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2. Mai 2011

Wie gut schätzen Destinationen ihre Themenkompetenz ein?

Dieser Frage ist die Destination Brand 2010 nachgegangen. In einer bevölkerungs-repräsentativen Umfrage, die online durchgeführt wurde, wurden über 8.000 Personen (zwischen 14 und 74 Jahren) interviewt. Hierbei wurden einerseits deren Reisemotive, andererseits deren Affinität gegenüber verschiedenen Urlaubsthemen überprüft. TourExpi.com hat hierzu einige Ergebnisse zusammengefasst:

Zu den Hauptmotiven der innerhalb Deutschlands Reisenden gehören nach der Destination Brand 2010 „Natur“ mit 70 % und „Städtereisen“ mit 68 %. Sportarten wie Mountainbiken, Nordic Walking und Golfen spielen im Gegensatz dazu eine geringere Rolle bei deutschen Urlaubern.

Ein weiterer Punkt der Untersuchung ist die Wahrnehmung verschiedener Urlaubsregionen in Deutschland durch die Befragten. Also wie schätzt der (potenzielle) Urlauber meine Themenkompetenz ein? Bei welchen Themen kann ich als Destination bei meinen Gästen punkten? Wichtig ist hierbei vor allem, dass den Verantwortlichen in Destinationen bewusst ist, welche Themen der Gast wahrnimmt bzw. sucht. Diesen Aspekt betrachten wir seit langem u.a. auch in unseren Keywordanalysen. So ermitteln wir, ob zum Beispiel in der Eifel aus Kundensicht eher Radwege, Wanderrouten oder Wellnesshotels eine Rolle spielen. Oder vielleicht auch doch etwas ganz anderes?

Oft sind sich die Verantwortlichen nämlich nicht darüber bewusst, wie der Urlauber die Region wahrnimmt. So kann ein Gast durchaus das Thema “Skifahren” mit einer Region in Verbindung bringen, obwohl das nächste Skigebiet 15 km vom eigentlichen Urlaubsort entfernt ist. Ist die Wahrnehmung der Themen aus Sicht des Gastes bekannt, kann die DMO entsprechend reagieren:  Individuelle Themenkompetenz, Optimierung des vorhandenen Angebots, gezielter Budgeteinsatz im Marketing, etc. Das Salzkammergut hat sich bspw. genau angesehen, welche Themen die einzelnen Subregionen aus Kundensicht behandeln (müssen) und hat daraufhin seine Strategie dementsprechend ausgelegt.

Die Destination Brand 2010 bestätigt die Aussagen, die wir schon seit langer Zeit treffen: Wichtig ist hier vor allem eine kundenorientierte Sichtweise und manchmal auch ein bisschen mehr Mut zur individuellen Themenkompetenz! Auf Basis vorhandener Kernkompetenzen müssen sich Destinationen auf bestimmte, vom Gast als wichtig erachtete Themen beschränken und diese konsequent und kompetent vertreten. Zu wissen, was der Gast bei mir sucht und erwartet, ist hierbei essentiell.

… weitere Details und Infos bzgl. Keywordanalysen und touristischen Themen folgen 😉

Viele Grüße,

Janina Mülheims

Janina Mülheims

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