im Bereich der sozialen Netzwerke. Die Seite wurde im Jahr 2011 sogar vom TIME Magazine zu den TOP 50 Webseiten des Jahres gewählt. Durch den momentanen Ansturm auf das Netzwerk kann man nur über Einladungen von Pinterest Nutzern einen Account bekommen.

Ein kurzer Überblick: Pinterest kommt ursprünglich aus den USA und ging dort im März 2010 online. Das Wort Pinterest setzt sich aus den englischen Wörtern „to pin“ (etwas anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen. Der Name ist Programm: bei Pinterest besitzt jeder User verschiedene Alben die er sich selbst nach verschiedenen Themen zusammenstellen oder auch standardisierte Alben wie „Places I Love“ nutzen kann. Dort kann man entweder eigene Bilder hochladen oder Bilder anderer Nutzer „repinnen“ und so die eigenen Interessen präsentieren. Es ist auch möglich anderen Usern zu folgen oder Bilder einfach nur zu kommentieren oder zu liken. Pinterest wird oftmals über die Facebook Connect Schnittstelle genutzt, wodurch die Aktivitäten der Nutzer (je nach Einstellungen) wiederum in Facebook angezeigt werden.

80 % der Pinterest User sind Frauen (Quelle: Google Adplanner). Da Frauen zumeist auch die Entscheidungsträger beim Thema Reisen sind, kann eine Präsenz für touristische Unternehmen (Destinationen, Hotels, Leistungsträger) auf Pinterest nur empfohlen werden.

Insbesondere für ein immaterielles und emotionales Produkt wie den Tourismus sind und waren Bilder schon immer höchst relevant.

Wie kann der Tourismus von diesem sozialen Netzwerk profitieren?

Es geht nicht darum eine Werbeanzeige zu schalten, es geht vielmehr darum Content in Form von Bildern zu kreieren und zu teilen. Dem potentiellen Gast ein Bild der Destination und dem dortigen Lifestyle zu verschaffen und “Lust auf mehr” zu machen. Dafür waren Bilder schon immer gut- Pinterest ist hier das Werkzeug, welches für die Verbreitung eben dieser Bilder sorgen kann indem die Nutzer stöbern, pinnen, liken und somit den Content verteilen.

Dazu bietet es sich an, Pinboards (Fotoalben) zu verschiedenen Themen anzulegen. Dabei sind Themen wie Landschaft, Essen & Trinken, Kultur und relevante Themen der jeweiligen Destination bzw. des Unternehmens gefragt. Themen die die Werte der Destination widerspiegeln. Durch die emotionale Ansprache des Gastes mit Hilfe der Bilder werden Gefühle geweckt und ein Bedürfnis nach Urlaub generiert.

Zudem ist es auch möglich verschiedene Angebote direkt zu vertreiben wie das zum Beispiel bei Much Better Adventures geschieht. Sie haben Ihre Alben verschiedenen Themen zugeordnet wie Wellness, Adventure oder Tauchen, sobald man auf ein konkretes Bild (man kann hinter jedes Bild einen Link setzten) klickt, wird man direkt zur Buchungsseite weitergeleitet und kann den Trip oder das Abenteuer somit direkt erwerben. Pinterest generiert in den USA schon mehr Traffic auf Onlineshops als YouTube, Google+ und Linkedin gemeinsam. Somit steckt in diesem sozialen Netzwerk ein großes Potential für die Platzierung von Produkten. Ein Link zur eigenen Internetseite sollte möglichst immer hinterlegt werden.

 pinterest2 Pinterest im Tourismus

Ebenfalls kann Pinterest für Leistungsträger so z.B. die Hotellerie sehr spannend sein. Wenn das Hotel spezielle Themen wie beispielsweise das Thema Hochzeit anbietet, wäre ein Hochzeitsalbum zu empfehlen. Auch kleinere Aktionen wie ein Bilderrätsel oder einen Aufruf dass die Gäste ihr schönstes Urlaubsfoto pinnen sollen können gemacht werden.

Relevant ist bei diesem Thema vor allem die richtige Nutzung von Keywords.

Ein kompliziertes Thema ist jedoch die Rechtslage bei Pinterest. Hiermit hat sich der Rechtsanwalt Thomas Schwenke in einem Artikel zu Pinterest und den rechtlichen Grenzen ausführlich auseinandergesetzt.

Was sind eure Erlebnisse mit Pinterest?

Viele Grüße,

Katrin und Isabelle

Isabelle von Alvensleben

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