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Vermittler sind dem Untergang geweiht – Zitat von Jeff Jarvis

Für alle Vermittler tickt die Uhr, die Frage nach Wertschöpfung rückt bedrohlich näher. Jedes Mal, wenn Google eine direkte Verbindung herstellt, wird ein Vermittler ausgeschaltet. Sind Sie Vermittler? Wenn das Internet ihrem Geschäft eher schadet als nutzt, lautet die Antwort höchstwahrscheinlich Ja.

Wenn Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen, indem Sie den Menschen sagen, was Sie unterlassen müssen, weil nämlich Sie die Kontrolle über Ressourcen und Beziehungen ausüben, wenn Sie innerhalb eines geschlossenen Marktes operieren, wo Informationen und Auswahl einer Kontrolle unterliegen und Wertschöpfung verschleiert wird, dann sind Ihre Tage gezählt. Ja, ich rede mit Ihnen: Autoverkäufer, Werbeagenturen, Bürokraten im Auftrag der Regierung, Vorteilsverweigerer von Versicherungen, Headhunter, Reisebüros (pardon, die sind ja schon fast ausgestorben) und Immobilienmakler.

Quelle: Jeff Jarvis (2009): Was würde Google tun?: Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert. Heyne Verlag.  Seite: 129

19 Kommentare zu
Vermittler sind dem Untergang geweiht – Zitat von Jeff Jarvis

Danke für das Zitat Jens. Ich stimme mit Jarvis absolut überein. Gerade Content Vermittler wie DMCs oder Incoming Agents müssen in Zukunft stark ihre Internetstrategie überdenken, da durch die Web 2.0 tools die Anbieter von originalen Inhalten sehr mächtig werden und ihre eigenen Vermarktungskanäle festlegen können. Der Kunde will Transparenz und in der Reisebranche vorallem auch aussagekräftige Vergleichsmöglichkeiten.

Der Kunde will aber auch verführt werden. Arbeiten im Tourismus hat mit Magie, Zauberei, Träumen und Liebe zu tun.
Wnn die Menschen in den DMCs und Incoming Agenturen zu “David Copperfields der Reiseökonomie” werden, dann werden sie auch weiterhin eine Rolle im Dienstleistungsnetzwerk spielen.
Walter´s Wackelbilder auf Youtube allein schaffen es wahrscheinlich nicht, meine Sehnsucht nach Bali zu steigern.

Bitte die Bälle flach halten. Wenn schon Trend-Autoren zitieren, dann auch Nassim Nicholas Taleb: Der Schwarze Schwan, S. 172: “Berra sagte: “Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war”! Damit scheint er recht gehabt zu haben: Wir können die Welt zwar immer besser durch Modelle erfassen (und vorhersagen), doch das verblasst leider angesichts ihrer zunehmenden Komplexität, sodass dem nicht (!!!) Vorhergesagten eine immer größere Rolle zukommt.”

Ferführen hat das wort führen schon in sich. Meistens ist es bei den DMCs ja so dass die Ihre 3 Schritt-Strategie anwenden:
1. Kataloge zeigen
2. Preise nennen
3. evtl. eigene Erfahrungen mit einbeziehen
1 und 2 kann ich so auch im Internet von zu Hause aus. Bei 3 kommt das WEB 2.0 ins Spiel

Was mich aber immer noch zu den Agenturen treibt ist die große weite und unterschiedlichen Meinungen im Netz.

@Reinhard

Leider haben die DMCs und Incoming Agenturen bisher (meiner Meinung) noch sehr wenig Zauberei im Netz betrieben. Stichwort Integration von sozialen Medien, Nutzertransparenz etc.
Da ist die Frage doch legitim, warum lokale Anbieter mit den im Netz verfügbaren Werkzeugen nicht auch verstärkt auf eigene Vermarktungskanäle setzen…

@Benno

Ich gebe dir vollkommen recht und denke, dass die Kernaufgabe von touristischen Plattform Betreibern in Zukunft die intelligente Aggregation von relevanten Inhalten sein wird. Dazu müssen aber zunächst einmal gute Standards (siehe guten Blog Artikel zu dem Thema hier http://bit.ly/MsO2f) und Algorithmen entwickelt werden. Erst dann kann der Long Tail wirklich ausgenutzt werden und du wirst nicht mehr zu den Agenturen getrieben…

Vermittler sind dem Untergang geweiht! Lachhaft. Die gesamte Menschheit! Wenn die Maschinen die Macht übernehmen, dann ist noch nicht einmal mehr Platz für Theoretiker und abstruse Thesenaufsteller wie Jarvis und Nachbeter.

