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Meta Flugsuchmaschinen – Wir bitten um Mithilfe

Vorgestern haben wir einen schnellen Test zu Flugsuchmaschinen durchgeführt, den ich hier am Blog publiziert hatte.

Schnell wurde aber, auch dank konstruktiver Hinweise, klar, dass ein solcher Test der Komplexität des Themas und des Marktes nicht entspricht. Ein solcher Test muss sehr breit und wissenschaftlich angelegt sein, um aussagekräftige Ergebnisse zu bringen. Daher mein Vorschlag an alle Interessierten und an alle Vertreter der Meta-FSM: Die Konzeption und Durchführung eines solchen Tests als Corwdsoucring-Projekt – d.h. wir überlegen alle:

  • welche Kriterien ein solcher Test umfassen muss… Vorschlag bisher: Ergebnisqualität… (Design), Schnelligkeit, (Usability), Seriosität/ Sicherheit/ Zahlungssicherheit, Service / Customer Care, … ??
  • Wie sollen die einzelnen Kriterien gewichtet werden
  • welche FSM getestet werden müssen
  • wie der Test durchgeführt werden kann, um Repräsentativität zu gewährleisten
  • wer den Test unterstützen könnte
  • wie die Ergebnisse veröffentlicht und möglichst nutzenstiftend verwendet werden können (unter CC Lizenz)

Für die FSM besteht hier die klare Möglichkeit sich zu positionieren, Transparenz zu schaffen und letztendlich den Kundennutzen zu maximieren. Ich schlage einen Beginn der Diskussion via Kommentar vor und bei Bedarf eröffnen wir eine entsprechende Seite auf dem Tourismushandbuch oder auf einer dafür geeigneten und von euch gewünschten Kommunikationsplattform.

Daniel

12 Kommentare zu
Meta Flugsuchmaschinen – Wir bitten um Mithilfe

Daniel

Ist es realistisch die Experten aller am Test teilnehmenden MetaFSM zu interviewen und die Ergebnisse für die Studienkonzeption zu verwenden? Oder geben diese Experten ihr Wissen auch für eine solche Studie nicht preis, da es ihre Geschäftsgrundlage ist? Hilft ein Disclosure der “Studienkonzeptoren”?

Daniel

Lars Jankowfsky von Swoodoo hat mich per Email – lieber Lars, nochmal herzlichen Dank -, auf folgende Punkte hingewiesen:
* Viele MetaFSM binden unseriöse (Was ist unseriös?) Partner ein in ihre Suche
* Oft werden nicht die echten Endpreise und nicht wirklich vorhandene Kontingente angezeigt (sollte man nochmal ganz klar analysieren; Lars schlägt eine Durchführung des Buchungsprozesses bis zum Ende mit Fakekreditkarten-Daten vor, um Endpreis und reale Verfügbarkeit zu prüfen)
* Liste vervollständigen der MetaFSM, Skyscanner fehlte bisher
* Testanfragen müssen völlig gleichzeitig durchgeführt werden (und dmait automatisiert?), um den laufenden Verändeurngen der Kontingente gerecht zu werden…
… Danke Lars!
Freue mich auf weitere Kommentare zum Thema.
VG Daniel

stimme Lars von Swoodoo zu. Nur unsersiös ist ganz schwierig – was oder wer ist unseriös? Solange der Flug buchbar ist, sollte das m.E. ausreichen.

Es gilt zwei Komponenten der Portale zu testen: Usability/Features und Ergebnisqualität. Ersteres ist sicher sehr subjektiv und schwierig zu testen, es gibt ja durchaus sehr unterschiedliche Zielgruppen hinter den einzelnen Portalen.

Ergebnisqualität kann nur exakt gleichzeitig durchgeführt werden, sonst ist das Ergebnis nicht relevant. Außerdem müsstet Ihr Euch bitte die Mühe machen, wirklich bis zum Schluss durchzubuchen, um Endpreise zu vergleichen.

