Den stetigen Entwicklungen der sozialen Medien zur Folge bilden sich immer wieder neue touristische Möglichkeiten. Wir haben letztens bereits über neue Online-Portale wie airbnb, wimdu und 9flats berichtet, auf denen private Unterkünfte an- oder vermietet werden können. Von Häusern und Wohnungen zu Zimmern oder Sofas kann man dort alles von Privatpersonen finden.
Doch warum sollte sich der Gast für die Buchung auf einer dieser Plattformen entscheiden, wenn es doch unzählige Hotelbuchungsplattformen gibt, die im Grunde ähnliche Funktionen sowie (vermeintlich) mehr Service aufweisen und eine größere Sicherheit versprechen?
Um uns diese Frage zu beantworten und herauszufinden, wer überhaupt momentan Marktführer für deutsche Ferienwohnungen ist, haben wir eine kleine Studie durchgeführt. Der gesamte Bericht der Marktstudie kann hier eingesehen werden.
Untersucht wurden airbnb, Atraveo, BestFewo.de, CASAMUNDO, e-domizil.de, ferienhausmiete.de,fewo-direkt.de, HolidayInsider, Traum Ferienwohnungen, wimdu und 9flats“. Dabei haben wir die Anzahl der Objekte mit Fokus auf Deutschland sowie anhand Qualität und Darstellung der Informationen über die Objekte verglichen. Außerdem haben wir den Buchungsprozesse als auch die Nutzung von Social Media betrachtet. Die Zahlen, mit denen wir gearbeitet haben, wurden ausschließlich von uns generiert.
Die Anzahl der Objekte und somit die Breite des Angebots ist für die Anbieter eine der wichtigsten Einheiten, um sich von der Konkurrenz abzuheben und somit ein zentraler Teil unsere Fragestellung. Alle Anbieter vermieten Objekte weltweit, bis auf BestFewo.de und HolidayInsider, die nur in Europa platziert sind und CASAMUNDO, die Europa und die USA im Angebot haben. E-domizil sowie Fewo-Direkt.de vermieten über 200.000 Ferienwohnungen weltweit und sind somit die größten Anbieter. Während die meisten untersuchten Anbieter auf die Masse konzentriert sind, spezialisieren sich BestFewo.de und HolidayInsider auf den deutschsprachigen Raum. BestFewo.de besitzt in Deutschland aktuell 60.780 Objekte und ist damit in Bezug auf das quantitative Angebot der Objekte nicht nur das führende Online-Portal in Deutschland, sondern auch ein Spezialist, wenn es um die Region Deutschland geht. Schlecht in der Breite des Angebots in Deutschland schneiden vor allem die neuartigen Online-Portale airbnb, wimdu und 9flats ab. In der folgenden Grafik wird der Unterschied deutlich:

Bei einem genaueren Blick in den deutschen Markt stellt sich heraus, dass BestFewo.de ebenfalls in den exemplarisch gewählten Bundesländern Mecklenburg Vorpommern Bayern und Niedersachsen sowie den beliebtesten Urlaubsregionen (Bodensee, Ostfriesland, Sylt und Usedom) die Nase klar vorn hat.
Die meisten Objekte in den fünf größten Städten Deutschlands (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) können HolidayInsider, gefolgt von Fewo-Direkt.de, aufweisen. Auch airbnb, wimdu und 9flats, die verhältnismäßig wenige Objekte in Deutschland vermieten, schneiden hier vergleichsweise positiv ab.
Bei der Untersuchung der inhaltlichen Qualität zeigen BestFewo.de, HolidayInsider.de und wimdu die besten Ergebnisse auf. Alle erforderlichen Informationen werden übersichtlich und strukturiert dargestellt und auch das Design, die Bilder und die detaillierten Zusatzinfos sprechen für eine anschauliche und benutzerfreundliche Informationsstruktur.

Da die Online-Ferienhausvermittler ähnlich aufgebaut sind, verläuft auch die Buchung entsprechend ähnlich. Onlinebuchungen und Anfragen per Email sowie Buchungen per Telefon sind bei fast allen Anbietern möglich. Lediglich bei fewo-direkt.de kann keine Echtzeit-Buchung durchgeführt werden. Erwähnenswert ist, dass airbnb und Atraveo einen Live Chat zur Verfügung stellen, bei dem Fragen direkt beantwortet werden (können).
Dem gegenüber steht der fade Beigeschmack eines solchen Portals wie airbnb, da leider (momentan noch) davon ausgegangen werden muss, dass private Vermieter weniger konsequent sind in der Anpassung ihrer Verfügbarkeiten und der Beantwortung von Anfragen.
