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19. März 2010

Augmented Reality in Südtirol

Das Südtiroler Land, genauer gesagt Peer Internet Solutions, hat nun eine Augmented Reality Applikation für Android- und Smartphones entwickelt. Diese Applikation wurde auf Basis von „Mixare“ entworfen. Diese ist eine „Open Source Augmented Reality Engine“, welche von jedem Entwickler verwendet werden kann, um seine eigene Applikation darauf aufzubauen.

Die Innovation daran ist, dass diese Applikation unter einer Open Source Lizenz (GPLv3) veröffentlicht wurde. Somit steht sie zum Beispiel für alle Destinationsmarketingorganisationen (DMOs) komplett frei zur Verfügung.
Mit dieser App für Südtirol ist es nun möglich, Daten über die Destination direkt auf dem Handy abzurufen. Die Augmented Reality, beziehungsweise die erweiterte Realität, zeigt hier auch Infos an, die man mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Der Nutzer muss lediglich sein Handy in Richtung eines für ihn interessanten Objekts richten. Auf dem Bildschirm erscheinen darauf alle relevanten Informationen für dieses Objekt. Dieser Dienst kann somit für Touristen, oder sonstige Interessenten, extrem nützlich sein, um eine neue Form des Urlaubserlebnisses, oder eben der Nachrichtenbeschaffung zu erleben.
Mit dieser Applikation kann man sich nicht nur Informationen über verschiedene Attraktionspunkte bekommen. Wenn man sein Handy in eine bestimmte Richtung richtig, werden auch Sehenswürdigkeiten oder Hotels mit entsprechender Bettenauslastung angezeigt.
Somit kann jeder Besucher der Destination alle für ihn wichtigen Informationen direkt auf dem Handy abrufen. Dieser Ablauf erleichtert die Beschaffung von Informationen enorm und auch der Zeitaufwand hält sich hier in Grenzen. Christian Peer hofft auf eine große Resonanz und überlegt momentan, auch eine Applikation für das iPhone zu entwickeln.

Hier die Demonstration von mixare in Eppan (Südtirol)

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

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