Finde es eine sehr gute Idee, einen solchen Vergleich anzustoßen. Aber nehmt Euch viel Zeit, das ist sehr aufwendig 😉

Guten Abend Gentlemen,

eigentlich wollte ich ein eigenes Posting draus machen, aber ich denke der Kommentar Platz hier reicht völlig aus. Hier also meine 2cents:

Erstmal zum Inhalt des Tests:

Die Usability:

Schwieriges Thema. Abgesehen von Hardfacts wie Filtermöglichkeiten, Unterstützung von Spezial Features wie z.B. Gabel bzw. Multistopp Flug spielt hier doch gerne der persönliche grafische Geschmack des Testers mit hinein. Jedoch gilt – nicht jede Webseite die schön aussieht verkauft auch und andersrum – manch hässliche Webseite (RyanAir) verkauft Flüge wie geschnitten Brot. Daher würde ich das Aussehen komplett ausklammern und rein auf Funktionalität bzw. Usability testen.

Das ganze würde ich mit 25%-33% in den Test einfliessen lassen.

Kommen wir zum eigentlich wichtigen Teil – den Preisen. Bei einer Meta Flug Such Maschine zählt letztlich wie schnell der Kunde zu einem guten Ergebniss kommt.

Da spielt zum einen die Geschwindigkeit der Ergebniss Anzeige, die Vollständigkeit und auch die Qualität der Ergebnisse eine Rolle.

Folgende Punkte sind aus meiner Sicht zu beachten:

– Die Suchen müssen möglichst gleichzeitig durchgeführt werden um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Eine Verzögerung von nur ein paar Minuten kann grosse Unterschiede beim Preis bringen.

– Die Auswahl der Routen auf denen getestet wird sollte der Realität entsprechen. Also eine Auswahl an relevanten Routen innerhalb Deutschlands, innereuropäisch und ein paar Fernflüge. Hier sollte nicht nach persönlichen Vorlieben ausgewählt werden, sondern nach markt bedeutung. Beispielsweise ist die Strecke München – Helsinki wohl eher sekundär wohingegen Frankfurt – Palma de Mallorca oder auch Bangkok zu den meistgesuchten Strecken überhaupt zählen.

– Es sollten auch reine LCC Routen getestet werden. Hahn oder Weeze sind gute Kandidaten, genauso könnte das aber auch erweitert werden auf LCC die in Deutschland nicht so weit verbreitet sind wie z.B. SkyEurope oder Germania.

– Es ist sehr wichtig die angezeigten Preise dann auch zu überprüfen. Oft werden Zusatzgebühren die erst am Ende des Buchungsprozesses aufgeschlagen werden in der MetaFSM unterschlagen. Prominentes Beispiel wäre z.B. die Ticket Service Charge bei Air Berlin oder die Buchungsgebühr am Ende der Buchung bei govolo.de oder seat24.

Wichtig bei der Überprüfung hier sind auch noch folgende Punkte:

– geht der deeplink direkt zum flug? Oder muss der Nutzer wieder alles eingeben?
– und wird auch die korrekte (deutsche) Sprache beim OTA angezeigt? Oder sind das evtl. englischsprachige Seiten?

Falls Preisänderungen im Rahmen des Caching der OTA’s auftreten (“Es tut uns leid der Preis XY ist nicht mehr verfügbar”) so würde ich solche Änderungen evtl. ausklammern. Das die OTA’s stark cachen betrifft alle Meta FSM das würde ich nicht berücksichtigen.

Als letztes würde ich noch Spezial Features mit in die Bewertung einfliessen lassen wie z.B. die Power Suche von swoodoo, die Datenbank von skyscanner oder den “Buzz” von Kayak. Und nicht vergessen – wir sind hier im Web 2.0 also müsste geprüft werden welche API’s es gibt, ob es nur IFrame, Formular Lösungen gibt oder eine echte API.

Und schlussendlich – gibt es noch den Umfang des Tests zu diskutieren. Einige Meta’s bieten auch Hotel und/oder Mietwagen an wie z.B. travel-iq oder kayak. Swoodoo tut dies nicht, skyscanner auch nicht. Aber wie kann man das mit einbeziehen ? Dann müsste eigentlich eine reine Hotel Meta wie z.B. trivago auch noch antreten.

Eine Idee wäre übrigens ein Treffen zu organisieren bei dem wir eine Art “shoot out” der Meta’s machen. D.h. ein Moderator gibt Route und Datum ( oder evtl. sogar Datumsbereich ) vor und jeder Teilnehmer gibt sein bestes unter Einsatz der eigenen Meta. Da kommen dann Usability und auch erweiterte Features voll zum tragen. Aber das ist eher eine amüsante Idee und weniger ein ernsthafter Vorschlag.

