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27. April 2009

travelXalps – Reisen mit Tiefstpreis-Garantie – das Interview

Über eine befreundete Agentur sind wir auf ein spannendes Projekt aufmerksam gemacht worden – travelXalps. Dieses Projekt hat unserer Meinung nach das Potential den Reisemarkt in den Alpen nachhaltig zu verändern. Deshalb haben wir Helmut Richter, Geschäftsführer der travelXXL GmbH um ein Interview gebeten (die travelXXL GmbH tritt unter dem Namen travelXalps am Markt auf und ist eine Tochtergesellschaft der Österreichischen Verkehrsbüro AG, des größten Tourismuskonzerns Österreichs):

Tourismuszukunft: Hallo Herr Richter, können Sie in zwei Sätzen sagen, was dieses Projekt so einzigartig macht?
Richter: Mit travelXalps haben wir eine offene Plattform geschaffen, d.h. wir geben Incoming Agenturen die Möglichkeit ihre Angebote auf unserer Seite zu platzieren. Sie sind die Destinationsexperten vor Ort und garantieren unseren Gästen das beste Produkt zum besten Preis aufgrund ihres Know-how und ihrer Einkaufskraft. Viele, auch kleinere Agenturen, warten schon lange auf eine Möglichkeit, sich aus den Klammern der großen Reiseveranstalter zu lösen, bzw. sind auf der Suche nach zusätzlichen, direkten Vertriebswegen.

Durch diese Verkürzung der Vertriebswege, wir umgehen dabei ja den Zwischenhandel, können wir auch mit einer Tiefstpreisgarantie an den Markt gehen.

Tourismuszukunft: Was bedeutet Tiefstpreis-Garantie? Und wieso können Sie diese gewährleisten?
Richter: Sollten unsere Gäste innerhalb von drei Tagen ihres Buchungstages eine auf travelXalps gebuchte Reise mit identischer Leistung bei einem anderen Online-Reisebüro preisgünstiger buchen können, erstatten wir den Differenzbetrag.

TravelXalps wird direkt von den Produzenten der Angebote betrieben, deshalb können wir auch mit entsprechend geringeren Aufschlägen arbeiten und diese niedrigeren Preise an unsere Gäste weitergeben.

Tourismuszukunft: Wieso denken Sie, dass der Ansatz über den Preis langfristig Erfolg haben wird?
Richter: Der Preis alleine ist zuwenig. Wir garantieren unseren Gästen auch qualitätsgeprüfte Angebote. Wir sind die Experten vor Ort, kennen das Produkt in- und auswendig. Es kann immer nur diese Kombination aus einem tollen Produkt zu einem sehr guten Preis sein, die langfristig zum Erfolg führt.

Tourismuszukunft: 5 Euro pro Zimmer – macht dies für Hotels überhaupt Sinn? Zerstören Sie mit dieses „Großhandelspreisen“ nicht komplett den Markt?
Richter: Fairerweise muss ich anmerken, dass sich diese Tiefstpreise häufig auf Unterkünfte in Appartements beziehen, d.h. ohne Verpflegung und bei einer Belegung von maximal 4 Personen, aber es finden sich auch viele Hotelangebote zu einem Ab-Preis von € 10,- bis 15,- pro Person und Nacht. Die Hotels gehen auch nicht durchgängig mit solchen Preisen an den Markt, sondern steuern dies aufgrund ihrer Nachfrage. Und letztgültig ist ein leeres Bett noch immer das Teuerste.

Tourismuszukunft: Wie reagieren Reisebüros auf dieses Projekt und welches Feedback erhalten Sie im Gegenzug von Seiten der Hotels?
Richter: Wenn man diese Frage emotionslos betrachtet, dann konkurrieren wir mit travelXalps nicht mit dem Reisebürovertrieb. Das Österreichische Verkehrsbüro betreibt ja selbst die größte Reisebürokette in Österreich und es gibt nach wie vor einen großen Teil an Gästen, die den Service im Büro einer Buchung im Internet vorziehen. D.h. wir wenden uns mit travelXalps an jene Zielgruppe, die gewillt ist online zu buchen und auch bisher kein Reisebürokunde war.

Das Feedback von Seiten der Hotels ist sehr gut. Sie erwarten sich mit travelXalps einen Vertriebspartner, der stark am Markt auftritt, sie schätzen die Sicherheit in der Zusammenarbeit mit dem größten Touristikunternehmen Österreichs und wir werden sie nicht enttäuschen.

Tourismuszukunft: Bitte klären sie uns noch kurz über die Projektbeteiligten & -Partner auf.
Richter: Das Frontend mit all den tollen Features, mit seiner benutzerfreundlichen Oberfläche und den Mengen an Information für unsere Gäste wurde von unserer Partner-Agentur, elements, aus Salzburg umgesetzt. Für das gesamte Backend konnten wir auf Ressourcen, aber auch sehr viel Know-how im Konzern zurückgreifen.

Tourismuszukunft: Herzlichen Dank für das Interview.

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation

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