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Geht es überhaupt noch ohne Facebook?

Fast alle meine Freunde (auch die echten Freunde) sind in Facebook…

Meine beruflichen Bekanntschaften sind in Facebook…

Meine Lieblingsunternehmen sind in Facebook…

Meine Lieblingsseiten bieten Facebook Connect…

Diejenigen freunde und Bekannten, die bisher noch nicht auf Facebook waren, treten gerade bei…

Meine Mutter fragt mich, wie Facebook funktioniert…

Meine Freunde laden ihre Fotos vom Urlaub nur noch in Facebook hoch…

Urlaubsvideos von Freunde gibt es vermehrt auf Facebook, immer weniger auf Yotube…

Links, Bilder und Webseiten werden auf facebook gepostet, Social Bookmarking war gestern…

Aktuelle Nachrichten aus Freundeskreis, Studentenmilieu und Job werden auf Facebook gepostet, diskutiert und genutzt…

Bin ich nicht auf Facebook, erfahre ich vieles gar nicht mehr, bin damit vielleicht nicht fähig an Gesprächen teilzunehmen, die in meinem Umfeld passieren …

10-15 % des Traffics auf unseren Webseiten und anderen Webportalen kommen mittlerweile aus Facebook…

Facebook legt rasant an Mitgliedern zu…

Mehr und mehr Menschen, inzwischen 1/4 aller FB Nutzer, greifen mobil auf Facebook zu – ich übrigens auch – und aktualisieren ständig und von überall ihren Status… sind stets topinformiert über ihr soziales Umfeld…

Da stellt sich doch die Frage – was wäre eigentlich ohne Facebook? Ich käme mir abgeschnitten von meinem gesellschaftlichen Umfeld und dessen Informationsfluss vor, selbst wenn dort nicht immer relevante und wichtige Informationen fließen. Facebook ist ein neuer sozialer Raum geworden für mich… Geht es bei euch noch ohne Facebook? Ein kürzlich gesehener Blogartikel fragt: „Is Facebook becoming a lock?“ – wird Facebook ein Türschloss, ohne dass das Internet nicht mehr zugänglich ist/ benutzbar ist? Wohin geht die Reise? Wie finde ich überhaupt noch Informationen und werden nicht-soziale Suchprozesse zukünftig noch gebraucht?

*Fragend*

Daniel

9 Kommentare zu
Geht es überhaupt noch ohne Facebook?

Lieber Daniel,
ein paar Gedanken dazu….
meine persönliche Theorie ist, dass in demselben Ausmaß, in dem uns die Globalisierungswelle überrollt hat und wo das Kapital im Mittelpunkt stabil stand (und no immer steht), die sozialen Bedürfnisse der Menschen einen Gegenpol brauchen.
Auf fb sollte ja eigentlich (…) der Mensch stehen und dieses gemeinsame Gefühl erleben wir in unseren persönlichen Netzwerken auch täglich positiv, nicht wahr?
In einer Zeit, in der wir Freundschaften quer über den Globus pflegen, brauchts auch ein adäquates tool dafür. Früher hätten wir uns halt Postkarten geschrieben und ab und zu angerufen. Jetzt erlebe ich hautnah mit, wie 2 meiner Studienkolleginnen gerade in Australien ihren Master beginnen u. wie sie down under erleben.

Perspektivenwechsel:
Wenn wir Marketer – und da nehm ich mich selbst an der Nase – allerdings die Klaviatur hier falsch bedienen, werden die fb User wieder flüchten, denn Werbung kriegen sie auch woanders bzw. wollten sie genau der entfliehen…

Perspektivenwechsel
Es wird sich auch weisen, wie fb mit dieser Vormachtstellung umgehen wird, sind doch Einseitigkeiten – wie alles im Leben – immer auch mit Vorsicht zu sehen.

Hallo Daniel,
ich war sehr skeptisch gegenüber Facebook, „musste“ mich beruflich aber damit beschäftigen, und mittlerweile ist es für mich persönlich ein Medium geworden, das mich bestens informiert und unterhält. Und Kurioses parat hält – eine Freundin hat mich jüngst gefragt, ob ich während ihres Urlaubes täglich ihr virtuelles Aquarium putzen könne! Das Beispiel zeigt, dass Facebook von den Usern unterschiedlich und ganz individuell genutzt wird, und offenbar sehr viel Spaß bereitet. Die Antwort auf Deine Frage: Momentan geht ohne Facebook nichts mehr … und: Ich habe die virtuelle Urlaubsvertretung dankend abgelehnt 🙂 denn alles hat seine Grenzen, und setzt sie jeder für sich selbst. Facebook bietet einen den Raum dafür.

