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18. Mai 2009

Wie unser Haus wegen einem Telefonanschluss einstürzte.

Wir sind zwar ein Tourismusblog, aber gerade platzt mit der Kragen und ich muss mal kurzzeitig das Thema wechseln: Ende April haben wir von Tourismuszukunft bei der Telefongesellschaft mit dem T einen ISDN Anschluss mit DSL beantragt. Die Bereitstellung sollte damals vorgezogen zum 4.5.09 erfolgen.

In den entsprechenden Büroräumen hängt nur ein wilder Telefondraht aus der Wand, probeweiser Anschluss einer eigenen TAE Dose (Telefondose) brachte kein Ergebnis, also brauchen wir einen Techniker. Freunde warnen mich, selbst hier herum zu schrauben, das wäre eine Verletzung des Fernmeldegeheimnisses.

Und nun fängt der Spaß an.

Erster Anruf – das kostet Geld. 10 Minuten Warteschleife, um nach dieser – nicht richtigen Information, denn die TAE muss die Gesellschaft mit dem T legen – aus der Leitung geschmissen zu werden. Ich schlage mit der Faust auf den Tisch und bin sauer.

Zweiter Anruf – lange Warteschleife. Dame nimmt ab. Verbindet mich weiter. Rauswurf aus der Leitung. Ich werde noch sauerer als zuvor, mein Kugelschreiber reisst eine zentimetertiefe Kerbe in die dicke Holzplatte des Schreibtisches und bricht ab. Holzsplitter fallen zu Boden. Der Kugelschreiber war aus Metall.

Dritter Anruf – 25 Minuten Warteschleife. Ein Herr nimmt ab. Verbindet mich zum Disponenten der Techniker-Abteilung, damit ich mit dem das Problem besprechen kann. Der Techniker versteht leider kein deutsch. Verbindet mich zurück, macht aber einen Fehler, ich fliege raus. Die Schreibtischplatte bricht in zwei Stücke, als ich vor Wut meinen Laptop nehme und damit auf die Platte einschlage.

Vierter Anruf. Offensichtlich lande ich in einem Callcenter in Kölle. 3 Stunden sind jetzt vorbei. Ich sehr sauer. Wirklich SEHR. Dame gibt mir einen Techniker Termin am 11.5. von 18 bis 23 Uhr. Zähneknirschend sage ich zu. Eigentlich wollte ich grillen und schlafen gehen. Ich bin frustriert. Ein Strick liegt bereit, ich schraube noch eine stabilen Haken in die Decke.

11.5.09 – ich bin da, der Techniker kommt natürlich nicht, 5 sinnlose Abendstunden im Büro verhockt. Als ich um 23:30 Uhr das Büro vor Wut kochend das Büro verlasse, schmilzen die Türgriffe beim Anfassen und verkrümmen sich eigenartig. Geschmolzenes Metall tropft auf den Boden. Es stinkt wie im Hochofen.

Einen Tag später ruft mich der Techniker an, ob ich denn jetzt da wäre. Ich bin aber leider unterwegs, 24 Stunden Verspätung ist mir leider zuviel. Das Handy schlägt mit einem dumpfen Knall im Boden ein, der Techniker verstummt schlagartig am anderen Ende und am Boden raucht mein Sony Erricson P1i nur noch leise vor sich hin. Die umherfliegenden Metallsplitter verletzten Passanten. Ich reiche die Schmerzensgeldklage an die Gesellschaft mit dem T weiter.

11.5.09 – 13 Uhr – Ich bekomme eine SMS (online), dass nun unser Anschluss freigeschaltet wird und zum 12.5.09 verfügbar ist. Ich verstehe die Welt nicht mehr, hat man mir doch 4 mal am Telefon versichert, dass unser Anschluss schon geschaltet ist zum 4.5.09. Mangels Handy kann ich aber nicht nachfragen. Fahrt nach Hause. Festnetzanschluss. Die Haustür fliegt mit samt dem Türrahmen raus, als ich sie SEHR wütend hinter mir ins Schloss knalle. Der Vermieter verdoppelt unsere Miete.

Viele Anrufe bis ich durchkomme. Der Telefonhörer vom auf die Gabel donnern mehrmals gebrochen. Man will das Recherchieren und mich zurückrufen. Kein Rückruf, keine Reaktion. Ich bin beruflich in Teneriffa, nicht erreichbar wegen Tagung. Nur Ein Anruf mit verborgener Rufnummer, ein T-Mitarbeiter. Spricht mir auf den AB, dass er vor Ort war, aber niemanden angetroffen hat, Rückrufnummer Fehlanzeige. Hatten ja auch keinen Termin. Wie auch. Fragte ja keiner nach einem Termin bei mir. Das Wasser im Pool des Hotels evaporisiert als ich nach dem Abhören der Mailbox und extrem wutENTBRANNT ein Bad nehmen will. Ich schlage mir am Grund des Beckens die Kniee auf, da das Wasser fehlt. Das Hotel setzt mir 35 Kubikmeter Wasser auf die Rechnung.

Habe jetzt ein neues Handy. Mit 2cm Gummi-Schutzhülle.

Zurück aus Teneriffa. Ich rufe bei der Gesellschaft mit dem T an. Die Dame versichert mir, dass der Techniker heute am 18.5.09 vorbei schaut. Der kommt natürlich nicht. Meine Wut lässt die Zwischenwände unseres Büros einstürzen, vor Staub kann ich kaum noch sprechen. Florian hat Glück und hält gerade sein Seminar an der Uni. Der Staub dringt durch die Fenster nach außen und im Eichstätter Kurier wird von einer nicht genehmigten Sprengung beim Umbau des Informationszentrums berichtet.

Ich rufe den Support der Gesellschaft mit dem T an. Stimme heiser vor Staub und Wut. Laaange Warteschleife. Inkompetente Beraterin lässt mich beim Verbinden aus der Leitung fliegen. Nichts passiert. Kein Rückruf. Obwohl sie meine Handynummer weiß. Das Telefon fliegt in die Trümmer, prallt ab, trifft mich an der Stirn, ich kippe um, wache erst 2 h später aus einem temporären Koma wieder auf, die Stirn blutet. Ich habe Kopfweh, ein Sanitäter verarztet mich.

Zweiter Versuch: Auf der Barre liegend telefonierend. Werde wieder aus der Leitung geschmissen. Darf vorher noch Musik hören, etwa 20 Minuten, denn der Berater will sich kundig machen. Ich explodiere, das Büro brennt ab, das Haus stürzt ein. Sirenen schallen durch Eichstätt, ich bin begraben unter den Trümmern. Florian und Jens kündigen der Gesellschaft mit dem T und suchen ein neues Büro. Ein Sanitäter wird vermisst. Meine gesamten finanziellen Mittel vermache ich einer NGO zum Kampf gegen die Gesellschaft mit dem T.

😉 😉 😉

Hinweis: Nicht alle dargestellten Sachverhalte entsprechen der Wahrheit. Alle Zeitangaben sind subjektive Empfindungen. Dieser Text ist ironisch gemeint. Ähnlichkeiten sind nicht gewollt sondern rein zufällig.

Empfehlung: www.congster.de oder ein Telefonanbieter ihres Vertrauens. Auch das ist nur meine subjektive Meinung.

Daniel Amersdorffer

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