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6. Juni 2009

Multilingualität – Ein Problem für internationale Destinationen im eTourism

Das Internet dringt in immer mehr Regionen und Länder dieser Erde vor. Mehr und mehr Menschen weltweit sind mittlerweile online und damit auch mehr und mehr Kulturen und Sprachen. Jede dieser Sprachen bzw. Kulturen erfordert spezifische Anpassungen im Bereich des Onlinemarketing:

  • Suchmaschinenmarketing muss auf sprachenspezifische Keywords, Keyword-Permutationen und Rechtschreibfehler angepasst werden. Nur auf die Volltextsuche der jeweiligen Sprachgruppe angepasste Keywords können gefunden werden. Von Problemen bei Zeichencodierung in Sprachen mit anderen Schriftarten mal ganz zu schweigen.
  • Informationen müssen in ihrer Architektur und Präsentation landesspezifisch angepasst werden. In Österreich zieht die Frau im Bikini am Strand als Werbemotiv, im Iran eher nicht. Aber unterschiedliche Kulturen suchen auch anders und lassen sich anders inspirieren. Das muss sowohl die eigene als auch die Webpräsenz im Web2.0 berücksichtigen.
  • Marketing in sozialen Medien erfordert die größte interkulturelle Kompetenz – die Sprache muss beherrscht werden – mitunter in Echtzeit. Und es muss zumindest ein Gefühl für die Kultur des Gesprächspartners vorhanden sein. Beispiel: Social Media Marketer XY der deutschen Zentrale für Tourismus (zugegeben ein Zukunftsszenario) chattet mit einem indischen Multiplikator in Facebook.
  • Social Media Monitoring braucht entsprechendes Wissen über relevante Points of conversation in der jeweiligen Kultur und über die entsprechenden Begrifflichkeiten, die beobachtet werden sollen. Semantische Verfahren müssen jeweils für jede Sprache neu justiert werden, ein Riesenaufwand dann, wenn auch Ironie und co. verstanden werden soll.
  • Je wichtiger das Social Web wird, desto komplizierter gestalten sich die Effekte der Mehrsprachigkeit.

D.A.

Daniel Amersdorffer

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