Aber WemseiDank auch immer ist es noch nicht soweit. Denn in dem ärmlichen Gedankenkonstrukt wird die Kreativleistung der Menschen übersehen, die Menschlichkeit der Menschen, die fuzzy Logik, die Ansprechpartner in den Geschäftsmodellen, die Anfassbarkeit der Vermittler, die Nachbarschaft, Vertrautheit, Gewohnheit und Sympathie.

Wenn es so einfach wäre mit den Algorithmen, dann wäre es schon längst soweit. Und wenn Sie eine Ahnung hätten von der Materie, würden Sie nicht so einen unreflektierten Quatsch nachbeten. Die Vermittler werden solange ihren Platz haben, wie es Menschen gibt. Ich sehe ein, dass es starke Verwerfungen gibt und noch mehr geben wird, aber diese einseitige Sicht auf die Vermittler ist weder zu Ende gedacht und vor allem nicht empirisch.

Für manche Personen ist der Umgang mit disruptiven Technologien schwierig – hierzu ein toller Beitrag bei unseren Kollegen von Netzwertig http://netzwertig.com/2009/07/01/innovationspsychologie-warum-der-umgang-mit-disruptionen-so-schwierig-ist/

“Selbst sehr aufgeschlossene Manager (und Politiker) fürchten die kurzfristigen Gefahren grosser Veränderungen meist mehr, als dass sie die möglichen Vorteile schätzen.”

“In einem sich radikal ändernden Umfeld ist diese geschlossene Sicht ein echtes Problem, denn die Veränderungen kommen nie aus dem innersten Zirkel einer Branche, sondern praktisch immer von aussen.”

Hauptproblem ist, dass die Entscheider direkt vom Erfolg (Premien, Rendite) des alten Geschäftsmodell abhängig sind und deshalb alte Denkvorstellung mit aller Macht schützen wollen – dazu gehört auch, dass man Vermittler für die Reise braucht!

Nur mal plakativ gesagt – eine Reise ist eine Dienstleistung, wie ein Friseurbesuch – ich brauch keinen Vermittler um zum Friseur zu kommen, wenn ich weis, wo der Friseur ist (bei Reisen Google Map), wenn ich eine Empfehlung/Beurteilung bekomme (Bewertungsportale oder Nachrichten via Sozialem Filter) und ich das komplette Angebot kenne (Waschen, Föhnen, Färben = Ausflugsmöglichkeiten, Angebot, etc.). Wo liegt noch der Unterschied? Viele Reisebüros sind doch schlechter informiert wie ihre Kunden. Was bleibt? der Faktor Mensch – ja – defintiv – aber – im Reisebüro ist der Vermittler abhängig vom Volumen der Reise, d.h. berät nur bedingt neutral – im Internet werden Kunden durch ihren Social Graph neutral beraten – Freunde haben noch nichts davon, wenn Sie einen Ort oder eine Destination empfehlen. Wieso sollten zukünftige Generationen noch ins Reisebüro gehen? oder andere Intermediäre nutzen???

Schön daran ist, das Freizeitreisen so herrlich komplex sind und sich immer aus mehreren Bausteinen bzw. Dienstleitern zusammensetzen. Die Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen von Reisenden entwickeln sich in der Regel schneller als die allermeisten Dienstleister sie unternehmensübergreifend anbieten können, es sei denn man ist Trendsetter. Und wie schön, das Maschinen niemals menschlich werden und ganz viele Menschen genau auf die Fähigkeit anderer setzen, die komplexe Reisen individuell gestalten können und somit eine fantastische Zeitersparnis bieten. Vermittler wird es immer geben, ändern werden sich die Rollen, Wege und Knotenpunkte in der Dienstleistungsservicekette. Und was sich in dieser Servicekette mit Sicherheit ändert, ist das Geschäftmodell der hohen Provisionierung von vermittelten Reisen, da viele Leistungsträger erkennen werden, wie man potentielle Kunden kostengünstiger direkt erreichen kann. Doch solange jeder nur das Interesse hat seine eigenen Leistungen zu vermarkten, wird es immer einen Vermittler geben.

