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Familienurlaub in Deutschland – hilft Social Media?

Heute mal eine kleine Geschichte aus der Realität – Stellen Sie sich vor, Sie sind wie ich mit Bekannten und deren Familien zusammen kürzlich unterwegs und beschließen spontan wegen Regenwetter noch schön Essen zu gehen, anstatt die lange Variante der Bergwanderung zu Ende zu laufen. Mit dabei: 4 Eltern, 4 Kinder und meine Wenigkeit. Die Problemstellung lautet: Gutes Restaurant, Kinderbetreuung, Parkplatz, Nähe Autobahn. Also ein typisches Familienurlaub-Problem, das doch eigentlich früher fast unlösbar gewesen wäre, wenn man mit dem heutigen Anspruch nach halbwegs passender Problemlösung heranginge?

Wir sitzen also im Auto – erstmal Bekannte aus der Region angerufen, die wissen aber auch nichts. Nächster Schritt: Google. 3 Orte und einige Kombinationen (Familie, Urlaub, Essen, Kinderbetreuung, Kinderspielecke, …) später geben wir auf – wer weiß denn schon, ob es sich lohnt die 20 Kilometer Umweg zu fahren, vielleicht schmeckt das Essen ja dann doch nicht. Weiter überlegt. Qype auf dem Iphone aufgerufen mit der Qype Radar Application, Restaurant anhand umfangreicher Bewertungen anderer Familien lokalisiert und ausgesucht, Zweifel bei Null. Wir fahren GPS Guided zum geplanten Restaurant, alles entspricht unseren Erwartungen. Noch während dem Essen wird eine Bewertung abgesetzt und wieder hat der kleine aber nette Gasthof fernab der Autobahn mitten auf dem Land 9 begeisterte Kunden gewonnen.

Um zurück zum Titel zu kommen – Familienurlaub in Deutschland mit Social Media funktioniert. Aber nur, wenn man gängige Web2.0 Plattformen aufsucht, ansonsten gibt es bisher kaum Ausnahmen. Ich glaube aber, dass gerade Eltern und Familien für das Thema extrem empfänglich wären, denn wer sucht schon gerne mit 5 quengelnden Kindern hinten im VW Bus nach einem passenden Restaurant??? Also: Destinationen, Hotels und co. – haltet euch dran und gewinnt Gäste mit Social Media, sie werden es euch danken! PS.: Frauen und besonders Mütter surfen laut Statistik sehr gerne in Social Networks…

Tipp: Qype, Tupalo, TripsbyTips und weitere!

5 Kommentare zu
Familienurlaub in Deutschland – hilft Social Media?

Rob

Hier mein Kommentar, welchen ich schon bei Facebook stehen habe:

Das Problem ist nur, dass es bei Qype keine einheitliche Tagging-Struktur gibt. Daher muss man sich familienfreundliche Lokalitäten trotzdem umständlich raussuchen. Wenn die Datenbank von Qype das hergeben würde, würde ich diesen Artikel so unterschreiben. Fakt ist aber, dass Qype alleine schon das Finden von diversen Örtlichkeiten wesentlich erleichtert. Die Bewertungen helfen oft dabei, etwas über den Ort heraus zu finden. Trotzdem muss ich oft viele Kommentare durchforsten um die gewünschte Informationen zu finden. Das kann sehr zeitraubend sein. Und der Zeitfaktor ist gerade hier wieder entscheidend.

Woran kann ich denn also erkennten, ob ein User eine Familie ist? Wie haben Sie gesucht? Wenn ich bei Qype „Restaurant Familienfreundlich“ oder „Restaurant Kinder“ usw. eingeben. Dann erhalte ich – mit Glück – vier bis fünf Treffer.

Mein Versuch:

„Du hast nach „restaurant kinderbetreuung” in „Hamburg” gesucht
Suchergebnisse (5) “

Tut mir leid. Aber der hier veröffentlichte Artikel ist mir etwas zu dünn. Denn wer liest sich – gerade auf dem kleinen „Mobile Display“ alle Bewertungen von ca. 10-open End Treffern durch um das Richtige zu finden?

Da sind wir doch wieder beim großen Problem im nicht konsequent gelebten „Internet der Dinge“ angekommen. Ich kann mich ohne eine einheitliche Sprachregelung dumm und dusselig suchen. Darunter wird Qype durch die zunehmende Anzahl an unstrukturierten Kommentaren sogar noch an Wert verlieren.

Ich habe mein iPhone schon oft wieder in die Tasche gesteckt, weil ich mit dem Wirrwarr nicht klar kam.

Hallo Rob,

Bei uns hat es prima geklappt, war ja eher ein Erfahrungs- als ein objektiver Bericht. Aber du hast Recht, für Hamburg findet man wenig bis gra nichts. Ist nur die Frage – liegt das am fehlenden Angebot? ZUmindest auch ein bisschen?

Generell: je spezieller man sucht, desto eher stößt man auf das Trampelpfad Problem im Web2.0 => häufig gebrauchtes ist super eingelaufen und man findet viele Infos, selten gebrauchtes bleibt auf der Strecke und hat keinen eigenen Trampelpfad.

VG Daniel

Rob

Hallo Daniel,

ich sehe eher das Problem der Struktur. Denn wie soll ich die richtige Lokalität finden, wenn ich die Suche nicht sinnvoll eingrenzen kann. Ich muss mich also darauf verlassen, dass die Nutzer die richtigen Tags vergeben haben. Das ist suchtechnisch ein reines Glückspiel. Dazu kommt noch, dass QYPE kaum social-media-funktionen bietet, die einem dabei helfen, mit anderen schnell in Kontakt zu treten. Gerade die Mobile-Version von Qype ist diesbezüglich ein Trauerspiel. Dort kann ich nicht einmal mein eigenes Profil einsehen. Genau hier liegen die großen Probleme aller Plattformen, die man momentan nutzen kann.

Bye

Rob

@Rob – nutzt du qype radar? Oder das normale mobil Portal? LG D

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