Augmented Reality Süddeutsche Magazin und die Tourismusbranche

Die Süddeutsche hat ein schönes Projekt mit Augmented Reality umgesetzt. Das aktuelle Magazin vom 20. August wurde mit zusätzlichen Informationen angereichert, die per IPhone sichtbar werden. Das ganze vorzustellen bedarf nicht vieler Worte, am besten wird diese Idee in dem folgenden Video aufgezeigt:

Auch der Link zur Tourismus ist jetzt nicht mehr weit weg, es ist ein leichtes das SZ Magazin geistig mit einem Katalog auszutauschen, es ist ein leichtes statt den Sprechblasen von Lena sich Kommentare von Besuchern, Wetterinformationen oder Buchungsinformationen etc. vorzustellen. Auf diese Art und Weise kann das “langsame” Printprodukt mit den schnellen Informationen des Netz verknüpft werden.

Wer auf den diesjährigen Online Innovationstage des VIRs war, der konnte im Rahmen des VIRcamps genau diese hier gezeigte Lösung von Metaio anschauen. Wir hatten einen Vertreter der Firma eingeladen und gebeten Augmented Reality Lösungen vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren, denn diese und andere Ideen sind hervorragend für die Tourismusbranche geeignet.

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1 Kommentar zu “Augmented Reality Süddeutsche Magazin und die Tourismusbranche”

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Selbst Metaio, der Marktführer in Deutschland bei Mobile AR wird einräumen, dass diese Art der Anwendungen doch eher noch Demonstrator-Charakter haben. Die Frage ist eben nicht “was ist technisch möglich” sondern “was ist aus Kundensicht sinnvoll”.

Klar, so lange Desktop AR und Mobile AR noch neu sind, spricht für AR im Tourismus sowohl der mögliche Pressedruck als auch die Spielfreude. Das ist aber nicht nachhaltig – wenn auch noch nicht völlig ausgereizt.

Die Diskussion in den Reihen derer, die sich professionell mit den Basistechnologien beschäftigen geht in zwei Richtungen:

1) Verbesserung der Hard- und Software.
In dieser Hinsicht war das iPhone ein Rückschritt, denn die Hardware ist schwächer als es die UMPCs waren, auf denen AR vor fünf Jahren entwickelt wurde. Außerdem ist der Closed-Garden von Apple schwierig für Softwareentwickler und schließlich sind die AR-Plattformen selbst noch nicht ausgereift und ausgereizt.

2) Verbesserung des Contents.
Die Kunden / Gäste / Zuschauer werden auch in dieses Medium (oder ist es ein Genre?), eine Geschichte erzählt bekommen wollen. Aber noch ist es meist so, dass entweder AR-Ansichten geboten werden wo Map-Ansichten viel sinnvoller wären oder, dass Druckerzeugnisse mit AR aufgepeppt werden. Eine Geschichte wird in beiden Fällen nicht erzählt, der Kunde wird mit der Technik und der Sinnfrage allein gelassen.

Augmented Reality im Tourismus macht heute vor allem zwei Dinge sehr, sehr gut:
Es macht die Tourismusbranche darauf aufmerksam, dass erfolgreiche mediale Kommunikation darin besteht Geschichten zu erzählen (was die Medienbranche seit 90 Jahren weiß). Und es macht die Medienbranche darauf aufmerksam, dass es im Tourismus mehr Geschichten zu erzählen gibt, als nur TV-Spots (was die Tourismusbranche seit 90 Jahren weiß).

Wir sind also auf der nächsten Stufe der Konvergenz angekommen. Nicht “Konvergenz der Medien”, wie noch vor einigen Jahren sondern “Konvergenz der Branchen”.

Es wird immer spannender.


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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