Hallo Florian,
ja, diese Sicht hat jemand, der nie praktisch in der Branche gearbeitet hat, bzw. die tatsächlichen Verhältnisse kennt. Bei allem: Ich fürchte nicht “die kurzfristigen Gefahren grosser Veränderungen, als dass ich die möglichen Vorteile schätze”. Ich verteidige die realistische Sicht auf die Dinge und ich bin einer der Ersten, die Neues, Trendiges umsetzen, aber auch Positives in traditionellen Strukturen schätzen kann. Ich hab nichts gegen Internet und Web 2.0, aber ich hab was gegen Zukurzgedachtes. Und hier ist das so. Natürlich kann ich alles im Internet finden, aber es gibt Leute, die WOLLEN das gar nicht. Die WOLLEN Service, von Menschen. Die WOLLEN, wenn sie eine Reise für 5.000 Euro buchen, auf die Schulter geklopft werden. Zuspruch, Zuwendung, Lob, etc. Mach das mal mit Social Web. Es soll Leute geben, die Computer doof finden. Na sowas.

Weiter gehts. Social Web kann keine Autos reparieren. Vielleicht eine Anleitung geben. Aber unters Auto liegt Social Web nicht. Und bei den Intermediären ist das vielleicht nicht gleich aber ähnlich. Weil wir zwar nix rumschrauben, aber Spezialisten sind. Weil wir Ahnung haben und jeder Handgriff sitzt. Weil wir durchbuchen können. Weil wir stornieren können. Weil wir mehr können. Weil wir nicht lange rumsuchen müssen. Weil wir das Produkt kennen. Das haben die Kunden auch durch 2.000 Mannstunden Surforgie im Social Web nicht ohne weiteres. Und wenn sie es schliesslich haben, dann sind es eben nicht alle Kunden. Und der Rest geht andere Wege. In Nischen lässt sich auch gut Kunden finden, wenn man weiss, wo sie sind und welche Gewohnheiten sie haben.

Das sind alles Argumente, die Dienstleistung von Menschen für Menschen noch lange nicht überflüssig macht.

Yep, ja ich hab die Sicht von Draussen! Ich habe nie im Reisebüro gearbeitet, ja! Richtig, heisst aber nicht, dass ich nicht in der Praxis gearbeitet habe (aber egal):

Reisebüros sterben, das ist ein Fakt – es werden immer weniger – warum? Weil andere Kanäle bedient werden – nicht für alle Reisenformen aber für viele! Vor allem für die einfachen Formen – ein Hotel zu buchen, eine Pauschalreise, ein Bahnticket!

Natürlich wird es zukünftig noch Menschen geben, die analog buchen werden! Klar, aber werden deutlich weniger sein wie heute! Reicht das um alle Reisebüros am Leben zu halten – definitiv nicht!

“Schulter geklopft werden. Zuspruch, Zuwendung, Lob” -> genau das ist doch das Social Web – das passiert doch, wenn einer in Facebook schreibt, dass er eine reise gebucht hat – nix anderes! Lob von Freunden ist sogar noch mehr wert!

Ich widerspreche nicht der Tatsache, dass in Zukunft weniger Reisebüros benötigt werden, aber trete entschieden der Behauptung entgegen, “Vermittler sind dem Untergang geweiht”. Es wird IMMER Vermittler geben. Auch im Social Web. Wer das nicht erkennt, hat nicht begriffen, was ein Vermittler ist.

Wir (Reise-)Vermittler können das Social Web ohne weiteres als weiteren Vertriebskanal nutzen, sicher, spricht nix dagegen, aber deswegen sind wir noch nicht dem Untergang geweiht. Denn Fachwissen, Spezialkenntnisse, Möglichkeiten, die andere nicht haben, werden immer gesucht und haben ihre Berechtigung.

Du willst mir doch nicht weismachen, dass eine Umarmung im Social Web das gleiche ist wie eine echte Umarmung? Trostlose Vorstellung. Genauso verhält es sich mit Facebooks ‘good karma’. Da kann ich gleich ein virtuelles Bier trinken mit Apple Apps. Prost.