Auf Social Media Plattformen sind alle Anbieter präsent. Besonders glänzen können hier airbnb mit der Facebook Connect Funktion, wimdu mit der Ausschreibung für den Traumjob 2011 auf Facebook und BestFewo.de mit einem Sandburgen Wettbewerb, ebenfalls auf Facebook.
Die Studie ergibt: BestFewo.de ist Marktführer für deutsche Ferienwohnungen. Das führende Online-Portal kann mit einer Anzahl von 60.780 Objekten die meisten Objekte in Deutschland aufweisen. Auch bei der Suche eingeschränkt auf Bundesländer oder gesamte Urlaubsregionen schneidet BestFewo.de am besten ab und kann durch ein umfangreiches Angebot überzeugen.
Wimdu und Co. sind in Deutschland wohl noch zu klein, um BestFewo.de den Markt quantitativ oder qualitativ streitig zu machen – noch.
PS: Bestimmte Portale behaupten zwar momentan von sich selbst Deutschland’s Marktführer zu sein, die angegebenen Zahlen sind allerdings nicht in ihrer Suche auffindbar
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Herzlichen Glückwunsch an BestFewo, ein nettes und kompetentes Team, das sich um Vermieter und Gäste gleichermaßen kümmert.
Ein Gedanke:
Hat die Finanzierungsart des Portals (Provision oder Veröffentlichungsentgelt) Auswirkung auf die Angebotsauswahl?
Diese Frage ist aus der Sicht des Vermieters von Ferienunterkünften wichtig, und mitunter ausschlaggebend, ob ein Objekt in einem Portal angeboten wird oder nicht.
Bei BestFewo, Casamundo, Atraveo,u.a. muss der Vermieter Provisionsanteile bei jeder Buchung zahlen.
Bei Ferienhausmiete, Fewo-Direkt und Traum-Ferienwwohnungen.de zahlt der Vermieter nur eine Jahresgebühr, in sehr unterschiedlicher Höhe, egal wie viele Buchungen sich aus dem Portaleintrag ergeben.
Wird dieser Tatbestand Auswirkungen auf die Menge der Objektangebote haben, wenn die Generation Facebook und Co Vermieter wird?
Anmerkung: Auch bei Traum-Ferienwohnungen.de und Ferienhausmiete ist wie im Artikel nur zu Fewo Direkt beschrieben derzeit auch keine Echtzeitbuchung möglich.
Hallo,
stelle mir gerade die Frage, weshalb hier nicht Portale wie:
“ferienwohnungen.de” nicht mit getestet wurden – gerade bei solchen Portalen liegt es doch sehr nahe?
Für mich ist dieser Test nicht sehr aussagekräftig, da es hier scheinbar nur darum ging, welches Pnlineportal die meisten Einträge zu verzeichnen hat.
Gewisse Punkte, wie von meinem Vorredner bereits erwähnt, gar nicht geprüft oder erwähnt wurden.
@Müritz Ferienhaus Vermieter
> Hat die Finanzierungsart des Portals (Provision oder Veröffentlichungsentgelt) Auswirkung auf die Angebotsauswahl?
Guter Punkt. Die Angebotsvielfalt sagt schließlich ebensowenig über die tatsächlichen “Abschlüsse” bzw. Vermittlungen von Ferienwohnungen an Mieter aus. Es ist davon auszugehen, dass Plattformen wie 9flats durch Ihr Beteiligungsmodell an der Buchungssumme bei erfolgreicher Vermietung in ihrem Objektbestand schnell aufholen, da ein Inserat für Ferienhausanbieter so lange kostenlos bleibt, wie keine Buchung erfolgt… aber auch die Abschlussrate deutlich über der der “klassischen” Ferienwohnungsportale liegt – da das Thema viraler ist.
Vielen Dank für eure Anmerkungen
Ich stimme zu, dass Portale wie airbnb, wimdu und 9flats großes Potential aufzeigen(gerade auch wegen des viralen Effekts und des unterschiedlichen Geschäftsmodells) und deswegen in Zukunft wohl zunehmend wachsen werden.
Ebenfalls liegt nahe, dass dann die Finanzierungsart verstärkt Einfluss auf die Angebotsauswahl nimmt. Jedoch müssen darüber hinaus auch andere Faktoren, die einen Vermieter dazu bewegen sein Objekt in ein bestimmtes Portal zu stellen, in Betracht gezogen werden. Dazu würde ich Faktoren wie zum Beispiel die Versicherung oder Absicherung meines Ferienhauses (siehe Negativbeispiel airbnb), das Vertrauen und die Kompetenz des Ferienhausvermittler, Zielgruppenansprache etc. zählen.