Ach ja und die Teilnehmer Liste. Wer kommt da rein ? Wenn da alle rein sollen wird die Liste echt lang es gibt ne Riesenmenge an MetaFSM welche eine deutsche Version haben, aber eigentlich keine Marktrelevanz in Deutschland haben (ich denke ich bekomme > 30 zusammen) Nur wie wird entschieden wer teilnehmen darf und wer nicht? Besucher/PI pro Monat in Deutschland ? Das würde z.b. checkfelix benachteiligen welcher den Kernmarkt Österreich bedient. Oder darf einfach jeder rein ? Oder schlicht nach gusto sprich “Gesichtskontrolle” ?

Fragen über Fragen. Ich bin mir sicher das ich etliches vergessen habe und meine Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was habe ich vergessen ? Bestimmt etwas wichtiges 🙂

In diesem Sinne frohe Ostern!

Gute Idee, einen wirklich unabhängigen Test für Metaflugsuchmaschinen gemeinsam mit den Metasuchmaschinen zu erarbeiten.

Unser Statement dazu ist etwas länger geworden, deshalb gibts gleich einen eigenen Blogpost dazu http://bit.ly/GQkY6

Hallo zusammen,

find ich gut – einen solchen Test.

@Daniel:
die Themen Sicherheit/ Zahlungssicherheit, Service / Customer Care gehören eher zu den durchsuchten Anbietern wie OTAs und Airlines.

Wichtig beim Thema “Ergebnisqualität” sind m.E. die Punkte “Anzahl der durchsuchten Anbieter” und “Art der Anbieter” (Leistungsträger oder OTAs etc)

kinkaa fehlt noch auf der Liste 😉

Beste Grüße
Claus

Johannes Holz

Hallo zusammen,

als Sozialwissenschaftler mit großem Interesse an statistischen Daten will ich da doch gerne auch etwas Senf beisteuern:

Zunächst etwas relativ „Unstatistisches“: Den meisten Punkten, die hier bereits angesprochen wurden, kann ich zustimmen – allerdings finde ich persönlich die Gestaltung einer Seite schon wichtig. Wenn ich einen Flug suche, will ich schnell und bequem das billigste Angebot finden – ohne mich noch stundenlang mit den speziellen Tools und Special Features einer FSM beschäftigen zu müssen. Google ist nicht nur deswegen der Suchmaschinenleader, weil man findet, was man sucht, sondern weil es äußerst simpel zu bedienen ist. Ich selbst finde es immer höchst nervend, wenn eine Suchmaschine total überladen ist mit Zusatzfeatures, die ich eigentlich gar nicht will. Ich will schnell und komfortabel meine Ergebnisse finden und nicht vorher noch ein Suchdiplom absolvieren müssen!

Natürlich spielt hier der subjektive Geschmack des Nutzers mit rein, aber was soll so ein FSM-Vergleich, wenn wir den Nutzer außen vor lassen? So ne Flugsuchmaschine sollte schließlich von jedermann bedient werden können und nicht nur von Profis. Insofern wäre ein „shoot out“, wie ihn Lars ja schon angedacht hat, bestimmt ne lustige Sache, aber wenn, dann sollten durchschnittliche Nutzer, die vielleicht die betreffende FSM noch gar nicht kennen, das durchführen. Dass der Profi seine eigene FSM optimal bedienen kann, ist ja nun nichts Umwerfendes. Insofern sollte der Beitrag der Usability auf jeden Fall das geforderte Viertel bis Drittel an der Endbewertung ausmachen – wenn nicht noch mehr. Naja, vielleicht bin ich auch nur ein bisschen überempfindlich geworden ob all der Augenkrebs-Seiten mit Pop-Ups, Werbelayern, Klickibunti hier und Klickibunti da. Hoffe ja, dass ich damit nicht alleine bin…

