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1. Dezember 2009

Brennpunkt eTourismus in Garmisch am 9.11.2009

Vor drei Wochen haben wir mit dem gesamten Termin von Tourismuszukunft den Brennpunkt eTourismus in Garmisch besucht. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Team der FH Salzburg rund um Roman Egger und ist Teil eines spannendes Gesamtkonzeptes, mehr eTourismus Knowhow in die Destinationen des österreichischen und südbayerischen Raumes zu tragen.

eTourismus Brennpunkt in Garmisch

Einige spannende Inputs konnte ich aus den Vorträgen vor dem gesamten Auditorium von Roman Egger und Martin Schobert ziehen:

  • Nochmal gut zu wissen – die Gästeanfragen via Internet steigen aktuell noch; außerdem sinken alle anderen Wege in der Nutzungshäufigkeit ab.
  • Die AGOF Studie zeigt, dass nicht primär die Jüngeren, sondern vor allem die Älteren Reiseinformationen im Internet konsumieren und Reisedienstleistungen über das Internet kaufen.
  • 67 % finden Reisewebseiten über Suchmaschinen, 47 % kennen die Seite bereits und 30 % finden Sie über Empfehlungen. Spannend wird es an der Stelle, wo andere sehen, welche Seiten ich besuche oder welche Seiten mir gefallen (web2.0 Möglichkeiten…).
  • Reisewebseiten werden als wenig glaubwürdig bewertet (10-15 %). Erhöht werden kann diese Glaubwürdigkeit, in dem die Seite mehr Richtung Web2.0 getrimmt wird, so eine andere Studie, die im Vortrag abe rnicht angeschnitten wurde.
  • Die Internetuser werden und sind bereits aktiv und selbstgesteuert da draussen im Netz unterwegs – Unternehmen müssen neue Wege finden, über sozial Medien Beziehungen zum User aufzubauen…
  • Martin Schobert von der ÖW fragt – warum sind die bisherigen touristischen Webseiten so wenig nahe am Kunden ausgerichtet? Wo ist das Google oder facebook des Reisens? – spannende Frage. Reisen aufgrund von Geschäft oder aus privaten Motiven gibt es ja schon ganz lange und es ist eine zutiefst menschliche Tätigkeit. Fragt sich schon, warum es für Bedürfnisse wie Information und Sozialität bereits so gut ausgebaute und Reichweitenstarke Plattformen wie Facebook und Google gibt, nicht aber für den Reisebereich.
  • Customer Experience im Reisebereich gliedert Martin in 3 Phasen auf: Emotion, Information, Aktion. Ganz zustimmen wollte ich dem nicht, Emotionen alleine sind nicht ausreichend, um die blackbox der initialen Reiseentscheidung näher zu umschreiben. Hier steckt soviel drinnen… Vorwissen, soziale Beziehungen, peer group, etc.
  • “The perfect webseite is not a website” – absolut, … siehe auch die Oberstaufen Diskussion auf unserem Blog.

Nach den einleitenden Vorträgen spaltete sich das Programm in 3 Tracks mit unterschiedlichen Vorträgen auf. Es gab Vorträge zur Praxis des Social Media Marketings, zum Social Media Monitoring, zu Brand Communities, zu Suchmaschinenoptimierung etc. – ein ideales Weiterbildungsprogramm für die Marketing- und Onlinemitarbeiter jedweder Destination. Und das auch noch ganz umsonst. Es ist wirklich empfehlenswert, zu dieser Veranstaltung die eigenen Mitarbeiter zu schicken und weiter zu qualifizieren.

Im Anschluss an die Vorträge folgte noch eine Podiumsdiskussion vor dem gesamten Auditorium, die ich mit einem Impulsvortrag begonnen habe:

Die Diskussion wurde von Uwe Frers moderiert und ermöglichte sowohl den Diskutierenden als auch den Zuhörenden nochmals einen spannenden Einblick in die Themen des Tages. Danke an Uwe von TripsbyTips / Escapio!

Daniel Amersdorffer

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