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Hotelbewertungen: Eine etwas andere Sichtweise

Eine interessante und diskussionswürdige Meinung über die Aussagekraft von Hotelbewertungen haben wir kürzlich in einem Artikel im Blog hottelling gefunden. Im seinem Artikel zweifelt der Autor die Aussagekraft eines Rankings an, welches vom Marktforschungsunternehmen dwif veröffentlicht wurde. Die Daten dafür lieferte der Technologieanbieter Trust You. Die Veröffentlichung gab Auskunft über die Gästezufriedenheit in Bewertungsportalen und vergleicht dabei die deutschen Bundesländer. Ergebnis ist ein Ranking der 16 Bundesländer wobei  feststellbar ist, dass der Osten Deutschalnds eindeutig besser abschneidet als die Länder im Westen. Das gilt vor allem das Bundesland Mecklenburg Vorpommern welches den ersten Platz belegt. Von den westlichen Bundesländern kann nur Bayern ganz vorne mitmischen.

Die Argumentation des Autors bezieht sich dabei einerseits darauf, dass bei dem Ranking regionale Unterschiede unberücksichtigt bleiben. Eine andere Betrachtungsebene als die der Bundesländer ist aber schlicht auch nicht das Ziel der Untersuchung. Hier geht es eben um einen Vergleich auf Länderebene, welcher in einem föderalistischen System ja nicht unbedingt unüblich ist. Oder sollen künftig alle bundesweiten Untersuchungen direkt auf Kreise oder Gemeinden heruntergebrochen werden?
Im zweiten Argumentationsstrang bedient sich der Autor aus der Schublade der Manipulation. Denn: Die grundsätzliche Manipulationsmöglichkeit von Bewertungen müsse dazu führen, dass die Ergebnisse des Rankings zweifelhaft seien. Oha! Klingt für mich eher nach einer Infragestellung von Hotelbewertungen ganz allgemein…

Alles in allem eine nicht wirklich nachvollziehbare Sichtweise. Egal was man als Hotelier von Bewertungen halten mag, sie werden von Gästen abgegeben und sind für Interessenten ein Entscheidungskriterium. Wobei dies auch nur eine  der Auswirkungen von Hotelbewertungen ist.

An dieser Stelle würde ich ja normalerweise um Kommentare bitten, aber müssen wir im Jahre 2011 wirklich noch über die Aussagekraft von Hotelbewertungen diskutieren?

Viele Grüße,

Tim

1 Kommentar zu
Hotelbewertungen: Eine etwas andere Sichtweise

Zunächst möchte ich mich für den netten Beitrag zu Hotelbewertungen bedanken und mich mit einem Beispiel aus diesem Bereich anschliessen. Ich denke man kann manipulierte Bewertungen anhand von Reisebüroexperten umgehen. Ein Experte aus dem Reisebüro XYZ bewertet zum Beispiel ein Hotel XYZ und steht demzufolge dem potenziellen Interessenten via e-Mail oder per Telefon zur Verfügung. Nach diesem Prinzip ist das Portal http://www.wowarstdu.de aufgebaut und bietet Kunden diverse Bewertungen oder auch Reisetipps von Reiseexperten. Es sind keine anonymen Bewertungen auf einem anonymen Portal, sondern es steht definitiv das entsprechende Reisebüro dahinter. Das heisst der Kunde muss davon ausgehen das der Experte auch selbst in diesem Hotel war und kann ihn diesbezüglich auch für ein Beratungsgespräch kontaktieren. Ist dies nicht auch ein kleiner Denkanstoss oder auch Apell an die vielen Reisebüros in Deutschland, welche durch solchen Content, ihre Reichweite steigern könnten ?

Zudem holt man sich doch den Kunden insofern auch im Internet ab.

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