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21. März 2009

Querdurch I – Destinationen sind Netzwerke

Destinationen sind Netzwerke…

  • Im inneren ist die Destination „ein netzwerkartiges und hochgradig fragmentiertes System unternehmerischer Einzelleistungen“ (zit. nach Saretzki 2007, S. 288), gesteuert von einer Mixtur gewachsener Verwaltungsstrukturen, latenter Machtverhältnisse und einer oftmals fehlenden Instanz mit Weisungs- und Sanktionsbefugnis (vgl. Pechlaner 2002, S. 3, Steingrube 2004, S. 451). Das Modell des Netzwerks eignet sich hervorragend zur Abbildung von Destinationen (vgl. Saretzki 2007, S. 288): die einzelnen Akteure einer Destination werden als Knoten, ihre unmittelbaren oder mittelbaren Kooperations-, Kommunikations- und Transaktionsbeziehungen als die sie direkt oder indirekt verbindenden Kanten begriffen.
  • Der Transaktionskostenansatz mag in diesem Zusammenhang einen gangbaren Lösungsweg bieten, um zu koordinieren, ob Aufgaben von einer DMO auf lokaler, regionaler, landesweiter oder nationaler Ebene ausgeführt werden:  Je zentraler die Aufgabe desto eher fällt die Aufgabe in eine für einen großen Raum zuständige DMO. Ist die Aufgabe bei geringeren Kosten dezentral lösbar, ist die DMO auf der kleinräumigeren Ebene zuständig (vgl. Pechlaner 2000, S. 36).
  • „Der Wettbewerb der Destinationen um den Gast ist intensiv und wird immer komplexer […]. Der reiseerfahrene Tourist von heute verfügt über umfangreiche Informationen zu verschiedenen Reisezielen und ist somit in der Lage eine [seinen aktuellen Bedürfnissen entsprechende] Reiseentscheidung zu treffen. […] er erwartet klar strukturierte und eindeutige Angebote, die diese Entscheidung erleichtern.“ (zit. nach Scherhag 2007, S. 351)
  • Durch das Internet wird der Einfluss des Kunden im System des Tourismus vergrößert, Leistungen lassen sich via Internet effizient und global vertreiben, Marken sind für die Reiseentscheidung im Internet wichtig, KMU haben durch das Internet neue Chancen, im Internet entsteht eine neue Mundpropaganda mit Einfluss auf die Reiseentscheidung (vgl. Vanhove 2001, S. 153f)

Die Zitate sind Fragmente aus meiner Diplomarbeit. Gibt es eine bessere Sichtweise, um Destinationen analystisch zu betrachten? Ich finde den Netzwerkansatz wirklich sehr geeignet…

Daniel Amersdorffer

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