Ich glaub, ihr bringt da einiges durcheinander. Die Welt besteht nicht nur aus Links und Favoriten, Google Ranking und SEO. Es gibt noch eine Menge anderer Faktoren.

Last not least: Wir reden von Geschäft. Der Ausgangspunkt sind Menschen. Also sollten wir von Menschen ausgehen. Und die sind – wie wir alle wissen – sehr, sehr unterschiedlich. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Verhaltensweisen und Erfolgsstories. Mal größere, mal kleinere. Mal mit, mal ohne Social Web und manchmal nur ein bisschen.

“Schulter geklopft werden. Zuspruch, Zuwendung, Lob” -> genau das ist doch das Social Web – das passiert doch, wenn einer in Facebook schreibt, dass er eine reise gebucht hat – nix anderes! Lob von Freunden ist sogar noch mehr wert!

Ich meine damit, dass mir eine Bestätigung (auch virtuell) meiner Freunde im Social Web tausendmal lieber wäre, wie eine Umarmung eines Reisebüromitarbeiters! wem nicht?

“Ich glaub, ihr bringt da einiges durcheinander. Die Welt besteht nicht nur aus Links und Favoriten, Google Ranking und SEO. Es gibt noch eine Menge anderer Faktoren.”

Richtig und die kennen wir auch – wir leben auch außerhalb des Netzes – zunehmend weniger, aber so ist es! Und keine Angst, wir bringen nix durcheinander – wir sind normale Menschen mit vollem Verstand – nur gewöhnt seit Jahren mit unseren Ideen Wände einzureißen – vor drei Jahren wollte uns auch keiner glauben, das Bewertungen wichtig sind und sich damit ein Geschäftsmodell aufbauen lässt oder das Facebook und Twitter ein entscheidender Teil der Kultur werden und somit auch direkt das Reisen beeinflussen – komisch! Bitte lass uns einfach in drei Jahren nochmal auf den Beitrag schauen – und These 1 des IDEACAMPs im Hinterkopf behalten – in der wir unsere Meinung klar formuliert haben:
http://tourism.local/2009/07/ideacamp-these-1-touristische-intermediaere-werden-sich-nachhaltig-veraendern/

Wenn wir hier Zitate von Autoren bringen ohne sie zu werten, dann heisst das nicht, dass wir der gleichen Meinung sind – wir denken differenziert und klar – ja, manchmal vielleicht zu innovativ! Wir wollen diskutieren und das klappt ja ganz gut in letzter Zeit, oder? 😉

Wow! Nach meinem ersten Kommentar hätte ich nicht entfernt daran gedacht, dass das Jarvis Zitat so provokant für touristische Intermediäre sein würde.

Ich stimme Jörg zu, dass es Vermittler von touristischen Dienstleistungen wahrscheinlich immer geben wird, allerdings gehe ich davon aus, dass sich ihre Form & strategische Positionierung innerhalb der Wertschöpfungskette ändern wird. Es werden jeden Tag unzählige Inhalte im Web publiziert und dies wird auch am Tourismus nicht vorbeigehen (bzw. hat ihn schon voll getroffen). Origineller Content ist nicht nur bei den Suchmaschinen, sondern auch bei den Nutzern beliebt. Deshalb sind Intermediäre mehr denn je darauf angewiesen für den Nutzer einen zusätzlichen, einzigartigen Wert zu kreieren.

Google, Bing Travel, Kayak & Co werden in Zukunft immer stärker (unter Integration von sozialen Medien) in diesen Raum vordringen, da es dort einfach noch viel Geld zu verdienen gibt und die Margen hoch sind. Die Produktkomplexität ist sicher vorhanden, allerdings wird dieses Problem mittelfristig garantiert informationstechnologisch gelöst werden.

Vermittler sollten sich deshalb lieber früher als später an die richtigen Schnittstellen setzen, Margen optimieren und originellen Content zur Verfügung stellen. Wer das geschickt macht, kann sicherlich sogar von der Änderung der Wertschöpfungskette profitieren. Davor allerdings die Augen zu verschliessen und zu behaupten man wüsste ohnehin besser Bescheid als jeder Google Algorithmus halte ich für gefährlich…

Wenn ich das richtig verstehe, wird im ursprünglichen Blogpost behauptet, dass Web 2.0 die “realen Vermittler” substituieren wird, wie der Computer die Schreibmaschine. Nicht?

