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12. Mai 2009

touristische iPhone Lösung aus Oberbayern und weitere Gedanken

iphone
Zugegeben das iPhone ist schon ein interessantes Werkzeug zum Telefonieren und mit dem iPhone wurde auch klar, dass man mit einem Telefon nicht nur telefonieren, sondern auch surfen und andere Dienste nutzen kann. Verständlich, dass sofort die Phantasie der Touristiker angeregt wird und Dienste für das iPhone entwickelt werden.

Der Tourismusverband München Oberbayern hat seinen Hut in den Ring geworfen und einen Dienst für das iPhone entwickelt. Für 2,99 Euro kann eine Applikation gekauft und auf das Handy installiert werden. Über das GPS Systems des iPhones wird die eigene Position auf der Kartenlösung angezeigt und wahlweise freie Hotelzimmer, Veranstaltungen und interessante Punkte in der Region dazugespielt. Da das Kartenmaterial vom Landesvermessungsamt kommt, ist dieses sehr detailreich und sogar zum Wandern geeignet.

Unter maps.oberbayern.de läuft die Internetvariante des Dienstes, welcher auf einer Microsoft Kartenlsöung aufgebaut ist. Die Usability und die Tatsache, dass der Dienst etwas buggy läuft, sei an dieser Stelle mal ausser acht gelassen.  Mich interessieren andere Fragen:

  • Ja mobile Dienste werden sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen. Zu dieser Prognose gehört nicht viel dazu.
  • Gut, dass eine touristische Organisation Erfahrungen mit diesen Diensten sammelt und sich eine Lösung überlegt hat
  • Frage, ist es sinnvoll, diese Applikation zu verkaufen, damit der Kunde mein touristisches Produkt kauft?
  • ist es sinnvoll, eine solche Applikation für eine abgegrenzte Destination zu verkaufen? Es gibt in Bayern noch Schwaben, Franken, Ostbayern, womit wir bei einer Hochrechnung von 12 Euro für bayerische  und bei 192 Euro für deutsche Applikationen wären, wenn wir mal ausnahmsweise von Bayern auf Deutschland schließen dürfen :-)
  • Wäre ein solches Projekt nicht besser bei der DZT aufgehängt, um eine für Deutschland einheitliche Lösung anzubieten? Ich weiss, dass dies aus politischen Gründen an die Grenzen des Machbaren stößt.
  • Wäre daher ein solches Projekt nicht besser in einer privatwirtschaftlichen Organisation aufgehängt, die frei von politischen Interessen agieren kann?
  • Und wäre ein privates Unternehmen überhaupt in der Lage einen solchen Dienst aufzubauen oder sind die Kosten nicht viel zu hoch aufgrund der heterogenen touristischen IT Infrastruktur, die damit bedient werden muss?

Auf der einen Seite finde ich es gut, dass sich Destinationen neuen Technologien öffnen und Experimente mit mobilen Diensten eingehen,  auf der anderen Seite scheint mir dieser Dienst aufgrund seiner regionalen Begrenzheit aus Kundensicht nicht ganz durchdacht zu sein.Ich bin gespannt, wie sich die Verkaufszahlen der iPhone Applikation verhalten werden. Vielleicht haben wir die Möglichkeit die ein oder andere Zahl im Laufe der Zeit zu erfahren.

Wie seht ihr den Ansatz von Oberbayern und welcher Weg wäre ideal?

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