Zielgruppen und soziale Netzwerke – Mittagsdiskussion am Ideacamp 2009

Gut geschlafen…

Nach einer gut durchschlafenen Restnacht nach unserem Flug gestern, habe ich heute morgen ersteinmal das geniale Zimmer im Hotel Sentido San Blas genossen… von meinem Balkon/ Terasse aus habe ich Blick über die Pools auf 4 Ebenen. Um 8:30 ab zum Frühstück, sehr lecker. Danach Führung durch die Hotelanlage – vielen Dank dafür an den Hotelchef.

Keynotes auf dem Ideacamp

Um 9:30 sind dann die Workshops gestartet, mehr dazu hier: Impulsvorträge am Ideacamp. In der Mittagspause haben Florian, Daniel Reza Schmeisser und ich über das Thema der Zielgruppen diskutiert.

Diskussion in der Mittagspause… Zielgruppen und Social Networks…

Provokative Kernfrage war unsererseits an Daniel, ob Zielgruppen überhaupt noch sinnvoll sind?

Daniel macht umfangreiche Forschung im Rahmen seiner Firma zum Thema Motive / Verhaltensstrukturen / Psychologie, um darauf basierend Gruppen von Personen zur Nutzung für touristische Anbieter ausweisen zu können – Basierend auf quantitativer und qualitativer Forschung mit ausreichend großen, validen Datengrundlagen werden potenzielle Nutzer / Gäste befragt und Aussagen für das Marketing abgeleitet.

Solche “Zielgruppen”-Konzepte gehen dabei von der Annahme aus, dass aus einer großen Menge von Personen ein bestimmter, für das Produkt und die Kommunikation relevanter Personenkreis angesprochen werden soll. Dabei bedient man sich verschiedenster Methoden, die aber meistens im Bereich der Werbekommunikation (online oder offline) zu verorten sind. Die Kommunikationsmacht eines touristischen Anbieters in Richtung Kunde hängt dabei ab von seinen Ressourcen für Werbekommunikation.

Social Media eröffnet eine weitere Parallelwelt im Marketing

Soziale Netzwerke ermöglichen eine neue Herangehensweise. In Social Communities wie Facebook, Xing, FlickR, Youtube und anderen zeichnet sich jedoch eine neue Chance ab. Gäste können nicht mehr nur über Werbung sondern entlang sozialer Beziehungen vom touristischen Anbieter mit dem Gast angesprochen und konvertiert werden.

Wird dieses Paradigma angewandt, welches Probleme wie Ärger über Werbung, Banner Blindness etc. überwindet, mehr Glaubwürdigkeit und Authentizität vermittelt, so ändert sich auch das Paradigma der Zielgruppe – es geht dann nicht mehr um Segmentierung, Faktorenanalysen, sondern um soziale Beziehungen, Netzwerke und Netzwerkeffekte.

Fazit

Dennoch haben beide Ansätze ihre Berechtigung, eben je nach Ziel, Ressourcen und Herangehensweise. Eine Versciebung in Richtung Social Media zeichnet sich jedoch für die mittel- bis langfristige Zukunft ab!

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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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