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Google bindet CRS an und macht Hotels buchbar – Google ist endgültig zum Intermediär geworden

Seit mehreren Monaten sind die abzeichnenden Änderungen von Googles Suchprofilen der Google Places und Maps zu erkennen, auch wir bloggen immer wieder über die neuen Schritte des Riesens in Richtung Reisebranche. Diese Ankündigungen haben sich nun noch einmal erhärtet. Seit neuestem lässt sich via Google Places nicht nur Preis, Ort, Bewertungen oder Homepages von Hotels finden, jetzt versucht sich Google auch in der Distribution. Ab sofort ist es möglich über ein integriertes CRS (Trust International) direkt bei Google das Hotel zu reservieren.

Doch was bedeutet das für die Hotellerie? Naja zunächst einmal heißt das ein neues Preissystem. Google kassiert pro Click ab sofort 0,2 %. Bei einer durchaus realistischen Look to Book Rate von einem Prozent kassiert Google immerhin stattliche 20% Kommission. Das bedeutet für die Hotellerie nur eines: gutes Ranking bei Google ist wichtiger denn je! Für Google bedeutet es, dass es lukrativer wird die Suchenden via CRS auf die Webseite des Hotels oder der Buchungsplattform zu schicken als Google Adwords zu schalten – das wird den Trend zum Insourcen von Content auf den Places nur noch mehr beschleunigen!

Danke an Markus Luthe von der IHA für den Hinweis!

Echt spannend was da gerade passiert!

VG Daniel

9 Kommentare zu
Google bindet CRS an und macht Hotels buchbar – Google ist endgültig zum Intermediär geworden

Wenn Google die 0,2 % des Buchungswertes allerdings nur als Köder auswirft und in Folge alle am Haken hängen und Google dann an der Preisschraube dreht ^^ dann viel Spass allen Hotels, die nicht erfolgreich auf Alternativen setzen!

Habt Ihr dazu mal ein passendes Beispiel Places Profil?

Hi flo,
Dachte nach euerer Info dass ich das über ne Partnerschaft zu booking.com auch erreichen kann. Ist das mittlerweile überholt?

Hi Markus,

nein – die Anbindung via CRS ist zusätzlich zu der Anbindung via Booking möglich! – und billiger, wenn Deine Seite besser konvertiert als Booking oder Hotel.de! aber hierfür müsste bookatonce eine Schnittstelle zu Google herstellen – das ist im Moment noch nicht der Fall. Ihnen ist die Problematik allerdings bewusst.

Liebe Grüße,
Florian

Zu diesem superspannenden Thema hab ich gestern Nacht noch ein paar Gedanken weiter gesponnen: http://bit.ly/hwuv99

Georg

Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob Google in ein Vertical Geschäft voll reingehen will.

Sofern Google es sich zum Ziel macht, qualifizierte Leads zu erzeugen (und damit kein Intermediär ist, sondern eher eine Meta-Suche) stellt sich durchaus berechtigt die Frage, die Florian aufwirft.
Die Preiseinbindung ist kein Goodwill, sondern wird ein richtig schönes Bidding-Modell hinterlegt.
Dann bleibt abzusehen, wie lange der einzelne Leistungsträger es mit den grossen SEM-Budgets aufnehmen will/kann und wie performant seine eigene Buchungsstrecke läuft. Schon heute sind bei den wenigsten Hotels die Top SEM Plätze mit Hoteleigenen Kampagnen belegt.
Die Keywords (Short Head, Long Tail) bieten ja eine schöne breite Spanne an Bietmöglichkeiten, was für ein Hotel im Long-Tail finanziell schon recht interessant sein kann.
Der Hotelname bzw. das Hotelobjekt ist aber unique und kann nur mit einer einzigen Platzierung verkauft werden. Das wird früher oder später seinen Preis haben bzw. der Markt wird dort die Preise recht bald hochziehen.

Derzeit würde ich die Kompetenz, das “passende” Hotel für den User bei Google zu finden, noch in Frage stellen. Was dort aber gerade durch die Pipeline rauscht, werden wir ja bald erleben. 😉

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