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Hotel in London buchen – einfach auf der Karte anklicken – innovatives Projekt

Unter der URL londontown.com/hotelmapbeta/ ist seit heute ein Projekt online, das es ermöglicht über ein Karteninterface auf sehr einfache Weise Hotels zu buchen – danke an Widget68 (Twitter) für den Hinweis. Über eine einfache Suchmaske gibt der Gast ein, wieviele Betten und Zimmer für einen bestimmten Zeitraum benötigt werden. Optional kann außerdem die Lage des Hotels gewählt werden, indem die Nähe zu einer bestimmten touristischen Attraktion als Kriterium aufgenommen wird.

Nachdem man nun auf Suchen geklickt hat, kommt man auf eine kartographische Darstellung, in der die Hotels als Symbole inklusive Zimmerpreis verortet sind und zudem die zentralen touristischen Attraktionspunkte dargestellt werden:

Die Hotels lassen sich direkt aus der Karte heraus buchen oder als Favorit markieren.Usability optimal…

Während die klassischen IBEs bisher immer nur klassische Buchungsmasken bereitstellten, diese selten bis nie weiterentwickelten und damit  innovationsschwach sind, hat London Tourismus hier einen echten Schritt gemacht. Der Suchprozess zur Unterkunftsbuchung wurde hier konsequent umgebrochen auf die Erwartungen und Bedürfnisse des Gastes. Einzig und alleine fehlt hier noch eine Möglichkeit den Preis als Kriterium mit in die Suche einzubeziehen. Wäre doch mal eine spannende Idee, dasselbe als Reisesuche darzustellen… kartografische Suche… weltweit…

8 Kommentare zu
Hotel in London buchen – einfach auf der Karte anklicken – innovatives Projekt

Hier kann man den Ausdruck “Joy of use” wirklicch anwenden. Schöner und praktischer kann buchen nicht sein. Mal sehen, wann das in der Art für Pauschalreisen möglich ist 😉

ich finde die Arbeit aus dem Hause LondonMarketing absolut gelungen. Einwandfreies Visual Design, sehr schöne technische Umsetzung mit der direkten Anbindung an die Hotels und die Usability spricht für sich. Wenn man bedenkt, dass die Seite erst seit kurzem in der Beta ist (meines Wissens über nen Blog das erste mal von rgbgarden (http://www.rgbgarden.com/content/the-hotelmap-londontown) erwähnt, kann man da nur gespannt sein, wie sich die Branche noch entwickelt.

Sehe die Karten in der Detailtiefe zwar nicht als Einstiegspunkt für Pauschalreisen wie das gut versteckt bei l’tur (http://www.ltur.com/de/search.ltml?omnin=DE-WKARTE&weltkarte=yes&sa=PA) schon getestet wird. Aber gerade für Städtereisen finde ich dieses Interface optimal. Usabilitytests zu der Thematik zeigen auch ganz deutlich, dass gerade bei Städtereisen, oder bei Reisezielen, an denen bekannte Sehenswürdigkeiten zu betrachten sind die erste Frage immer die nach dem Lageplan ist.

Finde in diesem Zusammenhang von “klassischen Buchungsmasken” zu sprechen sehr freundlich gewählt. “Veraltet” würde es meiner Meinung nach besser treffen. Leider gibt es ja in Deutschland, eine gewissen Marktführer für Buchungsmasken, der nicht gerade vor Innovationslust sprüht. Man kann nur hoffen, dass sich die Branche mehr den Bedürfnissen der Benutzer nähert anstatt in touristischen Fachsimpeleien zu versinken.

An der Stelle würde mich interessieren, was eure Favorite Travel-Interfaces im Web sind.

Beste Grüße aus München
Michael

Daniel

Hallo Michael,

Diese Originalquelle war mir nicht bekannt, hätte ich sonst selbstverständlich verlinkt. Zum Thema Reisen und Karte kann ich sagen: Ich sehe das schon als Weg, als einen Weg von mehreren. Geografische Suche ist die Modellierung und Umsetzung einer (von mehreren) Suchstrategien…

Bist du auch auf der ITB? Würde mich gerne unterhalten …

VG Daniel

Hallo Daniel, hallo Michael,
na da hat sich ja wirklich ein schöne Diskussion entwickelt und @Michael: Ich finde Deine Ausführungen sehr gelungen. Vielleicht sollten wir gemeinsam etwas gegen die Innovationsunlust und für bessere Buchungsmasken tun.
Ich bin nicht auf der ITB, lade aber gerne nach Köln ein.
Was meint Ihr, sollen wir einen Arbeitskreis “Bessere touristische GUIs” aufbauen, der sich ganz nebenbei mit dem aktuellen Hipethema RoPo (die silversurfer haben dazu schon einige Ideen) beschäftigt?
Gruss
Daniel

Hallo Michi und Daniel,

Klar ist es so, dass die klassischen Buchungsmasken total veraltet sind, aber ich habe immer den Anspruch, konstruktive Kritik auszuüben – nur schwierig bei diesen großen Konzernen. Es fragt sich shcon, warum Konzerne wie Expedia sich nicht oder nur sehr schleppend Richtung neue Strategien bewegen. Letztendlich geht es bei diesen Travel Interfaces um 2 Perspektiven – den Kunden und das Produkt. Ziel: Beides optimal in Einklang zu bringen.

Optimal heißt wohl, das Bedürfnis des Kunden bestmöglich zu befriedigen. Jeder Kunde hat sicherhlich leicht andere Bedürfnisse, daher heißt das Zauberwort evtl. behavioral search, profiling und presenting of products – eigentlich genau das, was Tourism Canada mit der auf sozialen Werten basierenden Tourismusinformation im Netz anbietet. Das mit dem Marktführer für Buchungsmasken ist echt schade. Aber ein Monopol muss keines bleiben…

@Daniel – Könnte RoPo auch daher stammen, dass es bisher einfach nur schlechte Interfaces gibt? Ich glaube, je besser das UID ist, desto eher wird buchung komplett online stattfinden – banal aber noch kaum stringent umgesetzt.

VG Daniel

@Daniel: Ich glaube nicht, dass RoPo alleine nur an den schlechten Interfaces liegt. Letztendlich kommt es off- wie online auf die Inhalte und Qualität an. Die Interfaces sind schon verbesserungswürdig, aber wenn wir zu den Inhalten, ganz zu schweigen von der Beratungsqualität, sofern die überhaupt vorhanden ist, kommen, kann man nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen.
Aber lassen wir mal das meckern. Eben weil es so ist, macht es ja auch Spass in dem bereich zu arebiten. Wenn alles gut wäre, gäbe es ja keine Ziele mehr. Daher nochmal die Frage: Sollen wir nicht einen Arbeitskreis “Touristische Interfaces” gründen? Wer ist dabei?

Hallo Zusammen,

ich machs kurz 😉

– ITB: Treffen ja, sehr gerne (am besten wir connecten uns kurz über FB)
– Arbeitskreis: bin dabei
– lösung zu den Buchungsmasken: Markführer lediglich für das nötigste einsetzen, Rest selber bauen 😉

Freu mich auf die weitere Diskussion. Werd mich da am Wochenende noch etwas weiter reindenken

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