Und was die ausgewählten Strecken angeht – offensichtlich kann es innerhalb der einzelnen FSM ganz schöne Unterschiede geben, je nachdem, ob man innerdeutsch oder interkontinental fliegen will (sieh z.B. den Focus-Artikel auf den swoodoo-Seiten (http://www.swoodoo.com/images/cms/FocusMoney_01_08_07.pdf) oder auch den Test in der ComputerBild (7/09). Man sollte schon – wie dort auch – die Tests auf die verschiedenen Zielregionen (innerdeutsch, Europa, Fernziel) aufsplitten, denn der eine findet innerdeutsch die besten Preise und versagt bei Überseeflügen und beim anderen ist‘s umgekehrt. Bliebe die Frage, wie man die einzelnen Regionen gewichtet. Nimmt man die beliebtesten Strecken oder die beliebtesten Städte oder die beliebtesten Länder? Je nachdem kommen da völlig unterschiedliche Gewichtungen bei raus…

Der Einfachheit halber könnte man die 10 beliebtesten innerdeutschen Strecken, die 10 beliebtesten in Europa (ohne Deutschland) und die 10 beliebtesten Interkontinentalstrecken nehmen und dann entweder ne gleichgewichtete Durchschnittsnote über die drei Zielregionen bilden oder gleich drei getrennte Noten vergeben. Oder aber sich in der Gewichtung an den offiziellen Statistiken orientieren (wie z.B. hier für 2006: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Publikationen/STATmagazin/Verkehr2008__2,templateId=renderPrint.psml__nnn=true; dort haben die deutschen Ziele einen Anteil von ca. 26%, die Ziele im europäischen Ausland ca. 59% und der Rest kommt insgesamt auf ca. 17%).

Außerdem wär auch die Zuverlässigkeit nicht unwichtig. Heißt: eine Strecke nicht nur einmal abfragen und das Ergebnis dann nehmen, sondern am besten mehrmals und schauen, welche FSM auf Dauer und in stabiler Form vorne liegt. Sonst ist die Gefahr groß, dass ein Zufallsergebnis die Statistik versaut… Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, wie ihr das hinkriegt, tatsächlich zeitgleich abzufragen? Wenn das in irgendeiner Form automatisiert ginge, wäre es ja auch kein Problem, wasweißich, über einen Zeitraum von zwei Wochen viermal am Tag zu checken.

Oh und eins noch: bei den Zusatzfeatures wie Powersuche, Buzz, Preis-Atlas etc. ist natürlich ein Vergleich schwer möglich. Der eine kann das und der andre kann andres. Insofern würd ich einfach nur für die konkrete Live-Flugsuche (ohne Datenbank- oder Cache-Abfragen) testen, welche FSM die besten Ergebnisse hat und die Zusatzfeatures eben als Zusatzfeatures nennen… Vielleicht auch in die Gesamtbewertung einfließen lassen, aber nicht im eigentliche Sinne testen (also, ob man damit wirklich den besten Preis findet). Das würde sonst ein ganz schöner Äpfel- und Birnen-Obstsalat.

Mit mehr Senf als ich eigentlich dachte. ^^
Naja, in diesem Sinne: Guten Appetit und viel Erfolg beim Test. Bin mal gespannt, welche FSM ich dann in Zukunft benutzen werde…

LG
JoHo

@Johannes:

Vielen Dank für dein ausführliches Posting. Du hast ein paar gute Punkte angesprochen und grundsätzlich stimme ich dir zu. Natürlich gibt es auch das eine oder andere wo ich eine andere Meinung vertrete 😉

Ich denke wir sollten nun mal abwarten wie die Jungs von Tourismuszukunft sich die Sache vorstellen. und weiter vorgehen wollen.

Jens

Hallo Lars,

danke für den Ball, wir werden diesen fangen und weiterspielen. 🙂

Grüße
Jens

Daniel

Hallo an alle Beteiligten an dieser Idee,

Herzlichen Dank für Eure bisher sehr konstruktive und umfangreiche Hilfe! Wir von Tourismuszukunft finden das Thema extrem spannend und würden vorschlagen, im Sommerloch wenn wir mehr Zeit haben, ein Treffen zur weiteren Vorgehensweise zu avisieren und das Projekt dann nach und nach umzusetzen. Könnte es für so etwas Sponsoren geben? Neutralität muss selbstverst gewahrt bleiben.

MFG Daniel

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