Zu der Studie an sich:
Die Angebotsvielfalt und somit die Auswahl der Objekte in Deutschland war die zentrale Fragestellung dieser Studie, aber auch Fragen wie Wie übersichtlich ist die Webseite gestaltet?, Wie verständlich und qualitativ aufbereitet sind die Objektbeschreibungen?, Wie einfach ist die Buchung und Wie gut ist das Informationsangebot außerhalb der Webseite (Facebook)? haben uns interessiert. Die wirtschaftliche Sicht haben wir hier außen vor gelassen.
Zur Wahl der Portale muss gesagt werden, dass es viele Anbieter gibt und wir exemplarisch die (gängigsten) Portale gewählt haben – Ferienwohnungen.de bspw. hat ein solch kleines Angebot auf dem deutschen Markt, sodass wir es bereits im Vorfeld ausgeschlossen haben.
Liebe Grüße
Hallo,
ich muss schon sagen, dass diese Analyse doch recht irreführend ist. Von Markführerschaft kann hier keine Rede sein. Bestfewo hat vielleicht das größte Angebot an Ferienhäusern und -wohnungenen in Deutschland, bezieht diese allesdings von Veranstaltern, Vermittlern, Agenturen und Tourismusverbänden etc. Damit wird angestrebt das das Angebot an Fewos in Deutschland umfassend abzubilden. Ich wage allerdings zu bezweifeln, das Best Fewo den größten Umsatz mit Fewos in Deutschland generiert und das wäre es, was man unter Marktführerschaft verstehen würde. Wer in diesem Markt zur Zeit wirklich eine Rolle spielt, sind Fewo-Direkt, Casamundo, Atraveo und E-Domizil. Zu den aufstrebenden zählen Holidayinsider, Bestfewo und neue Konzepte, wie Wimdu und AirBnB. Und wo werden eigentlich die Tourismusverbände erwähnt. Dieser Bericht ist nichts halbes und nichts ganzes und zudem auch teilweise falsch.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo,
eine Studie, wie diese wo nur die Menge der zur Verfügung stehenden Einträge das Hauptkriterium war, um ein Portal zu “prüfen” hätte man sich wohl auch sparen können, denn hier kann ich mich den Vorrednern nur an schließen.
Ich zitiere:
“Zur Wahl der Portale muss gesagt werden, dass es viele Anbieter gibt und wir exemplarisch die (gängigsten) Portale gewählt haben – Ferienwohnungen.de bspw. hat ein solch kleines Angebot auf dem deutschen Markt, sodass wir es bereits im Vorfeld ausgeschlossen haben.”
Ferienwohnungen.de ist wohl einer der ältesten & gängigsten Portale überhaupt – aber ich bin auch der Meinung, es kommt nicht nur auf die Menge der zur Verfügung gestellten Einträge an, sondern, die generierten Vermittlungen.
Für mich ist dies nichts weiter, als ein sehr schlau eingfädelter Werbeschachtzug der Macher von BestFewo.de – denn was bring einem eine Studie wo verschiedene Dinge getesten wurden, aber im Vorfeld Portale ausgeschlossen wurden, die zwar schon Jahre auf dem Markt vertreten sind, aber nicht so viele Eintragungen vorweisen können?
Wenn es nur nach der Masse der Eintragungen geht, was man ja scheinbar selbst zugegeben hatte, dann hingt dieser Vergleich doch sehr!
Also wenn man den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag mit in den nächsten Vergleich einfließen lässt könnte es interessant werden. Vielleicht ist dann auch eine Studie über Hotels- und Pensions-Portale möglich.
Hallo, ich habe gerade versucht die Studie zu öffnen und musste feststellen, dass das scribt document auf “private” gestellt ist. Gibt es eine Möglichkeit dieses Dokument einzusehen. Vielen Dank und großes Lob für euren Blog!
Gruß Daniel
Also ich denke ein Marktführer definiert sich über die NACHFRAGE (=Umsatz) nicht über das ANGEBOT wie in der vorliegenden Studie. Interessant wäre eher die Anzahl der Buchungen z.B. deutscher Fewos und in € pro Portal. Ich als Vermieter kann wenigstens sagen welcher Internetvertriebskanal die meisten Buchungen und die besten Preise erzielt…
Auch wäre interessant welches Portal welche Zielgruppe, welche Aufenthaltsdauer und aus welchem Land die Mieter kommen.
Wer möchte eine solche Studie machen?
kann mich den gratulanten nur anschließen, eine gute und übersichtlich strukturierte seite mit einer inteligenten suchmaske!
Ich denke wenn man in diesem Jahr eine neue Studie macht, sollte man darauf achten, dass man darauf achtet ob der Faktor Masse statt Klasse nicht doch anders gewichtet werden sollte. Ist wirklich die pure Anzahl der Ferienwohnungen der Ansatzpunkt zu sagen ich bin Marktführer?
Veröffentlicht am 19. August 2011 um 22:06 Uhr