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15. Februar 2012

HSMA E-Marketing-Day 2012. HRS, Hotelfinder, Customer Journey und Co.

Mit intensiven Diskussionen ist der HSMA E-Marketing-Day 2012, welchen wir mitorganisieren durften, am Montagabend zu Ende gegangen. Der Ordnung halber möchte ich bei meinem kurzen Rückblick aber von vorne beginnen.

Den Einstieg in den Tag gab Jens Wiese, seines Zeichens Blogger vom allseits bekannten Blog allfacebook.de. Er gab in einer Dreiviertelstunde einen kurzweiligen Überblick über das Themenfeld Facebook im Tourismus und konnte einige wertvolle Hinweise darüber geben, wie ein Gastgeber die gebotenen Möglichkeiten nutzen kann.

Im Anschluss durfte auch ich auf die Bühne und den Anwesenden erläutern, welchen Stellenwert Google bereits im Themenfeld des Reisens hat. Ich sprach über den Reiseprozess und wie Google mit seinen entsprechenden Produkten in jeder einzelnen Reisephase präsent ist. Google hat es geschafft stets eine passende Lösung anzubieten und sich bei so manchem Reisenden damit fast schon unverzichtbar gemacht. Die Folien zu Vortrag findet ihr auf Slideshare.

Es folgte dann Bernhard Rieder von Seekda, der über die Schnittstelle des Reservierungssystems zum Hotelfinder informierte. Wie wir bereits vor einigen Wochen berichteten, können Hoteliers die dieses Reservierungssystem einsetzen, ihre Raten ohne Umwege in Googles Hotelsuchmaschine darstellen.
Ihm folgte Uwe Frers der ebenfalls über den Customer Journey berichtete, wobei hier der Fokus auf der Segmentierung des Reiseprozesses lag. Reinhard Lanner vom Salzburger Land veränderte dann den Blickwinkel etwas. Er erläuterte, wie in der Destination mit dem Thema umgegangen wird und stellte einen Zusammenhang mit den Gastgebern her.

Nach der Mittagspause wurden die Sessions eröffnet, in welchen unter anderem über Relaunchkonzepte, Bloggeransprache, mobile Themen, oder die Zukunft des Fernsehens gesprochen und diskutiert wurde.

Der Nachmittag war neben dem Vortrag von Florian, der einen Ausblick auf die nächsten großen Trends im Online-Bereich gab, sowie Markus Luthe, der über Privatzimmervermietungsplattformen wie airbnb sprach, im Wesentlichen vom Auftritt von Tobias Ragge und Michael Simon geprägt, die zu den Neuregelungen bei HRS Stellung nahmen. Ragge präsentierte zuerst einige Zahlen anhand derer er die Notwendigkeit der Erhöhung der Provisionen verteidigte. Er vergaß auch nicht auf den Wert der neuen Amadeus-Anbindung der Hotels hinzuweisen. Weiterhin stellte er auch klar, dass der direkte Vertrieb über eigene Kanäle keineswegs zum Nulltarif realisiert werden kann was natürlich richtig ist. Ragge bezifferte hier die Vertriebskosten auf etwa 20%. Ich persönlich denke, dass es schwierig ist in dieser Hinsicht eine Pauschalaussage zu treffen, die für alle Hoteliers gilt.

Haakon Herbst, geschäftsführender Vorstand der HSMA Deutschland e.V. und Moderator der Diskussion, hatte im Vorfeld des E-Day zahlreiche Fragen bezüglich der neuen HRS-AGB’s zugesandt bekommen, die er den zwei HRS-Vertretern stellte. Nachdem wie vorgesehen die einzelnen Neuerungen der AGB’s besprochen sowie einige Unklarheiten beseitigt wurden, wurde die Diskussion allgemeiner und rückte mehr und mehr vor den Hintergrund des Geschäftsmodells der Buchungsplattform. Natürlich kam dabei auch die Ratenparität zur Sprache, die unter den Teilnehmern nicht nur Ablehnung (“Die Preishoheit sollte dem Gastgeber gehören”) sondern stellenweise auch Zustimmung (“Wer könnte denn unterschiedliche Preise auf unterschiedlichen Plattformen vernünftig handeln?”) fand. Ragge hatte die Diskussion weitgehend im Griff und traf dabei einige klare Aussagen („Gekaufte Listings wird es bei HRS nicht geben“, “Firmenbuchungen kosten auch in einem Jahr bei uns keinen Cent“, „HRS wird keine Test-Käufer in die Hotels schicken“). Kurzzeitig aufflammende Emotionalitäten in der Diskussion wurden von Haakon Herbst rasch herausgenommen.

Nachdem die Diskussion fast eine Stunde länger andauerte wie ursprünglich geplant, wurde diese dann von Moderator Haakon Herbst beendet. Auch deshalb weil die Teilnehmer ihre Heimreisen antreten mussten und sich so das Plenum langsam auflöste.

Insgesamt können wir auf einen durchaus fruchtbaren und erhellenden E-Day 2012 zurückblicken. Deshalb sei allen Vortragenden, Teilnehmern und Organisatoren an dieser Stelle nocheinmal herzlich gedankt.

Viele Grüße,
Tim

Tim Schuetrumpf

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