Nur… jetzt stell ich mal eine These auf. Der eigene Erfolg wird dem Web 2.0 im Wege stehen. Die Qualität des User Generated Content wird mit steigender Quantität drastisch sinken… nicht zuletzt durch manipulativen Posts, Bewertungen, Tweets, etc. von Beratern, Agenturen, Scharlatanen und Spammern.

Und gleich eine zweite These hinterher: ich behaupte ohne es belegen zu können, dass nur eine kleine, vermeintlich elitäre, tatsächlich aber geltungs- und internetsüchtige Gruppe von Internet-Usern (mich inkl.) tatsächlich daran interessiert ist, sich im Web 2.0 mitzuteilen. Der Rest der Menschheit will das gar nicht! Der UGC dieser kleinen Gruppe reicht nicht aus, um als Substitutionsprodukt bisherige Vermittler komplett zu verdrängen. Eher wird er als Bereicherung der Dienstleistung eben dieser Vermittler recycled werden. Und in da ist er sehr wertvoll und interessant! 🙂

@Christian

Zu These 1: Ich glaube, dass genau das Gegenteil der Fall ist – je höher die Quantität von User Generated Content, desto höher seine Qualität. Bestes Beispiel ist Wikipedia oder auch Hotelbewertungen. Chris Anderssons Longtail Buch behandelt diese Frage auch sehr ausführlich (http://bit.ly/18GAyc).

Zu These 2: Ich denke, dass die Zahlen klar gegen deine Aussage sprechen. Beispielsweise Facebook hat über 250 Millionen Mitglieder und 50% davon sind jeden Tag auf der Seite aktiv. Das würde ich keine elitäre Minderheit nennen. Die Menschen haben im Grossteil ein riesiges Interesse daran mitzuteilen, was Ihnen gefällt und welche Produkte sie mögen. 70-80% aller Kaufentscheidungen fallen aufgrund von Informationen aus dem Freundeskreis. Gerade emotionale Produkte wie Reisen & Aktivitäten sind doch geradezu prädestiniert um über solche Kanäle vertrieben zu werden…

Zu Wikipedia: wenn ich richtig informiert bin, ist Wikipedia mittlerweile in der Hand einer überschaubarer Gruppe von Idealisten und notorischen Löschantragstellern und ähnlichen. Ich behaupte ohne es genau zu wissen, dass 99% aller User Wikipedia nur passiv konsumieren. Hat jemand Zahlen dazu?

Zu den Hotelbewertungen: erst gestern habe ich mit einer Agentur aus meiner näheren Umgebung telefoniert, welche mir geschildert hat wie Hoteliers erwiesenermaßen andere Hotels negativ bewertet haben. Auch umgekehrt glaube ich nicht, dass die immer öfter versprochenen Geschenke der Hotels an die Gäste als Gegenleistung für positive Bewertungen die Glaubwürdigkeit genau dieser Bewertungen langfristig steigern werden…

Mit der Kaufentscheidung aufgrund von Empfehlungen gebe ich Dir recht. Ich bin auch auf Facebook, nur hat mir dort noch nie jemand eine Reise (oder sonst irgendwas Kommerzielles) empfohlen! Aber vielleicht kommt das noch! 😉

criz

In Gesprächen mit meinen Kunden höre ich immer wieder das der Verbraucher den Informationen aus dem Netz nicht traut. Spätestens seit dem vor ein paar Jahren div. Hotelbewertungs/ Buchungsportale fake-Bewertungen zugelassen haben. Den Zustand kennt jetzt sogar das 50 Jährige Ehepaar, dessen Kinder aus dem Haus sind und das sich jetzt mal einen FIT-Urlaub für 7000€ bucht.
Meine Kunden, sind nicht “Generation Twitter” sondern verlangen von mir Beratung und Vermittlung vor und nach ihrer Reise.

Mit freundlichen Grüßen

Nadja

… “Aber vielleicht kommt das noch.”

Vor kurzem hat hier erst jemand Klaus, den Gast 2.0 gesichtet. Wenn er wieder kommt, sofort festhalten 😉

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