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Barcamps im Tourismus – Eine Analyse

Da touristische Barcamps mehr und mehr an Bedeutung seit unserem ersten Tourismuscamp gewinnen und sich diese Konferenzform mittlerweile, sowohl für Destinationen als auch für Hotels etabliert hat, ist es nun auch endlich an der Zeit die Thematik wissenschaftlich zu analysieren. Aus diesem Grund war es uns eine Freude Frau Susann Meye, einer Tourismusmanagent-Studentin der Hochschule Harz in Wernigerode, bei ihrer Analyse zum Nutzen touristischer Barcamps zu unterstützen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit wurde sowohl unter Sponsoren, als auch unter den Teilnehmern nach Vor- und Nachteilen, aber auch über ihre Zufriedenheit bezüglich touristischer Barcamps gefragt. Die Ergebnisse dieser Befragung sind im folgenden Text ersichtlich.

Die Befragung, die an die Sponsoren der Barcamps ging, zeigte auf, dass Sponsoring auf Barcamps nicht vorrangig dazu da sind, wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, sondern es geht, wie die folgende Abbildung zeigt, um andere, nicht messbare Faktoren.

Statistik zum Sponsorenverhalten auf Barcamps

Insgesamt wurden die Mindesterwartungen, hinsichtlich ihrer Spnsoring-Ziele, bei knapp 70% der Sponsoren erfüllt, knapp 20% waren sogar mehr als zufrieden.

Bei den Teilnehmern bot sich ein ähnliches Bild. Auch hier war ein wesentliches Argument zum Teilnehmen an Barcamps, Kontakte zu knüpfen. Jedoch waren auch andere Gründe von essenzieller von Bedeutung, wie sich aus der nachfolgenden Abbildung ablesen lässt.

Statistik zu den Gründen der Teilnahme an Barcamps

Auch die Teilnehmer der Barcamps, unter denen sich immerhin 25% der Teilnehmer als Neulinge erwiesen, waren sehr zufrieden. Immerhin knapp 40% der Teilnehmer waren zum großen Teil zufrieden, über 50% waren im vollen Umfang zufrieden.
Die Teilnehmer der Barcamps brachten in der Studie auch einige Verbesserungsvorschläge. Jeder zehnte Vorschlag forderte mehr Wissenseinbringung von Seiten tourismusfremder Branchen. Des Weiteren wurde der Wunsch laut, dass Präsentationen von vorherein nicht vorbereitet werden um Aktualität und Diskussionen nicht einzuschränken.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich sowohl für Veranstalter als auch für Teilnehmer mit Barcamps ein Forum bietet, wo sich Wissenstransfer mit einer lockeren, guten Atmosphäre in Verbindung setzten lässt. Vielleicht auch für euch ein Grund nächstes Jahr wieder/endlich das Tourismuscamp 5 zu besuchen 😉 .

3 Kommentare zu
Barcamps im Tourismus – Eine Analyse

Ist es wissenschaftlich valide, bei einer Stichprobenanzahl von 14(!) verallgemeinerte Aussagen treffen zu können?

Die Gründe für das Sponsoring klingen durchaus plausibel – ist mir nur beim Ansehen der Grafik ins Auge gestochen.

Jens

Hallo Tom,

Generell kann man von Fallzahlen keine Aussage auf die wissenschaftliche Validität ziehen. Dafür muss die genaue Fragestellung, das Forschungsdesign und die Interetation mit in Betracht gezogen werden.

Leider ist es aus meiner Sicht auch so, dass durch die Bachelor Arbeiten im Vergleich zu einigen Diplomarbeiten das Niveau der Arbeiten gesunken ist. Hängt wohl auch damit zusammen, dass die Zeit zum Erstellen der Arbeit meist kürzer ist als bei den Dipl. Arbeiten von früher. Damit gibt es leider auch nicht mehr so viele umfangreiche Arbeiten und wir müssen mit dem Leben, was es am Markt gibt.

Ob die Arbeit letztlich valide ist oder nicht, darf an der Stelle der betreuende Prof. beurteilen. Wir können hier nur das zur Verfügung stellen, was es derzeit zu diesem Thema gibt.

Grüsse
Jens

Also von Validität im statistischen Sinne kann nicht die Rede sein. Man könnte es aber so argumentieren, dass die Studie explorativ ist. Denn das ist sie ja auch. Sie soll eine Tendenz geben, von der aus weiter geforscht werden kann. Das ist dann durchaus legitim.

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