Facebooks Rolle als Kommunikationsform ist bereits Standard in vielen Segmenten unserer Gesellschaft und diese Rolle wird Facebook in Zukunft noch weiter ausbauen. Telefon, Handy und E-Mail sind andere Beispiele, in welchem neue Kommunikationsformen zum Standard der Gesellschaft werden.

Stefan Niemeyer

Es ist wie bei allen Dingen im Leben …. Extreme bilden immer Gegenextreme. Also: Ja, es geht noch ohne Facebook. Ob im Marketing oder im Privatleben. Aber es muss ja nicht ohne sein ;)!

Jedes Monopol erfährt irgendwann eine Götterdämmerung. Davon ist Facebook zwar noch weit entfernt, nur die Alternativen sollten wir nicht außer Acht lassen. Irgendwann könnten sie wieder wichtig werden.

ich nutze facebook täglich (wenn nicht sogar stündlich) und hab wie ihr auch beruflich damit zu tun. aber je mehr ich mit facebook-strategien und social media kampagnen zu tun habe, desto öfter denke ich mir, dass es auch noch leute gibt, die WIRKLICHE probleme und aufgaben im leben haben. (ich weiß, sehr philosophisch, der ansatz. aber ich glaub, ihr wisst, was ich meine).

somit: natürlich geht es ohne facebook. nur halt nicht ganz so einfach, wenn man dran gewöhnt ist (so wie bei den zigaretten)…

Werden sich hier Stimmen konträr äussern? Nein, denn alle die das lesen und hier kommentieren sind wohl recht social-media affin.
Diese Frage in diesem Blog zu stellen gleicht einer Umfrage in einem Parkhaus, mit welchem Transportmittel man in die Stadt gekommen ist. Daraus gesamtheitliche Rückschlüsse über Fortbewegungsmittel zu schliessen, wäre doch auch Unfug, oder?

Ich halte gesamtheitlich gesehen Facebook derzeit für überbewertet.

Möglicherweise zeichnet sich eine Entwicklung ab, die mit der von Google vergleichbar ist. Denn: Geht es überhaupt noch ohne Google? Wobei sich mir die Frage nach dem Türschloß nicht unbedingt stellt – schließlich lässt sich das Internet auch ohne Google entdecken…

Och Daniel,

Du kannst nicht mehr ohne Facebook? Was, wenn ich Dir eine Reise in eine Enklave ohne Netz sponsern würde?

Durch euch beim Hotelcamp noch mal wieder angeregt Facebook noch mal zu testen fällt mein Zwischenfazit immer noch nüchtern aus:

* Die meisten kurzen Statusmeldungen habe ich auf Twitter schon gesehen.
* Es ist mühsam zwischen der Flut an kurzen Statusmeldungen die interessanten längeren Beiträge zu sehen.
* Es gibt anscheinend keine Funktion nur neue Beiträge / Meldungen anzeigen zu lassen und die bereits gesehenen ausblenden zu lassen. Geht das wirklich nicht? Ist für meine Art von Kommunikation (ich möchte von bestimmten Kommunikationspartnern keinen Beitrag verpassen, andere aber schnell als gelesen markieren) ein Hindernis.
* Vermischung von echten und flüchtigen Geschäftskontakten. Ich möchte nicht jeden, der mir mal eine Karte in die Hand gedrückt hat unbedingt einen Freund nennen.

Viele Grüße aus Bonn
Harald

P.S.: AOL (RIP) war auch mal der Meinung, dass wer AOL hat kein Internet braucht …

Kat

Gefährlich wenn man ohne nicht mehr kann?! Will ich wirklich Hunz & Kunz am (privat)leben teilhaben lassen?! Das passiert recht schnell, wenn man zu euphorisch in FB unterwegs ist.. Fan da &fan dort… Sorry für die harten Worte 😉

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